Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BADE swv.
1. eigentlich:
a. ich nehme ein bad. diu künegîn dô niht enlie sine batte schône ûf die vart Ulr. Trist. 1103. b. ich bade mich, ich nehme ein bad. dô fuorn si sunder baden sich (jedes für sich allein) Parz. 272,20. mîn lîp mit freuden batte sich frauend. 227,5. c. ich bade einen, ich gebe einem ein bad, bediene ihn im bade. ein bader sol baden Frl. 54,7. der chunig gebot daʒ man den man padote und scare watete inen ziere Gen. fgr. 3,59,33. dô begunde diu magt des ritters pflegen als ir got iemer lône, si bât in harte schône Iw. 88. Tristan in schiere hæte schône gebat u. wol gekleit Trist. 4065. zuo sînen knappen er dô sprach 'nû bât den ritter schône:' si batten in ritterlîche Wigal. 690. zwelf clâre juncfrouwen die batten dô mit freuden sie (Jeschûten) Parz. 272,27.
2. bildlich:
a. diu ors in sweiʒe muosen baden Parz. 262,30.
b. bin in etwas versenkt. swenne ich sündehafter in den riuwen bade Nith. 20,3. daʒ sîn herze in jâmer muose baden W. Wh. 47,22. swer mit sünden sî geladen, der sol in herzeriuwe baden Vrid. 35, 5. baden in unzallîcher minne Gottfr. lobges. 34,7. ê wolt ich in der helle baden Engelh. 6050. der muoʒ mit im ze helle baden Winsbeke 38,6.
c. transit."> benetze. ûʒ ougen muost er wangen baden Winsbeke 64,1. vgl. Winsbekin 17,10.