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gebären

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
16 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

gebären Part.

Bd. 3, Sp. 89
Wossidia gebären gebären, hervorbringen; nicht volksläufig bis auf das Part. geburen neben buren (2, 147); einmal bezeugt beert: dei hett 'n Kind beert WaWaren@ZahrenZahr; parere 'geberen' Chytr. 94; 'beyde in einem Jare gebaren' Gry. Wed. M 4a; 'große confusion ... gebähren' (Pa 1667) Spald. Land. 4, 231; das Part. in vielen Rdaa. und Sprww., öfters gekoppelt: 'vor al use vrund (Verwandte), vor gebornen und vor ungebornen (d. h. in Gegenwart und Zukunft; SchöSchönberg@GrevesmühlenGrev 1374)' UB. 18, 473; hei is hier buren un tagen allgem., die übliche Wortfolge, hinter der tagen un buren (2, 147) zurücktritt; wi all, as wi hir gebacken un geburen sünd Reut. 7, 222; der Dummkopf is ok ein von dei, dei tauierst geburen sünd Wa; is links verkihrt geburen StaStargard@WulkenzinWulk; is dumm geburen un hett nicks taulihrt WaWaren@LehstenLehst; oder man sagt: ji sünd jo so dumm, sonn' warden nu keen mihr geburen RoRostock@WarnemündeWarn; wer sich verrückt benimmt, wird gefragt: du büst woll twischen twölf un een geburen? Ro; der Überund Altkluge: büst woll 'n Maand to tidig geburen? ebda; oder er is acht Dag' ihrer geburen as sin Mudder Wi; hett all drei Dag' vörher upt Dack säten, ihrer hei geburen is Wi Wismar@ZahrensdorfZahr; ein Lügenbold is in Lœgenlägen geburen Wo. Sa.; von unrechtmäßigem Besitz heißt es: dat is ok nich in sinen Stall geburen Sta Stargard@GrammertinGramm; der Eigensinnige is acht Dag' tau früh geburen, süs hadd' hei ok noch Hüürn krägen un dei Lüd' dormit stött HaHagenow@GammGamm; wer schwer lernt, is up 'n Steinbuck (Sternbild des Tierkreises) geburen RoRostock@KlockenhagenKlock; der Pechvogel in 'n Kräwt GüGüstrow@BützowBütz; der Glückspilz dicht bi 'n Noors PaParchim@SpornitzSporn; dies auch ausweichende Antwort auf die Frage wo büst du geburen? s. auch Fründ 1.; die Frage wennihr büst du geburen? erhält die ausweichende Antwort 'n föfteihnsten vör den Harwst StaStargard@SchönbeckSchönb; wer mit seinem Gelde nicht auskommt, entschuldigt sich: ick bün 'n half Johr tau tidig geburen SchwSchwerin@GadebuschGad; Überheblichkeit wird abgewiesen: dei is äbenso gaut naakt geburen as ick Wa; ein leicht schwitzendes Pferd is nich drög' geburen ebda; ähnl. tröstet sich mit Galgenhumor der zu körperlicher Arbeit scharf Herangenommene: lat mi man sweiten, ick bün jo ok natt geburen ebda; von dem Mädchen, das vergebens auf einen Freier wartet, heißt es: dei is as Jumfer geburen un starwt ok as Jumfer HaHagenow@RedefinRed; sprw.: wenn 'n Swin in 'n Kauhstall (Pierstall) geburen ward, ward 't likerst 'n Swin GüGüstrow@BützowBütz; dei tau 'n Kittel geburen is, kümmt niemals tau 'n Rock Wa; dor möt man to geburen sin, to so wat äußerte ein Handwerksmann über Wo.s Sammeltätigkeit StaStargard@FeldbergFeldb; bei feierlicher Stille sagt man: so still wir 't, as ick geburen würd' Wa; Großmudder säd', wenn einer dot is, süllen wi nich weinen, œwer wenn einer geburen würd' Lu Ludwigslust@Groß LaaschGLaasch; regnet es bei Sonnenschein, so heißt es: nu ward 'n Pötter (Töpfer, der Wasser braucht) geburen StaStargard@GrammertinGramm; der Volksglaube meint: nachts sünd all' dei geburen, dei dei Hänn' so folgen, dat dei rechte Dumen babenup liggt, wenn dei linke babenup liggt, sünd sei dag's geburen RoRostock@DoberanDob. Zss.: hoch-, ni-, ungeburen; dotbor; gebüürtig; gebüürlich. — Mnd. (ge)beren. — Br. Wb. 1, 50; Kü. 1, 548; Me. 2, 313; 316.
3104 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebærenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    gebæren stn. mit guoteme gebæren gr. Rud. D b , 11. vgl. anm. s. 19.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebären

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Gebären , verb. irreg. act. ich gebäre, du gebierst, oder gebärst, er gebiert, oder gebärt; Imperf. ich gebar; Mittelw. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gebären

    Goethe-Wörterbuch

    gebären häufig -ähr-; PartPrät attr oft synkopiert; auch abgekürzt ‘geb.’; in Punkt 1 d mehrf Zusammenschr ‘neugeboren’ …

  4. modern
    Dialekt
    gebärenPart.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gebären gebären, hervorbringen; nicht volksläufig bis auf das Part. geburen neben buren (2, 147); einmal bezeugt beert: …

  5. Sprichwörter
    Gebären

    Wander (Sprichwörter)

    Gebären 1. Die gebären, sollen nähren. (S. Mutter.) Die Russen sagen: Die Gebärerin ist die beste Nährerin. Die Finnen: …

  6. Spezial
    gebären

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ge|bä|ren (gebiert, gebar, geboren) vb.tr. 1 (zur Welt bringen) partorí (-rësc ), mëte al monn, dé ala löm 2 ‹fig› (ersc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebaeren

5 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gebaeren

ge- + baeren

gebaeren leitet sich vom Lemma baeren ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebaeren 2 Komponenten

geba+eren

gebaeren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebaeren‑ als Erstglied (1 von 1)

Gebärenstuhlgang

GWB

gebaeren·stuhlgang

* Gebärenstuhlgang in spött Wiedergabe einer Behauptung von Oken 1) Seine Theorie vom Gebären-Stuhlgang paßt auf sie selbst: denn sie ist ei…

gebaeren als Zweitglied (2 von 2)

Mißgebǟren

Adelung

miss·gebaeren

Mißgebǟren , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gebären ,) welches das Hülfswort haben erfordert, zu früh gebären, eine unzeitige Geburt zur We…

nachgebären

DWB

nach·gebaeren

nachgebären , verb. später gebären Stieler 97 ; partic. nachgeboren: nachgeborn kint, postomus ( posthumus ) voc. opt.; unter mehreren nachg…

Ableitungen von gebaeren (2 von 2)

Mißgebǟren

Adelung

Mißgebǟren , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gebären ,) welches das Hülfswort haben erfordert, zu früh gebären, eine unzeitige Geburt zur We…

ungebæren

Lexer

un-gebæren stn. lâ dîn ungebâren ( wehklagen ) sîn Rul. 51,16.