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kaefer

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Käfer

Bd. 4, Sp. 25
Käfer (s. Wk. Maikäfer) zunächst die Geb. von Süd. nach N. mit mdl. Entsprechungen, u. zwar an der Nahe, wo durchweg kEwər, –ī-, [] ęj- gilt, durchweg mit Mai- (u. so auch im folg.); kęwĭχ, –fĭχ in Kreuzn innerh. einschl. Roth Genh Waldlaubersh Heddesh Roxh Rüdesh Hüffelsh Traisen Boos Burg-Sponh Brauw Sommerloch Hergenf; -iw- Kreuzn-Dorsh Rümmelsh Sarmsh; kęfəriχ Kreuzn-Waldalgesh Waldhilbersh; -ęw- Kreuzn-Heddesh Windesh; Goar-Damschd, Simm-Sabershsn Buch Mörz, Birkf-Selb Eiw Bosen Georgweiersb, Wend-Mainzw Marping Steinb NLinxw Winterb Namborn Hof Dickesb kęwərt (Goar, Simm -E-) [Wend-Alsfassen kęwəs; Wend-Bliesen Gronig Oberth kęmərt]; Saarbr durchweg męikibs, –gibs; doch kęwərt Berschw Eiw Hilschb Holz Ritterstr; -e- Sulzb; -i- GrRosseln Püttl; Ottw allg. kęwərt (mit wenigen Ausnahmen kęwər, –e-; Wellesw -a-); Saarl (s. auch Maikibs, –schibs, Hirle, Schewert) kęwərt [SO -e-, –ē-; Neuforw Felsbg Beaumarais Wallerfang SBarbara Dilling -i-; n. Biring Guerlfang Fremersd -ęă-; Altforw -o-; Pachten kawər; Guising kewek; Gresaub kerwərigəs; OEsch glęwərt; s. auch Rotzkäwert]; Merz im Süd kęwərt; dann -ēw-, –Eăw-, –ēəw-, –īəw- [-ęrw- Mechern Merzw Theilen; -aw- Rech; -Eĭw- Rappw; kēwərliŋ u. kibs Mettlach; kēwęgərt Schweml; kēwagər o. O.] bis einschl. Saarbg-Büschd Taben Greimerath NZerf Hentern; diese -ərt-Form setzt sich über Wadrill Michelb fort in den trier. Hochw, wo kEwərt in Trier-Braunshsn Beschd Bierf Costenb Otzenhsn Mettnich (u. -ęiw-) herrscht, ö. davon kEwər, –ī- (Neuhütten Züsch) [kEăwiχ Seinsf; kəwərt Clüsserath]; Saarbg n. der o. gen. L., Trier, Bitb, SPrüm, SWWittl, SWBernk haben eine besondere Form (durchweg ohne Mai-) entwickelt, u. zwar innerh. einschl. Saarbg-Perl, Eft Borg Besch Wochern Orscholz Weiten Faha Kirf Beuren kīə(r)wərliŋ(k) (Ayl Faha Kirf Weiten -Ew-, –ēw-), sonst kēwəriŋ(k), –rik, –rek, –kEw-, kew- (kīəw- Freudenbg Castel Cöllig Nittel), kEwərigəs Bilzing Winchering; kēw- Rehling; kw- Soest; Trier hat (mit Ausn. des o. gen. Teiles des Hochw mit -wərt) kEwərik, –rek, kēw-, kew- [kEwəriŋk Mandern Pelling Pluwig Schilling Schönd; kāwərek OBillig; kw- Crettnach; kēwərliŋk, –lek Beuren Kürenz Pfalzel Gusenbg Pölert Prostr Raschd Sitzerath; kEwərigəs, kēw-, kęw-, kew-  Butzw Osb Schleidw Kernschd Lampaden Zemmer; kēwərigs Gutw; kEbərliŋk, –lik, kēb- Biewer Irsch Tarforst Mertesd; kēbərik, kEb- Cordel Becond Föhren Fell Issel Mehring Kirsch Naurath Schweich Leiwen Thomm; kewęgər Büdlich; kerwagəs Rodt; kawagəs Schleidw; kawagərt Orenhf; kwəriχ Heidenbg; hēwərliŋ u. hēwərigəs Trier-Stdt; mEikebəs Naurath; -kibəs Lorschd]; Bitb kEwərek, kēw-, kEəw-, kēəw-, kīəw-, –wăręk [kęrwərek, kEr- Ernzen Irrel Massholder Messerich; kēwEk Speicher; kEwərigəs Hütting Preist Herforst Beiling; ka(r)- Gond; kęrwigəs Landscheidtbg; [] kęrwərigəs Ord; kīəwənegəl Wallend; kęrwęk Orsf; -węgər Badem Gind]; diese wmosfrk. Bildungen reichen in der WEif im N. bis einschl. Prüm-Sevenich Lützkampen GrKampen Lambertsbg Huschd Burb Balesf, um hier nach SO abbiegend folgende O-Grenze zu bilden: Bitb-Neidenb SThomas, Wittl-Seinsf OKail Bergw Wengerohr Platten, Bernk-Noviand Lieser, hier die Mos überschreitend weiter nach Süd Bernk-Andel Veldenz Gornhsn Berglicht Talling Schönbg Malborn Lückenbg zum trier. Hochw überleitend, u. zwar hat SPrüm kEwərek, –wăręk [Philippsw kEwərigəs; Heckhuschd kęrwərek; Dahnen klEwərek; NHersd Densborn Mürlenb mēkęrwər; Ihren -kęrəf]; SWWittl kēwərigəs [Niersb Seinsf Binsf kērwəregəs, kēərw-; Gransd kāwəregəs; Hetzerath kēwərik; Monzel Osann Platten kēwəriŋ(k); Schwarzenborn kēwəregs; Minderlittgen kēwęgər; Gipperath kērwęgəlχə; Carl glēwęgər; Erlenb kēbərik; OKail kārwęgs; GrLittgen kī:skęrgər; SpangDahlem krwęgs u. kāwāgərt; Stdt Neuerbg kēwərliŋ(k); Eisenschmidt kēwərliŋ]; SWBernk kEwęgər, kēw- [Filzen Wintrich kEwagərt; Hirzlay kEwęgərt; Kesten kEwaigər; Lieser kErəwęgər(t); Berglicht kEwărigəs; Malborn Lückenbg kīw-; Maring Noviand glEwęgər(t); Gräfendhron maikēwiχ; Monzelf -kEwəlχə; Commen Longkamp -gEwəlχə]; der übrige Teil von Wittl u. die Mosel-Orte von OBernk (u. Rhaunen im Hunsr) haben kEwərt, –ēw- [Wittl-Honth Krinkh OÖffl -ęw-], wie auch die Mosel-Orte von Zell (u. Sosbg Starkenbg auf dem Hunsr) [Panzw męikęwəs], u. Koch bis Müden, nach Süd. Lütz Lieg Lahr Zilshsn Mörsd; ö. Koch-Lutzerath Urschmitt Dohr Faid Greimersbg Illerich Hambuch Düngenh (mit Ausn. der Mosel-Orte, hier von Moselkern an), May-Pillig Kollig Reudelsterz Ettring OMendig Kruft Plaidt Andernach, südl. der Mos von Koch-Moselkern an über OGomdershsn Liesenf Hirzenach (Rhein) fast stets ohne Mai-, im Teil von Koch kEwęrts (u. -E:-), -węts  [Brieden Treis Faid Dohr Moselkern kEwats; Kaifenh kEwęnts; Müllenb Laub Leienkaul Lutzerath kEwęgs; Calenborn štEwəlts; Brohl Möntenich maikEwiχ]; im Geb. von May kEwits, kē-, kēă-, seltener -wets, –węrts, –wErts, –wīrts (Saffig MüMaif); OLützing kwits; Ochtendung Nickenich Ettring kōwets; Moselürsch kāwits; Gondf Kattenes Löf Lehmen Welling kēwats; Polch Kaan Kerben Trimbs Mertloch Naunh Pillig Gierschenach kErwits; Einig Lasserg kErwErts; Stdt Andernach kEwęrts; Kretz krēwitz; Bell kēăwęlts; Allenz ka·r.wəs; Kottenh Reudelsterz kE:wigs; NWeiler Burgbrohl kīwigs; n. der L. Galenbg męikibəs; Wassenach Volkesf -kiwəs; Eich Rieden -øw-; NLützing -kiwəl; Aden-Müsch kebetš]; Kobl zunächst kē:wats (seltener -warts) (Cobern Diebl Bubenh Metternich Rübenach Waldesch []Rhens); sonst kē:wīrts [Kärlich, Urmitz SSebast Vallendar Mallendar kēwęts, –wərts; Kapellen kīwits]; in dem Teile von Goar kEwęrts, –wats, kē- [NSpay Liesenf kiwęrts]; diese Formen setzen sich rrhn. nach Neuw, Altk fort bis einschl. Neuw-Rheinbrohl Rüschd, Altk-Willr Horhsn Breitschd Flammersf Berzhsn Fladersb Almersb Leuzb Helmenzen Busenhsn Birkenbeul NFischb Betzdorf (wobei OAltk im Zusammenhang mit dem Siegld andere Formen zeigt), u. zwar hat der Teil von Neuw kēwęrts, –węts, –wə(r)ts [Brückrachd OBieber Rodenb kēwats; Scheuerfeld -warts; Engers Wilnau -wits; Urb Puderb Raub kī:wits, kīəwəts; ODreis kīwęrts; Hauroth kōwats; Lautzert kerwets; Heimb kEbits; ausserhalb des Gebietes im kurköln. Teil kE:wərts, ke- Asb Windhg Bennau Stockhsn]; der Teil von Altk hat kęwərts, –werts [Eichelhardt Bruchertseifen Sörth Wendl kewerts; Michelb Helmeroth Hüttenhf Hilgenr Neitersen Rachsen Isert Betzd kiwerts; Willr Epgert Horhsn Flammersf Weyerbusch kē:wats; Selb kēwets; Scheuerf kewarts; Schönebg Berzhsn Fladersb kiwets; Bachenbg kewiks (f.); Öttershg kęrberts; Opsen kerəbsə]; n. der L. im W. von Neuw u. Altk zunächst kębəlts Neuw-Jungeroth; -ęw- Leutesd Breitschd; meist -eb-, –ew- [OBreitschd -iw-; Oberschd -ib-; Ohlenbg OKasb kębənts; Erpel Dattenbg -eb-; Leubsd -ew-; Segend Kurtschd Siebenmorgen Bruchhsn -ęw-; Hönningen Ariend kebants]; Altk-Eichen Orfgen Rott Schürdt kēwəlts; Birnb -ęw-; Mehren Maulsb -ew-; Keschd -iw-; Burglahr kiwits; Walterschen kewənts; an der Sieg in Hamm Pracht Wissen kīwəs, –i-; Wissen auch giwəltsə; in OAltk um Freusbg Kirchen klęwər; um Birken Mudersb klę·m.ər [alle Formen rrhn. mit Mai- verbindbar]; diese letztern Formen streichen vom Siegld hinüber, wo glEwər –ęə- [OHäusl glęrwər; NSchelden Niedernd glębər) herrscht; die Formen von WAltk, NNeuw (s. o.) streichen nach Waldbr, Sieg hinein, u. zwar Waldbr-Alzen Eich Halschd Hurst Imhsn Morsb OElling, Sieg-Bergh Hangelar Holzlar Sieglar kęvər; Sieg-Mond ODollend kęvəl; Sieg-Eitorf Lichtenbg OPleis Süchterschd Leuschd kęvəlstər (u. kęvər) f.; Sieg-Rauschd Heisterbacherrott Schönd Ittenb kęvənts; Sieg-Eudenb Hofen Hannefmühle Uckerath Westerhsn kęvənstər [Sieg-Oberhsn, MülhRh-Forsb knęvəl]; die Form kęvənts, –ev- rrhn. am Rhein entlang von Neuw-Rheinbrohl bis zu den Sieg-Orten, geht dann auch lrhn. von Ahrw-Sinzig über die uAhr bis Rheinb-Fritzd Meckenh, Bo-Mehlem Altend Berkum Lannesd Pissenh [Ahrw-Dedenb kevants; NZissen kebənts; ODürenb kewəs; Rheineck kebeks; Brohl kibəs; Schelborn kibəlts]; in May-OMendig setzt kęwəlts ein, das in Bo-Arzd Adend Ließem wiederkehrt; -av- Bo-Gönnersd; im sonstigen LRip kęvəl, –E:-, [] -ē·ə.-, –ī·ə.- in Schleid-Ripsd, Eusk-Frauenbg Blessem Enzen Dürscheven Kötting Zülp, Rheinb-Ludend Miel Morenhv, Bo-Alfter Impekoven Pützchen Rösbg Roisd Walberbg, Köln-Hermülh, Bergh-Blatzh Buchholz Kerpen Königshf, Dür-Stdt Birgel Binsf Derichsw Frauwüllesh Geich Hofen Girbelsr Golzh Mariaw Merken Niederau Rommelsh, Aach-Eschw Aue Berensbg [Dür-Rolsd kę·r.vəl]; -v-, –f- Schleid-Mechernich Scheven, Eusk-Stdt Bessenich Ahrem Commern Dirmerzh Erp Elvenich Frauenbg Gymnich Mülh OSelverich OWichterich Rövenich Sinzenich Weiler Wichterich, Rheinb-Flamersh NCastenholz Weidesh, Bergh-Stdt, Dür-Disternich Embken Eschw Froitzh Hochk Jakobwüllesh Kelz Lüxh Poll Soller Wollersh; -ab- Schleid-Keldenich Urft (u. -ęb-); -ęb- Schleid-Rinnen; -b- Schleid-Frohngau Harzh Holzh Nöthen Pesch Breitenbenden Eiserfey Vussem Weyer Lorb Bergh Roggend Calenbg Callmuth Callerheister Strempt Call Sötenich Vlatten Berg Eicks Glehn Bleibuir Lückerath Hostel Scheven, Eusk-Antw Borr Bürvenich Billig Euenh Enzen Eschw Friesh Lessenich Lövenich Metternich Niederbg Nemmenich Schwerfen Weingarten, Rheinb-Büllesh Cuchenh Arloff Odend ODrees Palmersh Queckenbg Roitzh Schweinh Stotzh; kvər Eusk-Dorw Herrig Pingsh, Dür-Sieverich; kvərt Eusk-Billig; kęvər Eusk-Blessem, Rheinb-Flamersh Flerzh Lüftelbg Merl Wormersd, Bo-Gielsd NHoltorf Rheind Urf Vilich Widdig, Köln-Bayent (-e-) Nippes (-e-) Kalk Bocklemünd Frechen Gleuel Lövenich Merh Radert Rodenk Rond Sinthern Bergh-NAussem Sind, Neuss-Nievenh; -ȳ·ə.v- Aach-Hehlr; knęvəl Eusk-Liblar, Rheinb-Stdt, Bergh-Glessen; -ęb- Bergh-Angelsd Fortuna; kęf Köln-KlKönigsd Schwad Sürth Vochem; klębəl Schleid-Golb; klbəl Schleid-Floisd; kīfəl Aach-Bergr Röhe; kavəχ Dür-Luckersbg; kevərliŋ Köln-Stdt; kī·ă.vər- Dür-Stdt Kreuzau Winden; kE:və(r)-, kE·ə.vərleŋk  (stets ohne Mai-) Aach allg. (mit Maikäfer durchsetzt); dann kommen noch mdl. Formen vor in Grevbr, MGladb, u. zwar Grevbr-Jüchen kīəvəl; Grevbr-Aldenhv Bedburdyck Gind Gierath Hoisten Wallr Weckhv, MGladb-Liedbg Kleinenbr Schelsen Korschenbr Pesch kēəvəltər (meist mit Mai-); dann Heinsb-Rathm keibəl (Mai-); Millen kEəvəlEr; Kemp-Breyell Bracht Schaag Kaldenk kēəvəl (Mai-); im NBerg Sol-Pfaffenlöh kęvəl; MülhRh-Refr kęvər; Sol-Lützenk kuvər; Sol-Burschd kębər; Sol-Dürschd, Lennep-Dabringhsn knęvəl; Düss-Angermund kēəwəltər; Elbf, Barm, Mettm, Lennep kęwərtə, Pl. -tən f. [Wermelsk kęwəltə; Lennep-Remschd Reinshg, Mettm-Dohr kęməltə, kē-; Ess-Werden kōwəl, –ōb-; Ess-Frohnhsn Schonnebeck kabəl; Ess-Altenessen -aw-; Rees-Schledenhorst -Ew-; Klev-Wissel kEwəlt; Geld-Stdt Holt []Herong Straelen kEγəl]; sonst herrscht (Mai)kEwər, –ē-, –ī-, –E:v-, –E·ə.-, –ē·ə.-, –ī·ă.-, –Eə-, –ēə-, –īə-, Formen, die sich nach dem Nhd. auch zahlreich in das Geb mdl. Formen mischen; doch sind in diesen Geb. andere Bildungen oft vorherrschend, Mai-gibs, –kibs (Saarbr, SSaarl), -dier (Daun, Aden), -vogel (Aden, Schleid, Monsch), -kalb (Koch, OBerg, Kemp, Ess), -quabbel (Bergh, Dür, MülhRh, Neuss), -panz (Aden), -kitz (Monsch, Jül, Dür, Grevbr, SNfrk (hier das eigentl. Wort), Düss, Sol, Mettm, MülhRuhr, Mörs), -perd (Monsch), -krabbel (Gummb, NBerg, Dinsl, Rees, Ess), -krabbelte, –belze (Lennep), -krabatz, –krawatz, –krabammelte, –klabatz, –klabaster (Sol, Lennep); s. auch Nuss-, Katzenkäfer, Perdsjöbb (s. d. W.); Pl. -ə(n), Klevld -ərš, -ərs) m.: 1. ursprüngl. nur der Maikäfer [der männl. Rid (Rüde), der weibl. Muderdier Bitb; Unterscheidungen nach der Art s. bei Müller, König, Kuh, Ochse, Schuster] [die mdl. Bildungen im WMosfrk (kEwərigəs, –ərlek usf.) u. an der uMos u. Westerw (kE:węrts, –wats usf.) u. kęvərliŋk (Köln, Aach) stehen gewöhnlich ohne die Zs. mit Mai-; die übrigen haben gewöhnl. die Zs. mit Mai-, können aber auch ohne diese stehen; die andern Entsprechungen, wie Mai-gibs, –vogel, –kitz, –quabbel usf. haben stets die Zs. mit Mai-; wo Maikäfer nach dem Nhd. herrscht, fehlt nie Mai-; ein Gattungsn. für Käfer fehlt ursprüngl. der MA., dafür gewöhnl. Dier (Saargeb. Bob(ert)); die dem Volke bekannten Arten werden besonders benannt, wie Perdswibbel, Goldschmied, Schuhmächer, Flimmflämmke usf.; doch hat sich neuerdings unter dem Einflusse der Schule der Gattungsn. Käfer (u. auch die mdl. Bildungen, losgelöst von Mai-) Raum geschaffen, wobei das Rhfrk u. Klevld vorangehen, da hier die Entsprechungen für Maikäfer der nhd. Form sich nähern]; mer gohn K.ə schüdde(le), rüseln (s. d. W.). RA.: Et ös e Könd (Kind) wie e Kewicks munter, lebhaft Altk-Bachenbg; er ös su drill (schnell) wie e K. ebd.; se flög (fliegt) wie en Käwerte eine zänkische Person Barm; lache wie e Kewatz still, aber froh vor sich hinlachen Goar-Weiler; heə zällt (zählt) wie ene Käəvelengk von einem, der mit einer Sache nicht fertig werden kann (den Zeitraum von dem Hinsetzen des Maikäfers bis zum Auffluge nennt man zälle, weil nach dem Glauben der Kinder der K. erst bis 100 zählen muß, ehe er auffliegt) Aach-Stdt; Auge wie ne K. MGladb-Rheind. De Kewert fänkt an ze krawweln du bist nicht gescheit Merz-Saarhölzb. Wenn't gefreten ös, dann ös et glick (gleich, egal), of et de Ruppen (Raupen) oder de Käwersch gedohn höbben Geschehenes läßt sich durch nachheriges Gerede nicht ändern Mörs, Ess, Duisb, NBerg. Do häs ene Käwer in de Kopp bist hochmütig, närrisch Kref, Goar-Alken (Käwatz), Saarbg-Trassem. Eich hon en Käbels [] em Uhr (Ohr) es klingt mir im Ohr Koch. Nu es der Käwer en der Eike der Streit ist da Sol-Merschd, Düss-OKassel (Eck). He sett wie ne Keəver en en Duəs Eup. — Käwerlengk, flie; dei Vadder es em Krieg, dei Modder es em Pommerland (Niederland), P. es obgebrannt, K., flie! WMosfrk. Kewereck, K., weis (zeige) mer de Spiegel, sos drehn ich der den Hals erom! Trier-Kenn. — 2. übertr. a. persönl. α. kEwərt kleiner Mensch, Bube, Kosew. für kleines Kind Ottw-Uchtelfang, Merz-Losh, Trier-Mettnich, Zell-Enkirch; en dere (dürrer) Käberick magerer Mensch (Vieh) Trier-Mehring. — β. hübsches Mädchen, ene nette Käəver MGladb, Erk; Käwerte Elbf, Barm. — γ. flinker, auch leicht erregter Mensch Barm; et es en Käwerte zänkisches Weib Barm. — δ. kēwərt schmales, mageres Stück Vieh Saarl-Schaffhsn; kEbərik Trier-Mehring. — b. sachl. α. kEwərt vertrockneter Nasenpopel Wittl-Reil. — β. kevər scherzh. Taschenuhr Köln-Stdt.
14627 Zeichen · 165 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Käfer

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Käfer , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Käferchen, Oberd. Käferlein, eine allgemeine Benennung aller geflüg…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Käfer

    Goethe-Wörterbuch

    Käfer Nom Pl -rn GWB B48,275,10 ; abgekürzt ‘K’ GWB 15 2 ,21 1 das sechsbeinige (krabbelnde, fliegende) Deckflüglerinsek…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Käfer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Käfer ( Deckflügler, Koleopteren, Scheidenflügler , Coleoptera, Eleutherata , hierzu Tafel »Käfer I und II« mit Erklärun…

  4. modern
    Dialekt
    Käfer

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Käfer [Kháfər Hi. Ensish. U.; Khǽfər Str. ; Khǽwər, Pl. –ə Lohr ] m. 1. Käfer, auch Kosewort, bes. im Demin. min Käferle…

  5. Sprichwörter
    Käfer

    Wander (Sprichwörter)

    Käfer 1. Dem Käfer ergeht es schlecht, der sich einmiethet beim Specht. Die Russen: Der ist ein närrischer Käfer, der si…

  6. Spezial
    Käfer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kä|fer m. (-s,-) ‹entom› chefer (-fri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaefer

388 Bildungen · 39 Erstglied · 347 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von kaefer 2 Komponenten

kae+fer

kaefer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kaefer‑ als Erstglied (30 von 39)

Käferänte

Adelung

Die Käferänte , plur. die -n, S. Adelung Dachänte .

Käferdose

RhWB

kaefer·dose

Käfer-dose (s. S.) Allg. f.: 1. D., in die die Kinder die gefangenen Maikäfer sperren Allg. — 2. übertr. a. Botanisierbüchse Aach-Stdt . — b…

käferente

DWB

kaefe·rente

käferente , f. was dachente 2, 664; käferentle n., pygoscelis minor, dürchelin, duchentlin Maaler 93 a .

käferflügeldecke

DWB

kaefer·fluegeldecke

käferflügeldecke , f. : wie vor Luther die bibel, wurde jetzt die Cansteinische mit ihren schwarzen käferflügeldecken gesucht. J. Paul Hesp.…

käfericht

DWB

kaefe·richt

käfericht , voll von käfern oder ihrem geschmeisz. Stieler 937 . vgl. käferig unter käfermäszig.

käferig

PfWB

kaefe·rig

käferig , käfertsig Adj. : ' dünn, klein '; e kewwerich Kerlche [ KU-Schmittw/O ]; 'unterentwikkelt, elend', käwerzich [ Kühn Hamet 117]; vg…

käferin

DWB

kaefe·rin

käferin , f. weiblicher käfer. Lichtwer fab. 1, 10 als ' neu '.

käferjagd

DWB

kaefer·jagd

käferjagd , f. : nur die schmetterlings- und käferjagd konnte ich ihm nicht abgewöhnen. Ernst Wagner ( Campe 4, 215 a ).

Käferjörge

Wander

Käferjörge Es ist Käfferjörgel. Georg, der Käfer, Sparren im Kopfe hat. ( Stadler, Pfalz, 283. )

Käferkrubel

RhWB

Käfer-krubel -gruwəl Wend-Ulmet m.: Käfer.

käferlein

DWB

kaefer·lein

käferlein , n. was käferchen. kefferlin Diefenb. 96 a . Tobler 98 a cheferli n. allerliebstes frauchen, mädchen oder kindchen. ein Ulricus d…

käfer(l)ig

ElsWB

kaf·erlig

PfWB käfer(l)ig [áfərik Roppenzw. Attenschw. ; kháfrik Banzenh. ; kháfərik M. ; khêfəriχ Ingw. ; kháfərlik Katzent. ] Adj. 1. lebhaft, bewe…

Käfermade

RhWB

kaefer·made

Käfer-made -m:t (s. S.) Bitb-Wiersd Biesd , Wittl-Gransd , May-Stdt Ochtendung NMendig f.: Engerling.

käfermässig

ElsWB

kaefer·maessig

käfermässig Adj. lebhaft wie ein Käfer: E k. Büew e l Dollern . — Idiotikon Schweiz. 4, 443.

käfermäszig

DWB

käfermäszig , munter, rüstig: keffermeszig Keisersberg omeisz 10 d ; so kefermäszig und so wol zu fusz als ein junger. Simpl. 1, 497; noch s…

Käfernburg

Meyers

kaefern·burg

Käfernburg , im Mittelalter eine thüringische Grafschaft, gegenwärtig einen Teil des schwarzburgsondershausenschen Amtes Arnstadt bildend, g…

kaefer als Zweitglied (30 von 347)

Ɉohannskäfer

Campe

Der Ɉohannskäfer , des — es , d. Mz . w. d. Ez. 1) Eine Art Käfer, halb so groß als ein Maikäfer, und mit graugelblichen durchsichtigen Flüg…

Ɉuliuskäfer

Campe

Der Ɉuliuskäfer , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Käfer, welcher sich im Monat Julius häufig findet, mit braunrothen Flügeldecken, die mit w…

Ɉuniuskäfer

Campe

Der Ɉuniuskäfer , s. Campe Ɉohannskäfer .

Ɉuwelenkäfer

Campe

Der Ɉuwelenkäfer , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Prachtkäfer, dessen Grundfarbe schwarz ist, der auf dem Brustschilde aber eine Furche nac…

Ölkäfer

Campe

Der Ölkäfer , — s, Mz . gl. ein Name des Maiwurmes, Maienkäfers (Meloë proscarabaeus L ., bei Andern Oleocantharis, Pinguiculus, Scarabaeus …

aaskäfer

DWB

aas·kaefer

aaskäfer , m. silpha, σίλφη , benennung stinkender käfer.

Afterkäfer

Campe

after·kaefer

Der Afterkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Name, mit welchem Einige unschicklich den Afterrüsselkäfer belegen.

Afterleuchtkäfer

Campe

after·leuchtkaefer

Der Afterleuchtkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Käser mit beilförmigen Freßspitzen, zwei gespaltenen Kinnladen, ungetheilter Lippe und …

Afterrüsselkäfer

Campe

after·ruesselkaefer

Der Afterrüsselkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. eine Käfergattung mit fadenförmigen Freßspitzen, zweigetheilten Kinnladen, einer hornartige…

Alpenbockkäfer

Campe

alpen·bockkaefer

Der Alpenbockkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Bockkäfer mit sehr langen Fühlhörnern und stumpfen Flügeldecken, die eine Binde und vier …

Amazonenkäfer

Campe

amazonen·kaefer

Х Der Amazonenkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. eine Käferart im Amazonenlande, mit glattem erdfarbigem Körper und ungehörnt. Er hat auf dem…

Ameisenkäfer

Campe

ameisen·kaefer

Der Ameisenkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. eine Käfergattung mit vier Freßspitzen, von welchen die zwei vordern fadenförmig, die zwei hint…

Ankerhakenkäfer

Campe

ankerhaken·kaefer

Der Ankerhakenkäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Hakenkäfer mit ziegelrothem Kopfe und Brustschilde, und schwarzen Flügeldecken, auf welc…

Bisamkäfer

Adelung

bisam·kaefer

Der Bisamkäfer , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Ein Nahme, welchen einige auch dem Holzkäfer, oder so genannten Holzbocke, Cerambyx, L. gebe…

blattkäfer

DWB

blatt·kaefer

blattkäfer , m. chrysomela, ein goldkäfer, der sich in den blättern der blumensträuche aufhält, vgl. Strickers gedicht, das anhebt: ein chev…

Blattlauskäfer

Campe

blattlaus·kaefer

Der Blattlauskäfer , des — s, d. Mz. w. d. Ez. eine Benennung verschiedener kleiner Käfer, die Marienkäfer, Marienwürmchen  heißen (Coccine…

Ableitungen von kaefer (2 von 2)

gekäfer

DWB

gekäfer , n. coll. zu käfer, nach gewürm gebildet: von allen seiten kroch und schritt das gewürm und gekäfer an ihn heran. Immerm. Münchh. 3…

Verkäfer

LothWB

PfWB RhWB Ver-käfer m. D. Si. u. s. Verkäufer.