platschen,
plätschen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk
bl- (u. so mit
blatšən vielfach sich kreuzend), sonst
pl- (
bl- deutlich davon geschieden);
-a- [daneben Rip, SNfrk
-ā:- bei ruckartigem, scharfem Schall;
-ǫ- hier u. da im sndfrk. Trübungsgeb.],
-ę- (meist trans.),
-E- (Bed. 1 e, 2 c);
s. -a- (
-ā:-),
-ę- bei den einzelnen Bed.; Klevld
n. der
ts/ss-L.
platsə, –asə (nur in Bed. 1 b α, 1 e, 2 a) [
-ats- Klev-Goch]
schw.: ein Geräusch von sich geben, hervorrufen. 1. intrans. a. im allg. Sinne;
et Water plätscht, [] wammer drop häut gibt einen Schlag u. spritzt dabei;
der Mist plätscht, wanne op de Mistkar faste geschlagen würd; der Ren (Regen)
plätscht an de Finster. — op de Strot OBerg;
-a- Sieg. — b.
-a- mit einem klatschenden Geräusch, Schlag hin-, auffallen;
he ös en et Wasser geplatsch; du gehs su noh lans de Bach, du platsch och noch es ren; he ös vam Bom op de Erd geplatsch, heraf-, heronnerpl. Rip, Nfrk (bis zur
plassen-L, doch
daropplatze Mörs-Labbeck) [
-ę- Gummb, Erk-Rickelr]; im Sü
d. Saarbr, Hunsr;
-ę- Ottw, Saarl, Altk. — c.
-a- ins Wasser oder in den Schmutz (Kot) treten, so dass es (er) aufspritzt;
durch de Dreck (Matsch, Patsch, Tratsch, Puddel) pl., — geplatsch kunn; derdurchpl. Eif, Westerw, Rip, Eup, SNfrk. —
d. -a- mit schwerfälligem Tritt plump herankommen;
de kimmt dohergeplatsch bie en Elefant, — e Kameel Westerw,
ebd.;
-ā- Bitb-Mettend;
-ā- auf der Gasse umhergehen Goar-Herschwiesen. — e.
-a-, et platscht, et es am pl. es regnet klatschend;
et rent, dat et platsch;
hür es, wat et widder platsch; et platsch nur su vam Himmel heraf Rip, Allg.;
-ę- vielfach oder meist Nahe, Saar bis Merz einschl., Simm, Mos, Ahrw, Schleid, Neuw, Siegld, Gummb, Lennep, Barm, Elbf, Erk-Rickelr, Kref, Geld, Mörs;
-ā- Saarbg-Cahren Tawern, Bitb-Mettend, Wittl-Eisenschmitt;
-E- Saarbg-Wellen;
-E- u.
-ę- Trier-Mehring;
et plašt Merz-Brotd, Bernk (o. O.);
et plasst Rees-Bislich;
et platst Klev-Goch. RA.:
Et plätscht wie e Schwein Trier. — 2. trans. u. absol. a. absol. α.
-ę- im Wasser
pl., herumpl., mit der Hand plätschern;
das klän Kind duht nicks liewer wie im (mit dem) Wasser (erum) pl.; se pl. so lang im Wasser, bis se platschnass sin; mit Wasser hantieren, wie die Waschfrau; Wasser, Flüssigkeiten verschütten oder in zu reichlichem W. beim Putzen ausgiessen Saar bis Merz, Wittl, Bernk, Daun, Waldbr, Gummb, Mettm;
-a- Rip, SNfrk, Klevld [
-ę- Eup, Heinsb-Lümb, Mörs-Neuk;
-a- u.
-ę- Erk];
der Emmer platscht wenn er übervoll ist Geilk-Randerath;
hür op mit Schödden, ongersch (anders, sonst)
plotscht et! Kemp;
sech de Kleiər (Kleider)
vollpl. Kref, Allg.;
sich nat (nass)
pl. bespritzen Ess.
An de gönne (jenseitige)
Kant van de Rhin, do steht en Fättje met Win; ek steppte es in, ek plassende es in, ek satt min Hütje af en ging Rees-Milling. — Bes. ständig waschen;
de Frau es nit meahr äs ömmer am pl. Elbf;
wassen on plassen, sej w. on pl. et Linne klor Klevld.
Plätze, platze, Schotele wasse, Hüs utkehre, alles duhn, dat soll ons klän (N.) duhn! von drei Kindern strecken zwei die Arme aus u. reichen sich die Hände; das andere setzt sich darauf u. wird so getragen; beim letzten Vers wird es heruntergelassen Klev-Goch.
Plätze, platze, pupe, wen hät ow greupe? Vader nit on Moder nit on plätze, platze, pupe nit dass. Geld-Kevelaer. — Übertr.
-ę- viel trinken;
Mer hant völl geplätscht MGladb,
[]Kref;
em Gespöls (Gespüle)
herömpl. dass. Düss-Stdt. —
Sten pl. einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Bo-Badrf (
-a-), Gummb-Berghsn (
-ę-). — β.
-a- hörbar kauen, mit Geräusch beissen;
pl. wie en Sau (
e jongk Küs-che Aach-Herzogenr) Schleid, Eusk, Bo, Köln, Bergh, Grevbr, Dür, Jül, Aach;
-ę- Siegld-Freudenbg, Gummb, Eusk-Dirmerzh, Bergh-Bedbg Glesch Heppend, Neuss, Erk, Dür-Gürzenich, Aach-SJobs Stdt Würselen. — γ.
-ę-, meist
wegpl. wegschiessen, auch mit dem Klicker
pl. Bernk-Neumag; Schlagball spielen Sieg-Königswinter, Kobl-Winning; Klicker gegen eine Wand werfen, die dann indirekt treffen müssen Kref-Fischeln. — δ.
-ę- Beifall klatschen;
en de Hänn pl.; se hon allegar geplätscht; der hat ordlich geplätscht krit; änen herauspl. Saarbr, Ottw, Hochw. — ε.
-ę- einen Handschlag geben, bei Kindern Daun-Tettschd. — ζ.
-ę- tadelnd, Karten spielen Kreuzn. — η.
-a- klexen, von der Feder, Tinte;
hei die Feder platscht Bernk-Neumag. — θ.
-ę-, de plätscht un änem fort met den Auen bewegt beständig die Augenlider
ebd. — ι.
-E- langgezogen sprechen Bitb-Wiersd. — κ.
-ę- hartnäckig bellen, von kleinen Hunden Bergh, Grevbr, MülhRh-Katterb; doch mehr
blętə, s. blätschen. — λ.
-ā- laut Harmonium spielen Schleid-Hellenth. — μ.
-ę- hier u. da in der Wiese einzelne Stellen herausmähen;
die es derdurch pl. gewes Sieg-Rhö
nd. — b. trans. α.
-ę- etwas
pl., eine weiche Masse mit der flachen Hand oder einem Brett platt (eben) schlagen; die Kinder
pl. den Kot, Lehm, Schlamm; der Mist wird auf dem Wagen mit der
Dung(Mist-)plätsch geplätscht; der Lehm der Tenne der Scheune wird mit der
Denne(Leihme-)plätsch g. festgestampft; der Kuchenteig wird
g.; die Butter
werd zu einem
Butterweck g.; die Wäsche wird mit dem Handbrett (
Ble
uel)
g.; die
Erd (Tonerde) wird in der Töpferei
g. aufeinandergeschlagen; dem kleinen Kinde
den Arsch (Hinnern) (den blossen Hintern)
pl.; das Kind
of de Blosse pl.; ech pl. dir den Orsch; ich pl. dich; plätsch drof! Rhfrk, Mosfrk, Sol. RA.:
E Gesicht wie e geplätschte Emer (Eimer) Prüm-Wallersh. —
De Karte pl. Karten spielen Nahe, Birkf, Saargeb. —
Kädderedätsch hät Geld geplätscht, hennerm Haus bei seim Klaus, ean de Scheier bei seim Freier! Neckspr. auf Katharina (
s. d. Var.) Merz-Riml, Ottw, Trier, Wittl. —
Külche pl. (
-a-) Klicker in die Kaule werfen, stucken (
s. d.) Bo-Rösbg. — Gras, Getreide
an de Grond plassen niedertreten Rees. —
De Hor pl. (
-ę-) die genässten Haare glatt streichen, gl. anlegen Bitb-Dudeld;
-ę-, Getreide
pl., mit der Korbsense mähen Bernk-Morschd Rachtig, Zell-Briedel. — β. einen
pl. αα.
-ę- einen schlagen mit der flachen Hand; auch
ich pl. dir hinne drof Ottw;
mach, dann pl. ech der en paar! Sieg (
-a-), Schleid-Hellenth (
-ā:-). RA.:
E Gesicht wei e geplätschten [] Huhn (Hahn) Saarbg-Cahren. —
Er es geplätscht wor verprügelt worden, hat üble Erfahrungen gemacht Birkf. — ββ.
-ę- ein Kind
pl., tätscheln;
de plätsch dat Kund wie en klä Kälfchen Wittl-Neuerbg. — γγ.
-ę- einen beim Handel, bes. beim Viehhandel durch Handschlag verpflichten;
ich hatt kaum geforert, do hon se mich schunn geplätscht; do hon ich en g. da war der Kauf zustande gekommen Simm. — δδ.
geplätscht sin Pech haben;
wemmer im Planzesetze det Kalb krieə, simmer alt wiere g., dann hommer kä For (Futter) Simm, Ottw. — εε. dass. verrückt, närrisch Daun-Tettschd. — ζζ.
geplätscht weren (gen) durchnässt werden, beim Regen;
der es g. wor; du se mar äs orentlich g. gen; eich sen durch on d. g.; weil gen de Grombern (die im Felde ausliegenden Kartoffeln)
g.; der Ren hat ons schen g. Birkf, Ottw, Saarbr, Merz, Trier-Kenn. — c.
-ę- absol. u. etwas
(dat) pl., plaudern, antragen, verraten Rhfrk, Mosfrk [
-E- Trier, Wittl, Bernk, Bitb, WDaun, SPrüm;
-ā- Zell-Briedel], LRip;
-a- Saarl, Merz, Saarbg, Goar, Sol, Köln, Bergh, Jül, Erk, Geilk, Kemp, Grevbr Neuss;
der hält sech am pl.; häs du dat dem Lihrer geplätsch; die pl. ren alles; de platsch sich jet beənen; heruspl. unüberlegt sprechen. S. blatschen. — Abl.:
die Platscherei, dat Geplatsch, der Platscher.