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süß

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

süß Adj.

süß Adj.

süß Adj. ‘wie Zucker oder Honig schmeckend’ (von Speisen), im Geruch diesem Geschmack vergleichbar, übertragen ‘lieblich, wohlklingend, entzückend, wohltuend’, später auch abschätzig (2. Hälfte 18. Jh.) ‘geziert, weichlich, fade’, ahd. suozi (8. Jh.), mhd. süeze, suoze, (md.) sūze, sōze ‘süß, mild, angenehm, lieblich, freundlich’, asächs. swōti, mnd. sȫte, mnl. soete, nl. zoet, afries. aengl. swēte, engl. sweet, anord. sœtr, schwed. söt (germ. *swōtja-, aus *swōtu-) führen mit aind. svādúḥ ‘wohlschmeckend, süß’, griech. hēdýs (ἡδύς, aus *ϝαδύς) ‘erfreulich, süß, lieblich’, hḗdesthai (ἥδεσθαι) ‘sich freuen’, lat. suāvis ‘lieblich, angenehm, anziehend’ auf eine Wurzel ie. *su̯ād- ‘süß, an etw. Geschmack, Freude finden’. Der Anlaut germ. sw- verliert w vor dumpfen Vokal. – Süße f. ‘das Süßsein, süßer Geschmack, Geruch, süße Art, (übertriebene) Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit’, ahd. suozī (8. Jh.), mhd. süeze, suoze ‘Süßigkeit, Lieblichkeit, Freundlichkeit, Wohlgeruch’. süßen Vb. ‘(Speisen, Getränke) süß machen, zuckern’, ahd. suozen ‘süß machen’ (9. Jh.), mhd. süezen, suozen, auch ‘angenehm machen, erquicken, erfreuen’. versüßen Vb. ‘angenehm machen, erleichtern’, mhd. versüezen ‘ganz süß machen’. Süßigkeit f. ‘das Süßsein, Süße’, mhd. süezecheit, süezekeit, zu dem weitergebildeten Adjektiv mhd. süezec ‘süß, lieblich’; heute vor allem Süßigkeiten (Plur.) ‘Naschereien, Süßes in Form von Schokolade, Pralinen, Bonbons o. ä.’ (18. Jh.). süßlich Adj. ‘ein wenig süß schmeckend, riechend, freundlich, angenehm’, auch (seit 2. Hälfte 18. Jh.) abschätzig im Sinne von ‘unangenehm, geziert, fade, kitschig, weichlich’, ahd. suozlīh (9. Jh.; vgl. suozlīhho Adv., 8. Jh.), mhd. süezlich, (md.) sūzlich ‘süß, milde, angenehm, lieblich, freundlich’. Süßholz n. süßschmeckende, zur Lakritzengewinnung verwendete Wurzel des Süßholzstrauches, mhd. süezholz, für griech.-lat. glycyrrhiza ‘Süßwurzel, -holz’ (s. Lakritze); dafür auch Süßwurz(el) (16. Jh.); in übertragenem Sinne seit dem 16. Jh. verwendet; vgl. dazu Süßholz raspeln ‘einer Frau in auffallender Weise schmeicheln, ihr den Hof machen, mit ihr schöntun’, Süßholzraspler m. ‘Schmeichler, Schöntuer’ (beide Mitte 19. Jh.). Süßstoff m. synthetisch hergestellte organische Verbindung, die ohne Nährwert süßt (2. Hälfte 19. Jh.).
2293 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Süß

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Süß , -er, -este, adj. & adv. den höchsten Grad der angenehmen Empfindung auf die Nerven des Geschmackes machend, da es …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Süß

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Süß [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sueß

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Sueß , Eduard , Geolog, geb. 20. Aug. 1831 in London, studierte in Prag und Wien, wurde 1852 Assistent am Hofmineralienk…

  4. modern
    Dialekt
    süßAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    süß Adj. : 1. a. 'einen lieblichen, honig- oder zukkerartigen Geschmack habend', Ggs. sauer , sieß (sīs) [verbr., Christ…

  5. Sprichwörter
    Süss

    Wander (Sprichwörter)

    Süss 1. Einer mag's süss, der ander sawr, so werden alle gemüse passen. – Petri, II, 181; Henisch, 1489, 14. 2. Es ist n…

  6. Spezial
    süß

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    süß adj. 1 duc (duc, ducia) 2 ‹fig› (lieblich) da orëi bun.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit suess

154 Bildungen · 146 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

suess‑ als Erstglied (30 von 146)

Süßapfel+baum

PfWB

suessapfel·baum

Süßapfel + -baum m. : ehem FlN; a. 1570: bey dem syeß appelbaum in der Vockenbach [StArch. KL-Landstl Gerichtsbuch 101 (KL-Bann)]. —

Sǖßbast

Adelung

suess·bast

Der Sǖßbast , des -es, plur. car. ein Nahme des Kellerhalses, Daphne Mezereum Linn. S. Adelung Kellerhals .

Süßbaum

PfWB

suess·baum

Süß-baum m. : FlN, Süßbaum [ Zink FlN 127 (KU-Jettb)]. —

Süssbirne

RhWB

suess·birne

Süss-birne (s. S.) Bernk-Hottenb , Schleid-Wildenbg f.: B.sorte, sehr süss schmeckend.

Süßborn

PfWB

suess·born

Süß-born m. : ehem. FlN; a. 1417: 2 morgen feldes lit off dem oberste wilre gein sußborn off dem berge [HornbGb.]. —

Süßbrand

Meyers

suess·brand

Süßbrand , zum Schwefeln der Weinfässer dienender arsenfreier Schwefel.

Süßbrantwein

Campe

suess·brantwein

○ Der Süßbrantwein , — es, Mz. — e , ein mit Zucker versüßter feiner Brantwein (Liqueur ).

Süßbriefchen

Campe

suess·briefchen

◎ Das Süßbriefchen , — s, Mz . gl. ein Briefchen, welches Süßes enthält, worin Süßes, d. h. Angenehmes, Schmeichelhaftes gesagt wird, besond…

Süßbrot

Campe

suess·brot

Das Süßbrot , — es, Mz. — e , eigentlich, süßes ungesäuertes Brot, als Sammelwort, ohne Mehrzahl. I engerer Bedeutung ◎ Süßbrötchen , kleine…

Süßbrunzer

PfWB

suess·brunzer

Süß-brunzer m. : 'Schöntuer', Sießbrunseʳ [PS-Rodalb ( Bernhard 171)]; vgl. süß 2 b. —

Süßchen

Campe

suess·chen

○ Х Das Süßchen , — s, Mz . gl. ein kleines süßes Ding. So kann man die kleinen viereckigen Zuckerplätzchen, welchen man durch Gewürze  all…

Süßdotter

PfWB

suess·dotter

Süß-dotter Gen.? : 'Löwenzahn (Tara- xacum officinale)', Sießdoddeʳ [ KB-Mauchh ]; Syn. s. Bettseicher 2 a.

Süssdrüppel

RhWB

suess·drueppel

Süss-drüppel -yp-, –ø- Ruhr m.: Lakritze. RA.: Sin Kallerei (Rederei) üs wie Anis un S. süsslich.

süsse

FWB

1. ›Süße, Süßigkeit, süsser, angenehmer Geschmack e. S.‹; als Metonymie: ›süß schmeckende Sache, Substanz‹; mit Genitivmetapher auf ruhe bez…

süssel

DWB

sues·sel

süssel , m. , stielnetz, vgl. Mensing holst. 4, 969 : der bügelhamen (... süssel ...) wird namentlich in bächen und gräben zum fange verwend…

Süßelei

Campe

suesse·lei

Die Süßelei , Mz. — en . 1) Ein widerlich süßes Betragen, Reden und Handeln; ohne Mehrzahl. »Das zeigt die schleichende Süßelei des versäuer…

süsselen

WWB

suess·elen

süsselen V. 1. flüstern ( Wie Kl ). — 2. ungenau sprechen: Hennerich, höe op met doinem Sösseln! ( Isl Me). ⟨ Vokalismus: ü ( Wie Kl ), ö ( …

Süßeley

Adelung

suesse·ley

Die Süßeley , plur. die -en, von süß, angenehm, ein ekelhaft oder widerwärtig süßes Betragen, dergleichen Ausdrücke, Schmeicheleyen u. s. f.…

Süßeln

Adelung

suess·eln

Süßeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben, ekelhaft süß riechen und schmecken, wie manche Körper bey und in der Fäulniß zu thun …

suess als Zweitglied (5 von 5)

Bittersǖß

Adelung

bitter·suess

Das Bittersǖß , subst indecl. plur. inus. eine Art Nachtschatten mit einem unbewehrten strauchartigen gebogenen Stamme, welche an den feucht…

Ếngelsǖß

Adelung

engel·suess

Das Ếngelsǖß , subst. indecl. plur. inus. eine Pflanze, welche zu den Farrenkräutern gerechnet wird, und verschiedene Unterarten begreift, d…

Hōnigsǖß

Adelung

honig·suess

Hōnigsǖß , adj. et adv. süß wie Honig. Ingleichen figürlich, im hohen Grade süß, angenehm. So waren die Tage unserer Kindheit honigsüß, Geßn…

Übersüß

Adelung

ueber·suess

Übersüß , adject. & adverb. allzu süß, süßer als nöthig oder angenehm ist.

Ableitungen von suess (3 von 3)

Süße

Pfeifer_etym

süß Adj. ‘wie Zucker oder Honig schmeckend’ (von Speisen), im Geruch diesem Geschmack vergleichbar, übertragen ‘lieblich, wohlklingend, entz…

Unsüß

Campe

Unsüß , adj . u. adv . nicht süß.

versüßen

Pfeifer_etym

süß Adj. ‘wie Zucker oder Honig schmeckend’ (von Speisen), im Geruch diesem Geschmack vergleichbar, übertragen ‘lieblich, wohlklingend, entz…