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stuken

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
7 in 5 Wb.
Sprachstufen
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24

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

stuken Part.

Bd. 6, Sp. 1023
Wossidia stuken vereinzelt stucken (s. 2) stauchen 1. stoßen a. eig.: dei Bull stukt ... stramm in dei Ked' (wirft sich gegen sie) Camm. Vadd. 171; dat (ein Schlag) hadd' em (einem Hecht) in 'n Kopp stuukt StaStargard@GrauenhagenGrau; zum Kind, das hinfällt: Stuk du dinen dicken Noors man 'n bäten Wulk; Rdaa.: hei (ein schlechter Mäher) hett de Snut stuukt SchöSchönberg@CarlowCarl; Prügeldrohungen: ick stuk di in 'n Dutt Schw; di will 'ck mit de Snut in 'n Rönnsteen stuken Wi; du ward'st up 'n Schäpel stuukt StaStargard@OertzenhofOertz; prügeln: dei gnädig Herr stukt em ook schön dei Knaken Camm. Bil. 52; bildl.: dei (der Branntwein) hett em einen stuukt MaMalchin@GielowGiel; stuk (stich, beim Kartenspiel) em eenen Wa; wie stüpen: ick stuke di LuLudwigslust@MenkendorfMenk. b. bei der Bearbeitung von Flachs und Garn und beim Waschen; den Flachs mit der Brak (s. Brak3, Bd. 1, 1048) leicht klopfen: weck braakten den Flaß nich ornlich dörch, dei stuukten dat bloß RoRostock@Poppendorf bei BentwischPoppB; das Garn ruckweise auseinanderziehen, s. Goorn 1, Bd. 3, 223; das Garn nach dem Auskochen klopfen Sta Stargard@Neu KäbelichNKäb; die Wäsche in die Lauge stoßen, stampfen WiWismar@PoelPoel; Zasch; gewaschenes Zeug stauchen, um es vom Wasser zu befreien Mi 88b. c. sich ruckweise bewegen: wenn de Wind so ruckig is, dat hei stuken deit WaWaren@JabelJab; hei (der Sturm) stuukt deuwelhaftig MaMalchin@GielowGiel; Wo. Seem. 2, 148; dee (ein Schiff) stuukt bannig in de See (stampft) 102; weck Schäpen stuken so dull int Rad Ro Rostock@DierhagenDierh; he (ein Boot) stuukt inne Pinn NHagD; wenn dat Roder stuken ded', künn de Rodersmann sick nich hollen Ro; vom Seegang: dat stuukt so Wa. d. zusammendrücken, kürzer und dicker machen: 'für Ausländer bemerke ich, daß bei uns Hafer und Gerste beim Anlegen auf der Scheuer Behuf des Dreschens auf das Stoppel-Ende gestellt werden — die Ähren in der Höhe — und daß beides mit der Hand alsdann niedergedrückt wird, welches man stucken (stauchen) nennt. Daher nennt der Drescher eine solche Lage Stuklage' Land. Ann. 1817, S. 563; vgl. Stuklag'; Part. Prät.: gestuukte Stifte Schusternägel HaHagenow@BelschBelsch; gestuukt untersetzt, s. Bd. 3, 150. 2. in Haufen setzen: Baukweiten ward stuukt Ha, vereinzelt in Lu, Schw, Schö; de Baukweiten würd' stuukt, baben würd' 'n bäten ümtüdert LuLudwigslust@FahrbindeFahrbinde; stuckt HaHagenow@Alt ZachunAZach; SchwSchwerin@HolthusenHolth; auch von Klee Wi; PaParchim@MarnitzMarn; WaWaren@DammwoldeDammw; vgl. Stuk 1 a. 3 a. stauen: dat Water stuukt sick dor LuLudwigslust@EldenaEld. b. vorwölben: denn stuukt sick dat Lif bi 't Äten LuLudwigslust@ConowCon. — Zss.: af-, an-, dal-, dörch-, hen-, in-, ran-, rup-, tausamen-, tau-, trecht-, üm-, unner-, up-, ut-, ver-, vör-, vullstuken. — Br. Wb. 4, 1076; Dä. 471b; Da. 215a; Kü. 3, 322; Me. 4, 912; Teu. 2, 12.
2575 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stûkenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    stûken , swv. , °1. stoßen, c. A. p. (Luzifer) in den Abgrund nēder s. (Sündenfall 112). 2. Flachs in kleinen Bunden zum…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stukenv., trs, ntr

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Stuken , v. trs . N. D. 1) Stauchen. Sich stuken , sich stauchen. Besonders sagt man als ntr . von einem Bolzen, er st…

  3. modern
    Dialekt
    stukenPart.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    stuken vereinzelt stucken ( s. 2 ) stauchen 1. stoßen a. eig.: dei Bull stukt ... stramm in dei Ked' (wirft sich gegen s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuken

13 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

stuken‑ als Erstglied (11 von 11)

Stūkenakke

WWB

Stūke-nakke m. [ Rek Gel Dor Unn Sos MSauerl, sonst verstr.] 1. kurzer, dicker Nacken mit steifer Haltung; steifer Nacken (Frbg.). — 2.1. Pe…

stūkenakkig

WWB

stūke-nakkig Adj. halsstarrig, eigensinnig ( Isl Is).

Stukenbrock

Meyers

stuken·brock

Stukenbrock , Dorf im preuß. Regbez. Minden, Kreis Paderborn, am Ölbach und in der Senne, hat eine kath. Kirche, eine Papierfabrik, Eisengie…

stûkendracht

MNWB

stuken·dracht

° stûkendracht wohl zu 1 stûke, Tragen eines Klotzes, verächtlich von dem in der Prozession getragenen Heiligenbild (Richter 1, 168).

Stūkenupslag

WWB

Stūken-up-slag m. Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.) ( Enr Gb).

Stūkenūtslag

WWB

Stūken-ūt-slag m. [ Wol Olp] Ausschlag aus dem Wurzelstock (bei Stauden und Sträuchern) (Frbg.).

stuken als Zweitglied (1 von 1)

Torfstuken

DRW

torf·stuken

Torfstuken, n. Stapeln von Torfsoden zum Trocknen vgl. 2stauchen die mohrgänge oder handdienste auff den [!] mohr alß das torffstuken, abdec…

Ableitungen von stuken (1 von 1)

verstuken

MeckWB

verstuken verstauchen Mi Nachtr. ; Dat du dat Behn verstuukt Babst Int. 2, 9; he hadd' sick de linke Fot ... ossig verstuukt Bri. 2, 176; in…