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Schnee

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schnee m.

Bd. 5, Sp. 1280
Schnee m.: 1. 'Niederschlag aus kristallisierten Regentropfen', Schnee (šnē) [verbr., Altenhofer 19 Bernhard 165 Castleman Zwbr. 25 Christmann Kaulb 11, 88, 94 Eichhoff WA 15 Heeger 7, 34 Höh 51, 80, 88 Karch Gimmdg/Muttstdt 235 Karch Jockgr/Nd'horb 232 Mang 118, 121 Müller Dietschw 66 Otterstetter 48 Schneckenburger 22, 43, 49, 50, Buffington-Barba Penns 158 Lambert Penns 137 Wood Schärf. Pfälz. 233 Schwartz 15 Krämer Gal 190], Schnäi (šnEi) [ZW-Ixh FR-Colgst/Heidh (PfId. 126) LU-Altr GH-Steinw, Bertram § 71], Schnie (šnī) [RO-Duchr/O'hs Odh Rehbn, Christmann SprBew. 51]; Dim. (selten) Schneeche (šnēχə) [ZW-Battw]; Zs.: Andreas-, Aprilen-, Dezember-, Hasen-, Häuser-, Krach-, Märzen-, Neu-, Ruppelschnee; de erscht Sch. [GH-Leimh]. De ganz Himmel hängt voll Sch. 'Es wird bald stark schneien' [ZW-Gr'bundb]. 's fährt met (mit) Sch. 'Es schneit ganz fein' [KU-Bedb KB-Albish FR-Bockh]. Es fährt ganz (so) feiⁿ met (mit) Sch., dass. [KU-Bedb FR-Bockh]. Es fehrt Sch. en der Luft 'Es regnet und schneit gleichzeitig' [WD-Niedkch]. Es macht e Schneeche 'Es schneit schwach' [ZW-Battw]. Es heert gleich uf, Schnee se mache [PS-Münchw Schopp]. Was harre mer uf Schnee gewaart! [Ranssweiler 64]. 's is Sch. gefall 'Es hat geschneit' [KU-Schmittw/O]. Die Luft hängt voll Sch. [ZW-Battw]. Die Luft is ganz zu met Sch. 'Es schneit stark' [KU-Bedb]. Es wirft e hocher Sch. 'Es schneit stark' [FR-Bockh]. Do fallt e tiefer Sch. [Land]. De Sch. weht die Wän (Wege) zu [ZW-Gr'bundb]. Vor lauter Sch. wäß mr gar net, wu mr hintrete soll 'Der Weg ist zugeschneit' [ZW-Gr'bundb]. Uf die Weihnachte hot's Schnie gab [RO-Rehborn]. De Sch. vergeht 'Es taut' [KL-Stelzbg]. Un Spaß un Schnee un Lieb un Froscht, / Die hun kee Pennisch Geld gekoscht [Ranssweiler 65]. Mitte in dem Schneee un Babb / War aa noch s'Heizöl knapp [Damm Nachtdischlamp 67]. Wo e Blum blieht, morje i'se rußisch; wenn mol Schnee fallt, morje isch er blackisch [Kraus Arwed 14]. Vergleiche und RA.: weiß wie Sch. [mancherorts, auch Don Gal Buch Rußl]; weiß wie de gefalle Sch. [RO-Semb]; Hoor su weiß wie Schnie [RO-Rehborn]. Die Zähⁿ sin so weiß wie Sch. [ZW-Bechhf]. Den soll jo glei de Schnee aⁿzinne (anzünden)!, Verwünschung [Hebel 34]. Wo es de Sch., wo vores Johr gefall es?, sagt man um zu zeigen, daß es Fragen ohne Antworten gibt [KL-Siegb]. Der dät im Summer am liebschte Sch. schebbe un im Winter Hei (Heu) mache 'Der will gar nichts arbeiten' [ZW-Gr'bundb]. Dem isch 'n (e) diefer Sch. gefalle 'Er ist unerwartet in große Schwierigkeiten gekommen' [NW-Haßl Spey BZ-Mühlhf GH-Jockgr]. Fer denn fallt noch e diefer Schnee 'Der wird noch Probleme bekommen' [Bergz (Kamm 96)]. SprW.: Un wann de ganze Schnee vebrennt, die Äsch muß uns doch bleiwe [Krieger 23]. BR.: Dorothee (Kalenderheilige, 6. Februar) bringt meischtens Sch. (auch: de meischte Sch., de mengschte Sch.) [verbr. Don Gal Buch Krämer Sprichw. 41]. Wann die Schneegäns gefloge kummen, gibt's Sch. [LU-Alsh/Gr, KL-Stelzbg]. Wenn de Sch. knerscht, gibt's noch mehr Sch. [GH-Kuhdt]. So viel as noch sin vum erschte Sch. bis zum End vum Munet, so viel Sch. gebt's seller Winter [Fogel Beliefs Penns Nr. 1118, Var. Nr. 1128]. Viel Newwel im Herbscht, viel Sch. im Winter [RO-Als]. E guri Deck Sch., des bringts Winterkorn in die Heh [RO-Als]. Dezember kalt mit Schnee, gibt Korn auf jeder Höh [KL-Wörsb]. Iss der Dezember recht dunkel mit Sch., / Dann folge die Frichte recht lustig un schee [PennsDeitschEck 7. 12. 1935]. Im Janwar Reif ohne Sch., dut alles weh [KU-Brück]. Wann de Kiefernberg rauscht, gibt's Sch. [NW-Iggb]. D' Dunnerschberg hot Sch., dann wird alles eingewintert [KB-Stett]. Weihnachte im Sch., Oschtere im Klee [KU-Hinzw IB-Rubh KL-Stelzbg Wörsb GH-Kuhdt]. Weihnachte im Klee, Oschtere im Sch. [ZW-Stamb KL-Kindsb]. Is Lichtmeß im Klee, is Oschtere im Sch. [NW-Kallstdt]. Ostern im Sch., Pfingsten im Klee [LU-Altr]. Fällt de Sch. in de Dreck, gehrer glei wirrer (ball) weg [LU-Neuhf, mancherorts], auch umgekehrt: ... geht er net (so) ball weg [ZW-Stamb, mancherorts], ... horrer (hat er) e gut Bett [KL-Siegb], ... is (wird) de Winter e Geck [PS-Geisbg NW-Frankeck]. WR.: Heidelberger Luft (bringt) Sch. orer Duft [LU-Friesh Neuhf]. Hällberger (Heidelberger) Luft, Sch., Rähe (Regen) oder Duft [FR-Mörsch]. Lauterschemer (Lautersheimer) Wind bringt Sch. [KB-Eisbg]. Speirer Luft (bringt) Sch. orer Duft [KB-Stett NW-Kallstdt]. Speierer Luft: Sch., Reche orer Duft [KB-Biedh]. Wenn die Hühneraage steche, gibt's Sch. [Neustdt]. Volksgl.: Regen oder Schnee während des Kirchgangs am Hochzeitstag bedeuten unglückliche Ehe [PS-L'mühl BZ-V'weidth]. Schnee im Brautkranz während der Hochzeit bedeutet Glück in der Ehe [BZ-Ingh]. 's Wasser vum erschte Sch. is heilich Wasser [Fogel Beliefs Penns Nr. 1980]. Volksmed.: Wasser fum erschte Schnee im Winter is gut fer wehe Aage [Fogel Beliefs Penns Nr. 1401]. Rätsel von der Kirsche: Erscht weiß wie Schnee, dann griⁿ wie Gras, dann rot wie Blut, un eßt mere jetz, dann schmeckt es gut [KU-Schmittw/O, Hebel 120]. KR.: A, B, C, / die Katz leit im Schnee. / Geht de Schnee eweg, / leit die Katz im Dreck [KU-Kaulb Kreimb Wolfst RO-Duchr/O'hs Obd KB-Dreis FR-Tiefth, Der Trifels 24. 12. 1933, Horne Penns 109]. Heele, heele Seeche! / Morje gibt's Reeche, / iwermorje Schnee / dann duht's Wehweh nimmeh weh!, tröstet die Mutter das Kind, das sich weh getan hat, und streicht dabei mit der Hand über die kranke Stelle [Kaislt]. Var.: Heile, heile Seeche, drei Tache Reche, drei Tach Schnee, jetz tut meim Kind seiⁿ Fuß (Finger) nimmi weh! [LU-Böhl, vereinzelt SOPf, Der Trifels 24. 12. 1933 Der Wasgau-Bote 8/1934]. 's war emol e Mutter, die hod vier Kinner, de Friehling, de Summer, de Herbscht un de Winder: de Friehling bringt Blume, de Summer bringt Klee, de Herbscht bringt Trauwe un de Winter bringt Schnee [KU-Diedk]. VR.: Fritz, bleib deheem! Mer weeß net, was fer Werrer gibt. Gibt's Reen orrer Schnee, muß der Fritz nach Haus gehⁿ [PS-Th'eischw]. — 2. 'Watte als Christbaumschmuck zur Schneeimitation' [LA-Roschb GH-Kuhdt]. Uf de Äscht hawwen meer awwer Sch.! [LU-Alsh/Gr]. — 3. 'geschlagenes Eiweiß' [verbr.]; Sch. schlaaⁿ [KU-Kaulb, mancherorts]. — Rhein. VII 1581 ff.; Lothr. 458; Els. II 491; DWb. IX 1222 ff; SSA II/24.00; KDSA 238.
6360 Zeichen · 165 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnee

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schnee , (einsylbig,) des -s, (zweysylbig,) plur. inus. Dünste in der Luft, welche daselbst gefrieren und in Gestalt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnee

    Goethe-Wörterbuch

    Schnee vereinzelt Kleinschr; abgekürzt ‘Schn.’ N12,217 a (aus feinen Eiskristallen bestehender) in weißen Flocken fallen…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnee

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schnee , gefrorene atmosphärische Niederschläge in Form verschieden gestalteter kleiner Krystalle. Bei strenger Kälte ko…

  4. modern
    Dialekt
    Schnee

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schnee [ʿSné allg.; ʿSniè M. ] m. Schnee. Rda. s is t i h m e tiefer S. g e falle n es ist ihm ein grosses Unglück zuges…

  5. Sprichwörter
    Schnee

    Wander (Sprichwörter)

    Schnee 1. An den alten Schnee denkt man nicht meh. Schwed. : Fram faren snö är snart glömder. – Seent tala om den snön s…

  6. Spezial
    Schnee

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schnee m. (-s) 1 nëi (nëis) f. 2 ‹gastron› (geschlagenes Eiweiß) tler d’ü sbatü m. , nëi (nëis) f. ▬ auf dem harten Schn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnee

586 Bildungen · 575 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

schnee‑ als Erstglied (30 von 575)

Schneebahn

SHW

Schnee-bahn Band 5, Spalte 605-606

Schneeball

SHW

Schnee-ball Band 5, Spalte 605-606

Schneeberg

SHW

Schnee-berg Band 5, Spalte 605-606

Schneeboz

SHW

Schnee-boz Band 5, Spalte 605-606

Schneefall

SHW

Schnee-fall Band 5, Spalte 607-608

Schneefang

SHW

Schnee-fang Band 5, Spalte 607-608

Schneegans

SHW

Schnee-gans Band 5, Spalte 607-608

Schneehut

SHW

Schnee-hut Band 5, Spalte 607-608

schneeig

SHW

schnee-ig Band 5, Spalte 607-608

schnee als Zweitglied (11 von 11)

Andreasschnee

Wander

andreas·schnee

Andreasschnee 1. Andreasschnee treibt dem Bauer die Preise in die Höh. – Wunderlich, 35. 2. Andreasschnee thut den Früchten (Saaten) weh. – …

Aprilschnee

Wander

april·schnee

Aprilschnee Aprilschnee ist besser als Schafmist. ( Emmenthal in der Schweiz. ) [Zusätze und Ergänzungen] 5. Aberellaschnee isch bess'r, wed…

Decemberschnee

Wander

december·schnee

Decemberschnee Je dunkler es über 'm Decemberschnee war, je mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr. – Illustrirter Familienkalender, Koburg 1…

Katharinenschnee

Wander

katharine·n·schnee

Katharinenschnee Sanct Katharinenschnee thut dem Kohl und Samen weh. – Boebel, 54. In Oberösterreich: Katharei'schnee thuet n' Korn weh. Ble…

märzenschnee

DWB

maerzen·schnee

märzschnee , märzenschnee , m. im märz fallender schnee: merzschnee nix quae mense Martio cadit Frisch 1, 659 c ; das wasser von dem merzen-…

Märzschnee

Adelung

maerz·schnee

Der Märzschnee , des -s, plur. inus. Schnee, welcher im Monathe März fällt, dessen Wasser reiner und schärfer ist, als in den übrigen Monath…

Maischnee

Campe

mai·schnee

Der Maischnee , — s , (dreisilbig) o. Mz . Schnee, welcher noch im Mai fällt. Uneigentlich ◬ der Blütenschnee im Mai, die weiße Blüte mit we…

Mariaschnee

Wander

maria·schnee

Mariaschnee Wenn's zu Maria-Schnee regnet, so wird das Getreide zu wenig und wenn auch an jedem Zaunstecken ein Metzen Korn hinge. ( Oberöst…

Spürschnee

Adelung

spuer·schnee

Der Spürschnee , des -s, plur. car. bey den Jägern, frisch gefallener Schnee, so fern es geschickt ist, Wölfe und andere Raubthiere in demse…