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sterz

ahd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sterz m.

Bd. 18, Sp. 2530
sterz, m. , 'schwanz; handhabe des pfluges'. als 'schwanz': spätmhd. sterz, mnd. stert, start, mnl. steert, start, nl. staart, altfries. stert, stirt, altengl. steort, neuengl. start, altnord. stertr, norw. stert, schwed. stjärt. für alle bedeutungen ist vereinzelt (bair.-österreich. und alem., doch auch bei Stieler) auch die form starz bezeugt: für 'strunk, stumpf' (u. 1); 'schwanz' (2 a); 'teil des wagens' (3 b); 'griff des pfluges' (3 d); am ältesten belegt ist wohl diese variante im namen Starzfidere Steinmeyer kl. ahd. sprachd. lxxxii, 2, vgl. Müllenhoff-Scherer denkmäler 23, 156. trotz der übereinstimmung aller germ. sprachen könnte starz ablautsform zu sterz sein; teilweise ist auch anlehnung an starzen ragen (u. sterzen A 1) möglich, vgl. z. b. im schwäb. starzen und starz 'schwanz' (2 a). — wie sterzen 'hervorragen, hervorragen lassen' (s. d.) zur idg. basis sterd, einer erweiterung von ster 'starr, steif sein', Walde-Pokorny 2, 630. da sterz wie sterzel (sp. 2537), storz (teil 10, 3, 444), storzel (teil 10, 3, 445), sturz (teil 10, 4, 690), sturzel (695); engl. start, norw. stert, start auch die bed. 'stumpf, strunk' zeigt (s. u. 1), gehört sterz nicht unmittelbar zum verbum. sterz ist ursprünglich eher der steife, stiel- oder stockartige teil als der hervorragende, vgl. schw. dial. styve 'vogelschwanz': styv 'steif' Hellquist 873; die bed. 'hintern, steisz', obwohl nicht als älteste bezeugt (u. 2 b), weist vielleicht auf die grundbedeutung des wortes hin. neben idg. sterd steht idg. stert oder sterdh in altisl. stirðr steif, altschwed. stirdher ds.; stord 'gras, grüner stengel'; sterdh ist gesichert durch griech. στόρθη 'spitze der lanze', στόρθυξ. 11) 'strunk, stumpf', nur vereinzelt bezeugt, bair. auch starz: 'kohlstrunk' Schöpf tirol. 701; Schmeller-Fr. bair. 2, 785; sterz caulis Schönsleder prompt. germ.-lat. (1618) 1647; 'hinteres ende': nimb ain pesm, den lain hinder die thür, den stertz kheer über sich Seb. v. Thurn arzneybuch (1534) 152. holz bestimmter form: wenn ouch ein flotze ... heruff vert ... in das Swarzwasser, so hat der flozer reht, im ban zu howen stelzen und sterzen, und wann er zue gebindet, so sol er drye streiche mit der ax in das floze slahen weisth. 1, 427. 'kleiner mensch' Loritza id. vienn. 126; Unger-Khull steir. 575; 'kleiner, junger stier; kind' ebda.vielleicht direkt von sterzen, vb.: sterze, f., stützender pfahl Anton Oberlausitz. 13, 8; starz stütze Stalder schweiz. 2, 392. — andere ähnliche bedeutungen wie 'stumpf' im nd. werden wohl erst secundär aus 'schwanz' entwickelt sein, s. u. 22) 'schwanz', auch 'hinterteil'. heute vorzüglich mundartlich. im ganzen nd.: stert, stärt, start, stēt, s. Doornkaat-Koolman ostfries. 3, 311; brem. wb. 4, 1028; Leihener Cronenberg 116; Mensing schlesw.-holst. 4, 835; Schambach götting. 210; Woeste westfäl. 254; Dähnert pomm. 458; Danneil altmärk. 209b; Frischbier preusz. 2, 363. im md.: sterz, stēz, stāz, s. Müller Aachen 233; Hönig Kölner ma. 173; Schmidt westerwäld. 234b; luxemburg. 425; Lenz Handschuhsh. 68; Vilmar Kurhessen 399; Hertel Thür. 235; Hasenclever Wermelskirchen 95 (steits); Müller-Fraureuth obersächs. 2, 562; Berndt sles. id. 131; Berndt Posen 293. dagegen nicht im obd., s. aber Unger-Khull 575b; im obd. leben synonyme wie bürzel, schwanz, zagel. — das nd. hat auch die älteste bezeugung: cauda stert, saghel nd. voc. des 13. jh. bei Diefenbach nov. gloss. 81a; kattenstert bezeichnung einer pflanze (13. jh.) ahd. gloss. 3, 596, 20; und so bis in die gegenwart. im obd. ist das wort seit dem 14. jh. bezeugt, setzt sich aber im neueren hd. nicht durch und ist heute nur literarisch und dann selten. in hochdeutschen wörterbüchern ist das wort seit dem 15. jh. verzeichnet, s. Diefenbach gloss. s. v. cauda 108a; 639b; seit dem 17. jh. in regelmäsziger tradition, s. Schottel 1422; Kramer 2 (1702) 967a; Ludwig teutschengl. 1860; vgl. v. Bahder wortwahl 105. die nd. form ist auch in den schriftlichen quellen sehr fest und geht bis zu Fischart und Burkh. Waldis. 2@aa) schwanz der tiere: ain ieglich tier vierfüszig hât ainen zagel. aber der mensch hât kainen sterz. iedoch hât er afterpell an des sterzes stat und fuort im daz die afterpell daz andern tiern den sterz fuort Konr. v. Megenberg buch d. natur 117; si bundin Pippine do einem pferde an den stert und sleiften in kein Torun wert Nic. v. Jeroschin 4383; of daz ors sprang er do so svindechelichen dare, daz im der after har vore quam, do im daz haupt soult sin. daz ors nam er miten sterze unt rante vaste hin rittergedicht bei K. Roth denkm. d. deutschen spr. 92; wil ich im nicht den stertz, das ist den schwantz vom pferde geben Dryander bei H. v. Stade warh. historia (1557) b 3; solch abergläubisch rosz probieren soll man also widerführen, die in die farb, schaum, ohren, stert setzen die prob von einem pferd Fischart Eulenspiegel v. 8648 Hauffen; wem nicht würd nieren oder hertz, sey fro der bieren und des stertz. nun bei dem schwanz und stertz end sich die schantz und schertz Fischart s. dicht. 3, 39 Kurz; se nemen itlike beeste als bi namen ein kalff, datt bebunden se ummeher mit afflatesbreven, unde hinden vor den stert bunden se den breiff Osnabrücker geschichtsqu. 2, 232; Murner entbrannt sein neidisch hertz, hub hoch empor sein langen stertz Rollenhagen froschmeuseler (1595) j 5a; eine herde von geyssen, welche mit den ohren wie ein hund behenget, also das sie kaum darfür essen konten, mit langen krausen haaren, haben eine eingebogene nasen, kehren den startz oder schwantz uber sich H. J. Breuning oriental. reysz (1612) 171; mit des quam de here, de werd. de esel hoeff up sinen sterd Reinke de vos 5130 Prien; auf apoc. 9, 10 beruhend: als das scorpio, das lechelet vornan und smeichelet mit dem munde und hinden stichet es mit dem sterze Tauler pred. 282 Vetter; an der gleichen stelle: stert Joh. Veghe 43 Jostes; nd. bibel (1520) bl. 5a; dagegen Luther schwanz, andere übers. zagel. — beim fisch: ez sei ain grozer visch, der haiz celebrant, dar auf ste daz ertreich, und hab seinen sterz in dem mund Konr. v. Megenberg buch d. natur 107; sein (des walfischs) stertz (war) lang 14 schuh Stumpf Schweizerchron. (1606) 284a; de vische sint sotest an dem sterte Tunnicius sprichw. 269 Hoffmann; redensartlich, 'den aal beim schwanze festhalten': we kan den âl by dem stêrte holden? ebda 361; wir hain sine hulde unde sin herze, as die den all hait mit dem sterze städtechron. 12, 112. — in junger zeit in beschränktem umfang: das ist fürwahr kein scherz, als jener heben wollte die bunte kuh beim sterz Hoffmann v. Fallersleben ges. schr. (1890ff.) 3, 219; vorbei ging ihm eine stute grau ... nach ihr ein füllen, so hoch wie sie, ... schwarzaugig mit einem ochsensterz Rückert Firdosi 1, 284 Bayer; ich bin ein alp, ein schiff, ein dummes thier, ein filosof, hab eselsohren und hinten einen sterz, nicht wahr? Wieland s. w. (1796) 18, 152; sie wackelten mit kopf und sterz und sagten: er hat kein gutes herz! Immermann 11, 184 Boxb.vom schweif des kometen: siht man ze stunden ainen newen stern, der ainen schopf hat oder ainen sterz Konr. v. Megenberg buch d. natur 74; sach me einen sterne oder einen cometen, de was grot, hebbende einen langen pagestert; des avendes, wen he up gink, stund de stert in dat oste und des avendes, wen he undergink, stunt de stert in dat westen städtechron. 36, 145. 2@bb) auch im sinne von 'hintern, steisz, bürzel'. in den maa. öfter 'hintern', z. b. Mensing schlesw.-holst. 4, 837; ebenso: mannich maket eine rode to synen eigenen stêrte Tunnicius sprichw. 712 Hoffmann; lude, die ore kleidere so kort maken, dat men sie achter in den stert mach syn bei Schiller-Lübben 4, 392; hierher jemanden in den sterz weisen ihm den hintern hinhalten: umb eines spots willen, der ihm geschach of der mauren. dann einer den stert entbloset, und wisse den fürsten darin Hans Regkmann Lübeckische chron. (1619) 12; do ick geldt hadde, do was ick werdt: nu wysze gy my achter in den sterdt B. Waldis verlorene sohn 940 ndr. hierher auch, vgl. das gleichbedeutende himmel, arsch und zwirn: botz himmel, botz stertz, die pursch haben hertz Callenbach Wurmatia (1714) 57. von tieren: das hindertheil am sack so den stertz (der kuh) gibt Aitinger jagdbüchl. (1681) 49; zum ersten wurde gegeben ... gebratens, ... das vierde ein stertze von einer hinden Hennenberger erclerung d. preusz. landtaffel (1595) 87. beim geflügel 'bürzel', vom schwanz unterschieden: am bürtzel oder stertz, auff welchem der schwantz zu stehen pfleget, ware ein dickes, rundes, und weiszliches fleischgewächs E. Gockel der eierlegende hahn (1627) 67; denn wo ihnen (den hühnern) der wind die stertze und schweiff aufhebet, ... stehen sie gern auf v. Hohberg georg. cur. (1682) 2, 703; der ... eyerdarm, welcher unter dem stertz oder schwantz befindlich v. Fleming jäger (1719) 162; sie besahen den dreizehnpfündigen vogel (eine gans) ... mamma rühmte die brust und die keulen und den steert, der immer pappas deputat war Enking P. C. Behm 55. 2@cc) übertragungen und redensarten, fast ausschlieszlich im nd. 2@c@aα) auf übertragung aus 'schwanz' beruhende sachbezeichnungen. spitzer ausläufer einer sandbank oder wattfläche, s. Kluge seemannsspr. 752; Mensing schlesw.-holst. 4, 837: unde komet dar nicht neger by nachte, umme des stertes willen, wente he strecket verne in de zee seebuch 44 Koppmann; liegt als wahr- und warnungszeichen für die fremden segler eine grosze boje vor schweren ankern auf dem steert einer sandbank Smidt seegeschichten (1855) 1, 111. — 'rest, kurzes ende', s. Mensing schlesw.-holst. 4, 836; rest des getränkes im glase oder in der flasche, s. Doornkaat-Koolman 3, 311; Hönig Kölner ma. 173. 'kurzes ende tau', s. Kluge seemannsspr. 751. — 'siegelband': permentesbreff mit dren anhangenden ingesegelen in dubbelten presselen unde sterte besegelt urkundenbuch d. stadt Lübeck 7, 628. — allgemein 'hinteres, letztes ende'; lat. cauda entsprechend (3. Mos. 22, 29): in lag ouch in gemute, daʒ daz opfir ist unwert, dem vordrumit wirt der stert Nic. v. Jeroschin 16754; ähnlich: dasz mag wohl ein gifftiger schädlicher stärtz sein, welche die unbesonnene alchimia hinter ihr nachschleppet J. R. Glauber de tribus lapidibus (1667) 14; vgl.'schleppe': den stertz einem nachtragen portar la coda, lo strassico Kramer 2 (1702) 967b. — 'heck', πρύμνα des originals entsprechend: fern vom felde der schlacht ans gestade des schäumigen meeres hatte man diesen zuerst empor die schiffe gezogen, unweit über den sterten sodann die mauer errichtet W. Jordan Ilias 296. im sinne von 'unvollständig': es hat widder haupt noch stertz sine capite fabula Petrus Apherdianus methodus discendi (1580) 17; vgl.dat hett nich stert noch stöl ist eine schlechte arbeit Mensing schlesw.-holst. 4, 836, s. u. 3 a.im sinne von 'nichts', wie stumpf und stiel: nu krijgh wy use levvedage stert noch stel vom jongen wier nd. bauernkom. d. 17. jh. 20 Jellinghaus; mecklenburg.: von den krigt ji nich hart noch start wedder to seihn R. Wossidlo nd. korr. bl. 14, 19. — und so fort in reicher fülle in den nd. mundarten. 2@c@bβ) redensarten im sinne von 'prahlen, sich stolz zeigen', s.sterzen, vb., A 1 (sp. 2538): je mehr man de katt straakt, je höger höllt se den stert Mensing schlesw.-holst. 4, 835; steerd up spelen mutwillig herumspringen brem. wb. 4, 1028; wen den de tid nu kumpt, de köst (hochzeit) recht antogeven, so fangt de frowens an den steert wat hoch to dregen Lauremberg scherzged. 110 Lappenberg; als men de pauwen lovet, so breidet he den stert Tunnicius sprichw. 974 Hoffmann. dagegen: he lett de stert hangen er ist niedergeschlagen Doornkaat-Koolman 3, 311; de (menschen) togen den stert mank de bene unde schemeden sick alse de vorjageden wulve städtechron. 16, 347. 2@dd) composita. nur im nd. in gröszerer fülle, daher in der form stert-, auch steert- geschrieben. stertblock, m., in der seefahrt 'block, woran das ende von einem tau befestigt ist', zu stert (o. c α), s. Kluge seemannsspr. 751. —
12192 Zeichen · 310 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sterz

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    bachstelzeAWB, bachsterz-sterzAWB s. begisterz m. a-St.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stërzstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    stërz stm. 1. schweif. Graff 6,725. Schmeller 3,660. ndd. stert. ein grôʒer visch, der hab seinen sterz in dem mund Megb…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stêrz

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Stêrz , des -es, plur. die -e, oder die Stêrze, plur. die -n, Diminut. das Sterzchen, ein Wort, welches überhaupt de…

  4. modern
    Dialekt
    Sterz

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    ‘ Sterz m. Speise aus Welschkornmehl, das in einer Pfanne mit Butter gebacken und fleissig gerührt wird’ Hag. H. — Bayer…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sterz

114 Bildungen · 95 Erstglied · 14 Zweitglied · 5 Ableitungen

sterz‑ als Erstglied (30 von 95)

Sterz I

SHW

Sterz I Band 5, Spalte 1403-1404

Sterz II

SHW

Sterz II Band 5, Spalte 1405-1406

Sterzriemen

SHW

Sterz-riemen Band 5, Spalte 1405-1406

sterzada

LDWB1

sterz·ada

sterzada [ster·zạ·da] f. (-des) (pro n auto) Einschlag m.

sterzader

DWB

sterz·ader

sterzader , f. , ader am pferdeschwanz, zu 1 sterz: die schwantzader oder stertzader wirdt geöffnet wider allerley gebrechen der rüeben ( sc…

Stêrzänte

Adelung

Die Stêrzänte , plur. die -n, eine Art wilder Änten, welche Klein für eine Abartung der gemeinen wilden oder Märzänte hält.

stërzære

BMZ

sterz·aere

stërzære stm. der müssig umher fährt, vagabund. vagus voc. 1420. daʒ sint ouch sterzere unde lotere und ander unnütze volc Pf. Germ. 10,469.…

Sterzbrett

RhWB

sterz·brett

Sterz-brett Aach-Stdt n.: Fleischstück vom Hinterviertel des Schlachttieres, bestehend aus Muhrangd u. der Stütz u. der Scheən.

Sterzbrot

RhWB

sterz·brot

Sterz-brot -ū:- Schleid-Hellenth n.: verächtl. schlechtes Br.

sterzchen

DWB

sterz·chen

sterzchen , n. , schwänzchen, demin. von 1 sterz: stertken Woeste westfäl. 254 ; štatšen Leihener Cronenberg 115 a ; se ( die jungen füchse …

Sterzdüppchen

RhWB

Sterz-düppchen n.: 1. -deb- Bratpfännchen mit Stiel WEif (o. O.) — 2. -døpkə Wasserschöpfe Düss-Stdt .

Sterzeimer

RhWB

sterz·eimer

Sterz-eimer -ę·m.ər (s. S.) Schleid , Eusk , Köln , Bergh , Dür , Jül m.: hölzerner Futtereimer mit einer verlängerten, 15 cm vorstehenden D…

sterzeit

DWB

ster·zeit

sterzeit , f. , vom vb. 3 steren ( s. d. ), zeit der schafbrunst: Weber öc. lex. (1829) 554 a . —

sterzel

DWB

sterzel , m. , stumpf, stummel; auch n., s. u. 2. neben dem gleichbedeutenden sturzel, stürzel ( teil 10, 4, 695), storzel, störzel (445) sc…

sterzel

FWB

1. ›Müßiggänger, Bettler, Herumstreichender‹; 2. ›Beauftrager der jeweiligen Obrigkeit zur Kontrolle des Bettelwesens, der Landstreicherei u…

sterzelkraut

DWB

sterzel·kraut

sterzelkraut , n. , thapsia, umbelliferenart, deren saft die haut reizt: tapsia haizet sterzelkraut. daz hat die art, wer ez izzet, dem zerp…

sterzelkrūt

KöblerMhd

sterzel·krūt

sterzelkrūt , st. N. nhd. „Sterzelkraut“, Fenchelwerk, Fenchelrute, Gerte Hw.: vgl. mnd. stertelkrūt Q.: BdN (1348/1350) E.: s. sterzel, krū…

sterzen

DWB

ster·zen

sterzen , vb. , ragen; umherschweifen. A A. ' emporragen; ragen machen '. anord. sterta ' aufsteifen, straffen ', neunorw. sterta, älter dän…

sterzen

FWB

1. ›etw. emporrichten, ragen machen; etw. / sich aufrichten; starren, strotzen‹.; 2. ›ziellos hin und her laufen, wandern, umherschweifen‹; …

sterzenbecher

DWB

sterzen·becher

sterzenbecher , m. , soviel wie stürzebecher, ' stürmischer, ungeberdiger mensch ': sagt doch die grammatic: ... mascula sunto. ob zwar etli…

Sterzende

RhWB

sterz·ende

Sterz-ende (s. S.) n.: 1. a. Fleischstück am Sterze des Schlachttieres Rheinb , Bo , Köln , Bergh , Dür , Jül , Grevbr . — b. ein Riemen am …

sterz als Zweitglied (14 von 14)

bachsterz

AWB

bach·sterz

bachsterz mhd. st. m. ( pach ) -stercz: nom. sg. Gl 3,31,34 ( clm 12 665, 15. Jh., pach- ist aus dem Vorhergehenden zu ergänzen ). Bachstelz…

begister, begisterz

MWB

begister, begisterz stM. ‘Bachstelze’ (vgl. AWB 1,838; s.a. lister): sepicecula: begisterz SummHeinr 1:166,753; sepicecula: begister ebd. 2:…

begisterz

AWB

begisterz st. m. Nur im Nom. Sing. belegt. begi-:-sterz Gl 3,88,62 ( SH A, 2 Hss., 13. Jh. ); bech-: 63 ( ebda., 13. Jh. ). — beche-sterze: …

pfluocstërz

BMZ

pfluocstërz stm. buris voc. 1429. Diefenb. gl. 55. gl. lat. germ. 85. a. stiva Conr. fundgr. 1,386.

pfluogsterz

KöblerAhd

pfluog·sterz

pfluogsterz , st. M. (a?, i?) nhd. Pflugsterz ne. ploughtail ÜG.: lat. stiva Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: s. pfluog, sterz W.: mhd. pfluocsterz*,…

phluogsterz

AWB

phluog·sterz

phluogsterz st. m. , mhd. phluocsterz, nhd. pflugsterz; mnd. plôchstērt, mnl. ploechstert. pluog-sterz: nom. sg. Gl 4,209,26 ( sem. Trev. );…

plōchsterz

KöblerMnd

plōchsterz , M. Vw.: s. plōchstērt

Postêrz

Adelung

post·erz

Das Postêrz , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, im Hüttenbaue, eine Post Erz, d. i. eine gewisse Menge Erz von einerley Geh…

sneggesterz

KöblerAhd

snegge·sterz

sneggesterz , st. M. (a?, i?) nhd. Zikade ne. cicada ÜG.: lat. cicada Gl Q.: Gl (3. Viertel 9. Jh.) I.: Lsch. lat. cicada? E.: s. sneggo?, s…

sneggisterz

KöblerAhd

sneggisterz , st. M. (a?, i?) Vw.: s. sneggesterz*

wagensterz

DWB

wagen·sterz

wagensterz , m. 1 1) am leiterwagen das aus der hinterachse hervorragende stück holz, das ende des langbaums. Weber ökon. lex. 628 . Adelung…

wegisterz

KöblerAhd

wegisterz , st. M. (a?, i?) nhd. Bachstelze ne. wagtail ÜG.: lat. (lucilia) Gl, sepicedula Gl Hw.: s. wegistarz* Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. bah…

Ableitungen von sterz (5 von 5)

bestërzen

Lexer

be-stërzen stv. I, 3. BMZ rasch mit etw. bedecken Schm. ; vgl. bestürzen.

ersterze

BMZ

ersterze swv. gewinne als müssiggänger, vagabund, bettler. nu wâren zwêne sieche man, der eine krum, der ander blint. die heten sich alsô ve…

ersterzen

Lexer

er-sterzen swv. BMZ als müssiggänger, vagabund etw. gewinnen Pass.

sterze

DWB

sterze , f. , bezeichnung der satyriasis, von sterzen ' steif sein, ragen ' ( sp. 2538): satirisis stertze der mannsruoten Gersdorff feldbuc…

versterzen

DWB

versterzen , verb. , nur mundartlich, verwandt mit sterz ' schwanz '. vgl. mhd. stërzen intr. trans., ' sich oder etwas rasch bewegen ' mhd.…

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APA
Cotta, M. (2026). „sterz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sterz/dwb?formid=S46020
MLA
Cotta, Marcel. „sterz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sterz/dwb?formid=S46020. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sterz". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sterz/dwb?formid=S46020.
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