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plätschen

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

plätschen

Bd. 6, Sp. 938
platschen, plätschen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk bl- (u. so mit blatšən vielfach sich kreuzend), sonst pl- (bl- deutlich davon geschieden); -a- [daneben Rip, SNfrk -ā:- bei ruckartigem, scharfem Schall; -ǫ- hier u. da im sndfrk. Trübungsgeb.], -ę- (meist trans.), -E- (Bed. 1 e, 2 c); s. -a- (-ā:-), -ę- bei den einzelnen Bed.; Klevld n. der ts/ss-L. platsə, –asə (nur in Bed. 1 b α, 1 e, 2 a) [-ats- Klev-Goch] schw.: ein Geräusch von sich geben, hervorrufen. 1. intrans. a. im allg. Sinne; et Water plätscht, wammer drop häut gibt einen Schlag u. spritzt dabei; der Mist plätscht, wanne op de Mistkar faste geschlagen würd; der Ren (Regen) plätscht an de Finster. op de Strot OBerg; -a- Sieg. — b. -a- mit einem klatschenden Geräusch, Schlag hin-, auffallen; he ös en et Wasser geplatsch; du gehs su noh lans de Bach, du platsch och noch es ren; he ös vam Bom op de Erd geplatsch, heraf-, heronnerpl. Rip, Nfrk (bis zur plassen-L, doch daropplatze Mörs-Labbeck) [-ę- Gummb, Erk-Rickelr]; im Süd. Saarbr, Hunsr; -ę- Ottw, Saarl, Altk. — c. -a- ins Wasser oder in den Schmutz (Kot) treten, so dass es (er) aufspritzt; durch de Dreck (Matsch, Patsch, Tratsch, Puddel) pl., geplatsch kunn; derdurchpl. Eif, Westerw, Rip, Eup, SNfrk. — d. -a- mit schwerfälligem Tritt plump herankommen; de kimmt dohergeplatsch bie en Elefant, e Kameel Westerw, ebd.; -ā- Bitb-Mettend; -ā- auf der Gasse umhergehen Goar-Herschwiesen. — e. -a-, et platscht, et es am pl. es regnet klatschend; et rent, dat et platsch; hür es, wat et widder platsch; et platsch nur su vam Himmel heraf Rip, Allg.; -ę- vielfach oder meist Nahe, Saar bis Merz einschl., Simm, Mos, Ahrw, Schleid, Neuw, Siegld, Gummb, Lennep, Barm, Elbf, Erk-Rickelr, Kref, Geld, Mörs; -ā- Saarbg-Cahren Tawern, Bitb-Mettend, Wittl-Eisenschmitt; -E- Saarbg-Wellen; -E- u. -ę- Trier-Mehring; et plašt Merz-Brotd, Bernk (o. O.); et plasst Rees-Bislich; et platst Klev-Goch. RA.: Et plätscht wie e Schwein Trier. — 2. trans. u. absol. a. absol. α. -ę- im Wasser pl., herumpl., mit der Hand plätschern; das klän Kind duht nicks liewer wie im (mit dem) Wasser (erum) pl.; se pl. so lang im Wasser, bis se platschnass sin; mit Wasser hantieren, wie die Waschfrau; Wasser, Flüssigkeiten verschütten oder in zu reichlichem W. beim Putzen ausgiessen Saar bis Merz, Wittl, Bernk, Daun, Waldbr, Gummb, Mettm; -a- Rip, SNfrk, Klevld [-ę- Eup, Heinsb-Lümb, Mörs-Neuk; -a- u. -ę- Erk]; der Emmer platscht wenn er übervoll ist Geilk-Randerath; hür op mit Schödden, ongersch (anders, sonst) plotscht et! Kemp; sech de Kleiər (Kleider) vollpl. Kref, Allg.; sich nat (nass) pl. bespritzen Ess. An de gönne (jenseitige) Kant van de Rhin, do steht en Fättje met Win; ek steppte es in, ek plassende es in, ek satt min Hütje af en ging Rees-Milling. — Bes. ständig waschen; de Frau es nit meahr äs ömmer am pl. Elbf; wassen on plassen, sej w. on pl. et Linne klor Klevld. Plätze, platze, Schotele wasse, Hüs utkehre, alles duhn, dat soll ons klän (N.) duhn! von drei Kindern strecken zwei die Arme aus u. reichen sich die Hände; das andere setzt sich darauf u. wird so getragen; beim letzten Vers wird es heruntergelassen Klev-Goch. Plätze, platze, pupe, wen hät ow greupe? Vader nit on Moder nit on plätze, platze, pupe nit dass. Geld-Kevelaer. — Übertr. -ę- viel trinken; Mer hant völl geplätscht MGladb, Kref; em Gespöls (Gespüle) herömpl. dass. Düss-Stdt. — Sten pl. einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Bo-Badrf (-a-), Gummb-Berghsn (-ę-). — β. -a- hörbar kauen, mit Geräusch beissen; pl. wie en Sau (e jongk Küs-che Aach-Herzogenr) Schleid, Eusk, Bo, Köln, Bergh, Grevbr, Dür, Jül, Aach; -ę- Siegld-Freudenbg, Gummb, Eusk-Dirmerzh, Bergh-Bedbg Glesch Heppend, Neuss, Erk, Dür-Gürzenich, Aach-SJobs Stdt Würselen. — γ. -ę-, meist wegpl. wegschiessen, auch mit dem Klicker pl. Bernk-Neumag; Schlagball spielen Sieg-Königswinter, Kobl-Winning; Klicker gegen eine Wand werfen, die dann indirekt treffen müssen Kref-Fischeln. — δ. -ę- Beifall klatschen; en de Hänn pl.; se hon allegar geplätscht; der hat ordlich geplätscht krit; änen herauspl. Saarbr, Ottw, Hochw. — ε. -ę- einen Handschlag geben, bei Kindern Daun-Tettschd. — ζ. -ę- tadelnd, Karten spielen Kreuzn. — η. -a- klexen, von der Feder, Tinte; hei die Feder platscht Bernk-Neumag. — θ. -ę-, de plätscht un änem fort met den Auen bewegt beständig die Augenlider ebd. — ι. -E- langgezogen sprechen Bitb-Wiersd. — κ. -ę- hartnäckig bellen, von kleinen Hunden Bergh, Grevbr, MülhRh-Katterb; doch mehr blętə, s. blätschen. — λ. -ā- laut Harmonium spielen Schleid-Hellenth. — μ. -ę- hier u. da in der Wiese einzelne Stellen herausmähen; die es derdurch pl. gewes Sieg-Rhönd. — b. trans. α. -ę- etwas pl., eine weiche Masse mit der flachen Hand oder einem Brett platt (eben) schlagen; die Kinder pl. den Kot, Lehm, Schlamm; der Mist wird auf dem Wagen mit der Dung(Mist-)plätsch geplätscht; der Lehm der Tenne der Scheune wird mit der Denne(Leihme-)plätsch g. festgestampft; der Kuchenteig wird g.; die Butter werd zu einem Butterweck g.; die Wäsche wird mit dem Handbrett (Bleuel) g.; die Erd (Tonerde) wird in der Töpferei g. aufeinandergeschlagen; dem kleinen Kinde den Arsch (Hinnern) (den blossen Hintern) pl.; das Kind of de Blosse pl.; ech pl. dir den Orsch; ich pl. dich; plätsch drof! Rhfrk, Mosfrk, Sol. RA.: E Gesicht wie e geplätschte Emer (Eimer) Prüm-Wallersh. — De Karte pl. Karten spielen Nahe, Birkf, Saargeb. — Kädderedätsch hät Geld geplätscht, hennerm Haus bei seim Klaus, ean de Scheier bei seim Freier! Neckspr. auf Katharina (s. d. Var.) Merz-Riml, Ottw, Trier, Wittl. — Külche pl. (-a-) Klicker in die Kaule werfen, stucken (s. d.) Bo-Rösbg. — Gras, Getreide an de Grond plassen niedertreten Rees. — De Hor pl. (-ę-) die genässten Haare glatt streichen, gl. anlegen Bitb-Dudeld; -ę-, Getreide pl., mit der Korbsense mähen Bernk-Morschd Rachtig, Zell-Briedel. — β. einen pl. αα. -ę- einen schlagen mit der flachen Hand; auch ich pl. dir hinne drof Ottw; mach, dann pl. ech der en paar! Sieg (-a-), Schleid-Hellenth (-ā:-). RA.: E Gesicht wei e geplätschten Huhn (Hahn) Saarbg-Cahren. — Er es geplätscht wor verprügelt worden, hat üble Erfahrungen gemacht Birkf. — ββ. -ę- ein Kind pl., tätscheln; de plätsch dat Kund wie en klä Kälfchen Wittl-Neuerbg. — γγ. -ę- einen beim Handel, bes. beim Viehhandel durch Handschlag verpflichten; ich hatt kaum geforert, do hon se mich schunn geplätscht; do hon ich en g. da war der Kauf zustande gekommen Simm. — δδ. geplätscht sin Pech haben; wemmer im Planzesetze det Kalb krieə, simmer alt wiere g., dann hommer For (Futter) Simm, Ottw. — εε. dass. verrückt, närrisch Daun-Tettschd. — ζζ. geplätscht weren (gen) durchnässt werden, beim Regen; der es g. wor; du se mar äs orentlich g. gen; eich sen durch on d. g.; weil gen de Grombern (die im Felde ausliegenden Kartoffeln) g.; der Ren hat ons schen g. Birkf, Ottw, Saarbr, Merz, Trier-Kenn. — c. -ę- absol. u. etwas (dat) pl., plaudern, antragen, verraten Rhfrk, Mosfrk [-E- Trier, Wittl, Bernk, Bitb, WDaun, SPrüm; -ā- Zell-Briedel], LRip; -a- Saarl, Merz, Saarbg, Goar, Sol, Köln, Bergh, Jül, Erk, Geilk, Kemp, Grevbr Neuss; der hält sech am pl.; häs du dat dem Lihrer geplätsch; die pl. ren alles; de platsch sich jet beənen; heruspl. unüberlegt sprechen. S. blatschen. — Abl.: die Platscherei, dat Geplatsch, der Platscher.
7515 Zeichen · 183 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Plätschenv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Plätschen , v. intrs u. trs . platschen machen. I Wasser plätschen , in dasselbe, z. B. mit der flachen Hand schlagen, d…

  2. modern
    Dialekt
    plätschen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    plätsche n [platə Tagolsh. Steinbr. Dehli. ] 1. intr. (schallend) fallen Tagolsh. ‘die ander liebe ist ynbrünstig, uber…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit plaetschen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von plaetschen

plats + -chen

plaetschen leitet sich vom Lemma plats ab mit Suffix -chen, mit Umlaut-Wechsel.

Ableitungen von plaetschen (1 von 1)

verplätschen

PfWB

ver-plätschen schw. : ' klatschend verhauen ', veplätsche [ KU-Schmittw/O ]. Südhess. II 579 ; Rhein. VI 941 verplatschen.