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Viole

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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25 in 18 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Viole Die

Bd. 5, Sp. 426b
Die Viole, Mz. — n, der Veil oder das Veilchen, s. d. (Viola L.). Besonders, das blaue wohlriechende Veilchen, Gartenveilchen. »Du blaue Viole, du Bild des Weisen, du stehest bescheiden niedrig im Gras (Grase) und streuest Gerüche umher.« Geßner. Die gelbe Viole, der gelbe Lack, Goldlack (Cheiranthus Cheiri L.). Die wälsche Viole, die gemeine Gartenlevkoje, die Levkojenköniginn (Cheiranthus incanus L.); auch Nelkenviole. Die türkische Viole, in einigen Gegenden ein Name der Feigbohne. I andern Namen kömmt Viole auch noch vor; die Märzviole (Viola martia L.), die Nachtviole (Hesperis L.). Uneigentlich heißt bei den Jägern Viole auch eine Drüse am Obertheile des Schwanzes des Fuchses, welche eine Öffnung hat, worin sich eine geronnene Feuchtigkeit befindet, die einen Geruch von sich giebt, der dem Veilchengeruche ähneln soll; auch Fuchsblume. Sowol mit Viole, als auch mit Veilchen werden mehrere Zusammensetzungen gebildet, welche an beiden Orten nachzusehen sind.
989 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    vîolemhd. sw. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    vîole mhd. sw. f. , nhd. viole; mnd. viôle, mnl. viole. — Graff III, 496. fiol: nom. sg. Gl 3,530,4 ( 14. Jh. ). — viol-…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    VIOLEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    VIOLE stf. phiala. Diemer 110,19. ahd. fiala Graff 3,495.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    violeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    viole , F. nhd. eine besondere Art (F.) (1) von Geige, Altgeige, Bratsche, Bettlerleier Hw.: vgl. mhd. viōle E.: s. mhd.…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Vióle

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Die Vióle , die -n, ein aus dem Französ. Viole und Italien. Viola entlehntes Wort, dasjenige musikalische Saiten-Inst…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Viole

    Goethe-Wörterbuch

    Viole [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Viole

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Viole , gelbe , s. Cheiranthus .

  7. modern
    Dialekt
    Viol(e)f.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Viol(e) [fiól(ə) Busd. Fo. Obd. Lix. u. s.; feïlètχin u. fióəl Bo. ; féilèt Obh. Av. ; feïètəl Ri. Flh. ; filètχin Falk.…

  8. Sprichwörter
    Viole

    Wander (Sprichwörter)

    Viole 1. Frische Violen sind nicht immer zu holen. – Chaos, 791. 2. Lat violen sorgen! – Tappius, 110 b; Körte, 6317. 3.…

  9. Spezial
    violé

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    violé [vio·lę́] vb.tr. (violëia) 1 (nia respeté) verletzen, übertreten, sich vergehen ( → jí cuntra) 2 (forzé) brechen. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit viole

120 Bildungen · 106 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

viole‑ als Erstglied (30 von 106)

viôleken, viôlek(e)

MNWB

viôleken, viôlek(e) Veilchen, dat ēdele viôleken der ôtmö̑dichê(i)t. violenblat, ~brûn, ~var, ~hof, ~krans, ~krût, ~ȫlie, ~sât, ~sirup, ~wāt…

violenbadden

DWB

violen·badden

-badden , m. , confitüre aus veilchen und zucker Jacobsson technol. wb. 8, 92 b . —

violenbank

DWB

violen·bank

-bank , m. , veilchenbank: zephyre, über den violenbank daherschwebend Wieland I 3, 46 krit. ausg. —

violenblat

KöblerMnd

violen·blat

violenblat , N. nhd. Veilchenblatt (als Arzneimittel) E.: s. viōle, blat W.: s. nhd. (ält.) Violenblatt, N., Violenblatt, DW 26, 363? R.: vi…

violenblatt

DWB

violen·blatt

-blatt , -blättlein , n. : nim eins ungerischen ducaten schwer mertzen violenblättlin Gäbelkover artzneyb. (1595) 1, 279 . —

violenblau

DWB

violen·blau

-blau , violblau , adj. : aus viol-blauer seide gewebet Lohenstein Armin. 1, 1362 a ; regenbogen troff in flocken, purpurn, gelben, violblau…

violenblümlein

DWB

violen·bluemlein

-blümlein , n. : violenblümlin über die stirn geschlagen Sebiz feldbau 238 ; kleine violblümlein Harsdörffer frauenz. gesprechsp. 8, 136 ; v…

violenblume

DWB

violen·blume

-blume , f. Lexer mhd. handwb. 3, 361 ; viönle, violetens, violbluomen Maaler 449 a ; violblumen, rosen, camillen Paracelsus opera (1616) 1,…

violenbrauicht

DWB

-brauicht , adj. : wie ein anderer die liebesgöttin violenbrauigt nennt Lucian 3, 338 Wieland. —

violenbraun

DWB

violen·braun

-braun , adj. , violett ( vgl. mhd. vîolînbrûn mhd. wb. 1, 268 b ; Lexer 3, 361 ); janthinus color, violaceus, violnbraun Maaler 449 a ; vei…

violenbrūn

KöblerMnd

violen·brūn

violenbrūn , Adj. nhd. braunviolett, pflaumenfarbig E.: s. violen, brūn (1) W.: s. nhd. (ält.) violenbraun, Adj., violenbraun, DW 26, 363? L…

Violencéll

Adelung

Das Violencéll , (sprich Wiolontschell,) des -es, plur. die -e, aus dem Ital. Violoncello, eine kleine Baßgeige. Daher der Viloncellist, wel…

violenduft

DWB

violen·duft

-duft , m. : der sammetweichen sommernacht violenduft und blütenpracht Liliencron werke (1896 fi. ) 7, 192. —

violenfarb

DWB

violen·farb

-farb , -farben , adj. , mhd. vîolvar mhd. wb. 3, 240 a ; Lexer 3, 362 ; vîolîngevar nachtr. 395; vielfarb Dasypodius 447 c ; violfarb oder …

violenfarbe

DWB

violen·farbe

-farbe , f. : die dritte ( art der granaten ) neiget sich nach der violenfarbe frauenz.-lex. 682. —

violenfarbig

DWB

violen·farbig

-farbig , adj. Campe ; mit violenfarbiger wolle Voss Od. 4, 135 ( ἰοδνεφές , mit violettener 1781). umgelautet violfärbig allgem. haushalt.-…

violen-, fiolen

LW

violen-, fiolen - hof, violarium; -krans, Veilchenkranz; -krût, violata; -olie, Veilchenöl.

violengarten

DWB

violen·garten

-garten , m. : violaria, violgartun Steinmeyer-Sievers 2, 642, 25 ; fiolarium, fialen garten, fiolen hof Diefenbach gloss. 236 a ; vielgart …

violenholz

DWB

violen·holz

-holz , n. , holz mit veilchengeruch: wirft ferner viol-holtz hinein allg. haush.-lex. (1749 ff. ) 3, 595. —

viole als Zweitglied (14 von 14)

Bêrgviole

Adelung

berg·viole

Die Bêrgviole , plur. die -n, eine Viole mit aufrecht wachsenden Stämmen, und länglichen herzförmigen Blättern, welche auf den Bergen Deutsc…

Hundsviole

Adelung

hunds·viole

Die Hundsviole , plur. die -n, eine Art wilder Violen, welche in unbeschatteten Gegenden wächset und keinen Geruch hat; Viola canina L.

märzviole

DWB

maerz·viole

märzviole , märzenviole , f. der ältere name des märzveilchens: merzenviole oder viel, viola Martia Frisch 1, 659 c ; die eine seiten ( des …

mondviole

DWB

mond·viole

mondviole , f. die pflanze lunaria. vergl. mondveilchen, mondkraut.

Mutterviole

Adelung

mutter·viole

Die Mutterviole , plur. die -n, das Mutterveilchen, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Nachtviole, welche in Italien einheimisch ist; …

nachtviole

DWB

nacht·viole

nachtviole , f. viola matronalis, leucojum Aler 1441 a , hesperis matronalis, die schöne nachtviole Nemnich 2, 140 ; wilde nachtviole, orchi…

Nếlken-Viōle

Adelung

nelken·viole

Die Nếlken-Viōle , plur. die -n, ein Nahme, welcher in einigen Gegenden den Levkojen gegeben wird.

Sumpfviole

Adelung

sumpf·viole

Die Sumpfviole , plur. die -n, eine Art stammloser Violen, welche in den Sümpfen des kältern Europa wächset; Viola palustris Linn.

swartviôle

MNWB

swart·viole

° swartviôle , f. : Goldlack, Cheirantus cheiri, (oder:) Barbenkraut, Barbara vulgaris (Prompt. med. ed. Seidensticker 204); — vgl. 1 swart …

wasserviole

DWB

wasser·viole

wasserviole , f. die wasserfeder, hottonia palustris L. Nemnich 3, 179 . der weiderich mit rauhen blättern, epilobium hirsutum L. 2, 1498. d…

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „viole". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/viole/campe
MLA
Cotta, Marcel. „viole". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/viole/campe. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „viole". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/viole/campe.
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