Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Lachs m.
Lachs m.
Lachs m. räuberischer Speisefisch, ahd. (8. Jh.), asächs. mhd. lahs, mnd. las, aengl. læx (westsächs. leax), anord. schwed. lax, germ. *lahsa-. Der Name fehlt im Got. und Afries., im Nl. hat sich an seiner Stelle sehr früh die unter 1Salm (s. d.) behandelte Entlehnung aus dem Lat. durchgesetzt. Das germ. Wort wird zusammen mit lit. lašišà, lãšis, lett. lasis, russ. lósos’, losós’ (лосось) und toch. B läks- ‘Fisch’ auf ie. *lak̑so- ‘Lachs’ zurückgeführt. Ob dieses mit lit. lãšas ‘Tropfen’, lašéti ‘tröpfeln’, lett. lāse ‘Sprenkel, Tupfen’, lāsains ‘punktiert, gesprenkelt’ zu einer Wurzel ie. *lak̑- ‘sprenkeln, tupfen’ zu stellen und Lachs als ‘der Gesprenkelte, Getupfte’ (nach dem prächtigen kupferscheckigen Hochzeitskleid des Männchens) zu deuten ist, bleibt zweifelhaft. Das Vorkommen des Edelfisches im Norden Europas entspricht weitgehend der Verbreitung des Namens in den westie. Sprachen, dem Germ. und Baltoslaw. mit Ausnahme des Südslaw.; der Lachs fehlt in den in das Mittelländische und Schwarze Meer mündenden Flüssen. Die verallgemeinerte Bedeutung ‘Fisch’ im Toch. weist ebenfalls auf das Fehlen des Lachses in den späteren Wohnsitzen der Tocharer (zu den baltoslaw.-toch. Gemeinsamkeiten vgl. Gliederung (1954) 184). Da der Fisch an ein bestimmtes Gebiet gebunden ist, hält Anord. 349 Herkunft des Namens aus einer vorie. Sprache für möglich.