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kien

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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24 in 21 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kien m.

Bd. 11, Sp. 682
kien, m. auch n. (1, b), fettes kieferholz, die am meisten harzigen stücke des 'kienbaums', der kiefer, die als späne von jeher zum feueranzünden, wie zum leuchten dienten (s. kienspan). ahd. chien (chên), mhd. kien, nd. kên, ags.n. schon seit dem 16. jh. findet sich auch geschrieben kün, kühn. 11) kienholz, 1@aa) stofflich gedacht, daher ohne plur., schon ahd. in zwei glossen chien taedae, taedas Graff 4, 451: vörheinʒ holz ist voller kiens, und dâ macht man lieht auʒ. Megenb. 314, 16; auch (ist nötig) schwefel, feurzeug, spen und kin ... behend ein feur darmit zu schüren. H. Folz bei Göz H. Sachs 4, 154; so sollen auch (bei aufläufen) in den feuerpfannen auf den gassen und an den eckhäusern von den einwohnern derselbigen, so balde sich diszfalls bei nächtlicher weile ichtwas erreget, pechkränze, kühn oder ander holz angezündet werden. Leipz. stadtordnungen 1701 s. 543; auf dem herd die flammen knistern, die sie mit duftgem kien geschürt. Rückert 239; kien hacken, graben, die kienigen wurzelstöcke der kiefern ausgraben. s. auch baumkien, stockkien, vogelkien. 1@bb) kienspan, fackel, ahd. ags. 'fax, taeda': dû (Maria) bist ein vackel und ein kien. Konrad gold. schm. 712, in vier hss. liehteʒ kien; gleichwol machte er sich mit seinem brennenden kyne zurücke. Lohenstein Arm. 1, 1305. kien, kühn taeda Steinbach 1, 852. 'cimbrisch' kin m. fackel. 22) aber auch der kienbaum hiesz so, ahd. mhd. ags. ('pinus'): 'kin, pinum vel pinus'. voc. inc. teut. n 2b; pinus pinguior Steinbach. so noch nd. kên als kiefernbaum im Brem. wb. 2, 759, märkisch aber als fem., die kiene Heynatz ant. 2, 180 (wie fichte, tanne), vgl. kienen. 33) früher auch gleich kienapfel. wie unter 2 'pinum' im voc. inc. t., so in mehreren: pinum ('fructus pini'), kien, kin, nd. ken Dief. 436a. ebenda auch kine, kiene, pl. kinen aus vocc. des 15. jh., ist das auch ein fem. kiene? 44) für ermittelung der herkunft zu bemerken schwed. dial. kim m. rusz, kimme sej sich beruszen, s. Ihre 1, 1063, Rietz 318b; daher schwed. kimrök gleich kienrusz (s. d.). nahen anklang bietet auch das sl., oberwend. khójna f. die kiefer (wie brandenb. kiene unter 2), niederwend. chojna reisig von kiefern (die kiefer aber chojza), poln. chojna fichtenreisig, fichtenholz (chójka fichte, kiefer, südsl. hojka, hoja). vgl. känicht.
2351 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kienst. m. n.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    kien st. m. n. , mhd. kien, nhd. kien m. ; as. kēn ( vgl. Holthausen , As. Wb. S. 41 ), mnd. kên m. oder n. ; ae. cén m.…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KIENstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    KIEN stm. kien, fackel. Graff 4,451. taeda sumerl. 18,53. voc. o. 7,44. du bist ein vackel und ein kien g. sm. 712.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kiͤn

    Mittelniederdeutsches Wb.

    kênbôm , kiͤn- „pinus”, „teda”.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kien

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Kien , des -es, plur. inus. das mit Harz gesättigte Holz der Kiefer, welches sehr leicht und hell brennet, und daher…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kien

    Goethe-Wörterbuch

    Kien stark harzhaltiges (Kiefern-)Holz der Rauch am schwärzesten ist, der von Fett und harzigen Dingen aufsteigt, als vo…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kiën

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kiën , siames. Hohlmaß, s. Kijen .

  7. modern
    Dialekt
    Kien

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kien [‘ X ìan Henfli. ; Khìən Hi. ; Khîn Str. ] m. n. Kienholz. — Schweiz. 3, 320. Bayer. 1, 1256.

  8. Sprichwörter
    Kien

    Wander (Sprichwörter)

    Kien 1. Du musstest deinen Kien auch dazulegen, sonst hätte es nicht gebrannt. ( Niederlausitz. ) 2. Ik kaom dî glîk up'…

  9. Spezial
    Kien

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kien m. (-[e]s) (Kienholz) lëgn da media m. , lëgna da media f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kien

121 Bildungen · 119 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

kien‑ als Erstglied (30 von 119)

Kienauge

SHW

Kien-auge Band 3, Spalte 1281-1282

Kienfackel

SHW

Kien-fackel Band 3, Spalte 1281-1282

Kiengiebel

SHW

Kien-giebel Band 3, Spalte 1281-1282

Kienholz

SHW

Kien-holz Band 3, Spalte 1281-1282

Kienjörgel

SHW

Kien-jörgel Band 3, Spalte 1281-1282

Kienkorb

SHW

Kien-korb Band 3, Spalte 1283-1284

Kienlicht

SHW

Kien-licht Band 3, Spalte 1283-1284

Kienloch

SHW

Kien-loch Band 3, Spalte 1283-1284

Kienofen

SHW

Kien-ofen Band 3, Spalte 1283-1284

Kienplatte

SHW

Kien-platte Band 3, Spalte 1283-1284

Kienplatz

SHW

Kien-platz Band 3, Spalte 1283-1284

Kienruß

SHW

Kien-ruß Band 3, Spalte 1283-1284

Kienspan

SHW

Kien-span Band 3, Spalte 1283-1284

Kienstock

SHW

Kien-stock Band 3, Spalte 1283-1284

Kienzopf

SHW

Kien-zopf Band 3, Spalte 1283-1284

Kienöl

SHW

Kien-öl Band 3, Spalte 1283-1284

kienapfel

DWB

kien·apfel

kienapfel , m. der samenzapfen der kiefer, wie tannapfel, fichtenapfel: pinum, ein kinapfel. voc. opt. Lpz. 1501 V 8 b ; pinea nux, kynapfel…

kienapful

EWA

kien·apful

kienapful*AWB m. a-St., Gl. 3,564,4 (in 2 Hss., 14. Jh., bei 1 Hs. [14. Jh.] Zeit des Gl.eintrags unbekannt): ‚Kiefernzapfen; pi- nea‘ (nhd.…

kienast

DWB

kien·ast

kienast , m. ast vom kienbaum, kienholz: ein burdelin kienastes. weisth. 1, 666, coll. gebraucht wie kien 1, a. mhd. kienast taeda vel sapin…

kienbäumen

DWB

kien·baeumen

kienbäumen , adj. zum vor., kienbäumenes holz. Adelung. schon im 15 . jh. kynbawmen pinanis Dief. 435 b . vgl. kienen.

kienbaum

DWB

kien·baum

kienbaum , m. kiefer, als der kiengebende baum bezeichnet, früher auch blosz kien ( s. d. 2); ahd. chînboum Graff 3, 120 , mhd. kînboum, kie…

Kienbaumenholz

PfWB

kienbaum·en·holz

 Kienbaumen-holz n. : ' Kiefernholz '; vgl. Kienholz . a. 1609: grün aspen-, kienbaumen vnd birckenholtz [Bergz (Weist.)].

Kienbaumholz

GWB

kienbaum·holz

Kienbaumholz (harziges) Kiefernholz daß Rahmen von Kiehnbaumholz hier [ Lichthof des Ostflügels des Weimarer Schlosses ] gute Dinge thun wür…

kienberg

DWB

kien·berg

kienberg , m. berg mit kiefern bestanden, findet sich als bergname, z. b. am Thüringer walde bei Ohrdruf. mhd. Kienberc ( als name eines hau…

kien als Zweitglied (1 von 1)

Stockkien

Adelung

stock·kien

Der Stockkien , des -es, plur. car. Kien, welcher aus Kienstöcken, d. i. den Wurzelenden gefälleter Kienbäume geschlagen worden; zum Untersc…

Ableitungen von kien (1 von 1)

Kiene

Campe

† Die Kiene , Mz. die — n, s. Kienbaum .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kien". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kien/dwb
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Cotta, Marcel. „kien". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kien/dwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kien". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kien/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_kien_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kien"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/kien/dwb},
  urldate      = {2026-05-15},
}