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Gewêbe

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
18 in 15 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gewêbe

Bd. 2, Sp. 657
Das Gewêbe, des -s, plur. ut nom. sing. von dem Zeitworte weben. 1. Die Handlung des Webens; ingleichen ein anhaltendes Weben. Das Gewebe währet den ganzen Tag. Ohne Plural. 2. Die Art und Weise des Webens; auch ohne Plural. 1) Eigentlich. Ein Stück Zeug von lockerem, von festem, von glattem, von buntem Gewebe. 2) Figürlich, die Verbindung, der Theile eines Körpers und die Art und Weise dieser Verbindung, in der edlen Schreibart. Das künstliche Gewebe eines Baumblattes. 3. Die gewebte Sache selbst. 1) Eigentlich, wo es als ein allgemeiner Ausdruck einen jeden gewebten Zeug bedeutet, wenn von demselben weiter nichts bezeichnet werden soll, als daß er durch das Weben entstanden ist. Dahin auch das zusammen gesetzte Spinngewebe. Das Gewebe einer Spinne. 2) Figürlich. (a) Die Scheiben in den Bienenstöcken, welche an einigen Orten das Gewebe, die Waben oder Wafeln genannt werden. (b) Das zellichte Gewebe des menschlichen Körpers, in der Zergliederungskunst, eine in Gestalt kleiner Zellen zusammen gefügte häutige Substanz unter der Haut, worin das Fett befindlich ist. (c) Ein Ganzes, so fern es aus mehrern Theilen bestehet, in der edlen Schreibart, und größten Theils im nachtheiligen Verstande. Die ganze Erzählung ist ein Gewebe von Erdichtungen. Sie müssen noch viele schöne Thaten thun, wenn sie dieß Gewebe von unedlen vertilgen wollen. Vergessen sie das schreckliche Gewebe eines sinnlosen Traumes, Less. Mein Leben ist ein Gewebe von unglaublichen Erfahrungen. Anm. Bey dem Notker Vueppe, im Angels. Webb, Webbe, im Engl. Web, Schwed. Wäf, im Nieders. Woppe, S. Weben und Webe.[]
1614 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gewëbestn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    gewëbe stn. gewebe. ein spinne er spinnen sach ir gewebe Teichn. 51.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewêbe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gewêbe , des -s, plur. ut nom. sing. von dem Zeitworte weben. 1. Die Handlung des Webens; ingleichen ein anhaltendes…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gewebe

    Goethe-Wörterbuch

    Gewebe vereinzelt Kleinschr, im Vers auch ‘Geweb’’; ausgebreiteter metaphor Gebrauch (vor allem im Bereich von 2) mit ei…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gewebe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Gewebe , nennt man in der Anatomie die aus der Zusammenstellung und Anordnung der einfachsten, mikroskop. Formbestandthe…

  5. modern
    Dialekt
    Geweben.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ge-webe n. : wie schd., Geweb (-wEb) [Zweibr], (-web) [ Lambert Penns 64]; vgl. Spinnenwebe . Südhess. II 1326 ; Rhein. …

  6. Sprichwörter
    Gewebe

    Wander (Sprichwörter)

    Gewebe 1. Feine Gewebe wollen scharfe Augen. 2. Je feiner das Gewebe, je sicherer der Fang. 3. Wer ein Gewebe angefangen…

  7. Spezial
    Gewebe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|we|be n. (-s,-) 1 tesciü (-s) m. , peza (pezes) f. , drap (-s) m. 2 ‹med, biol› tesciü (-s) m. ▬ feines Gewebe tesciü…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewebe

16 Bildungen · 13 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gewebe 2 Analysen

ge- + webe

gewebe leitet sich vom Lemma webe ab mit Präfix ge-.

Alternativen: gewebern+-e

gewebe‑ als Erstglied (13 von 13)

gewebebaum

DWB

gewebe·baum

gewebebaum , m. wie andere ähnliche zusammensetzungen von gewebe ist auch dieses substantiv jüngeren ursprungs. bei fast allen diesen compos…

gewebegeschirr

DWB

gewebe·geschirr

gewebegeschirr , n. das einzige früh belegte compositum mit gewebe als erstem theil ( vgl. webergeziuge, gezouwe Lexer 3, 717 ): die tuocher…

gewebelehre

DWB

gewebe·lehre

gewebelehre , f. , das compositum entspringt dem oben behandelten anatomischen begriff: gewebelehre ( histologie ), die lehre oder wissensch…

Gewebere

GWB

gewe·bere

Gewebere Iterativbildung zu webern, wohl dialektal (frankf) das Gewimmel, Durcheinander, die lebhafte Unruhe, Geschäftigkeit (ohne Sinn u Zw…

geweberen

KöblerMhd

gewe·beren

geweberen , sw. V. nhd. „gewebern“, sich hin und her bewegen Q.: Lanc (1240-1250), Urk E.: s. ge, weberen W.: nhd. (ält.) gewebern, sw. V., …

gewebern

DWB

gewe·bern

gewebern , verb. , s. geweber : auch hat ich selber willen bi uch zu riden, da viel mich ein swacheit an, daʒ ich nit geweberne kunde (1411)…

Geweber(s)

PfWB

gewe·bers

Ge-weber(s) n. : 1. a. 'lebhafte Bewegung, rege Tätigkeit', Gewewweʳ (-węwəʳ) [KU-Kaulb HB-Limb verbr. NPf KL-Mehling Hoheck Stelzbg NW-Lach…

gewebeschneidemaschine

DWB

gewebeschneidemaschine , f. : gewebeschneidemaschine, s. zuschneidemaschine. Lueger lex. d. ges. technik 4, 633 .

Gewebespannung

Meyers

gewebe·spannung

Gewebespannung , ein Zustand in der lebenden Pflanze, bei dem zwei miteinander verbundene Gewebe ungleiches Bestreben, sich auszudehnen, äuß…

gewebe als Zweitglied (2 von 2)

spinnengewebe

DWB

spinnen·gewebe

spinnengewebe , spinngewebe , n. das netzartige gewebe der spinne, s. auch unten spinnewebe. ein spinnengeweb, vesca Corvinus 59 b . 1 1) in…

zellengewebe

DWB

zellen·gewebe

-gewebe , n. , s. zellgewebe . — -gewölbe, n.: das z. ist eine ausgestaltung des kreuzgewölbes, dadurch bewirkt, dasz die schichten der kapp…

Ableitungen von gewebe (1 von 1)

urgewebe

DWB

urgewebe Herder 6, 367 (ur- C 4 c),