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lerche

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
23 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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50
Verweise raus
34

Eintrag · Rheinisches Wb.

Lerche

Bd. 5, Sp. 395
Lerche für das allg. verbr. Wort bestehen zwei Grundformen, einmal die -w-lose Form, das andermal die auf altdeutsch lêwrahha zurückgehende Form, die das -w- erhalten hat; danach sind zunächst zwei sich streng getrennt haltende Geb. zu unterscheiden, u. zwar lērχə(n), –ēă-, –ęăχ-, –ī:r-, –χin n. [Saarl auch f.], Pl. -χər an der Nahe, in Saarbr, Ottw, Saarl, Merz, SSaarbg, Trier bis Zell-Aldegund Traben an der Mos (s. die genaue Grenze bei den ersten Belegorten der -w-Formen) [doch an der Nahe, in Saarbr, Ottw, weniger in den andern Kr. mit lęr(ə)χ, –rš, -ē-, –E-, –ī:-, –ē:- f., Pl. -χə(n) nach dem Nhd. durchsetzt]; die ersten Belegorte mit -w-, von der Saar an, setzen ein einschl. [südl. noch Merz-Stdt lē:wagər] Saarbg-Wehing Nohn Orscholz Freudenbg Portz Körrig Ayl Tawern, dann n. einschl. Trier-Menning, Kr. Bitb bis Trier-Orenhf Schleidw, Wittl-Niersb NKail Gransd Eisenschmitt Carl Minderlittgen Wengerohr Neuerbg Kinh Krinkhf, Zell-Merl Grenderich Hesw Panzw Peterswald, Bernk-Lieser Grummenau Commen Gutenth Odert Haag Lückenbg Neunk, Trier-Polert Kenn, Simm-Laufersw Henau, Zell Rödelhsn, Simm-Reckershsn Unzenb Maitzborn Wohnr Mengerschd Sargenr Tiefenb Riesw Argenth Schnorb, Süd-Grenze von Goar; rrhn. Lerche bis zur rip. Grenze, doch südl. davon noch ein Ostpfeiler mit -w-Formen östl. einschl. Neuw-Goldschd Kurtschd Rengsd Meinborn Brückrachd (doch Neuw, Altk, Siegld stark mit Lerche durchsetzt) [südl. dieser noch heute feststellbaren Linie noch lēwęgəlχə Wend-Aulenb Baumholder Berglangenb Berschw Linden Ronnenbg Steinb, Birkf-Gollenbg Kirschw Idar Mackenr NWörresb Oberst Wilzenbg Burgbirkenf, Bernk-Rhaunen Hottenb; līrwigəlχə Meis-Meddersh, Kreuzn-Eckw]. — Die Darstellung der oft weit auseinandergehenden Formen nach Kreisen: Saarbg lī·ə.(r)wāk, lī·ə.(r)węgəlχən [Ayl Tawern liwərχən]; Trier, das mit seinem Hauptteile ins lē:rχən-Geb. fällt, hat in Kell lē:węgəlχən; Menning lī:-; Orenhf Schleidw lē:wagəlχən; Pölert lē:wagər; Bernk-Lieser lī:węgər; Commen Gutenth Haag Lückenbg Neunk Odert lē:-; Crummenau lē:węgəlχə; Zell im Anschluss an Simm lī:węgər [Losbg -gərt; Peterswald -gəlšə; Grenderich lī:wərtχə; Panzw Senh liwəriŋ; Rödelhsn lē:wənhęgər]; in Simm ist die Form lēwęgərχə dicht belegt [lī- Buch Ebschd Reckershsn Unzenbg; l- Riegenr; lēwęgərt Buch Sabershsn; lē-, līwęgəlχə Henau Laufersw Kappel Maitzborn Ravengiersbg Wonr; glēwęgərχə Argenth]; ebenso dicht belegt in Goar lē-, lī:węgər [lī:węgərtχə Dommershsn Macken Morshsn]; Koch, das [] schon wieder häufiger lęrəχ aufweist, hat noch sehr zahlreich liwəriŋ, –reŋk, –riŋgəlχə [lī:węgər Lieg; -węgərt(χə) Lahr Mörsd Zilshsn; liwərek Poltersd; liwərliŋ Bremm Eller; liwənik Calenborn; liwərχə Kennfuss; iwəriŋ Dohr; iwəriŋgəlχə Auderath Beuren (-leŋg-)]; Kobl meist lęrəχ, –š; doch lī:rwik, –wek Kettig Kesselh Rübenach Weissenthurm; lē:wękər Waldesch; das Geb. der Eif hat dicht gedrängt -w-Formen; doch lęrəχ, –E- dringt auch hier vor [lęrmχən Bitb-Speicher], u. zwar Bitb lī:wərik, –rek, –ręk, –gəlχən [lī:węgər Badem Ernzen Biesd Körperich Nussbaum Peffing Wallend; -węgəlχən Geichl; -ręgər Seimerich; lī:wərχən Gind Gond Kyllbg Kyllbgw Messerich; lī:wərtχən Orsf; lī:wrĭχən Wiersd; lerbərχən Preist; lī:wərhī:ŋgəlχən Ammelding Usch; ī:wəregəlχən Koxhsn]; Wittl sehr stark mit lęrəχ, –χən durchsetzt, hat lī:węgəlχən in Dörb Eckf Krinkhf Pantenbg; lī:wərχən Carl Eisenschmidt Gransd Minderlittgen Seinsf [sonst noch Einzelformen, u. zwar lē:węgər Kinh; lī:wərik Binsf; lī:wik Meerf; lī:fęgər Neuerbg; lē:wərχə NKail Niersb; -wərtχə Wengerohr; lęwərχən Muhlb; lī:bərtχən Spang-Dahlem; lē:wənik u. ī:wənik Bettenf; bī:wigəlχən Wallschd; hī:wigəlχən OÖffl]; Daun, sehr stark mit lęrəχ durchsetzt, hat zahlreiche Einzelformen, lī:wikəlχə Ellschd; lī:rwękəl Strohn; lī:wiŋkəlχə Darschd Tettschd; liwəriŋkχə Auel Michelb; -reŋkəlχə Neichen Rockeskyll; liwərik Katzwinkel; liwərχən (-šən) Meisbg Salm Wallenborn; liwinəlχən Gees; liwərhī:ŋkəl(χə) Calenborn Lissing Roth; iwərliŋk(χə) Esch Gönnersd Hillesh Lendersd Üxh Wiesbaum; -reŋkəlχə Brück; iwəlχən Bleckhsn; klī:wiŋkəl Gerolst Üdersd; -wikəlχə Stdt; -e- Gillenf; kī:wikəlχə OStadtf; wī:- Mückeln; dī:wiŋkəlχə Neunk; Prüm, stark mit lęrəχ durchsetzt, im Süd. wie Bitb lī:wərik, -rek, –gəlχən; im grössten Teile lī:wərhī:ŋgəlχən, li-, –hē:- [lī:wəriŋk Mürlenb Steffeln; -ərliŋ(k) Auw Lüneb Hallschlag; li- Ihren Rott; lewəriŋgəlχən Wawern; ī:vəleŋkšə Schüller]; May weniger mit lęrəχ durchsetzt, hat lī:wəriŋ(kχə) [lī:wəriŋəlšə Keldung Luxem Mörz Rieden Volkesf; -iŋkəlχə Hirten Kalt; -nikəlχə Küttig; lē:wiŋ Weiler; ī:wəliŋkχə Kottenh; klī:wekən Löf; kī:wits Kretz]; Aden, weniger mit lęrəχ durchsetzt, hat lī:wəreŋk, –riŋk(χə), –reŋkəlχə, –rę-, li- [liwə(r)leŋkχə, le- an der Ahr; liwərhē:ŋəlχə Ürsf; liwəriχə Schuld; lirwəχə Wershf; lewəχə Hümmel; livənχə Winnerath; ī:wərliŋkχə, iw- Dorsel Lind Müllenb; -riŋkəlχə Meisenth; rī:wəriŋkəlχə Kirmutschd]; Neuw, zahlreich mit lęrəχ, –E- durchsetzt, hat ī:wikəlχə, –ig- als Grundform (in 22 Orten überliefert) [-węgəlχən Goldschd Kurtschd; ī:kwikəlχən Kl-Maischd; klī:fløkχə, –əlχə Wilsbg Buchholz Limb; rī:wękəlχə Hargarten Krummschd; le·i.ərwekəlχə Dattenbg; livəleŋkχə (wie das benachbarte Sieg) Bruchhsn; libə- Ohlenbg; libər- Dernb]; Altk gegenüber lęrəχ, –E-, im O. -χə [Derschen līrχə] [] hat nur noch Einzelformen, zunächst wie Neuw ī:(r)wikəlχə Almersb Eichen Fladersb Stürzelbg Mehren Burglahr; lī:rwękəlχə Bachenbg Hüttenhf NErb Sörth; lī:rwekə Steckelb; lē:rwikə Harb; lī:rĭwikə Neuhöhe; lī:wekər NFischb Wendl Wissen; nī:(r)wekəlχə Gieleroth Opsen; lębəkēlχə ODreisb; Siegld mit lęărχə hat noch Formen wie lęwərkə, le-, li-, lewəkə, līə-, līwərχə, lerwərχə; das gesamte Rip hat die alte Form noch in dicht gedrängter Folge wenigstens als Sprachgut der ältern Generation bewahrt; freilich die jüngere G. bevorzugt lęrəχ; die Grundform (mit Ausn. von Bergh, WDür, Jül, Aach) ist lī:və(r)liŋ(k), meist -ŋkχə, lī·ə.-, li-, le- [in Ahrw im Anschluss an May, Aden zahlreiche Einzelformen: lī:wərəŋk Cassel; lī:wek Vinxt Dedenb Schalkenb; lī:wiŋk Rodder; lī:bekəlχə Ramersb; ī:vəliŋkχə, iw- nach Schleid hin in Calenborn Freish NEsch Gelsd Eckend Vettelhv Westum; -likəlχə Löhnd; iŋəlī:fχə Heimersh; hi·m.əliŋ Hepping; Schleid hat im grössten Teile ī·ə.vəliŋk(χə), iv-; Dollend lī:wękəlχə; Malm-Montenau evəliŋkχən; Monsch-Kalterherbg lęvəliŋ; Bo-Duisd lī:fleŋkχə; Bo-Waldrf levəriŋ; Rheinb-Meckenh Merl Neuk ODrees Wald ī:vərliŋkχə, ī·ə.v-, iv-; Mutschd Willerschd levərχə; Queckenbg lī:rəfiŋkχə; Sieg-Bergh NCassel Rheidt libə(r)liŋ(kχə); Eschmar Sieglar lī:-; Fussh ifərekəlχə; Köln-Brauw Rheinkassel Sinthern Widdersd Dausw Bocklemünd Niehl Frechen Geyen Horrem KlKönigsd Stommeln livərχə, –šə, lif-, lef-; Bachem livĭšə; Esch livərš; Immend nevəliŋkχə]; Bergh, Dür, Jül, Aach livə(r)χə, –šə, le-, lif- [Bergh-Elsd, Glesch NEmbt livərkə; Esch Grouven livəkχə; Wiedenf Garsd livē:χə; Berrend Giesend Nauh lifəlχə, liv-; Fliesteden liwiršə; Frohnhf livərliŋkχə; Dür auch livəliŋ(kχə), le-; OZier lī:vər; NZier livyjəlχə; Jül auch lī:və(r)χə, lē:, li-, le-, lif-; Aach levər(χə), lef-; Brand Dorff Breinig Morsb Kohlschd Scherbg lī:vər; Alsd lę-; Stdt levərχə u. levəreŋk; Verlautenheide nī:vəleŋk]; Eup-Stdt lęrək, aber Eup-Ld levər; das SNfrk setzt die Formen von NKöln, Bergh, Dür, Jül, Aach fort als levər(χə), –kə, li-, lif-, lef- [Grevbr-Gind Hönning lī:vərχə; Gierath Hoppers Jüchen Kelzenbg Weckhv libərχə; Elfgen lī:-; Neuss-Lüttenglehn løbərχə; Kaarst levəlęŋkə; MGladb auch lī·ə.vərkə; Giesenk libərkə; Güdderath Hockst leb-; Erk levərkə, lef-, südl. der Benr-L. levərχə, li-; Stdt lī·ə.vərkə; Houverath lī·ə.rvəkə; Örath lE·ə.vərkə; Elmpt Doveren Gützenr KlGladb NKrüchten lęvərlęŋ(skə)]; Geilk-Grotenr Übch levər; Stahe levərleŋ; Hastenr Kreuzr lī·ə.vereŋk; Gangelt livəręnskə; Brachelen nī·ə.vəlęŋskə; Kraud Ütterath nevəleŋskə; Heinsb durchweg nī·ə.vəleŋk, –lęŋk(skə), –lęntšə, niv-, nev-; Breberen (u. nī·ə.və-) Brüggelchen Havert Karken Saeffelen Süsterseel Waldfeucht lī·ə.vəreŋk, –ręŋk; Havert lī·ə.vərl-: Altmyhl Arsbeck Myhl Lümb levəlęŋskə; Höngen lī·ə.vərik; []Tüddern lē:węrk; Millen lī·ə.-; Hillensbg lī·ə.fęrk; Scheifendahl lęrk; Kemp lī·ə.vərlęŋ(skə), –lęŋkə, -lęntšə, lev-, liv-; Bracht lewərek; Niep lewərkə; Schaag Vinkr Lobberich Grefr Breyell Hinsbeck ebərlęntšə; Boish evər-; Kref lī·ə.vərkə, lē:-, le-; Ossum livəlęŋk; Anr le-; Linn lē:-; Lank ivəlęŋkə; Geld løw(ə)rek, –rik [lī- Straelen; lę- Aldekerk Herongen Stdt Weeze; lo- Pont; løy- Nieukerk Sevelen (u. løwərkə) Vernum Weeze; løyrikskə Aldekerk; laŋklevərkə Leuth; ebərlęntjə Hinsbeck; lęrk Kervenh Vernum]; Mörs lēwərkə(n), le- [Essenbg li-; Repelen lu-; Labbeck Sonsbeck Camp Xanten løwərik; Hammerbr Vynen løywrik; Lütting løyərik; OMörmter lourik; Millingerheide Alpsray løywreŋskə; Orsoy løwəreŋskə; Alpen Wallach løyreŋ(skə); Binsh løbərkən; Schwafh løbəriŋskə; Rheinbg Stdt Eversael Budbg Gerdt līwəreŋ(skə); Eversael līfløwərkə; Hörstgen lęrk]; Klev løwərek, løfr-, lęf-, lęw- [Qualbg løyw-; NMörmter louw-]; Rees, Dinsl, Ruhr, stark mit lęrχ durchsetzt [lęrk Hamminkeln Diersfordt Loikum; -i- KlWimmersbg] bieten nur Einzelzeugnisse: lęwərek, –rik Emmerich Griethsn Hamminkeln Hüthum KlNetterden Stdt; Binnen lęwərk; Isselbg Ringenbg Milling Schledenhorst lewərkən; Bislich løyrek; Lackhsn Crudenbg lewəreng, lē-; Esserden lewərn; Dinsl-Walsum līwə hērəsfγəlkə; MülhRuhr lī·ă.vərliŋ(skə) [Saarn nīrwər-]; Duisb-OMeiderich lībəliŋstə; Ess-Ld līăwərleŋkən, levər-, lerwər- [Borbeck nīwəliŋskən]; das NBerg u. OBerg haben neben dem meist herrschenden lęrχ (ö. Ürd.-L. -χə) nur noch Einzelbelege: Düss-Himmelsgeist lē:vərkə; Hucking le·i.wərkə; Itter laŋlē:vərχə: Mündelh lē:rərkə; Ehing leărkə; Mettm-Heiligenhaus OSchwarzb Tüschen Velbert lī:wərliŋk(skən); Kohlfurterbrück Sudbg Cronenbg lī·ə.fkən; Kohlfurterbrück Wülfr lī·ə.rkən; Sol livərliŋkχə, –ŋ(ə)skən, le- [lī:fkən Stdt (daneben) Widdert; lē:- Kreuzweg; levərχə Immigr]; Elbf (ganz veralt.) lē·ă.wəleŋ; Lennep-Wermelsk lī:vərleŋk(χə) u. niwəl-; Hückeswg (-liŋ) Beyenbg ImBusch lēwəriŋ; Herweg lēbəriŋk; Reinshg hētlīəfkən; Gummb-Berghsn Erlinghg lēəwərliŋ; Peisel Nochem Marienheide lēwər-; Wippf livəliŋ(k) (χə), lī:- Biesf Kalkofen Schmitzelhöhe; nivə- Frielingsd Unterf (nī:-) Stdt (nī:-); feilī:fətχən (Feld-) Bechen Kichershg; lēvwikəlχən Waldbr-Eckenhg; Denkl lī:wekəlχən; OElling lī:rwekər; Halschd nī:rwikəlχən; Bladersb Hahn klī:wekəlχən; Sotterb lęwərliŋ; Pl. -ə(n), gern Demin.; das Geschlecht bei lērχən n., bei den -w-Formen m., bei lęrχ(ə) f.: 1. wie nhd.; man unterscheidet Feld-, Heid-, Kuck-, Lot- (Luft-) u. die Haubenl. als Gaup-, Kuff-, Kupp-, Küpp-, Schitl. (Scheiss-) (s. d. W.). Die L. singt: Liewe Her, l. H., schmitt en Körntje van bowe ner (nieder), ek sähj (sähe) nit, ek mähj (mähe) nit, ek krupp (krieche) in andermanns Schüre nit! Mörs-Rheinbg Wallach Essenbg Stdt, — noch en [] Körntje, dann niet mehr; ek säihj niet mehr, ek mäihj niet mehr, ek fahr niet mehr in min Schürke Rees, — mar (nur) en Körntjen mej bescher; in andermanns Garden komm ek niet, dat freje Feld blot es min Gebiet; l. H., l. H., mar en K. en dann niet mehr! Rees-Ringenbg. Lef, l. Herregöttche, loss dat Körnche wasse! Bo-Alfter; Herregöttche lott dat Körke rip, r. weərden, dat de ärm jet kriegen on vir och, och! Kref, Grevbr, — rif w., für mech jet, für dech jet, für de ärm Lückcher (Leute) och jet! MülhRh, Dür. Wenn die L. aufsteigt: Lieven Her, l. H., loət dat Köərke rip were, r. w.; beim Absteigen: wei ärm häbbe necks! Kref; beim Aufsteigen: Mi Var (Vater) on Mur (Mutter) sind em Himmel; beim Absteigen: Herrgöttchen, H., göff mir noch en Köərnchen! uWupp; mine Moder es im Himmel, ek well uck dohen, eck well uck dohen! Gummb, Sol. Lirilirili, wat gohn do son feng (feine) Mädcher! singt die Lerche; die Schwalbe, die von ihrem Neste am Fenster einen heimlichen Blick ins Kämmerlein geworfen: Wann duə se söhchs (sähest), wann ich se sehn, des Morgens en der Natskappe (Nachts-), da sehn se us wie de Knatsche! Schleid; die L.: Schön Jongkfrau, sch. J.; sch. es dat Wifke, geht et nom Mart (Markt), M., M.! die Schwalbe: Wenn du süəhchs, wo ech se senn, wenn se ut et Nös (Nest) kömmp, wenn se ut et N. k., dann es et ene Drecksack, dann soll se sech schame! MGladb, Mörs-Rheinbg, — da send se wie der Düvel! Heinsb. — RA.: He sengt (peift, flöt) wie en L.; he es monter (flöck, kratz, alert, lösteg) wie en L. Allg., — gesond wie e L. Birkf, — esu duddig (tot) ewie e breckte L. niedergeschlagen Bitb-Mettend; e kuckt drun (so munter) wie e L. Daun-Tettschd. Du hepperts (springst) wie en L. op de (ene) Klut (Erdscholle), — schmitts dech en de Borsch (Brust) wie en L. op de Kl. du bist stolz Kemp-Breyell Niep; hej steht dor op as ene L. op ene Kl. er hat dünne Beine Klev. Der L. geiht op es wird Frühling Eup; es ist früh morgens Kemp-Grefr; iərschderhos (-hast) geəht der L. op bald ist Frühling Aach. Der hert die Lewäckelcher nit meh er wird das nächste Frühjahr sterben Simm-Laufersw. Dat es half L. on h. Böckteröck (Wachtel) von dem, der vielerlei Dinge versteht, aber keins ganz Sieg, Rip, Berg. De lesst (lässt) die L. miste von einem, der keinen Mist in seinen Acker tut Simm-Horn, — stiewele Goar-Alken. De springt livverlingcheskneenhuh (-kniehoch) voller Freude Eusk, Köln; de Froch (Getreide) es iərsch l. Bo-Wesseling. En as mat de Lerchen um (am) Gang er ist früh morgens an der Arbeit Trier-Mehring; möt de Livvelenge hell sen Rheinb-NDrees. We mit de Hunner (Hühnern) vom Bett geiht, ka mit de Liawerlingskes opstohn MülhRuhr, Köln. He kann met dem L. us em Fuhrglett (Fuhrgeleise) drenke wer eine spitze Nase hat Bergh-Blatzh. — Em Spörkel (Februar) [] moss et Livvelingche op de Hed (Heide), mag et em sen lef (lieb) odder led (leid) Bo-Dransd. Sankt Kastor (13. II.) brengt den L. of den Schar Koch. Su lang de L. für Lechmess sengk, su lang no Lechmess ken Led (Lied) em gelengk (nach dem Nhd.) MülhRh, Verbr., — modden se dernoə sehwiege Kref. Öm L. gett der Levver ene Plogstatz (Pflugsturz) huhch Geilk-Marienbg, Heinsb-Orsbeck. Wann de L.ən am (im) Frihjohr net sangen (singen) on och net hih fliegen, da git et e nass Fr. Prüm-Steinmehlen. — 2. übertr. a. persönl. α. lī:vəleŋkχə Nachtigall Eusk-Liblar, Sieg-Kurschd. — β. livəliŋ schwarze Kohlmeise Sieg-Fussh. — γ. lē:rχən Siebenschläfer, das Nagetier Bitb-Geichl. — δ. levəleŋkχə Schmetterling Dür-Boich. — ε. livərliŋkχə Schwabe Köln-Stdt. — ζ. lī:rχən scherzh. Made im Steinobst Kobl-Vallendar; levə(r)leŋ Eusk-OElvenich. — η. liwəriŋ Rufn. für eine Kuh Aden-Virnebg. — θ. livəliŋ Liebling Köln-Stdt. — ι. lī:wagər muntere Person Bitb-Preist; lī:vərleŋkχə Schleid-Hellenth. — κ. levəleŋkχə schwächliches Mädchen Bo-Stdt. — λ. līəχə leichtfertiges Mädchen, leichtsinniger Bursche, leichter Vogel Kobl-Stdt; lī:vərkən MGladb-Kleinenbr; lewərliŋ Kref; lī:vərlęntšən Kemp-Süchteln; e leəg levərkə Erk; liwəliŋkχən Lennep. — μ. lęrχə, dat es e L. Person in schlechter, zusammengeraffter Kleidung, ein drolliger Mensch Kobl-Stdt. — ν. Lērchen Neckn. derer von Saarl-Überherrn; Līrcher derer von Trier-Kenn (weil sie früher L. fingen u. sie als Krammetsvögel verkauften); Līweckelche derer von Simm-NSohren; Lerche derer von Goar-Maisborn. — j. dann bösse (bist du) en Lerche! eine Leiche (scherzh.) Elbf. — b. sachl. α. Weidenpfeife, durch einen Kolben in der Tonhöhe modulierbar Trier-Ld. — β. lē:rχər scherzh. Pellkartoffeln Trier. — γ. lēwęgər Distel Bernk-Olkenb. — δ. løvərχə Zittergras Dür-Stdt 1880; nī·ə.wəlę·ŋ.skə Feldstiefmütterchen Heinsb-Horst Porselen. — ε. kein lī·ă.χən rein nichts Merz-Wadern.
15913 Zeichen · 212 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    LÊRCHEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    LÊRCHE swf. lerche. ahd. lêrahha, lêrihha , ags. lâverce , engl. larc . nl. leweric, lewerc . Graff 2,245. Gr. 2,181. Re…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Lêrche

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Die Lêrche , plur. die -n, ein Sangvogel, welcher an der hintern Zehe einen langen Sporn hat, sich auf den Feldern au…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Lerche

    Goethe-Wörterbuch

    Lerche 1 Singvogel a als für sein wohlklingendes (beim Flug in großer Höhe gesungenes) Lied bekannter Zugvogel; mehrfach…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lerche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Lerche (Alauda) , Vogelgattung aus der Ordnung der Körnerfressenden, über ganz Europa, das nördl. Afrika und Asien verbr…

  5. modern
    Dialekt
    Lerchef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Lerche f. : 1. wie schd., Läʳch (lęʳχ, -š), Pl. -e (-ə) [verbr., Mang 164 Müller Dietschw 47 Christmann Kaulb 11 Schneck…

  6. Sprichwörter
    Lerche

    Wander (Sprichwörter)

    Lerche 1. Besser eine Lerche heute, als eine Nachtigall morgen. Böhm. : Milejší dnes pečený skřivan, než zítra kura. ( Č…

  7. Spezial
    Lerche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ler|che (Alauda arvensis) f. (-,-n) ‹ornit› lerjora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lerche

176 Bildungen · 70 Erstglied · 106 Zweitglied · 0 Ableitungen

lerche‑ als Erstglied (30 von 70)

lercheln

PfWB

lerc·heln

lercheln schw. : ' flöten wie die Lerche ', lercheln [ Heeger Tiere II 12].

Lerchenei

SHW

Lerchen-ei Band 4, Spalte 295-296

Lerchenweg

SHW

Lerchen-weg Band 4, Spalte 295-296

Lerchenbaum

Campe

lerchen·baum

Der Lerchenbaum , — es, Mz. — bäume , eine Gattung Bäume, welche zur ersten Familie der Nadelhölzer, die nämlich die Nadeln in Büscheln träg…

Lêrchenblume

Adelung

lerchen·blume

Die Lêrchenblume , plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Schlüsselblume, vielleicht, weil sie blühet, wenn die Lerchen im Frühlin…

Lerchen+bühl

PfWB

lerchen·buehl

Lerchen + -bühl m. : ehem. FlN; a. 1330: vb(er) lerkelbuhel [Lam 1, 96v (NW-Lach)]. SHW Südhess. IV 296 . —

lerchenei

DWB

lerche·nei

lerchenei , n. ei der lerche: ausgeblasenes lerchenei. J. Paul Qu. Fixlein 19 .

Lêrchenfalk

Adelung

lerchen·falk

Der Lêrchenfalk , des -en, plur. die -en, eine Art kleiner Falken mit kurzen Flügeln, einem blauen Schnabel und lehmfarbenen Füßen, mit welc…

lerchenfalke

DWB

lerchen·falke

lerchenfalke , m. falco aesalon, zur jagd der lerchen, wachteln und rebhühner abgerichtet. Nemnich 2, 1563 : im september gehet der fang ( d…

lerchenfang

DWB

lerchen·fang

lerchenfang , m. fang der lerchen: wie man sich aber des lerchenfälkleins zum lerchenfang bedienet. öcon. lex. 1415; der apparat dazu: ein b…

lerchenfeld

DWB

lerchen·feld

lerchenfeld , n. weites feld, in welchem die lerchen streichen. sprichwörtlich ins lerchenfeld kommen, sich ins weite verlieren, ausschweife…

Lerchenfink

Campe

lerchen·fink

Der Lerchenfink , — en, Mz. — en , ein zu demjenigen Geschlechte der Vögel, zu welchem der Fink gehört, gehörender Vogel (Fringilla lapponic…

lerchenfurkel

DWB

lerchen·furkel

lerchenfurkel , f. stellstange für das lerchennetz: stellet die klebegarn ( beim lerchenfange ) .. mit denen darzu gehörigen lerchenfurkeln,…

lerchengarn

DWB

lerchen·garn

lerchengarn , n. garn zum lerchenfang. öcon. lex. 1415: wer darum nur zum reinen himmel blicket, nur darum seufzt: wo bleibt der abendstern?…

lerchengeier

DWB

lerchen·geier

lerchengeier , m. falco pygargus, bleifalke, halbweihe; auch falco subbuteo, baumfalk, kleiner bushart. beide heiszen auch lerchenfalken. Ne…

lerche als Zweitglied (30 von 106)

Ackerlèrche

Adelung

acker·lerche

Die Ackerlèrche , plur. die -n, in einigen Gegenden die gewöhnliche Feld- oder Sauglerche.

Bodemlerche

PfWB

bodem·lerche

Bodem-lerche f. : 1. 'Feldlerche (Alauda croensis)', -leʳch [ RO-Als KB-Bubh NW-Elmst LA-Venn ]. — 2. scherzh. für 'Kröte' [ Heeger Tiere II…

brachlerche

DWB

brach·lerche

brachlerche , f. alauda campestris. die lerche sitzt gern auf äckern in der furche, vgl. das gedicht von des hundes nôt 81 (in einer furhste…

Büschlerche

RhWB

buesch·lerche

Büsch-lerche RhWBN -livərleŋkχə (s. d.) f.: 1. Waldlerche. — 2. -lęrχə Dirne Barm , Elbf .

doppellerche

DWB

doppel·lerche

doppellerche , f. dubbellerche, riesenlerche, hufeisenvogèl, weil sie einen schwarzen gürtel auf der brust hat, franz. merle à collier d'Ame…

fuhrmannslerche

DWB

fuhrmann·s·lerche

fuhrmannslerche , f. , kommt nur in der redensart vor die fuhrmannslerchen singen. man sagt dies von dem weit hörbaren knirren der räder ein…

gereutlerche

DWB

gereut·lerche

gereutlerche , f. alauda arborea s. nemorosa, die heide- oder baumlerche, die sich im sommer mit vorliebe an gereuteten gebirgsorten aufhält…

grillenlerche

DWB

grillen·lerche

grillenlerche , f. , alauda obscura Nemnich wb. d. naturgesch. 210 ; anthus arboreus Naumann naturgesch. d. vögel 2, 758 ; anthus pratensis …

häubellerche

DWB

haeubel·lerche

häubellerche , f. : cassita, galerita, heubellerch, kobellerch. Golii onomast. 1582 293 . haubellerche Stieler 1147 .

heidelerche

DWB

heide·lerche

heidelerche , f. alauda arborea, auch alauda campestris und cristata. Nemnich 1, 139. 142. 143 ; bei Stieler 1147 heidellerche, sanglerche, …

Heidlerche

RhWB

heid·lerche

Heid-lerche PfWB -lęrχ, –livərχə, –lī:vərliŋkχə, –løwərek (s. S.) Allg. [ -līfkə Mettm , Lennep ] f. (n.): wie nhd.

heubellerche

DWB

heubellerche , f. alauda cristata. vergl. häubellerche sp. 566; heübellerch, wägelerch, alauda cristata, galerita, cassita Maaler 220 c .