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Stauchen

nhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 11 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stauchen

Bd. 8, Sp. 540
Stauch, Stauchen das Wort, eine Abl. zu dem folgenden stauchen, ahd. stûhha, mnd. stûke, anord. stûka, ist lhrn. bis Geld, Kref, rrhn. bis zur Ruhr allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk bis zur Diphthongierungs-L. -auxə, –ǫu-, –ou- Sg. u. Pl. m. [Pl. daneben -Eiχ, -ei- in Simm, Koch, Zell, Trier (Mos), Daun-Strohn; -ǫux, Pl. -xə f. mosfrk. Saar, Trier, Bernk (Mos), Bitb, SPrüm; -ox, Pl. -xə f. NPrüm; dann eine auffallende unverschobene Form -uk, Pl. -gən f. Zell-Briedel Merl, vielfach Bitb; -ouk Prüm-Ringhuschd]; Altk, Siegld -uxə, –o- f., dies auch Waldbr, Gummb; NNeuw, RRip, LRip in Eusk, Rheinb, Bo, Köln -uxə Sg. u. Pl. m.; -ux, Pl. -yχ Malm, Schleid; -ūx, Pl. -ȳχ m. Monsch, Eup, Jül (u. -oux, Pl. -øyχ, Aach; -ux, Pl. -yχ m. Bergh, Dür, rip. Grevbr, Erk, Düss-Stdt [in Bergh auch -ōx, Pl. -χ, –øy-]; SNfrk n. Benr.-L. -ūk, Pl. -ȳk m. [Pl. auch -ūkə Kemp-Grefr SHubert Stdt, Kref-Fischeln]; -uk, Pl. -y- u. -ukə m. Geld, Mörs; -uk, Pl. -kə f. Dinsl [-yēskəs Rees-Wesel]; -ūk, Pl. -ȳk u. -ūkən m. NBerg [-uk Düss-Gerresh; -ukə, Pl. -kən f. Wippf-Dohrgaul, Gummb-Lantenb]; Demin. -aiχəlχə, –ęi-, –ei-, –yχ-, –ykskə: 1.a. aus Wolle gestrickter Pulswärmer, ungefähr 20 cm lang (oft mit halbem Daumen) [urkdl. 2 damasken steichen Köln 1519]; meist Pl.; St.ən am Arm halen de Häng (Hände) warm; wöllene, gestrickte St.ən mit u. ohne Handflächenschutz; damit die Kinder sie nicht verlieren, send se met em schmallen Bangd anengebongen (aneinandergebunden), dat mer öm den Hals deht; de St.ən an-, afströpen Gummb, Allg.; Fengerst. Halbhandschuh mit Daumenloch, nur die hintersten Glieder der fünf Finger bedeckend Saarbr, Bitb, Neuss. — b. Überärmel zum [] Schutz der Arme beim Getreideschneiden, auch Häst. (Heu-) Siegld. — c. Pelzmuff, bes. Jagdst.ən Bernk (Mos), MüEif, Köln-Stdt, Sol, Bergh, Aach-Stdt. — d. Ohrenschützer Prüm. — e. Manschette Prüm-Willwerath. — f. Gamasche Koch-Laub Lutzerath, Schleid-Hellenth. — g. Ärmel am Rock, Hosenbein, Bocksest. Heinsb, Kemp, Kref, Dinsl; Hosenbein Saarbr, Zell-Mastershsn. RA.: Dat es Aues (ziehender Nebel im August), sät der Jong, du dref et öm dor de Stuke Kemp-Grefr. — h. der Anfang, das obere Stück selbstgestrickter Strümpfe, das etwas enger ist als der sich daran anschliessende Schaft, Hosest. Simm-Laub (hierbei Pl. -ęiχ, im Gegens. zu -ǫuxə 1 a). — 2. anderes. a. Schaft des Stiefels Koch-Laub (Pl. -ęiχ). — b. Schenkelverband bei Pferden Prüm; Wickel des Säuglings; et Kengk en de Stuck donn MGladb. — c. Lederhülse am Pferdegeschirr, durch die die Zugriemen hindurchgesteckt werden Merz. — d. Kniestück an Röhren, bes. am Ofenrohr Aach-Walh, Kemp. — e. Achsenlade; de Ass es em Stuk MGladb. — f. Radlünse Kemp-Lobberich Rennekoven. — g. Feuertopf im Ofen MGladb-Rheind. — h. Wetzsteinbehälter des Mähers Malm, WSchleid, Monsch, Dür-Bergst Gey GrHau. — i. das zu einem dicken Knoten aufgesteckte Frauenhaar Goar-Morshsn. — k. Wurzelende des gefällten Baumes Gummb-Lantenb Stdt. — l. mit Strohlehm umwickeltes Spaltholz zwischen den Balken der Decke Rheinb-Meckenh, Bo-Godesbg; senkrechtes Sp. im Lehmgefach des Fachhauses Siegld-Eisern. — m. der Gang von der Mitte des Ofens bis hinten in den O., in der Töpferei Westerw. — n. einzeln aufgestellte, einmal oben gebundene Hafer-, Gersten-, Buchweizen-, Kleegarbe; sie wird am untern Ende auseinandergespreizt u. beim Aufsetzen auf den Boden gestaucht, dass sie festen Stand hat, Hawerst. Neuw, Altk, Siegld (nördl. m., weiter südl. f.), Waldbr, Sieg-Eitorf, Gummb-Dreisel, Neuss-Nievenh; Hänschstauche Buchweizengarbe Aden-Hanneb; Bukweitenstuck Rees-Hamminkeln (4 Stuchen Hawer es en Hüstchen (Hausten); 4 oder 12 St.ən Roggen = 1 Schilling Waldbr-Wildbg; in Neuw, Altk hier u. da auch bei Roggen u. Weizen; 5 St.ən Roggen = 1 Bock; in Neuw-Dierd St. Flass = Bündel Flachs]. — o. eine Zeitlang; ech han ne Stuk gedoschen gedroschen Mettm-Stdt. — p. übertr. persönl. verächtl. kleiner, unansehnlicher, gedrungener Kerl Westerw, Siegld, Sieg-Eitorf.
4065 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stauchen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Stauchen , verb. regul. act. welches eigentlich eine Onomatopöie ist, und den dumpfigen hauchenden Laut nachahmet, welch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stauchen

    Goethe-Wörterbuch

    stauchen [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stauchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stauchen , s. Stauchmaschine .

  4. modern
    Dialekt
    stauchen

    Mecklenburgisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Wossidia stauchen stehlen (1910) Wa; Sta Stargard@Alt Strelitz AStrel . Wohl zu 'Stauche' sehr weiter Ärmel Küpper Wb. d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stauchen

33 Bildungen · 6 Erstglied · 25 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von stauchen

stau + -chen

stauchen leitet sich vom Lemma stau ab mit Suffix -chen.

stauchen‑ als Erstglied (6 von 6)

stauchenbleich

DWB

stauchen·bleich

stauchenbleich , adj. , schweiz., bleich wie ein schleier, s. DWB stauche I, 2; ' weil dieser kopfputz ( s. DWB stauche I, 2, c ) ein bleich…

stauchenbucklerin

DWB

stauchenbucklerin , f. , schweiz., ' person, die andern diesen kopfputz ( s. DWB stauche I, 2, c ) aufsetzt ' Stalder 2, 393 .

stauchen II

RhWB

stauchen II -ǫu- = stochen (s. d.).

stauchenweisz

DWB

stauchenweisz , adj. weisz wie eine stauche (I, 2), vgl. stauchenbleich; alem. stûchawîsz, schneeweisz Frommann 6, 120, 81 , vorarlb., s. 3,…

stauchenzeug

DWB

stauchen·zeug

stauchenzeug , n. , schweiz. ' dünngewobenes, feines leinenzeug ' Stalder 2, 393 , vgl. DWB stauche I, 2.

stauchen als Zweitglied (25 von 25)

Úmstauchen

Campe

Úmstauchen , v. trs . ich stauche um, umgestaucht, umzustauchen , aufstauchen und umbiegen. D. Umstauchen. D. — ung .

abstauchen

DWB

abs·tauchen

abstauchen , eluxare, abstoszen, prügeln: Ursus ersicht Gigar, nimmt ihn in der mitt, wirft ihn zu boden und staucht ihn gar wol ab. Ayrer 2…

anstauchen

DWB

ans·tauchen

anstauchen , leviter obstruere, inhibere: ein wasser durch rasen und schlamm anstauchen; der flusz wird durch diesen engpasz angestaucht und…

aufstauchen

DWB

auf·stauchen

aufstauchen , obstruere, den wasserstrom aufhalten, zurückdrängen, dasz es anschwillt. bei den schmieden, eisen aufstauchen, kürzer und dick…

Austauchen

Campe

aus·tauchen

Austauchen , v. intrs. wie das gewöhnlichere auftauchen, nach dem Untertauchen wieder herauskommen, zum Vorschein kommen. Das Austauchen. Di…

Fingerstauchen

PfWB

finger·stauchen

Finger-stauchen m. : 'die Finger frei lassender Handschuh', -stauche [ KU-Schmittw/O ]. RhWB Rhein. II 474 Fingerstucken. —

Haarstauchen

RhWB

haar·stauchen

Haar-stauchen Aden-Herschb m.: am Hinterkopf zu einem Knoten zusammengedrehtes Haar der Frauen.

herabstauchen

PfWB

herab·stauchen

herab-stauchen schw. : einen rabstauche 'ausschelten' [ BZ-Dierb ]; vgl. PfWB herunterstauchen . —

herunterstauchen

PfWB

herunter·stauchen

herunter-stauchen schw. : 'ausschelten', erunneʳstauche [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB herabstauchen , PfWB herunterputzen 1. — Zu PfWB stauch…

niederstauchen

DWB

nieder·stauchen

niederstauchen , verb. zu boden stauchen: hat ihn der teufel verlassen, doch nider gestaucht, dasz er ohnmechtig und kranck worden. Kirchhof…

Stoffstauchen

RhWB

stoff·stauchen

Stoff-stauchen Neuw-Notschd (um 1824) Pl.: St., von den Frauen unter den weiten Ärmeln getragen, in Fältchen gelegt u. vorn mit Samt besetzt…

überstauchen

DWB

ueber·stauchen

überstauchen , v. , untrennb. verbindung, was verstauchen: verrenken, übertreten, s. o. das simplex 4. th. 10, 2, sp. 1133; Kramer teutsch-i…

unterstauchen

DWB

unter·stauchen

unterstauchen , v.; s. DWB stauchen I 1 und niederstauchen: du vermeinst mich unterzustauchen H. Sachs 6, 171, 14 K.; und duckte mit der geb…

verstauchen

DWB

vers·tauchen

verstauchen , verb. , mit der seltenen nebenform verstaufen , die form verstauen wird irrthümlich damit verwechselt. so bucht Stieler : stau…

Zerstauchen

Campe

zers·tauchen

Zerstauchen , v. trs . durch Stauchen, Aufstauchen entzwei machen, oder auch nur, unbrauchbar machen, verderben. Eine Feder zerstauchen. D. …

Ableitungen von stauchen (2 von 2)

verstauchen

DWB

verstauchen , verb. , mit der seltenen nebenform verstaufen , die form verstauen wird irrthümlich damit verwechselt. so bucht Stieler : stau…

Zerstauchen

Campe

Zerstauchen , v. trs . durch Stauchen, Aufstauchen entzwei machen, oder auch nur, unbrauchbar machen, verderben. Eine Feder zerstauchen. D. …