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Schwimmen

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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16 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schwimmen v., ntr, intrs, intrs, ntr, intrs

Bd. 4, Sp. 350a
Schwimmen, v. ntr. u. intrs. unregelm unl. verg. Z. ich schwamm; geb. Form, ich schwämme; Mittelw. d. verg. Z. geschwommen; Befehlw. schwimm oder schwimme, mit haben und sein. 1) Von flüssigen Körpern, sich auf einer Fläche hinbewegen, und noch mehr, sich in Menge verbreiten. Das Blut schwimmt auf dem Boden, wofür man auch wol vom Boden sagt, er schwimme von Blut. Die Thräne schwimmt im Auge, wenn sie das Auge erfüllt, ehe sie niederrinnt. Ungesehen rinn' die Thräne, Die im trüben Auge schwimmt. Mirow. (R.) 2) Von einem flüssigen Körper, besonders auf der Oberfläche desselben getragen und auf demselben fortbeweget werden, wie auch als intrs. sich in und auf einer Flüssigkeit schwebend erhalten und fortbewegen Als ntr. wird es nur von unbelebten Körpern, als intrs. von belebten Wesen gebraucht, und zwar mit haben, wenn überhaupt nur ein Getragen= und Bewegtwerden auf einer Flüssigkeit bezeichnet werden soll, mit sein aber, wenn man die Richtung oder das Ziel der Bewegung in und auf einer Flüssigkeit ausdrucken will. Holz hat von jeher auf dem Wasser geschwommen, Kupfer aber hat seitdem erst auf dem Wasser geschwommen, nachdem man es in dünne Bleche schlagen und große Pfannen oder kleine Fahrzeuge (Pontons) daraus zusammenzusetzen gelernt hatte. Das Brett ist ans Ufer geschwommen. Ih habe eine Stunde lang geschwommen. Ih bin ans Ufer, ich bin über den Fluß und wieder zurück geschwommen. Schwimmen lernen, sich willkührlich und kunstmäßig in tiefem Wasser ohne den Grund zu berühren bewegen lernen. Schwimmen können wie ein Fisch. Auf dem Bauche, auf dem Rücken, auf der Seite schwimmen. Geschwommen kommen, schwimmend nahen, näher kommen. Und kommt es an den Strand geschwommen. Gellert. Ein schwimmendes Blatt, in der Pflanzenlehre, ein Blatt, welches mit seinem Stiele wächst bis es die Oberfläche des Wassers erreicht und auf derselben schwimmt, d. h. vom Wasser getragen wird. I weiterer Bedeutung und dichterisch nennt man auch das Getragenwerden von der Luft, das Schweben und Bewegen in derselben, besonders wenn es sanft ist, ein Schwimmen, in welcher Bedeutung es schon frühzeitig gebraucht wurde. So heißt es in dem Lobgedichte auf den heiligen Anno vom Adler: Her swemit obin ce cierin, d. h. et schwimmet in der Höhe zierlich. »Der Mond schwamm einsam in einem reinen Blau.« I P. Richter. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung ist schwimmen auch (1) von einem flüssigen Körper so umgeben oder bedeckt sein, daß es scheint, als schwimme es in demselben, als werde es von demselben getragen. Eine Speise schwimmt in Butter, wenn sie mit weicher Butter angemacht und von zerlassener Butter ganz umgeben ist. I seinem Blute schwimmen, in seinem in großer Menge verlornen Blute liegen. I seinen Thränen schwimmen. Das Auge schwimmt in Thränen, wenn es von häufig fließenden Thränen ganz benetzt und eingehüllt ist. Der Boden schwimmt in Blut, ist ganz mit Blute bedeckt. — und ganz der Boden in Blut schwamm. Voß. Noch uneigentlicher nennt man das Befinden in einem Zustande der Fülle, des Überflusses, oder bei welchem ein hoher Grad Statt findet, ein Schwimmen in demselben. I Weine schwimmen, ihn in solchem Überflusse haben und trinken, daß man gleichsam in demselben schwimmet oder schwimmen könnte. I Freude schwimmen, in lauter Freude leben, derselben in Überfluß und in hohem Grade genießen. Mein Herz schwimmt tief in Leid. Weiße. Ein schwimmendes Gebirge, im Bergbaue, ein sumpfiges, morastiges. Eine schwimmende Mauer, im Wasserbaue, diejenige Mauer, welche innerhalb eines Wasserbehälters aufgeführet und von der wahren Mauer durch eingestoßenen Thon in gewisser Breite abgesondert ist. (2) △ Sanft und wellenförmig sich bewegen oder in solcher Bewegung sein. Und Zephyr schwimmt auf Saaten als auf Wellen. Kleist. Zwei Schnüre kleiner Perlen schwammen Um einen Hals von weichem Elfenbein. Engelschall. (R.) D. Schwimmen.
3890 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwimmen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schwimmen , verb. irreg. neutr. Imperf. ich schwamm; Mittelw. geschwommen; Imperat. schwimm oder schwimme. Es erfordert …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwimmen

    Goethe-Wörterbuch

    schwimmen wiederholt subst (auch Kleinschr) 1 sich aus eigener Kraft in Wasser fortbewegen, ohne unterzugehen; als (erle…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwimmen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schwimmen nennt man das Getragenwerden eines Körpers von einer Flüssigkeit, welches stattfindet, wenn das spec. Gewicht …

  4. modern
    Dialekt
    schwimmen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schwimme n [wìmə Obhergh. Geberschw. Bf. Str. W.; wæmə M. ; wemə Su. Co. K. Z. ; Part. kwùmə O. U., kwùm W. ] schwi…

  5. Sprichwörter
    Schwimmen

    Wander (Sprichwörter)

    Schwimmen 1. Da schwemmen wie Appel, seggt dei Rossappel, un schwemmt mit 'n Gravensteiner dei Bäck lang. ( Mecklenburg.…

  6. Spezial
    schwimmen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schwim|men (schwamm, geschwommen) vb.intr. 1 (sich im Wasser fortbewegen) nodé (noda) 2 ‹sport› (als sportliche Betätigu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwimmen

18 Bildungen · 3 Erstglied · 10 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von schwimmen 2 Komponenten

sch+wimmen

schwimmen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwimmen‑ als Erstglied (3 von 3)

Schwimmende Batterien

Meyers

Schwimmende Batterien , 1782 vor Gibraltar und 1814 in Amerika ohne Erfolg verwendete, flachgehende, ungepanzerte, mit Geschützen armierte F…

Schwimmendes Gebirge

Meyers

schwimmend·es·gebirge

Schwimmendes Gebirge ( Schwimmsand, Quell -, Triebsand , in Oberschlesien Kurzawka , in Westfalen Fließ ), Ablagerungen von feinsten Sand- u…

schwimmen als Zweitglied (10 von 10)

abschwimmen

DWB

abschwimmen , natare, wegschwimmen: er ist weit von dem land abgeschwommen; der kahn schwimmt ab vom ufer. nnl. afzwemmen.

anschwimmen

DWB

anschwimmen , adnare: er schwimmt dem ufer an; eine angeschwommne leiche; die schwäne kommen angeschwommen.

durchschwimmen

DWB

durch·schwimmen

durchschwimmen , durch ein gewässer von einem ufer zum andern schwimmen, darin herum schwimmen. 1 1. untrennbar. er durchschwamm den flusz, …

fürschwimmen

Idiotikon

fürschwimmen Band 9, Spalte 1868 fürschwimmen 9,1868

nachschwimmen

DWB

nach·schwimmen

nachschwimmen , verb. mhd. nâch swimmen ( krone 28311), schwimmend folgen Stieler 1979 : wenn die erblichene sonne im wasser unter den welle…

Obenschwimmen

Wander

oben·schwimmen

Obenschwimmen 1. Er will immer obenschwimmen. – Parömiakon, 2602. »Bei dem Schwemmteiche zu Jerusalem sind viel Suchten gewesen. Dort sind g…

überschwimmen

DWB

ueber·schwimmen

überschwimmen , v. , tranare. ( zur form sowie bezüglich der vermischung mit dem factitiv schwemmen s. o. das simplex th. 9 sp. 2514 u. 2626…

vorschwimmen

DWB

vorsch·wimmen

vorschwimmen , verb. , ahd. forasuimman Graff 6, 878 ; vorschwümmen, voranhinschwümmen, praenatare Maaler 476 c ; in gleichem sinne vorschwi…

Wégschwimmen

Adelung

weg·schwimmen

Wégschwimmen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Schwimmen ,) mit dem Hülfsworte seyn, sich schwimmend entfernen.

ūsschwimmen

Idiotikon

ūsschwimmen Band 9, Spalte 1867 ūsschwimmen 9,1867

Ableitungen von schwimmen (5 von 5)

beschwimmen

DWB

beschwimmen , tranare, nando superare: am Rhein, dem viel beschwommnen. Göthe 3, 173 . Stieler 1979 hat beschwimmen für aqua circumdare, was…

entschwimmen

DWB

entschwimmen , natantem se amovere, undis avehi, fort, weg schwimmen, nnl. ontzwemmen ( praet. ontzwom, part. ontzwommen): er ist gar kaum e…

erschwimmen

DWB

erschwimmen , 1 1) nando transire: ach gott und wär der Rein so klein, dasz ich ihn mecht erschwimmen. Uhland 1, 386 . 2 2) nando attingere:…

verschwimmen

DWB

verschwimmen , verb. , eine schöne bildung der neueren sprache wie verschweben. Adelung registriert das wort noch nicht, Campe verzeichnet e…

zerschwimmen

DWB

zerschwimmen , verb. , sich im wasser auflösen: damit zerschwame der kruog und ward wider, das er vor gewesen was Steinhöwel Äsop 291 Ö.; pa…