zurück,
adv. ,
aus ahd., mhd. ze rucke Graff 4, 1148,
mhd. wb. 2, 784,
entsprechend mnd. to rugge Schiller-Lübben 3, 524
a,
neund. torüch,
nl. terugg.
im mhd. bedeutet es '
auf den rücken',
während für '
zurück' hôher, ûf hôher,
auch hindersich
gebraucht wird Wieszner
in Paul u. Braunes beitr. 26, 251.
es sind also die präp. als solche und das subst. als bezeichnung der körpergegend noch deutlich, doch macht sich daneben die worteinung und die abstractere bedeutung schon geltend, im 17.
jh. ist beides durchgeführt. ältere belege dafür: ja muose vor ime wenken der haiden al zerucke pf. Konrad
Rol. 289, 5
Gr.; diu ros zerucke stiezendie Burgonden man
Nib. 1831, 3
L.; als ein friunt dem friunde tuot, der lîhte schamerîchen muot ze rücke wirfet, swenne er siht daz sîner helfe im nôt geschiht Konrad v. Würzburg
Engelhard 2271; ein lustigiu begirde, diu sich ze gote erhebet unde wirfet ze rücke alliu zîtlichiu dinc meister Eckhart
in d. myst. 2, 411
Pf.; wie wirffest du die getrûwen lêre dînes geischlîchen vatters sô ze ruggen Seuse 369
Bihlm. dieselbe entwicklung zeigt schwed. til baka,
dän. til bage,
fries. to bek Dijkstra 3, 292,
engl. back.
über ähnliches in den idg. sprachen Brugmann
grdr. II 2, 742.
die sinnliche bedeutung wird heute durch rücklings
festgehalten, das der abstracten verwendung fern bleibt. nach der durchführung der worteinung ist zurücke
nur noch stilvariante von zurück,
die aus metrischen gründen und überhaupt als literarische form gebraucht wird: es sey dasz wer zurücke weicht Simon Dach 180
lit. ver.; er folgt und liesz die geschäfte, die ihn bisher zu der erde gedrückt, den thieren zurücke Klopstock
Messias 3, 280; oft kehrt ich noch mit immer schlechterm glücke auf die fatale flur zurücke Göthe IV 1, 176
W.; ich träum als kind mich zurücke Chamisso
werke (1856) 3, 78; dasz sie (
die übersetzungen) hinter dem original zurüke bleiben Bodmer
v. d. wunderbaren (1740) 5; vom see hatte sich der nebel schon zurüke gezogen Göthe IV 4, 108
W. seit dem 19.
jh. nicht mehr üblich. andere ältere formen zurücken Kramer 2, 1487
c; G. v. Keisersberg
bilgersch. (1512) B 2
a, zurucken
s. u. I A, zurucks Xylander
Polybius (1574) 252.
älter und längst auszer gebrauch in gleicher bedeutung hinderwart, hinderwärts
und hindersich,
s. th. IV, 2, 1493
u. 1523.
das letzte im frühnhd. gerne mit zurück
verbunden: von wegen der rauhen lüfft ... des winters, welche die natürliche wärm ... zu ruck und hinter sich treibt Sebiz
feldbau (1579) 60; der halben laszt es euer lieb nicht verschmehen, dasz ich ... gleich ... zu anfang hindersich zuruck ... verweise Fischart
Garg. 29
ndr.; ich denck gleich hinter mich zurück H. Sachs 17, 66
K. bedeutung. II.
präp. und subst. sind getrennt aufgefaszt, und die vorstellung des rückens ist mehr oder weniger deutlich. I@AA.
nach dem rücken, der rückseite: und (
der teufel) sprach zu im: ob dus bist der sun gotz, so lasz dich zeruck
erste dtsche bibel 1, 14
lit. ver.; er warf sein schilt zurugken Ulr. Füetrer
bayer. chr. 122
Sp.; heisz dir einen hohen stauff vol schencken, und stell in hinder dich zu rukk Scheidt
Grob. v. 3198
ndr. am längsten erhalten mit fallen
u. ä.: da er aber der laden gottes gedacht, fiel er zurück vom stuel ... und brach seinen hals entzwey
1. Sam. 4, 18; ich kriegte ... mitten auf der stiegen einen solchen stosz, das ich wieder zuruck hinunter burtzelte Grimmelshausen 3, 382
Keller; nur dasz der himmel nicht etwan einfällt und schlägt euch ... die treppe wieder zurücke herunter Stoppe
Parnasz 486. I@BB.
im rücken, auf der rückseite: opistographus papyr, auff das man auch zuruck, das ist auf beid seiten schreiben kan Calepinus
XI ling. 995
b; mit guotem windt, der in zu ruck nachwehet Xylander
Polybius (1574) 36; die feindt zurück angreifen L. Fronsperger
kriegsb. 1, 133
a; damit sie nit ire landsleut vor augen und die Römer, ire alten feynd, zuruck entsitzen müszten Stumpf
Schweitzerchr. (1606) 292
b; zu rück lernet man einen am besten kennen Friedrich Wilhelm
sprichw.-reg. (1577)
m. formelhaft bei münzen und siegeln: so grab dise charakteres und zeichen auf den pfennig an der ersten seiten und zuruck an der andern seiten die wort ... Paracelsus
opera (1616) 2, 547
H.; geben zu Prag mit unserm ... zuruckaufgedruckten insigel
lehnsurk. Schles. 2, 161 (1477).
noch Dentzler (1716)
gibt für zuruck
a tergo. I@CC.
in diesem sinne wird zurück
mit folgendem genetiv zur präp.: zuruck der gemelten reuter setzen sie die triarier Xylander
Polybius 338; soll man aufzeichnen, was vornenher und zuruck des geschirs sich sehen lest Paracelsus
chirurg. (1618) 742
a H.; inhalt, begriff ... und register dieser gantzen chroniken findestu zuoruck disz plats Seb. Franck
zeytb. (1531)
titel. I@DD.
hinter dem rücken, von heimtückischem thun und nachreden, wie mnd. achter rugge Schiller-Lübben 3, 523: so er vernemmen würt, das du im zuoruck sein eigene schwester understohst zuo empfüren Wickram 1, 286
B.; die vor augen ssz, zuruck bitter seind
schöne weise klugr. (1548) 136
b; das schafft der eulen falsche tück, ir trew dient mir zurück Forster
frische t. liedl. 154
ndr. IIII.
die worteinung wird durchgeführt und die vorstellung des rückens als körpertheil schwindet völlig, während für diesen die form rücken
die herschende wird. besonders im schriftmäszigen, gelehrten und amtlichen gebrauch des 17.
und 18.
jh.s entwickelt, unter einflusz des lat. re-,
ital. ri-,
frz. re-
und ré-. zurück
bezeichnet: II@AA.
die der eigenen bewegung oder dem eigenen blick entgegengesetzte richtung. es ist das ggth. von vorwärts
und stimmt in der anschaulichen verwendung mit rückwärts,
s. th. 8, 1379,
von dem es sich aber durch die engere verbindung mit dem verb unterscheidet. II@A@11)
im eigentlichen sinne rückwärts:
recidere wider zurücke fallen Bas. Faber
thes. (1537) 121
b; wenn er denn wider wolt heraus, gieng er zuruck dem faden nach H. Sachs 3, 543
K.; wer einen groszen sprung will thun, der geht zurück Lehmann
floril. (1662) 1, 71; herrn sind katzen art, streicht man sie glatt den rücken ab, so recken sie den schwanz, streicht man sie zurück, so funckeln sie 1, 42; sie ... wollte dem gockel ... den ring wieder zurückdrehen Brentano 5, 101; die Franzosen konnten nicht vor, sie muszten zurück Stifter 5, 1, 361; ihre liebe gestalt, wie sie langsam den weg zurückging Storm 1, 22. II@A@22)
nach rückwärts blicken, schauen, sehen u. ä.: wer seine hand an den pflug leget und sihet zurück
Lucas 9, 62; wie sie ein weilchen gegangen waren, stand Hänsel still und guckte nach dem hause zurück
kinder- u. hausm. 1, 51; er ... schaute behutsam z. G. Keller 3, 132.
horchen, hören, lauschen: doch schnell verbot ich meinem zu leisen ohr zurück zu horchen Klopstock
oden 1, 119
M.-P. nach rückwärts rufen, sprechen, etwas sagen lassen, überhaupt zeichen geben, bewegungen machen: so wirdt die gefahr ... durch die schiff, so im vorzug ... erkündiget, solche geben alsbald z. ir gemerck, zeichen oder losung L. Fronsperger
kriegsb. (1578) 1, 165
b; wieder zurücksprechend (
bühnenanweisung) Fouqué
alts. bilders. (1818) 1, 46; nur immer mir nach hier, die marmorstufen hinauf, flüsterte der puppenspieler z. Eichendorf 3, 427; eine ... weibergestalt ... die ... nach den ungestümen treibern zurückschimpfte 2, 430; der ... gedanke des zurückblasenden trompeters Stifter 4, 222; das gehetzte kalb röhrte noch lange nach seiner pflegerin z. Rosegger I 6, 23; die ... gestalt, wie sie sich mit einer hand an einem pfeiler festhielt, mit der andern zurückdrohte nach den spanischen soldaten Fouqué
jahreszeiten 2, 51; mit lieblichem lächeln noch einmal zurückgrüszend, eilt unser retter von dannen
alts. bilders. 2, 178; wart ich will dir herunter helfen! rief der postillon und hieb mit der peitsche zurück nach ihm Eichendorf 3, 384. II@A@33)
von der rückwärts gelenkten bewegung des lichtes und schalles, anschlieszend an reflectieren u. ä.: die untergehende sonne, aus dem spiegel zurückscheinend, blendete ihn Göthe 28, 148
W.; das phänomen, dasz eine reine trübe bey durchscheinendem lichte die gelbe farbe, bey zurückgeworfenem mit dunklem hintergrunde die blaue sehen lasse IV 40, 251
W.; das blasse morgenroth, das von der abendröthe zurückglimmte Jean Paul 7/10, 603
H.; hör, wies echo das zusammenstoszen der bäume zurückhallt Klinger
neues theater 1, 248; (
sprichwörtl.) wie man in den wald schreit, so schallts zurück; von ehrlichen und treuen stimmen, die aus dem volk in das volk hinein und zurücktönen E.
M. Arndt
für u. an s. l. Dtschen 4, 256.
ähnlich zurückblenden, -blinken, -blitzen, -flimmern, -glänzen, -scheinen, -schimmern, -strahlen, -prallen, -prellen, -werfen, zurückbrausen, -donnern, -klingen, -schallen
u. s. w. II@A@44)
in umgekehrter richtung lesen: so wendt den namen dessen weisen meisters umb und lese ihn zuruck Guarinonius
grewel d. verwüstung (1610) 986; dann das wort soldat heist zuruck tadlos Abr. a
s. Clara
mercks Wien (1680) 122; wir haben das gebet zurück gebetet, wir können auch die glocken zurückläuten Rosegger III 6, 94. II@A@55)
in weiterer anwendung auf geistiges zurückdenken, erinnern u. ä.: so hin- und zurückgehört (
von beiden seiten gehört) gleicht sich das urtheil (
über die Elsässer) aus nach recht und billigkeit Jac. Grimm
kl. schr. 8, 399; dasz mein selbstbewusztsein ... sich auf sehr vieles zurückerstreckt, was ich einmal war A. v. Berger
ges. schr. 1, 28; es stirbt kein gut zurück sondern vorwärts (
bei gleicher verwandtschaft erbt der sohn zuerst) L. Winkler
dtsches recht im spiegel dtscher sprichw. (1927) 112. II@A@66)
verbindungen mit zurück
werden viel gebraucht in beschreibungen: Silen auf einem esel, den aus einem krug trinkenden kopf zurückgebogen Heinse 7, 9
Sch.; dort läuft (
das thier) nun wieder, mit seinem halse so zierlich zurückgebogen J. G. Forster 9, 174.
stirn und kinn sind zurückfliegend, -fliehend, -gehend, -geschoben.
bes. in naturwissenschaftlicher beschreibung, in der botanik und zoologie. so sind die verschiedenen blatt- und zweigformen zurückgebogen, -gedreht, -gedrückt, -geknickt, -gekrümmt, -gerollt
u. s. f. J. C. Röhling
Dtschlands flora 1, 94; 204; 417; 3, 36; Illiger
thier- u. pflanzenreich 22; 91; 287. II@A@77)
übergehend in die ruhevorstellung ist zurück '
weiter ab, entfernt': ein ... altes, etwas zurückgebautes giebelhaus Fontane I 1, 97; indes die mutter ... weiter zurück sitzt Göthe 48, 111
W.; sie war nämlich am traualtar weiter z. gestanden Jean Paul 3, 157
H. II@A@88)
im frühnhd. gelegentlich von dem, was vorher erwähnt war: wie disz alles geschehen sei, ist zuorück gesagt Seb. Franck
chron. Germ. (1538) 128. II@BB.
die richtung vom subj. weg, die rückwärtige bewegung ist in das obj. verlegt. II@B@11)
einen zurückdrängen, -stoszen
u. ä.: bei dem arm, der von der pforte warnend mich zurücke stiesz Göthe 15, 335
W. (
Faust 12056); daher er sie (
die darsteller des kaisers und königs) ... unbarmherzig z. in die grube stürzte 22, 114
W.; wenn etwa die ... stadtwächter eine hübsche dirne ... zurückdrängten W. Hauff 1, 9; als er dergleichen fortsetzen wollte, stiesz sie ihn aber kräftig z. G. Keller 6, 186.
bes. in kriegerischen vorgängen: die (
Ungarn) trieb Carolus z. Rätel
chr. d. herzogth. Schlesien (1607) 27; die raschen wehranstalten thaten ... übrigens das ihre, um die Lübecker von einem angriffe auf Kopenhagen zurückzuschrecken Dahlmann
Dännemark 3, 367; zur linken drängten die neununddreisziger die feindlichen schützensch wärme aus dem Gifertwald z. Moltke 3, 21.
mit gegenständlichem obj.: wenn man ja etwas zugeben müsse, so dürfe das feste land nur um 10 grade weiter zurückgelegt werden J. G. Forster 1, 20; man wollte Frankreichs grenzen bis zum Rhein und zur Mosel zurückschieben Treitschke
dtsche gesch. 1, 219.
dazu gehört auch der zurückweisende zuruf zurück!: zurück, ihr diener und pagen! Gryphius
Horribilicribrifax 57
ndr.; tod und alle teufel! ich sage zurück! Schiller 3, 419
G. in der jägersprache ein zuruf, wenn im treiben wild rückwärts geht und nachgeholt werden musz Behlen
forst- u. jagdk. 6, 550. II@B@22)
das ferngehaltene wird in seinem bereich eingeschränkt: legt sie sich vor die mündung eines flusses, so schwellt sie den strom z. maler Müller 1, 48; sie (
die welle) schwankt und ruht, zum see zurückgedeichet Göthe 2, 3
W.; während das lange zurückgehaltene gewitter mit furchtbarer heftigkeit ... sich entlud H. v. Barth
Kalkalpen 375; die seebeherrschenden Germanen des nordens, in denen das zurückgedrängte heidenthum noch einmal seine ganze energie gesammelt hatte Ranke
s. w. 8, 11. II@B@33)
man wendet sich von einem zurück: ach unfals neid,belenglich zeyt hab ich manch stundt geduldet, macht, dasz du glückvon mir zurück dich wendest unverschuldet G. Forster
frische t. liedlein 28
ndr. daran schlieszen sich die ausdrücke des entsetzens vor etwas zurückbeben, -fahren, -schaudern, -schauern, -scheuen, -schrecken, -zittern: ich sehe sie zurückschaudern, ich sehe sie erröthen Göthe 23, 151
W.; dasz ich mich öfters auf ein öffentliches vergnügen freuen und doch vor dessen bösen folgen zurückzittern kann Just. Möser 5, 53; als er sich über die fensterbrüstung hineinschwingen wollte, schauerte er z. Rosegger I 7, 55. II@B@44) zurück
geht über in den begriff '
beiseite': dencken sie endlich das ding thue kein gut, legen den Amadis z. und gehen in ein closter B. Schupp
schr. (1663) 4; so wechselt man mit den fingern ab und hält den daumen von den halben tönen z. Ph. E. Bach
clavierspiel 1, 33.
besonders von etwas verschlieszendem, verhüllendem: ... der rigel nur vorgeschoben war, ich schob denselben geschwind z. Grimmelshausen
Simpl. 195
ndr.; vor einem pianino ..., dessen deckel er mit gewandter hand zurückklappte Storm 5, 271; und bog das überhängende gesträuch z. Mörike 1, 178
G.; er hatte ... die hemdärmel zurückgestreift Immermann 2, 142
B. II@CC.
die richtung auf den ausgangspunkt einer bewegung. II@C@11)
den weg dahin, wo einer her kommt: ich werde sie vielleicht wider z. begleiten El. Charl. v. Orleans 2, 137
H.; mit dem ... wegmesser, den der sel. S. doch bis nach Nizza und z. gebraucht hat Nicolai
reise durch Dtschl. 1, 19; ich nahm ... wieder meinen weg nach der seite des pachthofs z. Göthe 23, 75
W.; schert euch in die stube z. Spielhagen 1, 275; man hat sie ... mit der ruthe in die ecke zurückgefegt W. Raabe
Abu Telfan 2, 124.
insbesondere weist zurück
auf das zuhause und die heimat: dies dem herrn vatern denn ... wunderlichen vorkommen war, hätte mich gern z. gehabt v. Schweinichen
denkw. 72
Ö.; so gehts bald um die weite welt und auch wohl wieder z. Göthe 24, 172.
allerdings sagt man nicht wie im nl. ich gehe zurück
für ich gehe nach hause. II@C@22)
verbunden mit der ruhevorstellung: und mein mann ... ist aus der Schweiz z. Göthe 19, 114
W.; punkt 12 uhr war ich am Mädelejoch z. H. v. Barth
Kalkalpen 249.
häufig mit schon, noch nicht
u. ä.: seid ihrs, milord von Kent? schon vom turnierplatz zurück, und ist die festlichkeit zu ende? Schiller 12, 445
G. II@C@33) zurück
ist '
auf dem rückwege': auf der hinreise war ich eine gantze stunde zu wasser, z. aber nur eine halbe Lichtenberg
br. 1, 80
L.; Apollonius kam, vom bruder z., wieder vorüber O. Ludwig 1, 212
E. Schm. II@C@44)
es knüpft sich daran die vorstellung des glücklichen auswegs aus einer gefahr oder verlegenheit: es hat Luther mit dieser lehr ... so tief in den weyher gerunnen, das er dannoch wider zuorück gekündt Joh. Nas
antipap. eins u. hundert (1567) 3, 173
a; der karren war in den koth gestoszen, und ohne müh konnte man nicht zurücke Chr. Weise
erznarren 20
ndr.; Newton ... überrascht den unvorsichtigen schüler, der wenn er einmal beifall gegeben, sich in dieser schlinge gefangen hat, nicht mehr weisz, wie er z. soll Göthe II 2, 20
W. II@C@55)
von gegenständlichem: dasz sie ... kaum einen halben schuncken samt einer flasche wein eingürgeln können, ohne selbigen wiederum zuruck zu gurgeln Lindenborn
Diogenes (1742) 2, 740; unter zurückgieszen des filterüberschusses in das glas Muspratt
chemie 5, 504; zurückpumpen derselben (
der kochenden masse) in den kocher 6, 1752.
in weiterer verwendung: so befehle ich meine nase z., die ungern riechet Frh. v. Schönaich
ästhetik in einer nusz (1754) 39; was ich gesehen, sollt ihr selbst mit augen sehn, wenn ihr gebilde nicht die alte nacht sogleich zurückgeschlungen in ihrer tiefe wunderschoos Göthe 15, 183
W. (
Faust 8665). II@C@66)
sehr viel und schon früh wird zurück
in dieser und anschlieszenden verwendungen wieder verdeutlicht, wie in manchen vorher gegebenen belegen: da zohen die Hungern zuoruck wider heym Seb. Franck
chron. Germ. (1538) 84
a; also nun bin ich herkommen und gleich wieder zuruck geritten Grimmelshausen 2, 338
Keller; um diese zeit unternahm der maler B. ... eine reise nach Venedig und durch die Lombardei über Florenz wieder z. Göthe 49, 31
W.; sie betheuerten, dasz es (
das kind) den weg z. nicht wieder finden sollte 23, 170
W.; wenn er wieder zurückkömmt, so ist ihm eine versorgung auf lebenszeit gewisz Caroline 1, 4
Waitz (7. x. 1778).
so geht auch z.
in die zeitliche bedeutung von wieder
über: wie der unglückliche Ödip stand ich in dunkler nacht, und in meiner seele erschallten seine klagen, seine flüche z., die ich einst gelesen Klinger
w. 4, 34; was man von der minute ausgeschlagen, gibt keine ewigkeit zurück Schiller 4, 30
G. II@C@77) zurück
an den besitzer: hier ists (
das studiengeld) z. und mein dank dazu Lenz
ges. schr. 1, 83
Tieck; worin ich 160 thaler von tausend zurückbezahlen muszte Just. Möser 3, 248: Markus, der sein gewehr zurückbetteln wollte Heer
d. könig. der Bernina (1904) 42; wie sie (
die groszmutter) auch die geschenkten (
nüsse) ihnen (
den kindern) immer wieder zurückschenkte Stifter
s. w. 5, 1, 274.
in weitergehender und übertragener verwendung: schon im 12 ten jahrhundert wurde stadtrecht, dasz kein unfreier, der jahr und tag ohne forderung des herrn in der stadt gelebt habe, zurückgeboten werden dürfe G. Freytag
bilder 1, 425; jedoch so stifft die schön zurück sehr groszen schaden und unglück H. Sachs 16, 453
K.; und so empfangt mit dank das schönste leben vom all ins all zurück Göthe 1, 129
W.; gib ungebändigt jene triebe, das tiefe, schmerzenvolle glück, des hasses kraft, die macht der liebe, gib meine jugend mir zurück 14, 15 (
Faust 197)
W. vielfach in wendungen des geschäftlichen briefverkehrs: dasz wir ... gnedigst geruheten, ... derowegen unser fortgeschicktes kriegesvolck von der böhmischen gräntzen zurück abzufordern
acta publica 1, 253
Palm; bin aber ... von i.
f. g. zurückerfordert worden und den 13 dito anheim kommen v. Schweinichen
denkwürdigk. 415
Ö.; und so schick ich denn zur sühne hier einen ganzen band, den ich mir gelegentlich zurück erbitte Göthe IV 27, 241
W.; wegen Kirstens einquartirungsanliegen haben ew. exzell. die ackten zurück IV 28, 65
W. II@C@88)
die antwort geht an den frager oder anredenden zurück: darauf ihm der herr zurückgeantwortet Zach. Albert
tageb. (1627) 16; da ich zurücke schrieb Schnabel
insel Felsenburg 2, 22
lit.-dkm.; wenn man die wahrheit zurück erfährt Gottl. Stephanie
lustspiele (1771) 21; und sie wird zurückerwiedert haben Holtei
erz. schr. 8, 144; ... rief sie hinab: was es gebe? blutige köpfe, hiesz es zurück Eichendorf
s. w. 3, 346.
vgl. II, A, 2.
auch dieses stehend im geschäftlichen verkehr: auf des Nero zurückentbotenen befehl A. U. v. Braunschweig
Octavia 1, 672; welchen (
e. expressen) ... der h. reichscantzler ... mit einer dilatorischen antwort zurücke abfertiget Chemnitz
schwed. krieg 2 (1653), 219; alldieweilen aber wir ... aus deren
s. k. mait. zue den gehaltenen fürstentagen abgeordneten ... abgesandten zueruckertheileten abfertigung vernehmen müssen
acta publ. 2, 53
Palm; Göthe schien ihn (
Schiller) vollends irre zu leiten, als er ihm zurückbekannte, dasz auch ihm ohne eine solches eigenes interesse nicht gelungen sei, eine tragische situation zu bearbeiten Gervinus
gesch. d. dtschen dicht. 5, 442. II@C@99) zurück
kommt man auf das früher gesagte, gedachte, erlebte: hier wider äfer ich aber und kum mit diser materi zurugk an den jungen vorgemelten Theodonem Ulr. Füetrer
bayer. chr. 36
Sp.; doch z. zur deutschen sprache! Adelung
magazin f. d. dtsche spr. 2, 2, 31; das muszte voraus berichtet werden, jetzt zu unsrer geschichte z. Arnim
w. (1839) 1, 7; wenn wir auf die frühere zeit z. anwenden, was späterhin von dem gefolge kleiner deutscher fürsten vorkommt
rechtsalterth. 1
4, 384; plötzlich kam es ihr z., wie er ihre hände in den seinigen gehalten Wildenbruch
novellen 75. II@C@1010) in sich selbst zurück
bezeichnet das besinnen auf das eigene wesen u. ä.: warst du ein reines feuerwesen strömend durchs unendliche, das sich in kreisender bewegung ewig zurück in sich selbst ergosz? Schubart
sämmtl. ged. (1825) 1, 322; wir halten so viel von dem reinen und kräftigen kerne des deutschen wesens, dasz wir ... es für möglich erachten, dasz der deutsche geist sich auf sich selbst zurückbesinnt Nietzsche 1, 164. II@C@1111) zurück
weist auf den ursprung: (
dasz) wenn wir handlungen zu ihrer quelle zurückbegleiten, wir zehenmal lächeln müszten Schiller 3, 517
G.; selten ist auf die ersten begriffe der wortschöpfung zurückzudringen Jac. Grimm
kl. schr. 1, 143.
auf das zeitlich und der entwicklung nach frühere: schöne des mays begeisterte sie, in des Griechen tage zurück sich zu dichten Klopstock
oden 2, 42
M.-P.; ich scheine mich auf dem wege zur kindheit z. zu befinden H. Eulenberg
alles um liebe 20; ich möchte z. in der vergangenheit schoosz Bettine
Günderode 1, 8. II@C@1212)
auf das eigentliche, wesentliche, auf das rechte masz: dies ... auf das wahre masz zurückzuführen W. v. Humboldt 4, 18
ak. ausg.; wenn wir einen allgemeinen moralischen satz auf einen besondern fall zurückführen Lessing 7, 446
M.; er geht nun zu einer erörterung der unternehmungen B.s über, die er auf sieben hauptstücke zurückbringt Ranke
s. w. 39, 81.
diese der gelehrten sprache angehörigen wendungen stehen unter fremdem einflusz, bes. frz. réduire. II@DD.
mit allgemeinem übergang in die ruhevorstellung bezeichnet zurück
das zurückbleibende II@D@11)
als thatsächlich vorhanden, von subj. behalten, II@D@1@aa)
als den rest, das übrige: indem ... am golt viel z. bleiben würde Ercker
mineral. erzt (1580) 501; von jedem thaler, den ... ein soldat erhält, wird ein gewisses zurückbehalten, welches er bei seinem abschiede ausgezahlt erhält Heynatz
synon. wb. 1, 464
b; eine abschrift hab ich zurückbehalten Göthe IV 27, 259
W. II@D@1@bb)
zeitlich: ja, wer ein jahr oder fünffzig z. hätte Chr. Weise
grün. jugend überfl. ged. 191
ndr.; noch ist ein groszer tag zurück Schiller 5, 2, 191
G. II@D@1@cc)
was noch zu thun, zu erleben ist: ein einziges ist noch zurücke Göthe 17, 38
W.; wär noch ein wunsch zurücke, den der himmel dem liebsten seiner söhne weigerte Schiller 5, 1, 7
G.; ein wenig husten (
ist) aber noch z. Jac. Grimm
an Dahlmann 1, 289. II@D@22)
mit der negativen vorstellung des zurückbleibens, mit hinblick auf etwas anderes, das sich schneller bewegt. II@D@2@aa)
eigentlich u. räumlich: muszten ... diese nacht, weil unsere bagage noch z., blosz auf der erden ... zubringen A. Olearius
persian. reisebeschr. (1690) 225; so kam ich glücklich über die brücke ... der andere ... war noch z. Göthe 43, 294
W. auch übertr.: diese grobe und ungeistliche gedancken lassen wir zu rucke und zu ruhe gestellet Harsdörfer
t. secretarius 2, 87; die besonderen bemerkungen ... habe zurückgehalten Göthe IV 28, 10
W. II@D@2@bb)
in weiterer verwendung von dem, was unterbleibt, im rückstand bleibt: davon hân ich ze rucke gelân, swaz ich solt anders hân getân Thomasin
wälsche gast 12291; alle vorige swere gedancke und pOese wort zerücke geleget ... worden Arigo
dec. 215
lit. ver.; gnad kan weigern, straff kan man nicht z. bringen Lehmann
floril. (1662) 1, 377; viel anschläg gehen z., weil sie kein wurtzel haben 1, 43; ich sollte ... denselben tractat z. lassen (
nicht herausgeben) B. Schupp
schr. (1663) 636; dasz ich um ein ganzes jahr meines salarii z. bin Lessing 17, 413
M.; die bedingungen sind z. (
nicht mitgetheilt) J. J. Engel
schr. 12, 364; der volksbeschlusz gilt z. Fichte 3, 175.
dieser früher mannigfaltig entwickelte gebrauch jetzt beschränkt auf: eine verlobung, eine heirat geht z. II@D@2@cc)
allgemein von der anwendung auf die natürliche entwicklung: es war die saat und alles hier noch sehr z. Göthe III 2, 5
W.; als wenn bey ihrem erwachen die bäume verwundert wären, ... von ihrer seite noch so weit z. zu seyn IV 33, 29
W.; dennoch hatte sie etwas, was hinter ihren jahren z. war Gutzkow
ritter vom geiste 3, 418. II@D@2@dd)
ebenso von der geistigen entwicklung, von leistungen: ach, wir sind so weit ... von der wahren kunst z., dasz wir ... einen bekleideten menschen für schöner halten als einen nackten! Heinse 4, 19
Sch.; das lustspiel artet nun z. H. P. Sturz 1, 97; ich fühl es wohl, noch bin ich weit zurück Göthe 14, 34
W. (
Faust 547); ehe acht tage um waren, war sie die ... schulgenossin Renatens. sie war anfangs z. Fontane I 1, 93; auch hat er in letzter zeit in beklagenswerther weise mit seiner gesundheit wieder zurückgewirthschaftet Overbeck
an Rohde bei Bernouilli 1, 384. II@EE.
mannigfach ist auch die anwendung von zurück
als subst., bes. in der eindringlichen verbindung kein zurück: Frankreich gegenüber gab es da kein z. H. Prutz
preusz. gesch. 4, 20; doch da ist keine höhe noch tiefe, kein vor noch z. Göthe 23, 29
W.; aus den klüften brüllte der sturm mir ein ohnmächtiges z. entgegen H. v. Barth
Kalkalpen 506. II@FF. zurück
ist ursprünglich adverbiale ergänzung des verbs, und wurde auch von dem inf. und part. getrennt geschrieben. doch hat sich die zusammenschreibung mehr und mehr durchgesetzt, je mehr sich zurück
mit dem verb zu eigentlicher zusammensetzung verband. beispiele für die adverbiale verwendung: Caroline schielte gebückten kopfes z. W. Alexis
Isegrim (1854) 2, 185; von dorther flüsterte sie z. Fouqué
altsächs. bildersaal (1818) 1, 605.
bes. neben präpositionalen gruppen: lange sprachen wir also, bis wir wieder an den baum des lebens z. kamen maler Müller 1, 80; der hausvater ward stündlich von Berlin z. erwartet Fouqué
gefühle, bilder (1819) 1, 5; schon hatte Heinrich den ängstlichen Daun durch geschickte wendungen nach W. zurückmanövrirt K. Fr. Becker
weltgesch. (1801—1805) 9, 534; das von
M. zurückreflektirende strahlenbild Göthe II 5, 2
W.; darf ich die ehre haben, sie in den saal zurückzubegleiten? Spielhagen 1, 443.
die zusammenschreibung ist nach der amtlichen deutschen rechtschreibung zur regel geworden, während die österreichische freiheit läszt. sie ist auch in den belegen hierunter für die letzten beiden jh.e durchgeführt. der begriff des einfachen verbs wird durch die zusammensetzung mit zurück
in verschiedener weise verändert. II@F@11)
verben, die einen zustand oder einen räumlich und zeitlich unbestimmten vorgang bezeichnen, erhalten den begriff einer bewegung in einer bestimmten richtung. II@F@1@aa)
verben, die eine besondere art des bewegens ausdrücken: viele purzelten z. in die tiefe Rosegger I 2, 95; ehvor sie wieder zurückstolpern den steinigen weg I 4, 321; während wir im nachtdunkel friedlich in dem grünen nach Berlin z. schlummern C. Bauer
komödiantenfahrten 100; noch einmal quillt da wohl zurück des lichtes flamme Nietzsche 8, 327.
ähnlich zurückfedern, -flattern, -krebsen, -kriechen, -rutschen, -schlendern, -stäuben, -stieben, -straucheln, -taumeln, -traben, -schleichen, -schlüpfen, -trappeln, -trippeln, -trotten, -wackeln, walzen, -wanken, -watscheln. II@F@1@bb)
verben, die ein besonderes geräusch bezeichnen: sie ... schwang ihre pfanne, dasz der eierkuchen prasselnd in den schwarzen schlot hineinfuhr und erst nach einer ganzen weile mit der oberseite in die pfanne zurückklatschte Storm 3, 25; ein weites marmorbecken ..., aus dessen mitte ein rascher wasserstrahl emporstrebte und ... in den wasserbehälter zurückplätscherte Musäus
volksm. 1, 8
H.; als W. in seinem ... alten kutschkasten ... zurückgerasselt kam C. Viebig
das schlafende heer 1, 164.
ebenso zurückbrausen, -gellen, -gurgeln, -krächzen, -klingen, -rumpeln, -sausen, -schallen
u. ä. II@F@1@cc)
gelegentlich in freierer weise: sie gaukelte in den wald z. Immermann 5, 13
B.; der reifende mensch ... kann mit dem fusz in den boden zurückwurzeln graf v. Loeben
lotosblätter (1827) 2, 247; zu meinem glück fand ich platz ... in einem nach B. zurückzaudernden hauderer Holtei
erz. schr. 37, 47.
so auch in den erziehlichen ausdrücken: er hatte verschiedene unverschämte kerle in die grenzen des anstandes zurückgeprügelt
M. Meyr
erz. aus dem Ries 1, 178; 'munter', sprach sie, dem jungen in den haarbusch greifend, und ihn ... auf den standpunkt des gesunden menschenverstandes zurückschüttelnd W. Raabe
Schüdderump 1, 88; die verlornen schafe zur herde zurückzubeiszen Lagarde
dtsche schr. 15; zurückwirren Eichendorf 2, 30. II@F@22)
verben, die eines objectes nicht bedürfen, werden trans.: immer droht die wog ihn zurück Klopstock
oden 2, 152
M.-P.; dieser bach ... beizt ... die rosen und lilien unserer schönheit, welche den tag über aufblühten, wieder in die ... knospen z. Heinse 3, 178
Sch.; der könig reist morgen ab; ich denke, die kriegstrommel wird ihn bald genug zurückwirbeln Spielhagen 6, 338; wenn der bettler-Hiesel die macht gehabt hätte, den menschen ihr vergangenes leben zurückzubeten Rosegger II 15, 20; der eintretende grüszte, sie knurrten den grusz z. II 4, 30.
ähnlich zurückhauchen, -höhnen, -lächeln, -lachen, -seufzen
usw., sowie die lichterscheinungen zurückblinken, -blitzen, -glänzen, -glitzern, -leuchten, -schimmern, -strahlen
u. ä. II@F@33)
es entstehen refl. wendungen: wenn ich mich da hin auch nur zurückwittere, zurückdichte Herder
an Merck 35; verschwinde mir des lebens athemkraft, wenn ich mich je von dir zurückgewöhne Göthe 15, 1, 85
W. (
Faust 6494); dem tappenden maulwurf gleich, wühlt sich der wurzelmann nach der wurzel z. J. H. Vosz
antisymb. 1, 125. II@GG.
seit dem 16.
jh. steht zurück
in der zusammen setzung im wettbewerb mit rück-,
s. th. 8, 1341
ff. im mnd. sind die bildungen mit rugge-
früher belegt Schiller-Lübben 524
b ff. zurück
hat als mehr oder weniger selbständiges adv. in der verbindung mit verben und den zugehörigen ableitungen immer den vorrang gehabt und sich seit dem beginn des 19.
jh.s völlig durchgesetzt. auch gilt es noch in den zusammensetzungen mit -ung,
deren zusammenhang mit dem verb deutlich ist, oder bei denen das zurück
auf andere weise gestützt wird, wie in zurückhaltung
mit rücksicht auf das adj. zurückhaltend. rück-
herscht dagegen in den nominalen stammcomposita, wie rückblick, rückfall
bis rückzug,
den fem. rückfrage, rückreise
bis rücksprache,
sowie rückfahrt, rückkehr
und rücksicht.
nicht üblich sind rückruf
und rückkunft,
wohl aus klanglichen gründen, dagegen aus amtlicher und wissenschaftlicher sprache in den allgemeinen gebrauch gekommene wörter wie rückstrahlung, rücklieferung, rückzahlung.
das frühere schwanken des gebrauchs zeigt bes. Kramer,
der nebeneinander bringt zurückschrift
und rückschrift 2, 663
a, zurücksprung
und rücksprung 894
c, zurückstand
und rückstand 945
c, zurückzug
und rückzug 1461
b.
die beiden letzten versucht noch Heynatz
in der bedeutung zu unterscheiden synon. wb. 74
a.
im betonten gegensatz zu vorwärts
und ähnl. adv. bleibt zurück
lebendig: und wenn das genie den aufflug der phantasie erschafft, so empfängt die kritik sie bei dem zurückflug Jean paul 40/41, 125
H.; dem weltgeschichtlichen umschwungsrade ... einen energischen vorwärts- oder meinetwegen auch zurückruck zu geben Fontane I 5, 80.
die folgende reihe der zusammensetzungen soll die mannigfaltigkeit zeigen, in welcher dies ungemein fruchtbare bildungselement sich entfaltet. bei den im 17.
und 18.
jh. sehr beliebten bildungen auf -ung,
bes. in präpositionalen verbindungen, genügen gelegentliche beispiele.