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pflug

mnd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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18 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Pflug

Bd. 6, Sp. 768
Pflug das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk an der uNahe ö. u. südl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckenr Soonw bluk, Pl. blī; dazu noch dass. am Glan in Offenb Hausw; sonst blūx, Pl. blī [Birkf -oux, Pl. -ei; in Wend im N. n. Frauenbg Hammerst Wieselb Ehlenbg Sienhachenb Otzw -ōux, Pl. -ēi]; die mosfrk. Saar hat weithin blōu, –o·u., –ū:, –ō:, Pl. -ēi, –e·i., –ī:, –ē: [Merz-Hargarten, Saarbg-Winchering -ø·y., Pl. -e·i.]; sonst Mosfrk -ū:x, –ō:x [um Bernk -o·u.x; vom Ruwert (Kenn) über Trier-Mehring bis Bernk-Neumag (-u-) -ox, Pl. -iχ; Bernk-Hochschd -ūk, Pl. -ī:; Berglicht -ō:x, Pl. -e·i.]; Rip plō:x, Pl. -:χ; Berg -ō:x, –ō-, –ou- (ORand von Lennep, Wippf, Gummb), -ū-, –ū:-, –ū·ə.-, Pl. -:χ, –-, –øy-, –ȳ(:)-, -ȳ:·ə.- [] [doch Altk (Sieg), OBerg auch der Pl. pl: (usf.) neben jüngerem -:jə]; SNfrk -ō:x [doch Geilk-Birgden -ō:- u. -o-; w. Geilk-NBusch Kreuzr Langbr, Heinsb-Harzelt Selsten Braunsr Löcken Haas Driesch allmählich > -o·u.- übergehend; -o·u.- fest innerhalb Heinsb-Haas Driesch Soperick Althaaren u. w. Heinsb-Süsterseel Wehrhg Saeffelen; dazu Kemp-Dülken -ǫ·u.- u. innerhalb Kemp-Hagen Klörath, MGladb-Neersen Schiefbahn Hardt, Kref-Bovert, Neuss-NDonk, Düss-Heerdt OKassel (Südgrenze), Kref-Ürding Stdt, Kemp-SThönis Mülhsn (N-Grenze) -o·u.-]; n. dieser NGrenze u. einschl. Kemp-Stdt Schmalbr, Geld-Gelinter Broekhsn -ū:-, –ū-, wie im gesamten Klevld [Kemp-SPeter UWeiden, Geld-Kevelaer, Mörs-Friemersh Neuk, Klev-Calcar Asperden Frasselt Üdem -u-, Pl. -ȳ-]; Pl. die betreffenden Umlaute; das Demin. (nur verächtl.) ist sehr selten m. [f. Waldbr, Wermelsk, Selfk, Kemp]: 1. wie nhd.; man unterscheidet den hölze u. isere, den enfache u. dubbele (zweischarige), klene, lange (zum Brechen von Kleestücken), brede (zum Tiefpflügen) Pl., ausserdem den brobändsche (zum Tiefpflügen) u. englische Pl., dann je nach der Verwendung u. der Eigenart den Ar-, Balangs-, Bau-, Bock-, Flätsch-, Früssels-, Gosse-, Hand-, Häufel-, Heid-, Hickel-, Hoch- (Haken-), Hunds-, Kehr-, Kipp-, Kraut-, Kulter-, Mall-, Müll-, Patent-, Päunen-, Pendel-, Reh-, Reih-, Riester-, Ritz-, Rod-, Saat-, Sachsen-, Schlesinger-, Schäl-, Schar-, Schargels-, Schiwwer-, Schwanz-, Schuffel- (Schaufel-), Schüppe-, Sech-, Spat-, Spitz-, Stangenschar-, Stech-, Still-, Stülp-, Stürz-, Tief-, Wende-, Wesselpl.; Exstirpator, Fuchsschwanz, Haubitze, Igel, Kipper, Kultivator, Kulterwirker, Müller, Schlumper, Speder, Stülper, Um-, Undergänger, Zwei-, Dreischar, Sträufmaschine; der heute durch den neuzeitl. Kipppl. ersetzte Hundspl. hatte bes. bezeichnete mannigfaltige Einzelteile, die z. T. auch bei dem neuzeitl. Pfl. noch angewandt werden; er besteht aus dem ferschte Pl. (auch Pl.karre, –wagel) u. dem hennerschte Pl. (auch kurz Pl. genannt); für das Rhfrk s. bei Ofseil (Aufseule, Galgen am Vorderpfl.) mit der Brick u. Schrau(be), dem Brickenstab, dem Wenneisen u. W.zappe, der Hanthabe (Reh, Reharme, Rehstock) mit der Fortsetzung Sturz, Stive; Grindel (Plugkopp, Kopp) mit der Grindelkette; Sech, festgehalten durch den Sechsprenkel, der durch den Forschel (Borschel) auf dem Grindel hindurchgesteckt u. in die Ecke des Hahns gedrückt wird; Schar (Plugeisen), Riester, Wessel (Schäl-, Streichbrett), Sohle (Schuh, Rütsche); Mosfrk Hantef (Handhabe) mit der Fortsetzung Storz (Brost, Stuppen), Grindel (Baum) mit Grindelskette, Wennnagel, Oplogskopp, Häd (Sohle), Kolter oder Sech mit Sprenkel durch den Hahn, Schar (Plugeisen), Riester mit [] Riesterstab, Vorderpflug (Kor) mit Firkel, Schwicke, Galgen, Pülv; der Aufbau des Vorderpfluges besteht im Rip aus dem Galgen (Ploggeck, Gereide, Heilfahrt) mit dem Spess, Fott u. Arschspetz, die den G. halten; das obere Querholz ist das Lengholz (Lein-, Effels), die beiden mittleren Querhölzer sind et övversch u. et öngersch Hücksel, durch die der Reidspess geht, die Zong (Zunge) aufrechter eiserner Teil, der durch die Achse geht zum Befestigen der Kradenketten; der Hinterpfl. de Hal (Halte) (Hand, Fust, Packe) mit der Fortsetzung, dem Sterz, der Stive, dem Grindel (Plopkopp), Kopp, der auf dem Pölv (et Gepülsch) des Vorderpfluges aufliegt; die Verbindung zwischen Grindel u. Stive ist die Brücke; dann Sohle, Kolter mit dem K.knech, Wessel (Schar) mit Nas u. dem Ort (der Anspetz), u. zwar Flach- oder Spetzort; das W. im Wesselslouch durch den Plogkil befestigt; der Riester, dessen Spell (Dummnagel) seitl. im Spelllouch (Dummlouch) sitzt, wenn der R. von Holz ist; ist er von Eisen, so sitzt die Sp. in der Raəs (Raste); die Spitze des R. sitzt im Og (Back) vam Brell; vom Grindel führt nach oben die Spannkett (Düvelsk.) mit Spann-, Düvelssteck em Düvel (Haken), nach unten zur Achse des Vorderpfluges die zwei Würg-, Krade-, Rengels-, Gerengels-, Dückes-, Stellketten, die in der Krad (Kroddel) des Vorderpfluges münden; im OBerg es de Vüdderpl. (mit Galgen, den aufrechten Stalen (an jeder Seite) mit Löchern, durch die man Pinnchen steckt, welche dat Kössen (dat Geck) festhalten, auf dem der Grengel liegt) duər de Tog (Zugkette) met der Hengerpl. in Verbindung; die Tog es an der Asse faste un treckt den Grengel mit dem Ateshok (Achtershaken), der op enem Iser lit, dat wie en Säg Zähne hat, auf denen man den A. verstellen kann; der Grengel geht lose über den Geck (Kissen) her zwischen den Stalen des Vorderpfluges u. endigt hinten mit den Backen (unten) u. dem Stert (Sterz) oben, den der Pflüger in der Hand hält; durch den Grengel ein Loch für dat Kolter, das Löcher hat für den Stift, so dass man ihn hoch u. niedrig stellen kann; auf dem Gr. liegt der Sprenkel (dat Sprenkeliser), mit dem man das K. nach rechts oder links wendet; ausserdem Wessel mit Nas, Riester; im SNfrk (Grevbr) der Vorderpfl. (et Gereide) mit den Rongstecke (Rund-), den beiden aufrechtstehenden Stecken, der Heilfahrt, dem obern Querholz, mit den Lingeoge (Leinenaugen) an beiden Enden u. dem Ophangskramp in der Mitte u. dem beweglichen Querholz unter der Heilfahrt, dem Oəverpölv, auf dem der Grindel ruht, u. dem festen, seitl. durch Stippen gestützten Ongerpölv, beide durch das durchlöcherte Setz- oder Stechiser in der Mitte verbunden, durch das man den Oəverpölv senken oder heben kann; der Grindel wird durch die vom Düffelssteck des Grindels [] ausgehende Spannkette mit der Heilfahrt festgehalten, durch die Rengelskett (2) unterhalb des Grindels zur Achse, in ihr in der Krad endigend, mit dieser verbunden; am Hinterpflug der Grengel (Kopp), der Sterz mit der Fus (Faust), dat Kolter mit dem Knech (Schneller, Tämbernagel zum Verstellen) u. der Nas (zum Festhalten) u. dem zum Riester führenden Haltfas; Grengel u. Sterz verbunden durch de Bröck; et Wessel (Schar), et Brett (Riester), de Sohl; in Geilk der Vorderpfl. et Gerei mit dem Krahn (Galgen), dem Krahnstecken, Pölver u. der Krahnkett; man unterscheidet im SNfrk Saat-, Stürz-, Brobantschwessel, Stortriester zum Stürzen des Kleedriesches, Wälter doppelter R., Plätsch flascher R.; im Klevld besteht der Ömgänger aus För- u. Ächterpl.; der F. aus den beiden Opstöckers (Rongen), die oben durch die Kron verbunden sind, in der Mitte zwischen beiden dat Kösse mit dem Opstecksel, auf dem der Grinsel ruht, dazu die Klepp met et Tong, zum Verscheffele der Förplugs nach links oder rechts, u. de Hex, zum Anhaken der beiden Halterkettings (Naterketten); der Ächterpl. besteht aus dem Grinsel, auf dem der Ham sitzt, von dem die Halterkettings zur Hex gehen; hinter dem Ham ist die Schej (Scheide), durch den Gr. durchgesteckt; die Sch. trägt unten den Schloff, der nach vorn einen Kopf (Plugkopp) hat, woran dat Schar (Schepp) befestigt ist; vor dem Schar et Kolter, das mit dem Kolterohr am Gr. befestigt ist; dat Riester; dazu der Plugstart mit der Handfatt.Gebräuchl. Wend.: He kann de Pl. noch net halen ist noch zu schwach dazu; das Zugtier geht am Wage (an de Kar) on am Pl. es ist angelernt; henger (achter) dem Pl. gohn Ackerknecht sein, hinter dem Pfl. Kartoffeln pflanzen; mem Pl. plöge (baue, et Feld ömmache, umfahren); mem Pl. Erdäppel setze Rip, Allg. (s. folg.) — Für den Begriff ‘pflügen’ (s. Wk. VI 17) verwenden MA. der Nahe, Saar, des Hunsr u. Mosfrk Wend. mit Pl.: Pl. fahre Wend, Saar, Trier bis Kobl, May, Daun, Prüm-Wallersh, Aden, Ahrw-Dedenb; de Pl. f. Wend-Furschw, Trier-Mettnich; met dem Pl. f. Bernk-Frohnhf Lieser; am (om, um) Pl. f. ‘pflügen’, an (on, un) den Pl. f. sich zum Pflügen aufs Feld begeben Birkf, Wend, Ottw, Saar (an de Pl. gehn verbr. in Saarl, Merz-Steinbg), Mos, Hunsr n. Soonw, May, Aden, Ahrw-Dümpelf Fronr, Schleid-Hüngersd Üdelhv, Rheinb-Hummerzh Rupperath Willerschd, Neuw (nicht kurköln.), Altk; am (ęm, ǫm, øm, em ‘im’) u. an (ęn usf.) de Pl. f. Saarl-Fremersd, Merz-Bessering, Saarbg, Trier, Wittl, Koch-Beuren Calenborn Lutzerath, Bitb, Prüm (‘das Feld pflügen’ wird hier wiedergegeben durch et Steck fahren, umfahren); hen as mat an de Pl. mit ins Feld zum Pflügen; et fährt sich schwer am Pl. Hierzu einige RA.: Pl. f. auf einem Beine sitzen, das andere strecken []May-Kehrig. Et Pl. f. äs sin Handwerk Trier-Benratherhf. En hot mat es (uns) de Pl. gefohr uns durch harte Arbeit gequält Trier, Altk-Seifen. Wenn er alles wösst, da könnt de Bauer mat em göllene Schor Pl. f. Trier-Mehring. Dat as mat Häscherleiden (Bettlern) de Pl. gefohr un mat Bedelleide gəegt zu dem, der sich mit Bettelleuten abgibt ebd.; hen hot mat de Schweinen um Pl. gefohr er ist sehr schmutzig Bitb-Nasing. — Op halve Pl. baue im Herbste leicht umpflügen (z. B. Stoppele op h. Pl. baue) Bergh, Dür, Grevbr; h. Pl. b. Eusk; op h. Pl. setze MülhRh-Holweide. — Den Pl. schärpe (schärp mache) das Pflugeisen schärfen, vom Schmiede Rip, Allg. (ech weren dem de Pl. schärfe! ihm den Standpunkt klar machen Saarbg-Hentern, Aden-Kelbg); den Pl. richtig enstellen, ensetzen, opsteken (höher stellen); den P. drehen, wenden, koltern, ömkoltern, riestern, ömschmiten. Mer han fir e gude Pl. Land ein Pfl.gespann mit dazu gehörendem Land Bitb, Prüm. Die Koppel (K. Ochsen) mächt de Pl. ist stark genug zum Pflügen Prüm. Dat Feld es got em Pl. gut bebaut Bergh. — Der Pl. geht ze dräg (flach), ze def, ze gier (zu breit), ze nau (zu schmal); de Pl. schneck (schneidet) (got); de Pl. geht net an (en), (ovven)drüvver, ze nieder, ze huh, pack net an, greift net, hackt dörch de Erd (Schleid), — fuddelt drüvver her, schött (schiesst) üt, hält net richtig dren, h. ze vill (wennig) an, schrapp jo blos, (s. d. W.), — geht om Wessel (op der Spetz, Soll, de Sollespetz), om Arsch (op de Fott, op dem Kopp (steht ze vell om K. Dür-Drove), — bockt, reck (reitet) (op der Nas) LRip, — rötsch (op der N.) Allg., — bohrt sech en, frölt, schampt, schiffelt, schröfelt, schlibbert, schrämt, sträuft, streppt, wühlt, steht te huəhch en der Pölver (s. Pülv) Geilk-NBusch, — es ofgeress geht auf der Spitze u. wühlt sich in den Boden May-Kollig, — paart sech geht unregelmässig Bergh, Jül, Aach, Geilk, Heinsb, — let (legt) et opənän eine Furche auf die andere Saarbg-Onsd, — zweifüərt (-furcht) Schleid, Eusk, Bergh, — hot gut eremgelogt Bernk-Merschd, — mach Schlöpe Monsch-Höfen; dat es e schewe Pl., de plögt ongeleger Hand Prüm-Mützenich. — In Bauernregeln. Krestdag oder Em Januar (Hartmond) süht mer lever ene Wolf as ene Pl. em Fell (s. weiter bei Wolf) Rip, Berg, SNfrk; beter de W. in't Feld as den Pl. herütgestellt Mörs-Rheinbg; um Weihnachten sütt me ock liewer en dollen Hond as en Pl. in et Feld Dinsl-Vörde. Em März helt de Bauer de Pl. am Sterz, em Aprel n. e nommol stell (s. März) Rhfrk, Mosfrk. Halwe Märt mott de Pl. te Feld Klev-Goch. Sent Kathrin mott de Pl. erin (schmitt de Pl. in de Rhin); s. Gertrüd mott de Pl. weər rüt Mörs-Veen, SNfrk, Klevld (s. Var. bei Getrud), — [] werd de Pl. melk Kemp-SHubert. Gertraud get dem Bauer de Hangef (Handhabe) am Pl on de Beien de Flug Prüm-Balesf. Ber em Aprel (Josefsdag) doht reste (rüsten) de Pl., hot et ganz Johr freh genog Zell-Senh, Bernk-Bischofsdhron. Wenn änen an de Pl. fihrt, wenn gefror as, den kret viel Destel Bitb-Fliessem. Kimmt de Ren (Regen) vum Rhein, stellt mer de Plig hinner de Zein (Zäune) Trier-Schleidw. — RA.: Et schinste Wopen on der Welt os de blanke Pl. op dem freie Feld Daun-Strotzbüsch, Ahrw-Bodend. Ne gebruchde P. blenkt; Wasser, wat steht, stenkt Grevbr-Otzenr, May-Polch, Goar-NFell. En flissegen Pl. es emmer blank Mettm-Cronenbg. En olden Pl. hät völl Scharten Rees-Hamminkeln. Ene ale Pl., e alt Wif on en schef Kar, die soll der Deuvel holle! Sieg-Siegbg. Dat ös dem se Et (Egge) on Pl. sein ein u. alles Eusk, Bergh, Dür. Der Pl. es der Bur sing Brutschaf (-schrank) Aach-Münsterbusch. Dem Burschmann os der Pl. lever wie e Boch (Buch) Schleid-Hellenth. Mer muss nit mih verzehren, als der Pl. kann ernähre Köln-Stdt. Den Pl. nihrt (nährt) den Trier-Benratherhf. De Pl. stäht ewell (jetzt) a (in) mangem Steck! jetzt bin ich an der Reihe Bitb-Mettend. Et bleibt Pl. om äne stehn jeder ist zu ersetzen, wenn auch einer stirbt Birkf. Wenn der Pl. nit rost, dene r. och de Sessel (Sense) nit Saarbg-Köllig. Dor löpp kenne Pl. dröm schef (schief) die Schwierigkeit ist doch noch zu überwinden Mörs-Rheinbg. De Pl., de mott den Hoff erüt; es äwer noch Hawer en Heu (im Frühjahr) genug, dann hät de Pl. ok Tit genug Klevld. Geht den Eggentant dipper (tiefer) as Pl. en For (Furche), krasst sech den Bur in den Herst achter't Ohr Klev. Je deper de Pl. et Langk durwöhlt, je klender de Eag de Scholle terrift (zerreibt), je riker wörd Keller on Schür angefōllt, je grötere Segen et Hus durdrift (-treibt) SNfrk (o. O.). Wenn dem Bauer alles geret (geräte), könnt de sech en göldene Pl. mache losse Ahrw-Bodend. Ber fröh de Pl. föəhrt, brauch beim späden net zo bedelen May-NMendig. Du kannst de Pl. well trecken! zu dem, der sich satt gegessen hat Geld-Kevelaer. De Sonn schlaft (schleift de Pl. wenn der Nebel sich teilt Koch-Lutzerath. Der hat ach de Pl. immer en der Hand der Fleissige May-Kehrig, Saarbr. Wer e stänigen Acker hot un e stompige Pl. un e bes Fra dehäm, de hot Kreiz genug Trier, Bernk, Daun, Merz-Nunk. Van e Joəhr (dieses Jahr) mott me de Pl. noch net an de Waund (Wand) honge man muss noch tüchtig arbeiten Heinsb. Schmied den Pl.! singt die Meise Gummb-Windhg. We nit gern de Pl. verlihnt (-leiht), hät in (ihn) iveg en de Schmedd MülhRh. De giht su steif bie en Ochs am Pl. May-MüMaif. De flissig ös bem Pl., hat Brut genog Bergh, Sieg-Eitorf, Geilk-Gangelt, Mörs-Hombg, May-Bell. Schoster, bleif bei deine Leiste; Bauer, bl. bei deinem Pl.! Goar-Dommershsn. De märges [] frih rauskimmt, den es fleissig em Pl. Trier-NMennig. De ärbet wie e Perd henger'm Pl. Neuss, Verbr. De Bauer hanner dem Pl. left (lebt) am rauigsten (ruhigsten) op der Welt Prüm-Leidenborn. Ech bön lang genog eiter (achter) de Pl. gegange on habb Klütt (Schollen) getrene (getreten) habe lange genug die schwerste Arbeit geleistet Kemp-Vorst. Wat henner dem Pl. es, es geackert was vorbei ist, ist v. Altk-Dickend. Henger'm Ovve (Ofen) es noch kener rich wuərde, ävver h. Pl. MülhRh. Möt der Pl. mot der Bur et Geld verdene MGladb-Viersen. De Bur mem Pl. es of glöcklicher wie en Här mem Krage Sieg-Eitorf. Ohne Pl. kann der B. necks verdiene Eup-Herbesth. Gut fer de Pl. ist die derbe Schnitte Butterbrot Bitb. Mer spannt dat Perd fir de Pl. un net derhanner (dahinter) fängt alles richtig an Trier-Schleidw. — Im Rätsel. Eck wess en Döng, hät en Ben on geht om Röggen hem? MülhRh. Fir Fläsch, henne Fl., en der Medden Holz (Stohl on Eisen)? Gespann, Fuhrmann, Pfl. Mosfrk, Rip, Berg, Mörs-Eversael, — in de Mitt Geräppel? Simm-Klosterchumbd; örs Fleiss, dann Iser on dann wärr Fl.; wat es dat? Geld. För es et lebendig (frett et Heu), in de Midde es et dot un achter frett et Speck un Brot? Mörs, Verbr. Füəre iserstärk (stif on stärk), en de Meddse e Roddelwerk, henge ene Stenkbüll (Fisbüll)? SNfrk. Waterjan un Puddeljan, de jungen meten (-ein, zusammen) op et Feld; acht Ben un enen Start, roj, min Här, wat es dat? Dinsl-Gahlen. Et het gen Ate (Egge) on och kene Pl. on plögt doch allen Lögden (Leuten) genog? der Maulwurf Gummb-Harschd, Verbr.; in Pastors Gärtje, do wor en schwärt Perdje; et hatt gein Eg ond h. g. Pl., bauden doch fir alle Lüj genug? Mörs, Verbr. — Volksbr. Im Frühjahr (Lichtmess) träuft der Landmann ein wächsernes Kreuz auf seinen Pfl. Bitb. — 2. übertr. a. Plügske Werkzeug zum Häufeln der Kartoffeln Kemp. — b. Nutenhobel Heinsb-Dremmen. — c. das Sternbild des grossen Bären Lennep-Herweg. — d. der fünfzehnte Gang beim Fangsteinsp.; alle fünf Steine werden mit der Rechten ausgeschüttet; der erste St. wird in die Höhe geworfen, ein zweiter berührt u. dann der erste St. aufgefischt; dann der erste St. geworfen, der dritte zum zweiten geschoben u. der erste St. aufgefischt; dass., aber der vierte zum zweiten u. dritten geschoben; dass., aber alle vier gleichzeitig aufgegriffen Merz-Büschf. — e. eine Abteilung Arbeiter, en Pl. Arbeider, die unter einem Bas zusammenarbeiten, bes. eine Abt. Ziegelarbeiter, Maurer, Fischer, Kartenspieler; ek sin bei de erste Pl.; wat för en Pl. es an de Gäng? Rees, Mörs, Kemp-Süchteln, MGladb, Heinsb, Mettm, Köln-Stdt, Bo-Stdt; Pl. va Schenderhannes schlechte Gesellschaft Geld-Straelen. — f. Teil der Gehöfterschaft an der Saar, in Merz-Losh bestand sie aus vierzig [] Plei, jeder Pl. zu , das Viertel = 48 Zoll, so dass jeder Pl. 192 Zoll hatte. — g. in der Wend.: Dat es seine Pl. sein Beruf Bernk-Dhron.
17534 Zeichen · 382 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pflugf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    plôchsōle , plûch- , + pflûc- ( pflug- [Ub. Magdebg . 2, 85]), plôchsāle, f. ( Pl. -n ): eiserner Beschlag an der Unters…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Pflug

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Der Pflug , des -es, plur. die Pflüge, ein nur im Niedersächsischen, wo es Plog lautet, übliches Wort, eine Gesellsch…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pflug

    Goethe-Wörterbuch

    Pflug 1 landwirtschaftliches Gerät zum Aufreißen, Wenden, Durchfurchen des Ackerbodens, vereinzelt als Instrument zum Au…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pflug

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Pflug (der Name soll slavischen Ursprungs sein), Werkzeug, welches zur Umwendung u. Auflockerung des Ackerbodens dient, …

  5. modern
    Dialekt
    Pflug

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Pflug Band 2, Spalte 2,643–649

  6. Sprichwörter
    Pflug

    Wander (Sprichwörter)

    Pflug 1. Auss einem Pflug ist bald ein fewer gemacht. – Henisch, 1087, 16. 2. Bai (wer) hir den Plauch (Pflug) nitt hall…

  7. Spezial
    Pflug

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pflug m. (-[e]s, Pflüge) cadria (-ies) f. ▬ dem Pflug die Richtung geben (mit der «lista») alisté la cadria ; Protzen de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pflug

600 Bildungen · 380 Erstglied · 219 Zweitglied · 1 Ableitungen

pflug‑ als Erstglied (30 von 380)

Pflugfege

SHW

Pflug-fege Band 1, Spalte 807-808

Pfluggriff

SHW

Pflug-griff Band 1, Spalte 807-808

Pflughorn

SHW

Pflug-horn Band 1, Spalte 807-808

Pflugkarch

SHW

Pflug-karch Band 1, Spalte 807-808

Pflugnagel

SHW

Pflug-nagel Band 1, Spalte 807-808

Pflugohr

SHW

Pflug-ohr Band 1, Spalte 807-808

pflug als Zweitglied (30 von 219)

Aufpflug

RhWB

auf·pflug

Auf-pflug: Pfl. zum Auspflügen der Kartoffeln Sieg-Süchterschd .

Ausmachpflug

RhWB

Ausmach-pflug (s. S.) Rip m.: bes. konstruierter Pfl. zum Ausmachen der Kartoffeln.

Balanzierpflug

RhWBN

Balanzier-pflug (s. S.) Bergh-Buir m.: = Balanz-pflug (s. d. Wb).

Balanzpflug

RhWB

balanz·pflug

Balanz-pflug -ŋksplō:x Verbr; balantsə- Aach ; -ŋksə- Zell-Raversbeuren , Kemp-Lobberich ; -ntsər- Aach-Höngen , Jül-Broich , MGladb-Rheind …

bettchenpflug

DWB

bettchen·pflug

bettchenpflug , m. ein pflug mit dem streichbret an der rechten seite, dessen man sich zum auftreiben der beete bedient.

bockpflug

DWB

bock·pflug

bockpflug , m. ein alterthümlicher, einfacher pflug, wie er noch in Steier üblich ist, vgl. DWB geisz .

Ableitungen von pflug (1 von 1)

urpflug

DWB

urpflug (ur- C 4 c) Hoops waldbäume 503 . —