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schlaf

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schlaf m.

Bd. 15, Sp. 263
schlaf, m. somnus, mhd. slâf, ahd. slâf, sclaph Graff 6, 801, sclâf Murbacher hymnen; goth. slêps, alts. mnd. nnd. slâp; mndl. slaep Kilian, holl. slaap; altfries. slêp, neufries. sliep; ags. slp, engl. sleep; im nord. fehlend. wahrscheinlich etymologisch verwandt mit schlaff, adj. Frisch 2, 186c. Kluge etymol. wb.5 324b. über mutmaszliche bezüge auszerhalb des germ. vgl. Schade altd. wb. 2, 816. frühnhd. quellen bieten das wort in mannigfachen schreibungen, aus denen die länge des vocals und seine mundartlich verschiedene färbung erhellt: slaff, schlaff, slaeff, slayff, slaiff, schlaiff, schlauff, sloft Dief. 542a. 11) der dem wachen entgegengesetzte, im allgemeinen normale zustand bei mensch und thier, in dem bei geschwundenem bewusztsein die functionen des körpers auf ein geringeres masz eingeschränkt sind: iþ Paitrus jah þai miþ imma vesun kauridai slepa. Luc. 9, 32; der slâf ist niht anders wan ain einzug der sêle auf sich selber, alsô spricht Plinius, daʒ verstên ich alsô, daʒ der slâf sei ain einzug der werk der auʒwendigen kreft der sêl. Megenberg 8, 17; etleich ômacht und des menschen enzucken sint dem slâf geleich. 9, 8; Tullius spricht, ein mennsch solt schimpfwort brauchen als den schlaff, ein mennsch bedarff nit alwegen zeschlaffen, er schlafft das er genuog hat. Keisersberg sünden d. mundes (1518) 53b; der schlaff ist gleichsam ein interregnum zwischen leben und tod. Hohberg 1, 166a; slâf durch des lîbes nôt nie man ich leide, slâf guot ist, dâ man die vünf sinne sterket mite. minnes. 3, 90b Hagen; der schlaf der könige macht königinnen fruchtbar und greise noch zu vätern. Schiller dom Karlos 3, 4. von thieren: weder Linné und Cuvier, noch andere ausgezeichnete naturforscher und ornithologen handeln vom schlafe der vögel. J. Grimm kl. schriften 7, 485. winterschlaf, der länger dauernde schlaf mancher thiere während der kälteren jahreszeit. Adelung. ein besonderer zustand, der nicht ganz dem normalen schlafe gleicht, ist der hypnotische, magnetische schlaf: Fritz Nettenmair war wie ein mensch im magnetischen schlaf. O. Ludwig (1891) 1, 209. 1@aa) die vorzüge des schlafs werden gepriesen: wann der schlaff viel süsser als hönig in die augenlieder sich setzet, die glieder auflöset, und die augen mit einem linden band umnebelt und zubindet, .. so werden die leib-kräften wider erfrischet, das hirn wird befeuchtet mit frischen geistern, magen, hertz, leber und alle glieder verrichten ihre functionen und amtsgebühr. Hohberg 1, 166a; der schlaf ist .. eine speise, die den hunger, ein tranck der den durst stillet, ein feuer, das die kälte erwärmet, und eine kälte, die das feuer mässiget. ebenda. es heiszt im sprichwort: schlaff ist den krancken ein halbe gesundheit, oder halbes leben. Petri 2 (1605) Ss 4a; der schlaf nährt. Simrock 426, 9033; eine stunde schlaf ist besser als eine honigschnitte. Wander 4, 195, 26 (Schreiberhau); nd. eine stunne slâp is beter as en boterbrod. 28 (Göttingen); klein bäten sloap is bäter as'n grôt stück speck. Firmenich 3, 122, 33 (Seehausen); 'n ruhigen slâp is de beste medicin för'n kranken. ten Doornkaat Koolman 3, 193a; wer seinen schlaf vergeudet, vergeudet sein leben. Wander 4, 196, 48. doch wird vor zu viel schlaf gewarnt: liebe den schlaff nicht, das du nicht arm werdest. spr. Sal. 20, 13. 1@bb) dauer des schlafs: Galenus will, der schlaff soll nicht weniger als 7. stunden, und nicht mehr als 8. oder aufs höchste 9. stunden lang seyn, nachdem man viel oder wenig gessen hat. Hohberg 1, 166b; sprichwörtlich: der schlaf bei sieben stund' ist jung und alt gesund. Wander 4, 194. 1@cc) der schlaf vor mitternacht gilt als der wohlthätigere: eine stunde schlaf vor mitternacht ist besser als zwei darnach. Simrock 425, 9032. über den schlaf nach mittag, den mittagsschlaf, sagt ein sprichwort: schlaf nach dem mittagtisch ist so gesund wie fauler fisch. Wander 4, 196, 42. 1@dd) der schlaf ist dem tode ähnlich. Steinbach 2, 423. er wird als des todes ebenbild bezeichnet: schüttelt ab den flaumweichen schlaf, des todes ebenbild, und seht den tod selbst. Bürger 296a. 1@ee) der schlaf, aus dem man nicht leicht erwacht, heiszt tief. Adelung: sie schlieffen alle, denn es war ein tieffer schlaff vom herrn auff sie gefallen. 1 Sam. 26, 12; er ist in einen tiefen schlaf gefallen. Steinbach 2, 423, hart Adelung. Stieler 1805, fest: einen festen schlaf haben. Adelung, in älterer sprache auch grosz: tiefer groszer schlaaf, quies alta Maaler 353a. das beiwort dick, das der folgende beleg in lebhafter bildlicher rede zeigt, ist sonst ungebräuchlich: dir aber ward durch einen dicken schlaf das ohr verstopft, weil du nicht hören solltest, was dir beschieden ist, wenn du beharrst. Hebbel (1891) 5, 43. ein tiefer, harter, unüberwindlicher schlaf, der länger als gewöhnlich dauert, ist krankhaft: die schlaffsucht bringt einen gewaltigen tieffen schlaff, nimpt alle gedächtnusz hin wie gleichfals auch die bewegung sampt den sinnen, verderbt die phantasey, unnd wird, wenn sie ohne fieber ist, der tieffe schlaff genent. Uffenbach neues roszbuch (1603) 2, 48; so man den safft (von majoran) mit nieszwurtz und bibergeil vermischet, und in die naszlöcher thut, erwecket er die jenige, so in einem unüberwindlichen schlaff ligen. Tabernaemont. (1664) 720 E; senffmeel in betonien oder lavendelwasser gethan, zu einem pflaster gemacht, und auff das beschorne haupt gelegt, ist gut den jenigen, so vom tieffen schlaff nicht können erwecket werden. 839 H; es ist auch dieser gebrandtwein nützlich den jenigen, so in einem tieffen unüberwindtlichen schlaff ligen, so fern kein fieber vorhanden ist. 1283 H. bildlich nennt der dichter den tod den letzten tiefen schlaf, vgl. 5. den gegensatz zu solchem schlaf heiszt man leichten schlaf, auch leisen schlaf: der morgen kam; es scheuchten seine tritte den leisen schlaf, der mich gelind umfing. Göthe 1, 3. rüwiger sanffter schlaaff, somnus liquidus Maaler 353c. sanfter schlaf, somnus dulcis, lenis Stieler 1805. guter, gesunder schlaf Campe. erquickender, süszer: wer erbeitet, dem ist der schlaf süsze, er habe wenig oder viel gessen. pred. Sal. 5, 11; einen süszen schlaf haben, jucundissimo somno uti. Steinbach 2, 423; arbaiten mein arm und werden müd mein hend und füsz, zu nacht ist mir der schlaf doch süsz. H. Sachs fastnsp. 1, 26, 148 neudruck; in mein rastlos stürmen kam eine stille, die, wie süszer schlaf des kranken fieber, mein erhitzt gemüth besänftigte. Geibel (1888) 5, 8. der lebensmüde bezeichnet so den tod, vgl. 5. weicher schlaf: auf! auf, vom weichen schlaf! Grillparzer 3, 147. in dichterischer sprache wird der erquickende schlaf auch balsamisch, golden genannt: sinkt denn der balsamische schlaf auch auf die augen der schelmen? Schiller räuber schauspiel 4, 5; alles diesz ist ja nicht so viel werth, den goldnen schlaf von eines engels stirne zu verjagen. don Karlos 4, 3. mhd. sêliger slâf: ich hân einen sêligen slâf geslâfen. myst. 1, 83, 15. unrüwiger schlaaff von wägen der tröumen, tumultuosus somnus per somnia Maaler 353c. unruhiger schlaf, somnus perturbatus, inquietus Stieler 1805. magnetischer, hypnotischer schlaf (s. oben). im ersten schlafe, nocte concubia Steinbach 2, 423: drumb wil ich heint in diesem garten dein umb den ersten schlaff warten. H. Sachs 3 (1561), 2, 125a. 1@ff) schlaf mit sinnverwandten ausdrücken verbunden: indessen lag der jünger zahl in schlaf und süszer stille. P. Gerhardt 31, 48. im bilde: sie truobton mih, so filo iʒ ze in getraf, unde irstarbton mih, aber mir uuas iʒ slâf, unde râuua. Notker ps. 56, 5; manchmal erhält die erbsünd im schlaff und traum den sieg wider den innerlichen menschen, dessen sie bei tag nicht hatte mächtig werden können. Creidius; schlaf und schlummer, schlaf und tod, meist persönlich gefaszt (belege s. unter p). mit dem gegensatze wachen zusammengestellt: im wachen und im schlaf giebts manche kleinigkeit, die, männern zu vertraun, sich jede nonne scheut. Hagedorn 2, 148; der ritter zwischen schlaf und wachen, höret sie (die harmonie) stets leiser wehn. Wieland 22, 128 (Oberon 3, 57). leiblicher schlaf im gegensatze zum tod: Jhesus aber saget von seinem tode, sie meinten aber, er redet vom leiblichen schlaff. Joh. 11, 13. 1@gg) einen schlaf thun: als aber jetzundt der räuber hauptmann, welcher Thiamus hiesz, einen guten schlaff gethan, in dem er etliche träum gehabt, erwacht er. buch d. liebe 183b; auf der rechten seiten soll man den ersten schlaf thun, weil das unreine leichter aus dem magen in die därmer per pelorum gesencket wird. Hohberg 1, 166b; als er nun mit speisz und tranck wohl angefüllet, und freyeres gemüths wurde, legte er sich zur ruhe, und that einen guten schlaf. pers. rosenthal 3, cap. 27 (s. 56b); (er) that alle sonn- und feiertage seinen guten schlaf in der predigt. Wieland 15, 153; ich denke einen langen schlaf zu thun. Schiller Wallenst. tod 5, 5; bildlich, verhüllend: er thuot ein ewigen schlaaff, er ist tod. Maaler 353d. Adelung bezeichnet die wendungen einen schlaf machen, thun als nur in familiärer rede üblich, ebenso ein schläfchen machen, das wir auch heute noch so brauchen. keyn schlaff thun, non videre somnum. Dasypodius: ich hab dise nacht keinen schlaaff nie thon. Maaler 353d. einen schlaf schlafen, im bilde: iro slâf sliêfen diê rîchen, unde so siê iruuacheton, in handen niêht nehabeton. Notker ps. 75, 6; sprichwörtlich den schlaf des gerechten schlafen, ruhig, sorglos, lange schlafen. Wander 4, 195, 53, vielleicht auf grund von bibelstellen wie pred. Sal. 5, 11 (s. oben) entwickelt. 1@hh) seinen ordentlichen schlaf haben. Adelung. einen festen schlaf haben. ebenda. keinen schlaf haben, nicht schlafen können. ebenda: ich kan keinen schlaff mehr haben, fur groszem kumer und hertzeleid, das ich habe. 1 Macc. 6, 10. nicht in den schlaf kommen können. Frisch 2, 186b. Adelung. den schlaf nicht sehen. Wander 7, 196, 57: ich gab mein hertz zu wissen die weisheit, und zu schawen die mühe die auff erden geschicht, das auch einer weder tag noch nacht den schlaff sihet mit seinen augen. pred. Sal. 8, 16. es kommt kein schlaf in eines augen, einem kein schlaf in die augen: des tages verschmacht ich fur hitze, und des nachts fur frost, und kam kein schlaff in meine augen. 1 Mos. 31, 40; es ist ihm diese nacht kein schlaf in die augen gekommen. Frisch 2, 186b. veraltet sind die wendungen, die die folgenden belege zeigen: slâf mînen oûgon nelâʒo ih. Notker ps. 131, 5; nicht gib den schlaf deinen augen. bibel von 1483 297b (spr. Sal. 6, 4, bei Luther: las deine augen nicht schlaffen). den schlaf überwinden: ihn hungerte, weil er den schlaf überwunden hatte. Hippel (1828) 3, 80. dem schlafe widerstehen: einstmals als ich eine lange nacht in frommer andacht unter diesem baum gesessen und dem schlafe widerstand. Schiller jungfr. von Orleans 1, 10. sich des schlafes erwehren: der liebe junge erzählte mit einer himmlischen leichtigkeit, dasz er sich des schlafs erwehret, und dasz er seinen vater etwas zu bitten hätte, was seine mutter nicht hören dürfte. Hippel (1828) 3, 80. sich des schlafes nicht erwehren können. Frisch 2, 186b. Adelung. sich des schlafes kaum enthalten können. Steinbach 2, 423. sich den schlaf nicht ankommen lassen. ebenda. es kommt ihm ein schlaf an. Frisch 2, 186b. 1@ii) in schlaf fallen, verfallen. Campe: nd. hê ful fan möigheid in slâp. ten Doornkaat Koolman 3, 193a. in den schlaf fallen. Adelung; in einen tiefen schlaf fallen. Frisch 2, 186b. in schlaf sinken, versinken. Campe. im bilde: von deinem schelten gott Jacob, sinckt in schlaff beide ross und wagen. ps. 76, 7; es sas aber ein jüngling, mit namen Eutichus, in einem fenster, und sanck in einen tieffen schlaff, dieweil Paulus redet. apostelgesch. 20, 9. in schlaf gerahten. Stieler 1805; in einen süszen schlaf gerathen. Adelung. der schlaf überwältigt einen: den dritten tag überwältigte ihn der schlaf. pers. rosenth. 13, 27 (s. 56a). vom schlaf überfallen werden. Frisch 2, 186b. in älterer sprache: (er) ward vom schlaff uberwogen. apostelgesch. 20, 9. veraltet ist auch die wendung der schlaf fällt auf einen: da lies gott der herr einen tiefen schlaff fallen auff den menschen, und er entschlieff. 1 Mos. 2, 21; da nu die sonne untergegangen war, fiel ein tieffer schlaff auf Abram. 15, 12; da ich gesichte betrachtet in der nacht, wenn der schlaff auff die leute fellet. Hiob 4, 13; dichterisch: sank je ein schlaf auf meine augenlieder. Schiller don Carlos 1, 6. mhd., mit bezug auf göttliche fügung: ir lîp einen slâf enpfienc mit ruowe dô vil suoʒe nâch deʒ gebettes unmuoʒe. Hugo v. Langenstein Martina 289, 36. 1@kk) einen in den schlaf bringen. Schottel 1119a, vielleicht dort bildlich gemeint. ein kind in den schlaf singen. Adelung; im bilde: du hast, wie ein anderer Orpheus, die heulende bestie, mein gewissen in den schlaf gesungen. Schiller räub. schauspiel 1, 2. in den schlaf wiegen, freier: welch ein freudig erwachen erhieltet ihr, ruhige stunden, mir das denkmal der lust, die in den schlaf uns gewiegt! Göthe 1, 279. das den schlaaff macht oder bringt, soporifer. Maaler 353d. schlaf machen, soporare, soporem dare. Stieler 1805. anders den schlaaff machen, quaerere somnum aliqua re. Maaler 353d, vgl. einen schlaf machen unter g. den schlaff in hitzigen fieberen und phrenitide beförderen. Tabernaemontanus (1664) 11. register. etwas nimmt, benimmt, vertreibt, raubt einem den schlaf: eine tochter die noch unberaten ist, macht dem vater viel wachens, und das sorgen fur sie, nimpt jm viel schlaffs. Sir. 42, 9; poley vertreibet den schlaff. Tabernaemontanus (1664) 740 K; die krankheit benimmt mir den schlaf. Steinbach 2, 423. sprichwörtlich, zu einem besuchenden, der sich nicht setzen will, drg ma'n schlf nöd aus. Castelli 242; setze dich nieder, damit du uns den schlaf da lassest, den schlaf nicht austragest. Höfer 3, 89; dasz ich den schlaf nicht forttrage sagt man in der gegend von Nürtingen, wenn man sich beim ersten besuche setzt. Wander 4, 196, 51. vgl. die ruhe hinaustragen, mitnehmen oben theil 8, 1420. 1@ll) vom, aus dem schlafe erwachen, aufwachen: da nu Jacob von seinem schlaff auffwachte. 1 Mos. 28, 16; er aber wachet auff von seinem schlaff. richter 16, 14; da er nu von seinem schlaff erwacht. 20; da nu Joseph vom schlaff erwachte. Matth. 1, 24; der vierd ist aus dem schlaff erwacht. bergreihen 79, 4 neudruck; erwach' ich vom schlaf? E. v. Kleist (1771) 2, 24; mit dichterischer umschreibung: als ob si wære erwachet von eins slâfes swære. Lampr. v. Regensburg tochter Syon 1624. den schlaaff brächen, somnos interrumpere Maaler 353d. den schlaf unterbrechen, somnum interrumpere Frisch 2, 186b. der schlaf vergehet ihm, somnus eum deserit. 186c. den schlaf abschütteln. Bürger 296a (die stelle s. unter d). vom schlaf aufstehen: wenn wiltu auffstehen von deinem schlaff? spr. Sal. 6, 9; bildlich: stant ûf uone demo sûoʒʒen slâffe contemplationis. Williram 38, 5; und weil wir solches wissen, nemlich die zeit, das die stunde da ist, auff zu stehen vom schlaff. m. 13, 11. ältere gleichbedeutende wendungen: goth. vitandans þata þeihs, þatei mel ist uns iu us slepa urreisan. dieselbe bibelstelle; arstantanti thô Jôsêph fon slâfe teta sô imo gibôt truhtînes engil. Tatian 5, 10. aus dem schlafe auffahren. Campe, älter fahren: als aber der kerkermeister aus dem schlaffe fuhr. apostelgesch. 16, 27. ausz dem schlaaff oder bett schnell aufiucken, e somno vel stratis corripere corpus. Maaler 34a; vom schlaaff aufiucken oder aufwütschen, corripere corpus e somno. 353d. 1@mm) einen aus dem schlafe erwecken, e somno aliquem excitare. Steinbach 2, 423, vom schlafe erwecken Maaler 353d, vom schlaaff erweckt ebenda; verhüllend, mit bezug auf den tod: Lazarus unser friunt slâfit, oh faru thaʒ ih inan fon slâfe eruueke. Tatian 135, 6; ebenso: so ist ein mensch wenn er sich legt, und wird nicht auffstehen, und wird nicht auffwachen, so lange der himel bleibt, noch von seinem schlaff erweckt werden. Hiob 14, 12; und der engel der mit mir redet, kam wider, und wecket mich auff, wie einer vom schlaff erweckt wird. Zach. 4, 1; wer einen narren leret, der flicket scheiben zusamen, und thut eben, als wenn man einen, aus einem tieffen schlaff weckt. Sirach 22, 7; derhalben der alt herr, als er user einem tiefen schlaff erweckt, fieng im an der verstandt ufgeen, das er an sein dochterman, grave Josen, den verzig begern wardt. Zimm. chron.2 3, 606, 7; wann sie dieses blasen eine halbe stunde auffgehalten, und mich nicht aus dem schlaff erweckt hätten. Schuppius 90. nur dem ahd. gehört die gleichbedeutende wendung des folgenden belegs an, in dem wie in der oben angeführten stelle Tat. 135, 6 nach Joh. 11, 11 der tod gemeint ist: ther unser frunt guatoslafit nu gimuato; wir sculun nan irweken,fon themo slafe irreken. Otfrid 3, 23, 44. einen aus dem schlafe schrecken: der dumpfe tumult dieses vorgangs hatte die bürger aus dem ersten schlafe geschreckt. Schiller 7, 232. dichterisch: und am frühen morgen ward's getümmel, und dem schlaf entjauchzt uns der matrose (weckt uns durch jauchzen). Göthe 2, 75. 1@nn) im schlafe liegen, älter auch in schlaf, so P. Gerhardt 31, 48 Gödeke (die stelle s. unter f). in einem tiefen schlafe liegen. Steinbach 2, 424. in tiefem schlaf liegen. Frisch 2, 186b: in tiefem schlafe liegt schon alles. Schiller Wallenst. tod 5, 6. mhd. slâfes pflegen: vor daʒ gadem, dâ sie lac die künigin und slâfes pflac. Heinr. v. Freiberg Trist. 2710; dô sie nû gelâgen und alle slâfes pflâgen. 2716. in gleichem sinne: ich solt meinem herrn noch esten faren, do tett ich mich mit schlaf bewaren. fastnsp. 565, 32 Keller. ebenso: Petrus aber und die mit jm waren, waren vol schlafs. Luc. 9, 32, vgl. oben 1 anfang. in älterer sprache an einem orte den schlaf nehmen: in schwartzen husecken eyngewicklet, nemmen sy (die Lusitanier) den schlaff auff dem stro. Franck weltbuch (1542) 70b. später in gleicher fügung den schlaf verrichten: der schlaaff soll weder an der sonnen, viel weniger an dem mond-schein verrichtet seyn. Hohberg 1, 175a. 1@oo) etwas geschieht im schlafe, während des schlafs, einer thut etwas im schlafe, während er schläft, doch auch einer thut einem andern etwas im schlafe, während der andere schläft. im zweifelsfalle zeigt der zusammenhang was gemeint ist: altfries. her enne monne off scheren ieftha barned to tander ande to spotte inna slepe, (kostet) xi skillingar. Richthofen rechtsquellen 213, 5; dieses weibs son starb in der nacht, denn sie hatte jn im schlaff erdrückt. 1n. 3, 19; im schlaaff schnarchlen, proflare sonum pectore Maaler 353d; etwas im schlafe sehen, per quietem nocturnam aliquid videre Steinbach 2, 423; was für kabalen habt ihr angezettelt, mich aus dem wege zu räumen? nicht wahr? mich im schlafe zu erdrosseln? Schiller räuber schauspiel 4, 2; sie (die justiz) möchte mich im schlaf überrumpeln, oder auf der flucht ereilen. 5, 2; weiterhin lag ein junger bursch, der wendete sich manchmal und redete unverständlich im schlaf. Eichendorff (1864) 3, 402. im schlafe gehen, schlafwandeln, bildlich: ein solches versehen ist, so öfters auch frohme leute erschleichet, indem sie zwar mit andächtigem eyfer, die ubung der gottseligkeit anfangen; unvermutlich aber von abwegigen einfällen verleitet werden, das sie sich hernach wundern, wie sie so weit im schlafe gehen, ich wil sagen, so viel worte machen, und doch nicht drum wissen können. Butschky Pathm. 212. sprichwörtlich: was wir am tage vorgenommen, pflegt uns im schlafe vorzukommen. Simrock 426, 9034; im schlafe fängt die katze keine mäuse. Wander 4, 195, 31 (aus der Eifel). starke ablehnungsformeln: das lisse ich mir nicht im schlafe ein kommen, nec per somnum hoc quidem cogitarem. Steinbach 2, 423; das liesze ich mir nicht im schlafe einfallen. Wander 4, 196, 50; das fällt mer net im schlaf ein. 49 (Schwaben); euch aus Babylon mit ruhm gekrönt zu sehen ist was dem kaiser nicht im schlaf zu sinne fällt. Wieland 23, 296 (Oberon 12, 81). etwas im schlafe hersagen, erzählen können, hyperbolisch, völliges auswendigkönnen zu bezeichnen: so erzählte Gadriga seine lüge von des wallfisches bauch, und von den leberklöszen, die er sich darin gekocht, so viel und oft, dasz er sie zuletzt im schlafe hätte erzählen können. Wieland 15, 141. im schlafe dann wie 'ohne dasz man sich regt, müht, ohne eigene arbeit, eigenes zuthun': disz glück hat er im schlaf gehabt. Frisch 2, 186c; wo zehn andre mit aller anstrengung nicht hinaufklimmen, wirst du spielend, im schlafe gehoben. Schiller kab. u. liebe 1, 7; zwar hat's im schlafe zwey hundert pfund mir eingebracht. Gotter 1, 162. 1@pp) manche der unter i erwähnten wendungen, wie vom schlafe überwältigt, überfallen, überwogen werden, den schlaf überwinden weisen auf eine persönliche auffassung des schlafs. diese tritt auch hervor in fügungen, gleich den folgenden: do sant er (gott) in (Adam) den slâf an. Hahn ged. des 12. u. 13. jh. 15, 47; swaʒ dâ waʒ hûtlûte umbe in, die lâgen swan der slâf si bant. pass. 158, 49 Hahn; der slâf mit dem knappen ranc. 186, 9; Jackchen schlug sich mit dem schlafe. Hippel (1828) 3, 80. der schlaf verflieht, flieht einen, eines lager: sein schlaf verflieht mit der dämmerung. E. v. Kleist (1771) 2, 20; die nonnen flieht der schlaf. Hagedorn 2, 148; diesz ist's, was unsre königin beängstigt — warum der schlaf ihr lager flieht. Schiller M. Stuart 1, 8. sprichwörtlich: der schlaf flieht den, der sein am meisten bedarf. Wander 4, 194. in gehobener dichtericher sprache den schlaf morden, jemand schlafend ermorden: er schläft! o mordet nicht den heil'gen schlaf! Schiller Wallenst. tod 5, 6. tröster in beschwerde wird der schlaf genannt: wo bist du hin, du tröster in beschwerde, mein güldner schlaf? Hagedorn 3, 64. sprichwörter nennen den schlaf einen schalk, einen dieb: der schlaff ist ein schalck. Petri 2 (1605) O 8b; der schlaf ist der gröste dieb, er raubt das halbe leben. Simrock 425, 9031. schlaf und schlummer nennt der dichter brüder, mit schlaf prägnant den tiefen schlaf, mit schlummer den leichten meinend: schlummer und schlaf, zwey brüder, zum dienste der götter berufen, bat sich Prometheus herab seinem geschlechte zum trost, aber den göttern so leicht, doch schwer zu ertragen den menschen ward nun ihr schlummer uns schlaf, ward nun ihr schlaf uns zum tod. Göthe 2, 128. schlaf und tod werden als geschwisterkinder, schwestern, häufiger der antiken vorstellung gemäsz (vgl. unten Il. 16, 681) als brüder, zwillinge betrachtet: weil man den tod und den schlaf, mit gutem fuge, bruder und schwester kinder, oder aber alle beide (weil dieses jenes gemeinschafft) mit einem nahmen nennen kan; in betrachtung, das sie uns beyde zu unserer ruhe bringen: warüm solte ich mich mehr fürchten, mich in mein grab, als in mein bette zu legen? Butschky Pathmos 450; wenn Luther sage, dasz die seele nach dem tode schlafe, so denke er nichts mehr dabey, als was alle leute denken, wenn sie den tod des schlafes bruder nennen. Lessing 5, 59; die alten artisten stellten den tod nicht als ein skelet vor: denn sie stellten ihn, nach der Homerischen idee (Il. π v. 681. 82) als den zwillingsbruder des schlafs vor. 8, 215; schlaf und tod sind nur zwillinge. Schiller räuber schauspiel 2, 2; der slâf ist des tôdes swester. H. d. Teichner bei Lexer mhd. handwb. 2, 952; dann ihn (Sarpedon) wegzutragen, vertraut' er (Apollo) den schnellen geleitern, beiden, dem schlaf und dem tode, den zwillingen. Voss Ilias 16, 681. schlaf und mitternacht als genossen gedacht: ich bin kein dieb der sich mit schlaf und mitternacht verschwört. Schiller räub. schauspiel 2, 3. hand, arm des schlafes: bald löset unvermerkt des schlafes weiche hand der nerven sanft erschlafftes band. Wieland 22, 128 (Oberon 3, 56); denn mit der freude feyerklange begrüszt sie (die glocke) das geliebte kind auf seines lebens erstem gange, den es in schlafes arm beginnt. Schiller 11, 307. 22) schlaf der pflanzen. Adelung: auf ihre (der zeugungstheile) ausbildung ist das leben, das geschäft, das vergnügen der pflanze, ja selbst die einzige scheinbar willkürliche bewegung derselben berechnet: es ist diese nämlich der sogenannte schlaf der pflanzen. Herder z. phil. u. gesch. 4, 81. 33) während hier (unter 2) ein physiologischer zustand der pflanzen wirklich als schlaf bezeichnet wird, beruhen wendungen, wie sie der folgende beleg zeigt, auf dichterischer bildlicher ausdrucksweise, bei der die pflanze als menschenartiges wesen gedacht wird: die blume, die jetzt welket, wird (im frühling) vom langen schlaf erwachen und das kinderhaupt erheben von dem weichen weiszen kissen, öffnen ihre klaren augen, freundlich lächelnd, wie zuvor. Grillparzer (1887) 3, 11. in gleicher weise sagt man die natur erwacht im frühling von ihrem schlafe. ähnlich: der Vesuv kräuselt blosz zuweilen einige rauchwölkchen; aber ich fürchte, sein schlaf und sein verschütten sind von schlimmer vorbedeutung Seume 2 (1826), 136. schlaf von wesenhaft gedachten unsinnlichen begriffen gebraucht: schlaf des gewissens. Adelung; bœse ist der slâf, swâ daʒ die tugende slâfen. minnes. 3, 90b Hagen; singt ihm (dem mai) hymnen in die leier, der den schlaf der freude weckt! Hölty 130, 8 Halm. 44) mit anderer übertragung in gehobener sprache von zuständen geistiger, seelischer ruhe, unthätigkeit, trägheit, unempfänglichkeit, traumhaftigkeit: der herr hat euch einen geist des harten schlaffs eingeschenckt, und ewer augen zugethan. Jes. 29, 10. die art eines solchen zustandes wird durch einen genitivischen zusatz näher bezeichnet: stant ûf uone demo suoʒen slaffe dero contemplationis. Williram 43, 6; wenn wir im wachen nun den schatten des glücks erhaschen wollen, musz uns erst der bleyerne schlaf des glaubens und zutrauens überfallen, um uns in die täuschung der träume einzuwiegen. Klinger 12, 248; gott halt ynn siner hute al die er hat erweckt durch evangelisch lere vom schlaff der gleisnerey. bergreihen 59, 12 neudr.; die herren erwachen aus sünden schlaf. des knaben wunderh. 1, 64 Boxberger. 55) der tod als schlaf betrachtet: slâf ist uns der tôd. Notker ps. 40, 9; warumb nennet er den tod einen schlaf. Keisersberg trostsp. DD 2b; das (der tod) ist nun freylich ein schlaf, wo es niemals 'guten morgen' heiszt. Schiller räuber schauspiel 2, 2. schlaf des todes, vgl.todesschlaf: ih sliêf den slâf des tôdes. Notker ps. 3, 6; das (gottes wort) wird wol bleiben, wie Jesaias und Petrus sagen, und wir werden auch bleiben alle, die dran hangen, und gleuben, ob wir wol in des müssen zu scheittern gehen, und in des todes schlaff gehen. Luther 3, 423b; wie süs ists, eingewiegt zu werden in den schlaf des todes von dem gebet eines sohns. Schiller räuber schauspiel 2, 2; der lange schlaf des todes schlieszt unsere narben zu, und der kurze des lebens unsere wunden. J. Paul Hesp. 2, 116; wer geld zu zehlen hat, der schläft nicht leichtlich ein: nur für desz todes schlaf, wil geld kein mittel sein. Logau 3, 34, 72; so läge dieses haupt jetzt ruhig in dem ewgen schlaf des todes. Schiller Turandot 5, 2. ausdrücke wie die in den folgenden belegen erscheinenden dienen zur umschreibung von 'tod, todesschlaf': ich wil sie mit jrem trincken in die hitze setzen, und wil sie truncken machen, das sie frölich werden, und einen ewigen schlaff schlaffen, von dem sie nimmermehr auffwachen sollen, spricht der herr. Jer. 51, 39; losgerüttelt das todenreich aus dem ewigen schlaf brüllt wider mich mörder! mörder! Schiller räuber schausp. 5, 1; er liegt fern im engen hause, schläft schon den eisernen schlaf, höret nimmer die stimme meines jammers. 5, 2; der todschlaftrunkene blick und das irrereden sagten an, dasz nun der kalte schlaf mit offnen augen komme. J. Paul Tit. 4, 30; das swert dem Lechspiss zucht er do und schluog in auf den grind also, das in der lange schlaff gevie, der ym auch nimer mer vergie. Wittenweiler ring 53c, 3; wohl hab' ich seitdem vernommen, dasz der könig, als er hinging in den letzten, tiefen schlaf, diesen hier als freund umfangen, ihm vertraut die letzten worte. Grillparzer (1887) 6, 202. mit persönlicher auffassung des todes: hat euch die geschichte nicht aus dem schlummer gerüttelt? der ewige schlaf würde wach worden seyn! Schiller räuber schauspiel 4, 5; o süszer schlaf! o süszer todesschlaf! könnt' ich wie der, in deinen armen liegen. Lenau 1, 158 Koch. umgekehrt wird auch der schlaf als eine art von tod bezeichnet: der schlaff ist ein kleiner tod, und der tod ist der lang schlaff. Steinhöwel Esop (1555) 128b. 66) in fügungen gleich den folgenden nähert sich der begriff des worts dem von müdigkeit: den schlaf aus den augen reiben, freier: wie wurd' ich nicht ergötzt, wenn dein so heiszer trieb den ungebethnen schlaf aus aug' und sinnen rieb. Günther bei Steinbach 2, 423; den schlaf aus den augen wüschen, soporem discutere. ebenda; der schlaf treibt mich, somnus me urget. ebenda; voll schlafs, somno torpidus. Frisch 2, 186c; wie bley liegt der schlaf in uns. Schiller räuber schauspiel 4, 5; oberdeutsch schlaf haben, müde sein; in der gegend von Nürtingen sagt man von einem, der gähnen musz, der schlaf ist ihm in den magen gefallen. Wander 4, 196, 54. 77) ausdrüche wie sich den schlaf aus den augen reiben (s. 6) vermitteln die landschaftliche anwendung von schlaf im sinne von 'augenbutter, lemae': du hast noch ein wenig schlaf auf der backe. 88) schlaaff der glideren, torpor, torpedo Maaler 353d, mndl. slaep der leden Kilian. schlaf eines gliedes am menschlichen körper, ein zustand der betäubung Adelung: nd. hê hed, krigt de slâp in de bênen, de fingers. ten Doornkaat Koolman 3, 193a. 99) schlaf in älterer sprache für schlafapfel (s. d.): fungus qui nascitur in arbore rosae vulgariter schlaf. quelle des 15. jh. bei Schm. 2, 507. schläfe etiam dicuntur spongiae cynosbato accrescentes, alias schlafkunzen et schlafäpfel dictae. Stieler 1805.
30036 Zeichen · 513 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Schlaf

    Adelung (1793–1801) · +10 Parallelbelege

    1. Der Schlaf , des -es, plur. die Schläfe, die mittlern Seitentheile des Hauptes neben den Augen, wo die Hirnschale am …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    2Schlaf

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Schlaf Die Beleglage läßt nicht sicher erkennen, ob unter ‘die Schläfe’ in allen Fällen der Pl zu mask NomSg ‘ 2 Schla…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlaf

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Schlaf ( somnus), derjenige periodische Zustand des Körpers, in welchem das durch die vorangegangene Thätigkeit im wache…

  4. modern
    Dialekt
    Schlaf

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schlaf [ʿSlûf Dü. Co. K. Z. ; ʿSlóf Hf. Betschd. ; ʿSlôf Str. Rothb. Wh. ; ʿSlàf Dehli. ; Demin. ʿSlêfl u. ʿSlêfələ Str.…

  5. Sprichwörter
    Schlaf

    Wander (Sprichwörter)

    Schlaf 1. A schtangt Schlôf vîr Mäternôcht äs biesser wä zwo no Mäternôcht. ( Siebenbürg.-sächs. ) – Schuster, 1060. 2. …

  6. Spezial
    Schlaf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlaf m. (-[e]s) 1 (Nachtruhe) som m. 2 (Schläfrigkeit) som f. 3 dormí m. 4 (Ruhe) palsa f. 5 ‹infant› tucela (-les) f.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlaf

459 Bildungen · 438 Erstglied · 13 Zweitglied · 8 Ableitungen

Zerlegung von schlaf 2 Komponenten

sch+laf

schlaf setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlaf‑ als Erstglied (30 von 438)

Schlafauge

SHW

Schlaf-auge Band 5, Spalte 331-332

Schlafbank

SHW

Schlaf-bank Band 5, Spalte 331-332

Schlafbock

SHW

Schlaf-bock Band 5, Spalte 331-332

Schlafeule

SHW

Schlaf-eule Band 5, Spalte 333-334

Schlafgeld

SHW

Schlaf-geld Band 5, Spalte 333-334

Schlafhose

SHW

Schlaf-hose Band 5, Spalte 335-336

Schlafkauz

SHW

Schlaf-kauz Band 5, Spalte 337-338

schlaf als Zweitglied (13 von 13)

Beischlaf

RDWB1

Beischlaf m (Lakune) половой акт, физическая близость, спать друг с другом, совокупление, совокупляться

Mittagsschlaf

RDWB1

Mittagsschlaf m (kein Bezug zu "полдень") тихий час идиом. , дневной сон

Schönheitsschlaf

RDWB1

Schoenheit·s·schlaf

Schönheitsschlaf m (Lakune) сон, необходимый для восстановления сил и бодрости (особенно для женщин и пожилых людей)

Beyschlaf

Adelung

bey·schlaf

Der Beyschlaf , des -es, plur. car. die fleischliche Vermischung zweyer Personen. Der eheliche Beyschlaf. Kinder so aus unehelichem Beyschla…

gewissensschlaf

DWB

gewissen·s·schlaf

gewissensschlaf , m. ( vgl. schlaf des gewissens sp. 6276); gewissens-schlaff, ist derjenige zustand des gemüths, da die vernunfft den affec…

hasenschlaf

DWB

hasen·schlaf

hasenschlaf , m. 1 1) leiser schlaf, wie ihn der hase hat: mit vermahnung dasz er nicht meinen solte, dasz alle die die augen zuthun, warhaf…

mittagsschlaf

DWB

mittags·schlaf

mittagsschlaf , mittagschlaf , m. schlaf zu mittage: mittagsschlaf, meridiatio. Frisch 1, 666 b ; mittagsschlaf taug nicht, non bonus somnus…

morgenschlaf

DWB

morgen·schlaf

morgenschlaf , m. somnus antelucanus, frühschlaf Stieler 1805 : wann darf der durst auf gar zu vielen wein den morgenschlaf zu zeitig mir en…

seelenschlaf

DWB

seelen·schlaf

seelenschlaf , m. 1 1) schlafähnlicher zustand der seele, ein zustand von geringer reizbarkeit, wo sie wenig oder gar nicht empfindet, denkt…

todesschlaf

DWB

tod·es·schlaf

todesschlaf , m. der tod als ( ewiger ) schlaf gedacht Stieler 1805 . Logau s. 472 überschr. Herder litt. 11, 457 f. ideen 1, 278. vgl. tod-…

todtenschlaf

DWB

todt·en·schlaf

todtenschlaf , m. schlaf, ruhe der todten, somnus inexcitabilis Frisch 2, 275 c ; eigentlich, übertragen, s. tod-, todesschlaf , todtenschlu…

winterschlaf

DWB

winter·schlaf

winterschlaf , m. , der dauerschlaf bestimmter tiere den winter hindurch; allgemeiner die winterliche erstarrung der belebten natur. 1 1) zu…

Ableitungen von schlaf (8 von 8)

beschlafen

DWB

beschlafen , somno occupare, capere, durch den schlaf, im schlaf bewältigen, gebildet wie ausschlafen, verschlafen, ein unsrer sprache eigen…

entschlafen

DWB

entschlafen , obdormiscere, ahd. intslâfan, mhd. entslâfen, nnl. ontslapen. 1 1) im eigentlichen sinn einschlafen. mhd. sie entsliefen beidi…

entschlafung

DWB

entschlafung , f. redormitio. Maaler 105 c .

erschlafen

DWB

erschlafen , 1 1) intr. obdormiscere, entschlafen: und hub sein hend auf in den himel und sprach, nim mich aus dem kerker meines leibs, dein…

Geschlaf

ElsWB

G e schlaf [Klâf Geberschw. U. ] m. Sklave. Ich bin doch dem sinner G. nit! Dunzenh. ‘gslaf’ schon bei Wolkenstein s. Lexer Slave.

geschlafen

DWB

geschlafen , wie einfaches schlafen, mhd. geslâfen; er ( der kranke ) mag nicht geschlafen. Ortolf von Bayrland 16 b ; auf dem rucken eines …

verschlafen

DWB

verschlafen , n. subst. infinitiv des vorigen: er winkte der alten dienerin, der ein solches verschlafen ihrer stets vor tag schon sich rühr…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlaf". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlaf/dwb?formid=S09728
MLA
Cotta, Marcel. „schlaf". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlaf/dwb?formid=S09728. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlaf". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlaf/dwb?formid=S09728.
BibTeX
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