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Schnee

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schnee

Bd. 7, Sp. 1581
Schnee das Wort ist allg., auf ahd. snēo beruhend, u. zwar Rhfrk ; Mosfrk -ē:, –ī: [Merz, Saarbg, um Bernk -e·i.; Saarbg-Stdt -ī:]; Rip -ī: (daneben nicht so häufig -e·i. [so Köln-Stdt], Verbalsubst. zu šne·i.ə; Berg -ī:, –ī·ə.-, –ē, –īə, –i·ă. (Elbf, MülhRuhr), -ē·ă. (Barm); Eup, SNfrk -ī·ə. (in Grevbr, SMGladb daneben nicht so häufig -e·i.); Klevld lrhn. bis einschl. Geld-Wetten Kapellen NWald Altf-Mörs, Kamperbr Vierbaum Orsoy -ē:; am Rhein ö. einschl. Mörs-Ossenbg Borth Büderich Ginderich Hochbr Xanten ; sonst -ei; rrhn. Sg. t. m.: 1. wie nhd.; et git Schn. Rip, Allg.; et fällt Schn., es Schn. gefalle, der Schn. es fresch gefalle Rip, Allg.; doch et fährt Schn. (de Berelleit zerschlan sich) Hunsr; der Schn. leit eweil so schmilzt nicht Trier-Bescheid, Allg., — steht Heinsb-Erpen; der Schn. stüft stöbert; — es opein (aufeinander) gestüft, es op Hofe (Gopen, Gaupen, Gipp, Küpp, Kuppen; s. d. W.) gejät (gejagt) Allg.; der Schn. jag enem en et Gesech, dat enem Hüren on Sehn vergeht Rip, Allg.; der Schn. luərt (lauert) wenn hinter Hecken u. in Hohlwegen Schn.streifen lagern bleiben u. schmutziges Wetter folgt (s. Plackschn.) Jül-Langend; der Schn. kniərsch (knirscht) unter den Fusstritten Rip, Allg., — junkt Eup, — peppt MGladb-Rheind; der Schn. geht af Mosfrk, Rip, Nfrk, Meis-Bärw, — verlüst (verliert) Gummb-Berghsn, — verspelt Mörs-Neuk, — kremp (krimpt, schrumpft zusammen) ebd., — ersäuft Bitb-Betting (s. weiter bei schlossen); der Schn. es blutt, er ballt sich Birkf; frische Schn. lött sek kluten (ballen) Gummb, Rip, Nfrk; de Schn. messe mutwillig in tiefem Schn. gehen, bes. von Knaben; Schn. scheppe (schöpfen) schaufeln Allg.; met Schn. werpe Rip, Allg. — Wetter-, Bauernregeln. Et geft Schn., wenn den Owen qualmp Mörs, Allg.; — wenn de Müs (Knosen) fange spelen Mörs, — wenn de Katz de Röck wärmp Dür; wenn de Hennen (Hühner) dur de Schn. laupen, dann geft et es noch mehr Mörs; et git Schn., wenn de Wengk (Wind) us en Klompelouch (Gegend bei Dür-Lucherbg, wo Holzschuhe gefertigt werden) kött Dür; der Wengd küt us dem Heck (Höhenzug) Gummb-Nümbrecht; wann mer de Murschbächer (Waldbr-Morsb) Klocke hüren, gift et Schn. Altk-Birken; et treck (zieht) so op die Fengers, et gef Schn. Mörs-Wallach; ich han Schn. in en Fössen kalte Füsse lassen auf Schn. schliessen Gummb-Wiehl; der Wengk kotzt Schn. us vom Herbstwinde Monsch-Rollesbr. E Gewidder op ene dörre Bom, Schn. op ene gröne B. Eup-Kettenis. Et ös (git) ke Schneiche su klen, et hät e (et) Frös-che (Frost) am Ben, et es e Fr. derbei Köln, Bergh, Eusk-Ahrem. Os der Schn. su klen, os noch vell derhem schneit es noch lange Schleid, Trier-Schleidw, MGladb-Giesenk. Fällt der Schn. feng (fein, klein), wird de Kält streng Schleid-Hellenth. Well net reət (recht) eraf der Schn., früs (friert) et emmer mih, on dann get et wennig Kli ebd. Wenn der Schn. jät (jagt) henger (hinter) Heggen on Tüng (Zäunen), da lit er der Weke (Wochen) nüng (neun) SNfrk; wenn der Schn. drei Dag ligg, dann l. er noch drei Weche Dür-Gey, SNfrk; blift de Schn. drei D. lige, dann kömmpt neue derbei Düss-NKassel. Fällt der (iərschte) Schn. en den Dreck, dann lit he (blift he lige, hält he) wie en Geck Rip, Allg., — geht he lang net weck (weg), — blif der ganze Wenter geck Rhfrk, Mosfrk, — da hat de g. W. kai Zweck Koch-Laub, — let e noch sess Weke achter de Heck Geld-Schravelen, — dann früst (friert) et perfekt Mörs-Rheinbg Schn. en der Schlik (Schlamm), geft et Früs (Frost) siəkerlik (sicherlich) Heinsb, Kemp. Wie der Newel de Schn. fresst, su kotzt en e wedder Daun-Strotzbüsch. Deə Schn. blifft ent (nicht) lige, deə hat ge Bittje (Bettchen) Eup. Em August bleiht (blüht) de Schn. die dicken weissen Wolken am Himmel verkünden Schn. WMosfrk. Jokemsdag (25. VII.) bleht de Schn. Koch-Laub. Sank Gallen (16. X.) lässt de Schn. fallen Koch-Laub, Rheinb. Wenn der erste Schn. fällt, zählt man vom Tage an, wo er fällt, die Tage bis zum künftigen Neumond; so viele derselben sind, so oft wird es im Winter auftauen Prüm-Steinmehlem. Om Andres (30. XI.) Schn., dem Kor (Korn) deht wih Aach (s. Andreas), — as fir den Som (Samen) en bis Sach Bitb-Wiersd. Schn. för Kathrin (25. XI.) kömmt Forst (Frost) in et Burmus (Krauskohl) drin Klev. Allerhelligemess (1. XI.) es mer der Schn. gewess, wenn et dann net deiht, es et Märtesdag (11. XI.) bereit MüEif, Köln, MülhRh (s. Allerheiligen). A. feicht, werd de Schn. net leicht Ottw-Wiesb. Lit Märtesdag (11. XI.) Schn., deht de Fröəte wiəh Geld-Leuth. Kresdag em Schn., Ustere em Kli Rip, Allg. Krackt in de Januar Is on Schn., gef et völ Klewer (Klee) on v. Höj (Heu) Mörs-Rheinbg. Öm Lechtmeiss (2. II.) Schn., öm Ustere Kliə Aach, Verbr. Kerzen (Kerzenweihe zu Lichtmess) am (im) Schn., Pälmen (Palmsonntag) am Kli Bitb, WEif. No Lichmesse fällt der Schn. op ene hēsse Sten Dür-Winden. St. Dorothie (6. II.) brengk de mizte (meiste) Schn. Bo-Dransd. Märzer Grön es nit schön, M. Schn. deiht de Bore wih Köln-Stdt. Lange Schn. em März brecht em Kur (Korn, Roggen) et Herz Saarbg, WMosfrk (s. weiter bei März). Mearzschauern, die de ganzen Dag dauern, jogen (jagen) e Maler (Malter) Schn. durch e Lineksloch (Bohrloch) Prüm-Waxw. Em März fällt de Schn. op en heiten Stein Sol. Gertraud (17. III.) dreift de Kuh en't Kraut; dr. se se net en de Klee, dann dr. se se en de Schn. Goar-Liesenf. Aprel em Schn. duht de Frechte weh Goar-Braunshorn. Efeu em Schn. doht Wingert un Obsbäum wih Neuw-Unkel. — Wemmer de Schn. em April warm innerfährt (unterpflügt), dann is et so gut wie Schofmest (Schafmist) Bernk, Daun, Düss-Erkr. Der iərschte Schn. engrave es half gemest MülhRh-Heumar, Heinsb. Je dicker der Schn., je fetter der Has Saarbr-Güding. Düchtig Schn., d. (vill) Kli Rip, Allg. D. (fette) Schn. deht net wih; wat gefrore, es verlore Schleid-Hellenth. Brav Schn. mäckt e got Flōssjohr (Flachsjahr) Kemp, Geld. — RA.: Wiss wie Schn. (fresch gefalle Schn.) Rip, Allg. Däh vergeht wie Schn. för de Sonn Heinsb, Allg.; hej (der Kranke) fellt af wie Schn. inne S. Klev. A.: Woə es de Sach gebliəve? B.: Wo es der Schn. va ze Joəhr (vom vorigen Jahre) Aach, WBitb. Wann schwarze Schn. fällt niemals Köln-Stdt. Der in den April zu Schickende soll gedrügte (getrockneten) Schn. holle Düss-Bilk. Dat dich der Schn. bess! Verwünschungsformel Trier-Mettnich. Den Schn. meten (messen) durch tiefen Schn. steigen NBerg. A.: Wohin gähste? B.: An den Mond Schn. scheppe Trier-Olewig. Leck wat Schn., dann brannt gej ow niet, gej de Tong (Zunge) niet! Klev. Er hät Schn. gesoffe umsonst gezecht Kobl-Bend, Neuw-Gladb. Mer kann su viel Kies (Käse) essen, eh mer en Pond Fett un (in) de Leif (Leib) kret, wie mer Schn. brauch, fir en Bakowen ze hetzen Wittl-Greimerath. Der es ze domm, für en de Schn. ze drisse (scheissen) Sieg-ODollend. Enner'm Schn. bleift neist verborgen alles kommt an den Tag Prüm-Mürlenb. — Im Kinderld. Schn., komm eronner, Ren (Regen) bleif ejowe (oben) May-Trimbs. Andrees (Andreas), der de Schn. bles (blies), der de Ram (Sahne) schloch (schlauchte, naschte), der en et Deppe kroch! Neckvers May-Trimbs. Et Kättje (Kätzchen) liep dör den kalde Schn.; duw dehj (tat) öm et Fütje (Füsschen) weh; et woll nor die Kerk gohn beje (beten), duw kost (konnte) et niet mehr treje (treten) Klev. Et K. l. dör de Schn., et Höndje achter no, duw wore sej allebei glik dor Geld (s. weiter bei Katze). — Im Rätsel. Wiss wie Krid (Kreide), lich wie Flaum, weich wie Seid, flüg wie Schaum? Neuw-Unkel, Dinsl-Gahlen. Of dem Bam (Baum), do leit et; en der Loft, do fleit (fliegt) et; en der Hand, do schwetzt et; of dem Uwe (Ofen), do schmelzt (zerläft »zerläuft«) et; wer net domm es, begreift et? Bernk. Witt (weiss) sprengt et op de Wangk (Wand), schwart fällt et heronger? Mörs-Hohenbudbg. Je miəh, dat et sich wärmp, je nater (nasser) dat et wird? Heinsb-Myhl. Et kuam en Mann ut Widdewiddewitt, den hatt en schniawit Lake; he woul (wollte) de ganze Welt bedecke un kuam nit mol öwer't Water? Mülh-Ruhr. Kringelekringelekrus (Klengeldeklus, Krickeldekrus) lit henger (hinter) dem Hus; wenn de Sonn all miəh schinnt, Kr. all miəh grinnt (greint, weint)? MGladb, SNfrk. Föngfangfung (Fimmfammfumm) sot (sass) om Tung (Zaun), köm Föngfang för (Regen), schmiət F. vam Tung en de Döərn (Dornen)? NBerg. Et koəm ene Vuərel (Vogel) Feərlos on satt sich op de Bom Blattlos; do koəm de Frau Mongklos (Mund-) on froət de V. F.? MGladb, Simm-Klosterchumbd (uf dem Bam [Berg] Pilatus soss der V. F.). Hohe, h. Dillenburg, da ziehen die weissen Reuteren durch; selig, s. ist der Mann, der die R. zählen kann? das Himmelsgewölbe, von Schneeflocken wimmelnd OBerg. — 2. übertr. a. Maria Schn. M. Schneefeier Dür, Verbr. — b. aus Eiweiss geschlagener Schaum Allg. nach dem Nhd. — c. schwarze Schn. scherzh. Russflocken Aach-Münsterbusch, Heinsb.
8884 Zeichen · 264 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnee

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schnee , (einsylbig,) des -s, (zweysylbig,) plur. inus. Dünste in der Luft, welche daselbst gefrieren und in Gestalt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnee

    Goethe-Wörterbuch

    Schnee vereinzelt Kleinschr; abgekürzt ‘Schn.’ N12,217 a (aus feinen Eiskristallen bestehender) in weißen Flocken fallen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnee

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schnee , gefrorene atmosphärische Niederschläge in Form verschieden gestalteter kleiner Krystalle. Bei strenger Kälte ko…

  4. modern
    Dialekt
    Schnee

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schnee [ʿSné allg.; ʿSniè M. ] m. Schnee. Rda. s is t i h m e tiefer S. g e falle n es ist ihm ein grosses Unglück zuges…

  5. Sprichwörter
    Schnee

    Wander (Sprichwörter)

    Schnee 1. An den alten Schnee denkt man nicht meh. Schwed. : Fram faren snö är snart glömder. – Seent tala om den snön s…

  6. Spezial
    Schnee

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schnee m. (-s) 1 nëi (nëis) f. 2 ‹gastron› (geschlagenes Eiweiß) tler d’ü sbatü m. , nëi (nëis) f. ▬ auf dem harten Schn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnee

586 Bildungen · 575 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

schnee‑ als Erstglied (30 von 575)

Schneebahn

SHW

Schnee-bahn Band 5, Spalte 605-606

Schneeball

SHW

Schnee-ball Band 5, Spalte 605-606

Schneeberg

SHW

Schnee-berg Band 5, Spalte 605-606

Schneeboz

SHW

Schnee-boz Band 5, Spalte 605-606

Schneefall

SHW

Schnee-fall Band 5, Spalte 607-608

Schneefang

SHW

Schnee-fang Band 5, Spalte 607-608

Schneegans

SHW

Schnee-gans Band 5, Spalte 607-608

Schneehut

SHW

Schnee-hut Band 5, Spalte 607-608

schneeig

SHW

schnee-ig Band 5, Spalte 607-608

schnee als Zweitglied (11 von 11)

Andreasschnee

Wander

andreas·schnee

Andreasschnee 1. Andreasschnee treibt dem Bauer die Preise in die Höh. – Wunderlich, 35. 2. Andreasschnee thut den Früchten (Saaten) weh. – …

Aprilschnee

Wander

april·schnee

Aprilschnee Aprilschnee ist besser als Schafmist. ( Emmenthal in der Schweiz. ) [Zusätze und Ergänzungen] 5. Aberellaschnee isch bess'r, wed…

Decemberschnee

Wander

december·schnee

Decemberschnee Je dunkler es über 'm Decemberschnee war, je mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr. – Illustrirter Familienkalender, Koburg 1…

Katharinenschnee

Wander

katharine·n·schnee

Katharinenschnee Sanct Katharinenschnee thut dem Kohl und Samen weh. – Boebel, 54. In Oberösterreich: Katharei'schnee thuet n' Korn weh. Ble…

märzenschnee

DWB

maerzen·schnee

märzschnee , märzenschnee , m. im märz fallender schnee: merzschnee nix quae mense Martio cadit Frisch 1, 659 c ; das wasser von dem merzen-…

Märzschnee

Adelung

maerz·schnee

Der Märzschnee , des -s, plur. inus. Schnee, welcher im Monathe März fällt, dessen Wasser reiner und schärfer ist, als in den übrigen Monath…

Maischnee

Campe

mai·schnee

Der Maischnee , — s , (dreisilbig) o. Mz . Schnee, welcher noch im Mai fällt. Uneigentlich ◬ der Blütenschnee im Mai, die weiße Blüte mit we…

Mariaschnee

Wander

maria·schnee

Mariaschnee Wenn's zu Maria-Schnee regnet, so wird das Getreide zu wenig und wenn auch an jedem Zaunstecken ein Metzen Korn hinge. ( Oberöst…

Spürschnee

Adelung

spuer·schnee

Der Spürschnee , des -s, plur. car. bey den Jägern, frisch gefallener Schnee, so fern es geschickt ist, Wölfe und andere Raubthiere in demse…