Pflug das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk an der uNahe ö. u. südl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Eckenr Soonw
bluk, Pl.
blī; dazu noch dass. am Glan in Offenb Hausw; sonst
blūx, Pl.
blī [Birkf
-oux, Pl.
-ei; in Wend im
N. n. Frauenbg Hammerst Wieselb Ehlenbg Sienhachenb Otzw
-ōux, Pl.
-ēi]; die mosfrk. Saar hat weithin
blōu, –o·u., –ū:, –ō:, Pl.
-ēi, –e·i., –ī:, –ē: [Merz-Hargarten, Saarbg-Winchering
-ø·y., Pl.
-e·i.]; sonst Mosfrk
-ū:x, –ō:x [um Bernk
-o·u.x; vom Ruwert (Kenn) über Trier-Mehring bis Bernk-Neumag (
-u-)
-ox, Pl.
-iχ; Bernk-Hochschd
-ūk, Pl.
-ī:; Berglicht
-ō:x, Pl.
-e·i.]; Rip
plō:x, Pl.
-:χ; Berg
-ō:x, –ō-, –ou- (ORand von Lennep, Wippf, Gummb),
-ū-, –ū:-, –ū·ə.-, Pl.
-:χ, –-, –øy-, –ȳ(:)-, -ȳ:·ə.- [] [doch Altk (Sieg), OBerg auch der Pl.
pl: (usf.) neben jüngerem
-:jə]; SNfrk
-ō:x [doch Geilk-Birgden
-ō:- u.
-o-; w. Geilk-NBusch Kreuzr Langbr, Heinsb-Harzelt Selsten Braunsr Löcken Haas Driesch allmählich >
-o·u.- übergehend;
-o·u.- fest innerhalb Heinsb-Haas Driesch Soperick Althaaren u. w. Heinsb-Süsterseel Wehrhg Saeffelen; dazu Kemp-Dülken
-ǫ·u.- u. innerhalb Kemp-Hagen Klörath, MGladb-Neersen Schiefbahn Hardt, Kref-Bovert, Neuss-NDonk, Düss-Heerdt OKassel (Südgrenze), Kref-Ürding Stdt, Kemp-SThönis Mülhsn (N-Grenze)
-o·u.-];
n. dieser NGrenze u. einschl. Kemp-Stdt Schmalbr, Geld-Gelinter Broekhsn
-ū:-, –ū-, wie im gesamten Klevld [Kemp-SPeter UWeiden, Geld-Kevelaer, Mörs-Friemersh Neuk, Klev-Calcar Asperden Frasselt Üdem
-u-, Pl.
-ȳ-]; Pl. die betreffenden Umlaute; das Demin. (nur verächtl.) ist sehr selten
m. [
f. Waldbr, Wermelsk, Selfk, Kemp]: 1. wie
nhd.; man unterscheidet den
hölze u.
isere, den enfache u.
dubbele (zweischarige), klene, lange (zum Brechen von Kleestücken),
brede (zum Tiefpflügen)
Pl., ausserdem den
brobändsche (zum Tiefpflügen) u.
englische Pl., dann je nach der Verwendung u. der Eigenart den
Ar-, Balangs-, Bau-, Bock-, Flätsch-, Früssels-, Gosse-, Hand-, Häufel-, Heid-, Hickel-, Hoch- (Haken-),
Hunds-, Kehr-, Kipp-, Kraut-, Kulter-, Mall-, Müll-, Patent-, Päunen-, Pendel-, Reh-, Reih-, Riester-, Ritz-, Rod-, Saat-, Sachsen-, Schlesinger-, Schäl-, Schar-, Schargels-, Schiwwer-, Schwanz-, Schuffel- (Schaufel-),
Schüppe-, Sech-, Spat-, Spitz-, Stangenschar-, Stech-, Still-, Stülp-, Stürz-, Tief-, Wende-, Wesselpl.; Exstirpator, Fuchsschwanz, Haubitze, Igel, Kipper, Kultivator, Kulterwirker, Müller, Schlumper, Speder, Stülper, Um-, Undergänger, Zwei-, Dreischar, Sträufmaschine; der heute durch den neuzeitl.
Kipppl. ersetzte
Hundspl. hatte bes. bezeichnete mannigfaltige Einzelteile, die z. T. auch bei dem neuzeitl. Pfl. noch angewandt werden; er besteht aus dem
ferschte Pl. (auch
Pl.karre, –wagel) u. dem
hennerschte Pl. (auch kurz
Pl. genannt); für das Rhfrk
s. bei
Ofseil (Aufseule,
Galgen am Vorderpfl.) mit der
Brick u.
Schrau(be), dem
Brickenstab, dem Wenneisen u.
W.zappe, der
Hanthabe (Reh, Reharme, Rehstock) mit der Fortsetzung
Sturz, Stive; Grindel (Plugkopp, Kopp) mit der
Grindelkette;
Sech, festgehalten durch den
Sechsprenkel, der durch den
Forschel (Borschel) auf dem Grindel hindurchgesteckt u. in die Ecke des
Hahns gedrückt wird;
Schar (Plugeisen), Riester, Wessel (Schäl-, Streichbrett), Sohle (Schuh, Rütsche); Mosfrk
Hantef (Handhabe) mit der Fortsetzung
Storz (Brost, Stuppen), Grindel (Baum) mit
Grindelskette, Wennnagel, Oplogskopp, Häd (Sohle),
Kolter oder
Sech mit
Sprenkel durch den
Hahn, Schar (Plugeisen), Riester mit [] Riesterstab, Vorderpflug
(Kor) mit
Firkel, Schwicke, Galgen, Pülv; der Aufbau des Vorderpfluges besteht im Rip aus dem
Galgen (Ploggeck, Gereide, Heilfahrt) mit dem
Spess, Fott u.
Arschspetz, die den
G. halten; das obere Querholz ist das
Lengholz (Lein-,
Effels), die beiden mittleren Querhölzer sind
et övversch u.
et öngersch Hücksel, durch die der
Reidspess geht, die
Zong (Zunge) aufrechter eiserner Teil, der durch die Achse geht zum Befestigen der
Kradenketten; der Hinterpfl.
de Hal (Halte)
(Hand, Fust, Packe) mit der Fortsetzung, dem
Sterz, der
Stive, dem
Grindel (Plopkopp), Kopp, der auf dem
Pölv (et Gepülsch) des Vorderpfluges aufliegt; die Verbindung zwischen
Grindel u.
Stive ist die
Brücke; dann
Sohle, Kolter mit dem
K.knech, Wessel (Schar) mit
Nas u. dem
Ort (der
Anspetz), u. zwar
Flach- oder
Spetzort; das
W. im
Wesselslouch durch den
Plogkil befestigt; der
Riester, dessen
Spell (Dummnagel) seitl. im
Spelllouch (Dummlouch) sitzt, wenn der
R. von Holz ist; ist er von Eisen, so sitzt die
Sp. in der
Raəs (Raste); die Spitze des
R. sitzt im
Og (Back) vam Brell; vom
Grindel führt nach oben die
Spannkett (Düvelsk.) mit
Spann-, Düvelssteck em Düvel (Haken), nach unten zur Achse des Vorderpfluges die zwei
Würg-, Krade-, Rengels-, Gerengels-, Dückes-, Stellketten, die in der
Krad (Kroddel) des Vorderpfluges münden; im OBerg
es de Vüdderpl. (mit
Galgen, den aufrechten
Stalen (an jeder Seite) mit Löchern, durch die man
Pinnchen steckt, welche
dat Kössen (dat Geck) festhalten, auf dem der
Grengel liegt)
duər de Tog (Zugkette)
met der Hengerpl. in Verbindung;
die Tog es an der Asse faste un treckt den Grengel mit dem
Ateshok (Achtershaken),
der op enem Iser lit, dat wie en Säg Zähne hat, auf denen man den
A. verstellen kann; der
Grengel geht lose über den
Geck (
Kissen) her zwischen den
Stalen des Vorderpfluges u. endigt hinten mit den
Backen (unten) u. dem
Stert (Sterz) oben, den der Pflüger in der Hand hält; durch den
Grengel ein Loch für
dat Kolter, das Löcher hat für den Stift, so dass man ihn hoch u. niedrig stellen kann; auf dem
Gr. liegt der
Sprenkel (dat Sprenkeliser), mit dem man das
K. nach rechts oder links wendet; ausserdem
Wessel mit
Nas, Riester; im SNfrk (Grevbr) der Vorderpfl.
(et Gereide) mit den
Rongstecke (Rund-), den beiden aufrechtstehenden Stecken, der
Heilfahrt, dem obern Querholz, mit den
Lingeoge (Leinenaugen) an beiden Enden u. dem
Ophangskramp in der Mitte u. dem beweglichen Querholz unter der
Heilfahrt, dem
Oəverpölv, auf dem der Grindel ruht, u. dem festen, seitl. durch
Stippen gestützten
Ongerpölv, beide durch das durchlöcherte
Setz- oder
Stechiser in der Mitte verbunden, durch das man den
Oəverpölv senken oder heben kann; der
Grindel wird durch die vom
Düffelssteck des Grindels
[] ausgehende
Spannkette mit der
Heilfahrt festgehalten, durch die
Rengelskett (2) unterhalb des Grindels zur Achse, in ihr in der
Krad endigend, mit dieser verbunden; am Hinterpflug der
Grengel (Kopp), der Sterz mit der
Fus (Faust),
dat Kolter mit dem
Knech (
Schneller, Tämbernagel zum Verstellen) u. der
Nas (zum Festhalten) u. dem zum Riester führenden
Haltfas;
Grengel u.
Sterz verbunden durch
de Bröck;
et Wessel (Schar),
et Brett (Riester),
de Sohl; in Geilk der Vorderpfl.
et Gerei mit dem
Krahn (Galgen), dem
Krahnstecken, Pölver u. der
Krahnkett; man unterscheidet im SNfrk
Saat-, Stürz-, Brobantschwessel, Stortriester zum Stürzen des Kleedriesches,
Wälter doppelter R.,
Plätsch flascher R.; im Klevld besteht der
Ömgänger aus
För- u.
Ächterpl.; der
F. aus den beiden
Opstöckers (Rongen), die oben durch die
Kron verbunden sind, in der Mitte zwischen beiden
dat Kösse mit dem
Opstecksel, auf dem der
Grinsel ruht, dazu die
Klepp met et Tong, zum
Verscheffele der
Förplugs nach links oder rechts, u.
de Hex, zum Anhaken der beiden
Halterkettings (Naterketten); der
Ächterpl. besteht aus dem
Grinsel, auf dem der
Ham sitzt, von dem die
Halterkettings zur
Hex gehen; hinter dem
Ham ist die
Schej (Scheide), durch den
Gr. durchgesteckt; die
Sch. trägt unten den
Schloff, der nach vorn einen Kopf
(Plugkopp) hat, woran
dat Schar (Schepp) befestigt ist; vor dem
Schar et Kolter, das mit dem
Kolterohr am
Gr. befestigt ist;
dat Riester; dazu der
Plugstart mit der
Handfatt. —
Gebräuchl. Wend.: He kann de Pl. noch net halen ist noch zu schwach dazu; das Zugtier
geht am Wage (an de Kar) on am Pl. es ist angelernt;
henger (achter) dem Pl. gohn Ackerknecht sein, hinter dem Pfl. Kartoffeln pflanzen;
mem Pl. plöge (baue, et Feld ömmache, umfahren); mem Pl. Erdäppel setze Rip, Allg. (
s. folg.) — Für den Begriff ‘pflügen’ (
s. Wk. VI 17) verwenden MA. der Nahe, Saar, des Hunsr u. Mosfrk Wend. mit
Pl.:
Pl. fahre Wend, Saar, Trier bis Kobl, May, Daun, Prüm-Wallersh, Aden, Ahrw-Dedenb;
de Pl. f. Wend-Furschw, Trier-Mettnich;
met dem Pl. f. Bernk-Frohnhf Lieser;
am (om, um) Pl. f. ‘pflügen’,
an (on, un) den Pl. f. sich zum Pflügen aufs Feld begeben Birkf, Wend, Ottw, Saar (
an de Pl. gehn verbr. in Saarl, Merz-Steinbg), Mos, Hunsr
n. Soonw, May, Aden, Ahrw-Dümpelf Fronr, Schleid-Hüngersd Üdelhv, Rheinb-Hummerzh Rupperath Willerschd, Neuw (nicht kurköln.), Altk;
am (
ęm, ǫm, øm, em ‘im’) u.
an (
ęn usf.)
de Pl. f. Saarl-Fremersd, Merz-Bessering, Saarbg, Trier, Wittl, Koch-Beuren Calenborn Lutzerath, Bitb, Prüm (‘das Feld pflügen’ wird hier wiedergegeben durch
et Steck fahren, umfahren)
; hen as mat an de Pl. mit ins Feld zum Pflügen;
et fährt sich schwer am Pl. Hierzu einige RA.:
Pl. f. auf einem Beine sitzen, das andere strecken
[]May-Kehrig.
Et Pl. f. äs sin Handwerk Trier-Benratherhf.
En hot mat es (uns)
de Pl. gefohr uns durch harte Arbeit gequält Trier, Altk-Seifen.
Wenn er alles wösst, da könnt de Bauer mat em göllene Schor Pl. f. Trier-Mehring.
Dat as mat Häscherleiden (Bettlern)
de Pl. gefohr un mat Bedelleide gəegt zu dem, der sich mit Bettelleuten abgibt
ebd.;
hen hot mat de Schweinen um Pl. gefohr er ist sehr schmutzig Bitb-Nasing. —
Op halve Pl. baue im Herbste leicht umpflügen (
z. B. Stoppele op h. Pl. baue) Bergh, Dür, Grevbr;
h. Pl. b. Eusk;
op h. Pl. setze MülhRh-Holweide. —
Den Pl. schärpe (schärp mache) das Pflugeisen schärfen, vom Schmiede Rip, Allg. (
ech weren dem de Pl. schärfe! ihm den Standpunkt klar machen Saarbg-Hentern, Aden-Kelbg);
den Pl. richtig enstellen, ensetzen, opsteken (höher stellen);
den P. drehen, wenden, koltern, ömkoltern, riestern, ömschmiten. — Mer han fir e gude Pl. Land ein Pfl.gespann mit dazu gehörendem Land Bitb, Prü
m. Die Koppel (K. Ochsen)
mächt de Pl. ist stark genug zum Pflügen Prü
m. Dat Feld es got em Pl. gut bebaut Bergh. —
Der Pl. geht ze dräg (flach),
ze def, ze gier (zu breit),
ze nau (zu schmal);
de Pl. schneck (schneidet)
(got); de Pl. geht net an (en), — (ovven)drüvver, — ze nieder, — ze huh, — pack net an, — greift net, — hackt dörch de Erd (Schleid), —
fuddelt drüvver her, — schött (schiesst)
üt, — hält net richtig dren, — h. ze vill (wennig) an, — schrapp jo blos, (
s. d. W.), —
geht om Wessel (op der Spetz, Soll, de Sollespetz), — om Arsch (op de Fott, — op dem Kopp (steht ze vell om K. Dür-Drove), —
bockt, — reck (reitet)
(op der Nas) LRip, —
rötsch (op der N.) Allg., —
bohrt sech en, — frölt, — schampt, — schiffelt, — schröfelt, — schlibbert, — schrämt, — sträuft, — streppt, — wühlt, — steht te huəhch en der Pölver (
s. Pülv) Geilk-NBusch, —
es ofgeress geht auf der Spitze u. wühlt sich in den Boden May-Kollig, —
paart sech geht unregelmässig Bergh, Jül, Aach, Geilk, Heinsb, —
let (legt)
et opənän eine Furche auf die andere Saarbg-Onsd, —
zweifüərt (-furcht) Schleid, Eusk, Bergh, —
hot gut eremgelogt Bernk-Merschd, —
mach Schlöpe Monsch-Höfen;
dat es e schewe Pl., de plögt ongeleger Hand Prüm-Mützenich. — In
Bauernregeln. Krestdag oder
Em Januar (Hartmond) süht mer lever ene Wolf as ene Pl. em Fell (
s. weiter bei Wolf) Rip, Berg, SNfrk;
beter de W. in't Feld as den Pl. herütgestellt Mörs-Rheinbg; um Weihnachten
sütt me ock liewer en dollen Hond as en Pl. in et Feld Dinsl-Vörde.
Em März helt de Bauer de Pl. am Sterz, em Aprel n. e nommol stell (
s. März) Rhfrk, Mosfrk.
Halwe Märt mott de Pl. te Feld Klev-Goch.
Sent Kathrin mott de Pl. erin (schmitt de Pl. in de Rhin); s. Gertrüd mott de Pl. weər rüt Mörs-Veen, SNfrk, Klevld (
s. Var. bei Getrud), —
[] werd de Pl. melk Kemp-SHubert.
Gertraud get dem Bauer de Hangef (Handhabe)
am Pl on de Beien de Flug Prüm-Balesf.
Ber em Aprel (Josefsdag) doht reste (rüsten)
de Pl., hot et ganz Johr freh genog Zell-Senh, Bernk-Bischofsdhron.
Wenn änen an de Pl. fihrt, wenn gefror as, den kret viel Destel Bitb-Fliessem.
Kimmt de Ren (Regen)
vum Rhein, stellt mer de Plig hinner de Zein (Zäune) Trier-Schleidw. — RA.:
Et schinste Wopen on der Welt os de blanke Pl. op dem freie Feld Daun-Strotzbüsch, Ahrw-Bodend.
Ne gebruchde P. blenkt; Wasser, wat steht, stenkt Grevbr-Otzenr, May-Polch, Goar-NFell.
En flissegen Pl. es emmer blank Mettm-Cronenbg.
En olden Pl. hät völl Scharten Rees-Hamminkeln.
Ene ale Pl., e alt Wif on en schef Kar, die soll der Deuvel holle! Sieg-Siegbg.
Dat ös dem se Et (Egge)
on Pl. sein ein u. alles Eusk, Bergh, Dür.
Der Pl. es der Bur sing Brutschaf (-schrank) Aach-Münsterbusch.
Dem Burschmann os der Pl. lever wie e Boch (Buch) Schleid-Hellenth.
Mer muss nit mih verzehren, als der Pl. kann ernähre Köln-Stdt.
Den Pl. nihrt (nährt)
den Trier-Benratherhf.
De Pl. stäht ewell (jetzt)
a (in)
mangem Steck! jetzt bin
ich an der Reihe Bitb-Mettend.
Et bleibt kä Pl. om äne stehn jeder ist zu ersetzen, wenn auch einer stirbt Birkf.
Wenn der Pl. nit rost, dene r. och de Sessel (Sense)
nit Saarbg-Köllig.
Dor löpp kenne Pl. dröm schef (schief) die Schwierigkeit ist doch noch zu überwinden Mörs-Rheinbg.
De Pl., de mott den Hoff erüt; es äwer noch Hawer en Heu (im Frühjahr)
genug, dann hät de Pl. ok Tit genug Klevld.
Geht den Eggentant dipper (tiefer)
as Pl. en For (Furche),
krasst sech den Bur in den Herst achter't Ohr Klev.
Je deper de Pl. et Langk durwöhlt, je klender de Eag de Scholle terrift (zerreibt),
je riker wörd Keller on Schür angefōllt, je grötere Segen et Hus durdrift (-treibt) SNfrk (o. O.).
Wenn dem Bauer alles geret (geräte),
könnt de sech en göldene Pl. mache losse Ahrw-Bodend.
Ber fröh de Pl. föəhrt, brauch beim späden net zo bedelen May-NMendig.
Du kannst de Pl. well trecken! zu dem, der sich satt gegessen hat Geld-Kevelaer.
De Sonn schlaft (schleift
de Pl. wenn der Nebel sich teilt Koch-Lutzerath.
Der hat ach de Pl. immer en der Hand der Fleissige May-Kehrig, Saarbr.
Wer e stänigen Acker hot un e stompige Pl. un e bes Fra dehäm, de hot Kreiz genug Trier, Bernk, Daun, Merz-Nunk.
Van e Joəhr (dieses Jahr)
mott me de Pl. noch net an de Waund (Wand)
honge man muss noch tüchtig arbeiten Heinsb.
Schmied den Pl.! singt die Meise Gummb-Windhg.
We nit gern de Pl. verlihnt (-leiht),
hät in (ihn)
iveg en de Schmedd MülhRh.
De giht su steif bie en Ochs am Pl. May-MüMaif.
De flissig ös bem Pl., hat Brut genog Bergh, Sieg-Eitorf, Geilk-Gangelt, Mörs-Hombg, May-Bell.
Schoster, bleif bei deine Leiste; Bauer, bl. bei deinem Pl.! Goar-Dommershsn.
De märges [] frih rauskimmt, den es fleissig em Pl. Trier-NMennig.
De ärbet wie e Perd henger'm Pl. Neuss, Verbr.
De Bauer hanner dem Pl. left (lebt)
am rauigsten (ruhigsten)
op der Welt Prüm-Leidenborn.
Ech bön lang genog eiter (achter)
de Pl. gegange on habb Klütt (Schollen)
getrene (getreten) habe lange genug die schwerste Arbeit geleistet Kemp-Vorst.
Wat henner dem Pl. es, es geackert was vorbei ist, ist v. Altk-Dickend.
Henger'm Ovve (Ofen)
es noch kener rich wuərde, ävver h. Pl. MülhRh.
Möt der Pl. mot der Bur et Geld verdene MGladb-Viersen.
De Bur mem Pl. es of glöcklicher wie en Här mem Krage Sieg-Eitorf.
Ohne Pl. kann der B. necks verdiene Eup-Herbesth.
Gut fer de Pl. ist die derbe Schnitte Butterbrot Bitb.
Mer spannt dat Perd fir de Pl. un net derhanner (dahinter) fängt alles richtig an Trier-Schleidw. — Im
Rätsel. Eck wess en Döng, hät en Ben on geht om Röggen hem? MülhRh.
Fir Fläsch, henne Fl., en der Medden Holz (Stohl on Eisen)? Gespann, Fuhrmann, Pfl. Mosfrk, Rip, Berg, Mörs-Eversael, —
in de Mitt Geräppel? Simm-Klosterchumbd;
örs Fleiss, dann Iser on dann wärr Fl.; wat es dat? Geld.
För es et lebendig (frett et Heu), in de Midde es et dot un achter frett et Speck un Brot? Mörs, Verbr.
Füəre iserstärk (stif on stärk), en de Meddse e Roddelwerk, henge ene Stenkbüll (Fisbüll)? SNfrk.
Waterjan un Puddeljan, de jungen meten (-ein, zusammen)
op et Feld; acht Ben un enen Start, roj, min Här, wat es dat? Dinsl-Gahlen.
Et het gen Ate (Egge)
on och kene Pl. on plögt doch allen Lögden (Leuten)
genog? der Maulwurf Gummb-Harschd, Verbr.;
in Pastors Gärtje, do wor en schwärt Perdje; et hatt gein Eg ond h. g. Pl., bauden doch fir alle Lüj genug? Mörs, Verbr. —
Volksbr. Im Frühjahr (Lichtmess) träuft der Landmann ein wächsernes Kreuz auf seinen Pfl. Bitb. — 2. übertr. a.
Plügske Werkzeug zum Häufeln der Kartoffeln Kemp. — b. Nutenhobel Heinsb-Dremmen. — c. das Sternbild des grossen Bären Lennep-Herweg. —
d. der fünfzehnte Gang beim Fangsteinsp.; alle fünf Steine werden mit der Rechten ausgeschüttet; der erste St. wird in die Höhe geworfen, ein zweiter berührt u. dann der erste St. aufgefischt; dann der erste St. geworfen, der dritte zum zweiten geschoben u. der erste St. aufgefischt; dass., aber der vierte zum zweiten u. dritten geschoben; dass., aber alle vier gleichzeitig aufgegriffen Merz-Büschf. — e. eine Abteilung Arbeiter,
en Pl. Arbeider, die unter einem
Bas zusammenarbeiten, bes. eine Abt. Ziegelarbeiter, Maurer, Fischer, Kartenspieler;
ek sin bei de erste Pl.; wat för en Pl. es an de Gäng? Rees, Mörs, Kemp-Süchteln, MGladb, Heinsb, Mettm, Köln-Stdt, Bo-Stdt;
Pl. va Schenderhannes schlechte Gesellschaft Geld-Straelen. —
f. Teil der Gehöfterschaft an der Saar, in Merz-Losh bestand sie aus vierzig
[] Plei, jeder
Pl. zu , das Viertel = 48 Zoll, so dass jeder
Pl. 192 Zoll hatte. — g. in der Wend.:
Dat es seine Pl. sein Beruf Bernk-Dhron.