Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Lakritze f.
Lakritze f.
Lakritze f. ‘schwarze Masse aus eingedicktem Süßholzsaft’, mhd. lakerize, lekerize ‘Süßholz, Lakritze’ (14. Jh.), Entlehnung aus mlat. liquiricia, liquiritia, laquiricia, das (mit volksetymologischer Anlehnung an lat. liquidus ‘flüssig’?) auf griech.-lat. glycyrrhiza (γλυκύρριζα) ‘Süßwurzel, Süßholz’ beruht, einer Zusammensetzung aus griech. glykýs (γλυκύς) ‘süß’ und rhíza (ῥίζα) ‘Wurzel’. Lakritze bezeichnet bis in neuere Zeit die Süßholzstaude, lange Zeit vor allem den aus der Wurzel gewonnenen und in Apotheken gehandelten Süßholzsaft, in der Gegenwart die in die Form kleiner Stangen oder Pastillen gepreßte schwarze Masse des eingedickten Safts. – Lakritzensaft m. ‘Süßholzsaft’ (19. Jh.). Lakritz(en)stange f. (20. Jh.).