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Hauch

ahd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
16 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hauch

Bd. 8, Sp. 872
Hauch, Johannes Carsten, dän. Dichter, geb. 12. Mai 1790 zu Frederikshald in Norwegen, gest. 4. März 1872 in Rom, widmete sich in seinen Jugendjahren mit gleichem Eifer der romantischen Dichtung, der Philosophie und den Naturwissenschaften. Als Doktor der letztern bereiste er 1821–27 Deutschland, Frankreich und Italien, trat nach seiner Heimkehr als Lektor der Naturwissenschaften in die Akademie zu Sorö ein und wurde 1846 Professor der nordischen Literatur zu Kiel. Von hier durch den Ausbruch der Revolution 1848 vertrieben, wurde er nach Öhlenschlägers Tode (1851) Professor der Ästhetik an der Universität zu Kopenhagen. Von 1860 an war er zugleich Theaterzensor. Ein Nacheiferer der spekulativen deutschen Romantik und Bewunderer Öhlenschlägers, zeigte er sich in seinen ersten dramatischen Versuchen: »Die Kontraste« (1816) und »Rosaura« (1817) schwer, pathetisch, unklar, aber seine nachfolgenden Tragödien sind bemerkenswert durch des Dichters unaufhaltsames Streben nach Klarheit und tüchtiges Charakterstudium. Wir nennen: »Bajazeth«, »Tiberius« (beide 1828); das schwache Stück »Don Juan« (in den »Dramatischen Werken«, 1828–29, 3 Bde.; deutsch, Leipz. 1836); ferner »Der Tod Karls V.« (1831); »Die Belagerung Maastrichts« (1832; deutsch, Leipz. 1834) und »Svend Grathe« (1841). Größeres Können zeigen Hauchs spätere, von edler Poesie durchgeistigten Stücke »Die Schwestern auf Kinnekulle« (1840), »Die Ehre verloren und wiedergewonnen« (1851), »Tycho Brahes Jugend« (1852) u. a. Als guter Erzähler bewährte er sich in den Romanen »Wilhelm Zabern« (1834; deutsch, Leipz. 1848); »Der Goldmacher« (1836; deutsch, Kiel 1837); »Eine polnische Familie« (1839; deutsch, Leipz. 1840); »Das Schloß am Rhein« (1845; deutsch, Wurzen 1851); »Sage von Thomas Widförle« (1849); »Robert Fulton« (1853) u. v. a. In seiner wahren Größe zeigt er sich aber erst als Lyriker. In den Sammlungen »Lyrische Gedichte« (1842, 2. Ausg. 1854), »Lyrische Gedichte und Romanzen« (1861), dem Romanzenzyklus »Waldemar Atterdag« und den »Neuen Gedichten« (1870) kommen Stücke vor, die zu den edelsten und feinsten der dänischen Dichtung zählen. Was H. charakterisiert, ist eine ungewöhnliche Tiefe des Gefühls und der Begeisterung, die ihn stark zu dem Ahnungsvollen und Mystischen hinzieht, so daß über allen seinen Dichtungen tiefes, romantisches Dämmerlicht liegt. Für den modernen Leser befremdend ist der in dieser Romantik enthaltene Dualismus: den Schwerpunkt und die Lösung des Realen sucht H. stets in dem irrealen Jenseits. Biographisches gab H. selbst in den »Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend« (1867) und den »Erinnerungen von meiner ersten Auslandreise« (1871). Gesammelt erschienen seine dramatischen Werke Kopenhagen 1852–59, 3 Bde., und seine Romane 1873–1875, 7 Bde. Vgl. G. Brandes, Danske Digtere (Kopenh. 1877), und F. Rönning, Joh. Carsten H.,en levneds-skildring (mit Auswahl seiner Gedichte, das. 1890).
2929 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hauch

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hauch Gl 4,109,50 s. hag(g)o.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Hauch

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Der Hauch , das Zäpfchen im Halse, ingleichen eine Krankheit des Wiehes, S. Adelung Hauk .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hauch

    Goethe-Wörterbuch

    Hauch einmal pl ; überwiegend in dichtungsspr Verwendung 1 von einer Person od Sache Ausströmendes, Exhaliertes a Atem (…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hauch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hauch , Carsten v., dän. Dichter, geb. 1791, war lange Prof. der Physik an der Ritterakademie zu Soröe, an welchen Beruf…

  5. modern
    Dialekt
    Hauchm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Hauch m. : 1. a. 'der ausgestoßene Atem (in der kalten Luft sichtbar werdend)', Hauch [verbr.]. Er hot 'n hääße H. [ LU-…

  6. Spezial
    Hauchm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Hauch , m придыхание , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hauch

45 Bildungen · 34 Erstglied · 2 Zweitglied · 9 Ableitungen

hauch‑ als Erstglied (30 von 34)

Hauchbild

SHW

Hauch-bild Band 3, Spalte 159-160

Hauchbilder

Meyers

hauch·bilder

Hauchbilder , s. Taubilder ; Karstens H., s. Elektrische Entladung , S. 619.

hauchblatt

DWB

hauch·blatt

hauchblatt , n. zapfen im halse: uva hauchblat l. hueck Dief. 632 a ; es wird gebraucht zu dem feuchten gefallenen zäpflein und das feucht a…

Hauchbuchstabe

Campe

hauch·buchstabe

Der Hauchbuchstabe , des — ns, Mz. die — n , ein Buchstabe, der mit einem Hauche ausgesprochen wird. Dergleichen sind das g, k, q und besond…

Hauchecorne

Meyers

Hauchecorne (spr. ōsch'korn'), Wilhelm , Bergmann und Geolog, geb. 13. Aug. 1828 in Aachen, gest. 16. Jan. 1900 in Berlin, widmete sich seit…

hauchen

DWB

hau·chen

hauchen , verb. halare, anhelare. ein mhd. hûchen erscheint im 13. jahrh. nachgewiesen ( wb. 1, 724 a ), doch ist es ein seltenes wort, das …

Hauchenbähnchen

RhWB

hauchenbahn·chen

Hauchenbähnchen (s. S.) huzəbā:n Waldbr-Wildbg , Bo , Köln , Bergh , Dür , Jül , Aach , Geilk-Baesw , Grevbr-Elfgen ; huxələ- Bergh-Hüchelhv…

haucher

DWB

hau·cher

haucher , m. anhelator, spirans. Stieler 792 . in der neuern sprache öfter für hauchlaut gebraucht.

Haucheseufzer

GWB

hauch·e·seufzer

Haucheseufzer [ zum Tod Napoleons ] Er war — und wie, bewegungslos | Nach letztem Hauche-Seufzer [ mortal sospiro ], | Die Hülle lag, uneing…

Haucheⁿ

Idiotikon

Haucheⁿ Band 2, Spalte 969 Haucheⁿ 2,969

hauchgefieder

DWB

hauch·gefieder

hauchgefieder , n. : da gaukelt um mich her ein traum auf Zephyrs hauchgefieder. Stolberg 5, 284 .

hauchhaar

DWB

hauch·haar

hauchhaar , n. : pappus, der wollichte saamen, hauchhaare, an etlichen kräutern, die vom blasen wegfliegen. Matthiä lat. deutsches lex. 1 (1…

hauchicht

DWB

hauch·icht

hauchicht , adj. spirabilis, anhelus, flabilis: hauchichte worte, anhelata verba Stieler 793 .

Hauch II

RhWB

Hauch II = Hau s. hauen;

hauchlaut

DWB

hauch·laut

hauchlaut , m. laut der durch hauchen erzeugt wird, namentlich h. als technischer ausdruck den grammatikern des 18. jahrh., besonders Adelun…

Hauchlauter

Campe

hauch·lauter

Der Hauchlauter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. das Zeichen, durch welches ein Hauchlaut ausgedruckt wird, ein Hauchbuchstabe.

hauchsen

RhWB

hauch·sen

hauchsen -ǫ·u.xs- Ahrw-Löhnd schw.: wütend bellen, vom Hunde. — Abl.: die Hauchserei, dat Gehauchs.

hauch als Zweitglied (2 von 2)

aushauch

DWB

aus·hauch

aushauch , m. exhalatio: nicht flieht den athemraubenden aushauch von goldnen kerkern der städte. E. von Kleist; o wie stärket ihn da der au…

Nasenhauch

Adelung

nasen·hauch

Der Nasenhauch , des -es, plur. die -e, der Hauch durch die Nase. Ingleichen die Gewohnheit, gewisse Buchstaben, z. B. die Gaumenbuchstaben,…

Ableitungen von hauch (9 von 9)

behauchen

DWB

behauchen , afflare, anhauchen: das fenster, den spiegel behauchen; von bösem athem behaucht; von athmender kühlung aller winde behaucht. St…

Behauchung

FiloSlov

Behauchung , f придыхание , ср → FiloSlov Aspiration, f

enthauchen

DWB

enthauchen , 1 1) fumantem surgere, entqualmen: was enthaucht wol solchem furchtbaren greuelschlund? Göthe 41, 195 . 2 2) trans. exhalare: n…

Mißhauch

Campe

○ Der Mißhauch , — es, Mz. — e , ein unangenehmer, widriger Hauch. Uneigentlich vom Winde. Ausgeras't hat endlich der Ost mit russischem Miß…

urhauch

DWB

urhauch Rückert 8, 565 .

verhauchen

DWB

verhauchen , verb. einem hauche gleich verlaufen, in hauch sich auflösen, aushauchen. zusammensetzung mit einfachem hauchen, dessen bedeutun…

Verhauchlich

Campe

Verhauchlich , adj . u. adv . sich verhauchen lassend; besonders, sich leicht verhauchen lassend. »Ach, wie leicht verhauchlich ist des Mens…

zerhauchen

DWB

zerhauchen , verb. , auseinanderhauchen, durch seinen hauch zertheilen: weib, besser spieltest du mit seifenblasen, die die luft zerhaucht C…