platschen,
plätschen schw.: 1. intrans. 'klatschend aufschlagen'. a. von dicken Regentropfen.
Das plätscht awwer [verbr. WPf NPf LA-Birkw Impfl BZ-Albw],
platscht [verbr. vorn. VPf Journal 1787, 7.-12. St., S. 214];
vgl. patschen 6.
Es reent, daß es plätscht [KU-Bedb WD-Niedkch].
Uf eemol reent's wochelang, un hat geplatscht als wie noch nie [Münch Weltgesch. 31]. — b.
Er is ins Wasser geplatscht (in seiner ganzen Länge) [KL-Kindsb, verbr.];
vgl. patschen 5,
Platscher 1 b,
Bauchplatscher. — c.
in die Hänn p. [verbr. WPf Don-Schowe Torscha Lenauh]; dafür häufiger
patschen. —
d. 'mit plumpem Schritt gehen', »
Platschen« [Klein Prov. 58]. — 2. trans. 'durch Schlagen festdrücken und glätten'. a.
de Mischt plätsche (auf dem Wagen) [allg.];
vgl. Plätsche 2 b. Zs.
abplätschen. — b.
die Länner plätsche 'die Gartenbeete fest- und glattdrücken mit der Plätsche' (
s. d. 2 c) [KB-Kriegsf LU-Friesh Opp GH-Freisb].
Do häßt's wackre, schoore, zawwle, gieße, wäsche, walze, platsche [GH-Zeisk (Vogel)].
De Acker is vum Rege feschtgeplätscht [LU-Opp]. — c.
de Butter plätsche 'die unförmige Buttermasse in einer Schüssel hochwerfen und auffangen, um sie in die richtige Form zu bringen und ihr die Wasserreste zu entziehen' [verbr.]. —
d. die Wäsch plätsche 'die nasse Wäsche mit dem Blauel bearbeiten, um den Schmutz herauszubringen' [KU-Schmittw/O Roßb Kaulb PS-Geisbg Erfw Gal-Josbg Obl];
vgl. blaueln.
Un 's geht der grad mei Matz verbei, der heert mei Plauel plätsche [Schandein Ged. 32]. — e.
die Hoor plätsche 'glatt kämmen' [KL-Fischb]. — 3. einen, etwas p. a. gegenst. 'hauen, daß es klatscht';
's Kind, de Aaʳsch plätsche [BZ-Eußth, verbr., Kühn Hamet 127 Gal Don-Tscherwk Klein Prov. 59],
platsche [LU-Iggh GH-Schwegh]. RA.:
Die hat e Gesicht wie e geplätschter Hinnere [Kaislt]. Volksmed.:
En Kind muß grad heile, wann's uf die Welt kummt; wann's net dut, bletscht mer's, bis es dut [Fogel Beliefs Penns Nr. 111];
vgl. patschen 1. Zs. vollplatschen. — b. übertr.
Er is gepletscht 'übel dran' [KU-Schmittw/O];
vgl. Patsche 3 b. — 4.
Der Hohⁿ (Hahn)
plätscht die Fliejel 'schlägt mit den Flügeln'
un fliet niwwer in de Schulhof [J. Enders in JKurpf. 1957 S. 78]. — 5. besonderer Gebrauch. a.
die Frucht plätsche 'Getreide mähen mit einer Sense, an der eine Plätsche (
s. d. 3 c) angebracht ist' [BZ-Apphf]. — b.
e Vogelnescht plätsche 'ausheben' [BZ-Eußth]. — c.
Karte plätsche 'Karten spielen', scherzh., eigentlich 'klatschend auf den Tisch werfen', meist mit Weglassung des Objektes:
Mer wolle p. [KU-Bedb, RO-Obd PS-Erfw LU-Limbghf Opp NW-Frankeck LA-Wollmh]. —
d. den Mais
platsche 'über Feuer halten, damit die Körner aufspringen, platzen' [Don-Schowe Torscha];
vgl. patschen 9. — e. 'viel reden, dummes Zeug plappern, ausplaudern',
plätsche [KU-Eschau KL-Reichb FR-Flomh],
platsche [verbr. VPf RO-Münchw Klein Prov. 52];
vgl. patschen 8,
plätchern. Zs.
herausplatschen.
Die Mamme liebt das Rätsche un das Plätsche [Schandein Ged. 16]. Syn.
s. schwätzen. —
F.:
blędšə vorn. WPf,
bladšə vorn. VPf. — Südhess. I 907 ff.;
Rhein. VI 938 ff.; Saarbr. 156;
Lothr. 49;
Els. II 173; Bad. I 250.