lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

1. Vióle

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
25 in 18 Wb.
Sprachstufen
9 von 16
Verweise rein
68
Verweise raus
32

Eintrag · Adelung (1793–1801)

1. Vióle

Bd. 4, Sp. 1213
1. Die Vióle, die -n, ein aus dem Französ. Viole und Italien. Viola entlehntes Wort, dasjenige musikalische Saiten-Instrument zu bezeichnen, welches man im Deutschen eine Geige nennet. Ehedem wurde jedes Instrument dieser Art, es mochte zu einer Stimme gehören, zu welcher es wollte, Viole genannt; allein mit der Zeit hat jede ihre eigenen Nahmen bekommen. Besonders ist die Discant-Viole jetzt unter dem Nahmen der Violine am bekanntesten. Die Alt- und Tenor-Violen nennt man jetzt lieber Alt- und Tenor-Geigen, die Baß-Viole, die Baßgeige oder den Violon u. s. f. Viole d'Amour und Viole de Gambe sind noch zwey aus dem Französischen beybehaltene Nahmen; jene, welche mit vier stählernen oder messingenen Saiten und einer Darmsaite bezogen ist, hat einen silbernen, überaus angenehmen Klang; diese, welche wegen ihrer Größe zwischen den Beinen gehalten wird, heißt im Deutschen auch die Kniegeige. Von einer Violine ist das Wort Viole noch im Niederdeutschen am üblichsten. Anm. Das Wort ist zunächst aus dem Franz. Viole entlehnet, welches im mittlern Lat. schon Fiala lautet, und gemeiniglich von Fides, die Saiten, abgeleitet wird, ein Saiten-Instrument zu bezeichnen. S. indessen auch Fiedel.
1200 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    vîolemhd. sw. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    vîole mhd. sw. f. , nhd. viole; mnd. viôle, mnl. viole. — Graff III, 496. fiol: nom. sg. Gl 3,530,4 ( 14. Jh. ). — viol-…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    VIOLEstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    VIOLE stf. phiala. Diemer 110,19. ahd. fiala Graff 3,495.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    violeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    viole , F. nhd. eine besondere Art (F.) (1) von Geige, Altgeige, Bratsche, Bettlerleier Hw.: vgl. mhd. viōle E.: s. mhd.…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Vióle

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Die Vióle , die -n, ein aus dem Französ. Viole und Italien. Viola entlehntes Wort, dasjenige musikalische Saiten-Inst…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Viole

    Goethe-Wörterbuch

    Viole [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Viole

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Viole , gelbe , s. Cheiranthus .

  7. modern
    Dialekt
    Viol(e)f.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Viol(e) [fiól(ə) Busd. Fo. Obd. Lix. u. s.; feïlètχin u. fióəl Bo. ; féilèt Obh. Av. ; feïètəl Ri. Flh. ; filètχin Falk.…

  8. Sprichwörter
    Viole

    Wander (Sprichwörter)

    Viole 1. Frische Violen sind nicht immer zu holen. – Chaos, 791. 2. Lat violen sorgen! – Tappius, 110 b; Körte, 6317. 3.…

  9. Spezial
    violé

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    violé [vio·lę́] vb.tr. (violëia) 1 (nia respeté) verletzen, übertreten, sich vergehen ( → jí cuntra) 2 (forzé) brechen. …

Verweisungsnetz

90 Knoten, 80 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 8 Hub 1 Kompositum 65 Sackgasse 16

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit viole

120 Bildungen · 106 Erstglied · 14 Zweitglied · 0 Ableitungen

viole‑ als Erstglied (30 von 106)

viôleken, viôlek(e)

MNWB

viôleken, viôlek(e) Veilchen, dat ēdele viôleken der ôtmö̑dichê(i)t. violenblat, ~brûn, ~var, ~hof, ~krans, ~krût, ~ȫlie, ~sât, ~sirup, ~wāt…

violenbadden

DWB

violen·badden

-badden , m. , confitüre aus veilchen und zucker Jacobsson technol. wb. 8, 92 b . —

violenbank

DWB

violen·bank

-bank , m. , veilchenbank: zephyre, über den violenbank daherschwebend Wieland I 3, 46 krit. ausg. —

violenblat

KöblerMnd

violen·blat

violenblat , N. nhd. Veilchenblatt (als Arzneimittel) E.: s. viōle, blat W.: s. nhd. (ält.) Violenblatt, N., Violenblatt, DW 26, 363? R.: vi…

violenblatt

DWB

violen·blatt

-blatt , -blättlein , n. : nim eins ungerischen ducaten schwer mertzen violenblättlin Gäbelkover artzneyb. (1595) 1, 279 . —

violenblau

DWB

violen·blau

-blau , violblau , adj. : aus viol-blauer seide gewebet Lohenstein Armin. 1, 1362 a ; regenbogen troff in flocken, purpurn, gelben, violblau…

violenblümlein

DWB

violen·bluemlein

-blümlein , n. : violenblümlin über die stirn geschlagen Sebiz feldbau 238 ; kleine violblümlein Harsdörffer frauenz. gesprechsp. 8, 136 ; v…

violenblume

DWB

violen·blume

-blume , f. Lexer mhd. handwb. 3, 361 ; viönle, violetens, violbluomen Maaler 449 a ; violblumen, rosen, camillen Paracelsus opera (1616) 1,…

violenbrauicht

DWB

-brauicht , adj. : wie ein anderer die liebesgöttin violenbrauigt nennt Lucian 3, 338 Wieland. —

violenbraun

DWB

violen·braun

-braun , adj. , violett ( vgl. mhd. vîolînbrûn mhd. wb. 1, 268 b ; Lexer 3, 361 ); janthinus color, violaceus, violnbraun Maaler 449 a ; vei…

violenbrūn

KöblerMnd

violen·brūn

violenbrūn , Adj. nhd. braunviolett, pflaumenfarbig E.: s. violen, brūn (1) W.: s. nhd. (ält.) violenbraun, Adj., violenbraun, DW 26, 363? L…

Violencéll

Adelung

Das Violencéll , (sprich Wiolontschell,) des -es, plur. die -e, aus dem Ital. Violoncello, eine kleine Baßgeige. Daher der Viloncellist, wel…

violenduft

DWB

violen·duft

-duft , m. : der sammetweichen sommernacht violenduft und blütenpracht Liliencron werke (1896 fi. ) 7, 192. —

violenfarb

DWB

violen·farb

-farb , -farben , adj. , mhd. vîolvar mhd. wb. 3, 240 a ; Lexer 3, 362 ; vîolîngevar nachtr. 395; vielfarb Dasypodius 447 c ; violfarb oder …

violenfarbe

DWB

violen·farbe

-farbe , f. : die dritte ( art der granaten ) neiget sich nach der violenfarbe frauenz.-lex. 682. —

violenfarbig

DWB

violen·farbig

-farbig , adj. Campe ; mit violenfarbiger wolle Voss Od. 4, 135 ( ἰοδνεφές , mit violettener 1781). umgelautet violfärbig allgem. haushalt.-…

violen-, fiolen

LW

violen-, fiolen - hof, violarium; -krans, Veilchenkranz; -krût, violata; -olie, Veilchenöl.

violengarten

DWB

violen·garten

-garten , m. : violaria, violgartun Steinmeyer-Sievers 2, 642, 25 ; fiolarium, fialen garten, fiolen hof Diefenbach gloss. 236 a ; vielgart …

violenholz

DWB

violen·holz

-holz , n. , holz mit veilchengeruch: wirft ferner viol-holtz hinein allg. haush.-lex. (1749 ff. ) 3, 595. —

viole als Zweitglied (14 von 14)

Bêrgviole

Adelung

berg·viole

Die Bêrgviole , plur. die -n, eine Viole mit aufrecht wachsenden Stämmen, und länglichen herzförmigen Blättern, welche auf den Bergen Deutsc…

Hundsviole

Adelung

hunds·viole

Die Hundsviole , plur. die -n, eine Art wilder Violen, welche in unbeschatteten Gegenden wächset und keinen Geruch hat; Viola canina L.

märzviole

DWB

maerz·viole

märzviole , märzenviole , f. der ältere name des märzveilchens: merzenviole oder viel, viola Martia Frisch 1, 659 c ; die eine seiten ( des …

mondviole

DWB

mond·viole

mondviole , f. die pflanze lunaria. vergl. mondveilchen, mondkraut.

Mutterviole

Adelung

mutter·viole

Die Mutterviole , plur. die -n, das Mutterveilchen, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art der Nachtviole, welche in Italien einheimisch ist; …

nachtviole

DWB

nacht·viole

nachtviole , f. viola matronalis, leucojum Aler 1441 a , hesperis matronalis, die schöne nachtviole Nemnich 2, 140 ; wilde nachtviole, orchi…

Nếlken-Viōle

Adelung

nelken·viole

Die Nếlken-Viōle , plur. die -n, ein Nahme, welcher in einigen Gegenden den Levkojen gegeben wird.

Sumpfviole

Adelung

sumpf·viole

Die Sumpfviole , plur. die -n, eine Art stammloser Violen, welche in den Sümpfen des kältern Europa wächset; Viola palustris Linn.

swartviôle

MNWB

swart·viole

° swartviôle , f. : Goldlack, Cheirantus cheiri, (oder:) Barbenkraut, Barbara vulgaris (Prompt. med. ed. Seidensticker 204); — vgl. 1 swart …

wasserviole

DWB

wasser·viole

wasserviole , f. die wasserfeder, hottonia palustris L. Nemnich 3, 179 . der weiderich mit rauhen blättern, epilobium hirsutum L. 2, 1498. d…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „viole". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/viole/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „viole". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/viole/adelung. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „viole". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/viole/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_viole_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„viole"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/viole/adelung},
  urldate      = {2026-05-09},
}