Hauptquelle · Mecklenburgisches Wb.
Goorn n.
Goorn n. Garn 1. der aus der Flachsfaser gesponnene Faden, s. Flaß . Diesen pflegten der Bauer selbst oder die Altenteiler von der Spule auf die Haspel zu wickeln (Abb. 2, 961). Nach 100 Umdrehungen, von der Tallhaspel (Abb. ebda) durch ein Lautzeichen gemeldet, wurde eine Fitze oder Bind ( s. d. ) mit dem Fitzelband ab- und 10 solcher Bunde zu einem Stück Garn zusammengebunden. Danach legten die Frauen die Garnstücke in das Bükfatt ( s. d. ), je eine Schicht Garn und eine Aschenschicht, und gossen heißes Wasser darüber; sodann wurde das Garn im großen Muerkätel gekocht; s. büken . Es erhielt …