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Gemüt

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Gemüt

Bd. 5, Sp. 1464
Ge-müt Allg. -mīt, –ī:-, –ē:-, –ēi-, –e·i., –:-, –ȳ:-, –ø·y., –·y.-, –ȳ- [Eup γəm:; Bergh auch jəm:ts] Sg. t. n.: 1.a. Gutmütigkeit, Herzensgüte, meist in der Wend.: He hät en got (ken schlech, en wech) G. u. he es van godem G. u. he hät ke G. für seng Kenger er liebt seine Kinder nicht u. sich jet ze G. führe geniessen, essen, trinken u. et es mer gent et G. u. en aller Gemötsrauh Rip, Allg. RA.: Er hat en G. bie en Lamm Goar-OFell. He hat G. scherzh. Geld Köln, Gummb. — b. he (se) hät et em (om) G. ist trübsinnig (krankhaft); he es gemötskrank dass. Rip; dat schlog mek om G. ich wurde ganz niedergeschlagen Elbf. — c. Gesinnungs-, Gefühlsart, in der RA.: Bröder send zwor van enem Geblöt, ävver selde van enem G. Jül, Rip. — d. in der Wend.: He lep (lief) mech grad en et G. begegnete mir grade MGladb. — 2. Pl. t. -tər (nach dem Nhd.; nicht, wie mdl. zu erwarten -dər) Gesinnungen, bes. in der Aufregung Rip. RA.: Beim Delen (teilen) der Giter (Güter) änern (ändern) sich die Gemiter Trier-Schleidw.
1036 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gemütn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gemüt , n. coll. zu mut. 1 1) die form. 1@a a) ahd. gimuati, mhd. gemüete, mnd. gemôde, auch gemôte und gemôt wb. 2, 55 …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gemüt

    Goethe-Wörterbuch

    Gemüt -th; Nom/AkkSg vereinzelt (zT durch Reimzwang bedingt) -e (zB GWB 12,31,3 Jery Bätely ), DatPl -en (im Reim) GWB 6…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gemüt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gemüt ist im allgemeinen die innere (seelisch-geistige) Seite unsers Wesens überhaupt, im besondern die Fähigkeit zum Fü…

  4. modern
    Dialekt
    Gemütn.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Ge-müt n. : 1. wie schd. Es fährt äim dourch's Gemiet [ WD-Niedkch ]. Des isch'm dief ins G. gange [ Hartmann Unkel 88].…

  5. Spezial
    Gemüt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|müt n. (-[e]s,-er) 1 natöra (-res) f. , anim (-s) m. temperamënt (-nc) m. 2 (Herz) cör m. 3 (Gefühl) sentimënt (-nc) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gemuet

196 Bildungen · 177 Erstglied · 16 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von gemuet

ge- + muet

gemuet leitet sich vom Lemma muet ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gemuet 2 Komponenten

gem+uet

gemuet setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gemuet‑ als Erstglied (30 von 177)

gemütchen

DWB

gemuet·chen

gemütchen , n. verkleinertes gemüt, z. b. ein gutes gemütchen, mit spöttischem klange, sächsisch, noch jetzt unterm volke: auch fängt der pa…

gemüterarzt

DWB

gemuet·er·arzt

gemüterarzt , m. von Christo Andr. Scultetus bei Lessing 8, 299 , seelenheiland.

gemüterharmonie

DWB

gemuet·er·harmonie

gemüterharmonie , f. wie seelenharmonie, gewöhnlich harmonie oder übereinstimmung der gemüter ( s. DWB gemüt 8, g ): doch, wenn gemütherharm…

gemütet

GWB

gemütet -th- gestimmt Der Vogel ist froh in der Luft g., | Wenn es da unten im Neste brütet GWB 2,225 Sprichw 61 Elke Dreisbach E. D.

Gemüthlich

Adelung

gemueth·lich

Gemüthlich , adv. welches nur im gemeinen Leben üblich ist, und von einer Neigung oder Munterkeit des Gemüthes gebraucht wird, deren Bewegun…

Gemüthlichkeit

Adelung

gemuethlich·keit

Die Gemüthlichkeit , plur. die -en, der Zustand, da einem eine Sache gemüthlich ist; ohne Plural. Ingleichen dergleichen Gefühle oder dunkel…

Gemüthlos

Campe

gemueth·los

○ Gemüthlos , adj . u. adv . kein Gemüth, kein sittliches Gefühl habend. Wie das gemüthlos blinde Element, Folgst du des Herzens wildem Trie…

Gemüthsadel

Campe

gemueth·sadel

○ Der Gemüthsadel , des — s , o. Mz . der Adel des Gemüthes, edle Denk= oder Sinnesart. »Der Gemüthsadel löscht in uns die Menschheit, die a…

Gemüthsārt

Adelung

gemueth·sart

Die Gemüthsārt , plur. die -en, die Art, d. i. die natürliche Beschaffenheit, des Gemüthes, oder des ganzen Begehrungsvermögens; die Gemüths…

Gemüthsbewêgung

Adelung

gemueth·s·bewegung

Die Gemüthsbewêgung , plur. die -en, eine jede merkliche Bewegung oder Richtung des Gemüthes, welche die übrigen Begierden und Vorstellungen…

Gemüthseigenheit

Campe

gemueth·s·eigenheit

◎ Die Gemüthseigenheit , Mz. die — en , eine Eigenheit des Gemüthes; dann, die ganze eigenthümliche Beschaffenheit des Gemüthes, die Gemüths…

Gemüthsergetzung

Campe

gemueth·s·ergetzung

Die Gemüthsergetzung , Mz. die — en , eine Ergetzung des Gemüthes, ein Vergnügen für die niedern Seelenkräfte oder auch für den Geist überha…

Gemüthsfähigkeit

Adelung

gemueth·s·faehigkeit

Die Gemüthsfähigkeit , plur. die -en, die natürliche oder erworbene Fähigkeit des Gemüthes, oder des Begehrungsvermögens. Einige Neuere habe…

Gemüthsfassung

Adelung

gemueth·s·fassung

Die Gemüthsfassung , plur. die -en, die Fassung des Gemüthes, d. i. derjenige Zustand des Gemüthes, welcher aus der genauen Verbindung der S…

Gemüthsfreund

Adelung

gemueth·s·freund

Der Gemüthsfreund , des -es, plur. die -e, Fämin. die Gemüthsfreundinn, plur. die -en, ein Freund, mit welchem wir durch die Übereinstimmung…

Gemüthsgabe

Campe

gemueth·s·gabe

Die Gemüthsgabe , Mz. die — n , natürliche Fähigkeit des Gemüthes, und in weiterer Bedeutung, der Seele; zum Unterschiede von Leibesgaben .

Gemüthsgaben

Adelung

gemueth·s·gaben

Die Gemüthsgaben , sing. inus. die natürlichen Fähigkeiten des Gemüthes, und in weiterer Bedeutung der ganzen Seele; zum Unterschiede von de…

Gemüthskraft

Adelung

gemueth·s·kraft

Die Gemüthskraft , plur. die -kräfte, eine jede Kraft des Gemüthes; zum Unterschiede von der Geisteskraft. In weiterer Bedeutung auch wohl d…

Gemüthskrank

Campe

gemueth·s·krank

Gemüthskrank , adj . u. adv . am Gemüthe krank, die Gemüthskrankheit habend. S. d.

Gemüthskrankheit

Adelung

gemueth·s·krankheit

Die Gemüthskrankheit , plur. die -en, eigentlich eine jede Krankheit, d. i. unvollkommner Zustand, des Gemüthes; in welcher weitern Bedeutun…

Gemüthslage

Campe

gemueth·slage

○ Die Gemüthslage , Mz. die — n , die Lage des Gemüthes, d. h. ein vorübergehender Zustand desselben, der von der Lage der Umstände bestimmt…

Gemüthsneigung

Adelung

gemueth·s·neigung

Die Gemüthsneigung , plur. die -en, die Neigung des Gemüthes zu oder von einem Gegenstande, S. Adelung Gemüthsbewegung .

Gemüthsruhe

Adelung

gemueth·s·ruhe

Die Gemüthsruhe , plur. car. die Ruhe des Gemüthes, d. i. die Abwesenheit herrschender Unlust und unangenehmer Gemüthsbewegungen, welche aus…

Gemüthsstärke

Campe

gemueth·s·staerke

Die Gemüthsstärke , o. Mz . die Stärke des Gemüthes, da es sich unter allen und besonders widrigen Umständen aufrecht erhält.

Gemüthsstimmung

Campe

gemueth·s·stimmung

Die Gemüthsstimmung , d. Mz . ungew. die Stimmung des Gemüthes, der Zustand des Gemüthes, da es für die eine oder die andre Art der Eindrück…

Gemüthstugend

Campe

gemueth·s·tugend

Die Gemüthstugend , Mz. die — en , eine Tugend, gute Eigenschaft und Fertigkeit des Gemüthes. »Durch politische Gesetze (Staatsgesetze) kann…

gemuet als Zweitglied (16 von 16)

gunstgemüt

DWB

gunst·gemuet

-gemüt gnädiger sinn, s. DWB gunst B 2: gott zeiget heut sein gunstgemüthe, wie ihn nach unserm heil verlangt! J. Chr. Männling poet. blumen…

heldengemüt

DWB

helden·gemuet

heldengemüt , n. gemütsart, gesinnung eines helden: maszen denn aus seinem angesichte ein heldengemühte leicht zu erkennen. Butschky kanzl. …

priestergemüt

DWB

priester·gemuet

priestergemüt , n. : denn jeden tag droht ... priestergemüt in Rom ihm ( dem nichtkatholiken ) stäte verdammnisz. Platen 2, 160 .

ruhegemüt

DWB

ruhe·gemuet

ruhegemüt , n. ein gemüt, in dem ruhe herrscht: wolvergnügte ruh-gemüther trachten nicht auf grose güther. Rompler 198 .

schandgemüt

DWB

schand·gemuet

schandgemüt , n. : laster- schand- schelmgemüt, mens maligna, polluta, atra. Stieler 1301 .

schneidergemüt

DWB

schneider·gemuet

schneidergemüt , n. : ich habe gelegenheit genug gehabt, zu bemerken, dasz auch das zarteste schneidergemüt immer courage hat. Ludwig 2, 445…

stiefgemüt

DWB

stief·gemuet

stiefgemüt , n. , stiefväterlich harte gesinnung, sieh stief- 2 b: herr gott, brich doch nicht herfür mit deines eyffers flammen: ... hör au…

volksgemüt

DWB

volk·s·gemuet

-gemüt , n. : in die sache des glaubens, die nur im volksgemüth edel und rein wohnte Zschokke schr. 33, 111 . plur., wobei an die einzelnen …

weibergemüt

DWB

weib·er·gemuet

weibergemüt , n. sprichwörtlich weich und unbeständig: dem gouverneur, der sonst kein wäichhertzig weiber-gemüt hatte ... stunden die augen …

wolf(s)gemüt

DWB

wolfs·gemuet

-gemüt , n. , ( wilde ) gemütsart des wolfs: schon war in dem hund das alte wolfsgemüt erwacht und er sprang den menschen an Watzlik pfarrer…

zivilistgemüt

DWB

zivilist·gemuet

-gemüt , n. : deshalb nehmen wir denn auch ohne weiteres an, dasz der preuszische soldat in allen, dem beschränkten civilistenverstande unbe…

Ableitungen von gemuet (3 von 3)

ungemütlich

GWB

ungemütlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

urgemüte

DWB

urgemüte , n. , gemüt 7 (?) mit ur- C 4 c: jungfräuliches seitenhöhlgen, der jungfräulichkeit ihr seelgen, jungferliches urgemüthe, einer ju…

urgemütlich

DWB

urgemütlich , adj. adv. , gemütlich 4 mit ur- C 4 a. vgl. grundgemütlich: im dorf war es wieder u. v . d. Steinen naturvölker Zentralbrasili…