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Lerche

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lerche

Bd. 12, Sp. 433
Lerche (Alauda L.). Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Lerchen (Alaudidae), kräftig gebaute Vögel mit großem Kopf, mittellangem, geradem Schnabel, langen, sehr breiten Flügeln, kurzem, meist gerade abgeschnittenem Schwanz und ziemlich niedrigen Füßen mit mittellangen Zehen, deren hinterste oft einen spornartigen Nagel trägt. Die Feldlerche (Brach-, Korn-, Acker-, Saat-, Sing-, Himmelslerche, Alauda arvensis L., s. Tafel »Stubenvögel I«, Fig. 13), 18 cm lang, 32 cm breit, Oberseite erdbraun, Zügel, Augenstreifen und Kinn fahlweiß, Kehle, Kopf, Oberbrust und Seiten rostbräunlich, dunkel gestrichelt, die übrigen Unterteile fahlweiß, Flügel schwarzbraun mit zwei hellern Querbinden, Schwanzfedern braunschwarz, die äußersten aber weiß. Sie bewohnt ganz Europa, Nord- und Mittelasien und Nordafrika und ist bei uns vom Februar bis Oktober und November im allgemeinen häufiger als der Sperling. Im Winter weilt sie in Südeuropa und Nordafrika; einzelne überwintern bei uns. Sie bevorzugt das bebaute Feld, läuft und fliegt vortrefflich, singt anhaltend, lebt nur nach der Brutzeit gesellig, nistet meist auf Getreidefeldern und legt oft schon im März 5–6 grüngelbliche oder rötlichweiße, grau oder graubraun gefleckte Eier (s. Tafel »Eier I«, Fig. 78), die von beiden Geschlechtern in 13 Tagen ausgebrütet werden. In guten Jahren nistet sie dreimal bis Juli. Im Käfig hält sie sich mehrere Jahre, wird sehr zahm und lernt kleinere Lieder pfeifen. Auf ihrem Herbstzug wird sie in großer Zahl gefangen und als Leckerbissen auf den Markt gebracht. Holland und andre Küstenländer liefern nach London jährlich gegen 3 Mill. Lerchen. Früher wurde sie auch in Mitteldeutschland zahlreich gefangen (Leipziger Lerchen), doch ist dieser Unfug jetzt unterdrückt. Die Heidelerche (Baum-, Holz-, Dull-, Lullerche, Wald-, Heidenachtigall, Lullula [A., Galerita] arborea L.), 15 cm lang, 29 cm breit, mit zartem Schnabel, kleinen Füßen, runden, breiten Flügeln und kurzer Holle, oberseits rostfahlbraun, schwarzbraun gefleckt, unterseits rostweißlich, mit schwarzen Schaftstrichen, an der Kehle dunkel punktiert, Zügel und Schläfenstrich rostweißlich, die Schwingen braunschwarz, die mittlern beiden Schwanzfedern braun, die übrigen schwarz. Sie bewohnt Europa nordwärts bis zum südlichen Skandinavien und südlichen Finnland, Nordafrika, Kleinasien bis Persien öde Heide- und Waldgegenden, wandert in kleinen Tagereisen und weilt bei uns von März bis September und Oktober. Sie ist höchst anmutig, setzt sich auch auf Wipfel und Äste frei stehender Bäume, nistet zweimal, April bis Juli, unter einem Fichten- oder Wacholderbusch oder im Gras und legt 4–5 weißliche, grau und braun gefleckte Eier. Sie singt vortrefflich, hält sich aber im Käfig höchstens zwei oder drei Jahre. Die Haubenlerche (Kamm-, Kot-, Wege-, Zopf-, Kobel-, Kuppen-, Schopf-, Hauslerche, Galerita [A.] cristata L.), 18 cm lang, 33 cm breit, gedrungen gebaut, mit starkem Schnabel, mittelhohen Füßen, fast geraden Sporen, großen, breiten Flügeln und einer Holle auf dem Kopf, variiert sehr in der Färbung, bewohnt fast ganz Europa, das südwestliche Asien und einen großen Teil Afrikas, dringt von Süden her, wo sie besonders häufig ist, immer mehr in Deutschland vor, lebt wie die Feldlerche, nähert sich aber (besonders im Winter) mehr dem Menschen, bleibt auch im Winter bei uns, singt angenehm, nistet zwei-, auch dreimal (April bis Juli) sehr versteckt auf Feldern, Wiesen, in Gärten und legt 3–6 gelbe oder rötlichweiße, grau und gelbbraun gefleckte und punktierte Eier. Die Kalanderlerche (Melanocorypha [A.] calandra L.), 21 cm lang, 44 cm breit, mit sehr großem, dickem Schnabel, hohen, starken Füßen, großen, breiten Flügeln und kurzem, kaum ausgeschnittenem Schwanz, ist oberseits fahlbräunlich, heller gefleckt, Zügelstreifen, Kehle und Brust zart rostgelblich, letztere dunkel gestrichelt, die übrigen Unterteile weiß, an den Halsseiten mit zwei großen schwarzen Flecken, die Schwingen und Schwanzfedern braunschwarz, die beiden äußersten Schwanzfedern weiß. Sie bewohnt Südeuropa, Nordwestafrika und das südwestliche Asien bis zum Altai, erscheint sehr selten in Deutschland und stimmt in der Lebensweise mit der Feldlerche überein. Das Gelege besteht aus 3–5 weißen oder gelblichweißen, gelbbraun oder grau gefleckten oder punktierten Eiern. Ihr Gesang ist herrlich, für das Zimmer zu laut, und die Fähigkeit, andre Stimmen nachzuahmen, überraschend.
4467 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    LÊRCHEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    LÊRCHE swf. lerche. ahd. lêrahha, lêrihha , ags. lâverce , engl. larc . nl. leweric, lewerc . Graff 2,245. Gr. 2,181. Re…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Lêrche

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Die Lêrche , plur. die -n, ein Sangvogel, welcher an der hintern Zehe einen langen Sporn hat, sich auf den Feldern au…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lerche

    Goethe-Wörterbuch

    Lerche 1 Singvogel a als für sein wohlklingendes (beim Flug in großer Höhe gesungenes) Lied bekannter Zugvogel; mehrfach…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lerche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Lerche (Alauda) , Vogelgattung aus der Ordnung der Körnerfressenden, über ganz Europa, das nördl. Afrika und Asien verbr…

  5. modern
    Dialekt
    Lerchef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Lerche f. : 1. wie schd., Läʳch (lęʳχ, -š), Pl. -e (-ə) [verbr., Mang 164 Müller Dietschw 47 Christmann Kaulb 11 Schneck…

  6. Sprichwörter
    Lerche

    Wander (Sprichwörter)

    Lerche 1. Besser eine Lerche heute, als eine Nachtigall morgen. Böhm. : Milejší dnes pečený skřivan, než zítra kura. ( Č…

  7. Spezial
    Lerche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ler|che (Alauda arvensis) f. (-,-n) ‹ornit› lerjora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lerche

99 Bildungen · 70 Erstglied · 29 Zweitglied · 0 Ableitungen

lerche‑ als Erstglied (30 von 70)

lercheln

PfWB

lerc·heln

lercheln schw. : ' flöten wie die Lerche ', lercheln [ Heeger Tiere II 12].

Lerchenei

SHW

Lerchen-ei Band 4, Spalte 295-296

Lerchenweg

SHW

Lerchen-weg Band 4, Spalte 295-296

Lerchenbaum

Campe

lerchen·baum

Der Lerchenbaum , — es, Mz. — bäume , eine Gattung Bäume, welche zur ersten Familie der Nadelhölzer, die nämlich die Nadeln in Büscheln träg…

Lêrchenblume

Adelung

lerchen·blume

Die Lêrchenblume , plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Schlüsselblume, vielleicht, weil sie blühet, wenn die Lerchen im Frühlin…

Lerchen+bühl

PfWB

lerchen·buehl

Lerchen + -bühl m. : ehem. FlN; a. 1330: vb(er) lerkelbuhel [Lam 1, 96v (NW-Lach)]. Südhess. IV 296 . —

lerchenei

DWB

lerche·nei

lerchenei , n. ei der lerche: ausgeblasenes lerchenei. J. Paul Qu. Fixlein 19 .

Lêrchenfalk

Adelung

lerchen·falk

Der Lêrchenfalk , des -en, plur. die -en, eine Art kleiner Falken mit kurzen Flügeln, einem blauen Schnabel und lehmfarbenen Füßen, mit welc…

lerchenfalke

DWB

lerchen·falke

lerchenfalke , m. falco aesalon, zur jagd der lerchen, wachteln und rebhühner abgerichtet. Nemnich 2, 1563 : im september gehet der fang ( d…

lerchenfang

DWB

lerchen·fang

lerchenfang , m. fang der lerchen: wie man sich aber des lerchenfälkleins zum lerchenfang bedienet. öcon. lex. 1415; der apparat dazu: ein b…

lerchenfeld

DWB

lerchen·feld

lerchenfeld , n. weites feld, in welchem die lerchen streichen. sprichwörtlich ins lerchenfeld kommen, sich ins weite verlieren, ausschweife…

Lerchenfink

Campe

lerchen·fink

Der Lerchenfink , — en, Mz. — en , ein zu demjenigen Geschlechte der Vögel, zu welchem der Fink gehört, gehörender Vogel (Fringilla lapponic…

lerchenfurkel

DWB

lerchen·furkel

lerchenfurkel , f. stellstange für das lerchennetz: stellet die klebegarn ( beim lerchenfange ) .. mit denen darzu gehörigen lerchenfurkeln,…

lerchengarn

DWB

lerchen·garn

lerchengarn , n. garn zum lerchenfang. öcon. lex. 1415: wer darum nur zum reinen himmel blicket, nur darum seufzt: wo bleibt der abendstern?…

lerchengeier

DWB

lerchen·geier

lerchengeier , m. falco pygargus, bleifalke, halbweihe; auch falco subbuteo, baumfalk, kleiner bushart. beide heiszen auch lerchenfalken. Ne…

lerche als Zweitglied (29 von 29)

Ackerlèrche

Adelung

acker·lerche

Die Ackerlèrche , plur. die -n, in einigen Gegenden die gewöhnliche Feld- oder Sauglerche.

brachlerche

DWB

brach·lerche

brachlerche , f. alauda campestris. die lerche sitzt gern auf äckern in der furche, vgl. das gedicht von des hundes nôt 81 (in einer furhste…

doppellerche

DWB

doppel·lerche

doppellerche , f. dubbellerche, riesenlerche, hufeisenvogèl, weil sie einen schwarzen gürtel auf der brust hat, franz. merle à collier d'Ame…

fuhrmannslerche

DWB

fuhrmann·s·lerche

fuhrmannslerche , f. , kommt nur in der redensart vor die fuhrmannslerchen singen. man sagt dies von dem weit hörbaren knirren der räder ein…

gereutlerche

DWB

gereut·lerche

gereutlerche , f. alauda arborea s. nemorosa, die heide- oder baumlerche, die sich im sommer mit vorliebe an gereuteten gebirgsorten aufhält…

häubellerche

DWB

haeubel·lerche

häubellerche , f. : cassita, galerita, heubellerch, kobellerch. Golii onomast. 1582 293 . haubellerche Stieler 1147 .

heidelerche

DWB

heide·lerche

heidelerche , f. alauda arborea, auch alauda campestris und cristata. Nemnich 1, 139. 142. 143 ; bei Stieler 1147 heidellerche, sanglerche, …

knobellerche

DWB

knobel·lerche

knobellerche , f. eine art lerchen, deren fleisch wie knoblauch schmecken soll, daher der name. Adelung ; nach Nemnich wb. 309 ' Leipziger l…

kobellerche

DWB

kobel·lerche

kobellerche , f. die haubenlerche. Frisch 1, 530 b , häubellerch, kobellerch Heuslin Gesners vogelb. 1557 170 a , Golius cap. 82 , im nordun…

kothlerche

DWB

koth·lerche

kothlerche , f. die haubenlerche. Adelung. kot- oder häubellerche Hohberg 2, 676 b , kottlerche 676 a , östr. kottmünch das., bair. kothklei…

pfeiflerche

DWB

pfeiflerche , f. was pieplerche Weber öcon. lex. 411 b .

ruhrlerche

DWB

ruhr·lerche

ruhrlerche , f. lerche, die als lockvogel an der ruhr befestigt ist. Döbel 2, 229 b . s. ruhrvogel.

saatlerche

DWB

saat·lerche

saatlerche , f. die gewöhnliche lerche, alauda arvensis, auch ackerlerche, kornlerche. Nemnich.

schneelerche

DWB

schnee·lerche

schneelerche , f. die lerchenart alauda alpestris. Nemnich ; die schneelerch, alauda nivoso tempore veniens. Frisch 2, 213 a .

seelerche

DWB

see·lerche

seelerche , f. 1 1) der strandpfeifer, charadrius hiaticula, pluvialis torquata minor. Nemnich ; ' eine den lerchen ähnliche art kibitze, we…

Spießlêrche

Adelung

spiess·lerche

Die Spießlêrche , plur. die -n, ein Nahme der Heidelerche, vermuthlich, weil sie am häufigsten gebraten gegessen wird.

steinlerche

DWB

stein·lerche

-lerche , f. 1) alauda nemorosa Nemnich 570 ; 2) accentor collaris Brehm thierl. 3 4, 95;

waldlerche

DWB

wald·lerche

waldlerche , f. 1 1) die baumlerche, heidelerche, alauda arborea L. Nemnich 1, 141 . Leunis zoologie 3 1, 381. Naumann vögel Deutschlands 4,…

weg(e)lerche

DWB

wege·lerche

weg(e)lerche , f. die haubenlerche, galerita cristata Boie Nemnich 1, 143 (wegelerche). Naumann vögel 4, 134 . Brehm 3 4, 228 (weglerche); d…