Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
gebaren
gebaren
gebaren Vb. reflexiv ‘sich benehmen, betragen, verhalten’. Dem heute selten gebrauchten Verb geht gleichbed. ahd. gibārōn (9. Jh.), mhd. mnd. gebāren vorauf; dazu stellen sich ahd. gibāra f. ‘Art, Erscheinungsform’ (11. Jh.), mhd. gebār m. ‘Betragen, Verhalten, Art und Weise’ sowie als eng verwandt die unter Gebärde (s. d.) genannten Formen; vgl. Götz in: PBB (H) 81 (1959) 191 ff. Letztlich ist die Wortgruppe an die Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen, bringen’ (s. gebären) anzuschließen. Bereits im 18. Jh. gilt das Verb als selten, gebräuchlich bleibt dagegen der substantivierte Infinitiv Gebaren n. ‘(außergewöhnliches) Benehmen, Betragen, Verhalten’, ahd. gibāren (Hs. 11./12. Jh.), mhd. gebāren.