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Gebären

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
16 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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58
Verweise raus
61

Eintrag · Campe (1807–1813)

Gebären ntr, trs, rec

Bd. 2, Sp. 237b
Gebären, v. unregelm. ich gebäre, du gebierst (gebärst), er gebiert (gebärt); unlängst verg. Z. ich gebar; Mittelw. d. verg. Z. geboren; Befehlsw. gebäre. I) ntr. mit haben und der Fügung eines trs. überhaupt hervorbringen, hervortreiben, tragen. Bald auch gebar Feldfrüchte der ungeackerte Boden. Voß. Weht wie Harfenlispel, Abendwinde, Durch die Blumen, die ihr Grab gebar. Hölty. Is Leben gebären, Leben geben, entstehen, wachsen machen. »Als — der Schooß der Erde da stand, die verstorbenen Blumenkeime ins Leben zu gebären « Herder. Besonders vom weiblichen Geschlechte bei Menschen und Thieren, zur Welt bringen. Sie hat einen Sohn geboren. Zwillinge gebären. Er ist ein geborner Deutscher, er ist nicht etwa bloß von Abkunft ein Deutscher, sondern auch in Deutschland selbst geboren. Taub, stumm geboren sein. »Wenn die Gemfen auf den Felsen gebären.« Hiob 39, 1. Gewöhnlich sagt man jedoch von Thieren jungen, Junge werfen, oder man bedient sich von mehrern Thierarten eigner Ausdrücke. So sagt man von kleinern Thieren hecken, von größern werfen, von Kühen kalben, von Pferden fohlen oder füllen, von Schweinen ferkeln und faseln, von Schafen lammen, von Ziegen zickeln, von Hunden werfen, von Katzen kätzeln, von wilden Sauen frischen, von Rehen, Hasen, Luchsen, Bären, Dachsen, Bibern und Ottern setzen, von Wölfen wölfen, von Füchsen  auch werfen, und von kleinern Raubthieren bringen. Uneigentlich auch von unkörperlichen Dingen, hervorbringen, veranlassen. »Diese Antwort gebar den Krieg.« F. Müller. Denn verflucht ward der Mutter Schooß, Sie sollte den Haß und den Streit gebähren. Schiller. Dann, die Ursache einer daraus fließenden Folge sein. »Du weißest, daß sie (die thörichten Fragen) nur Zank gebären.« 2 Tim. 2, 23. »Die Lust, wenn sie empfangen hat, gebieret sie die Sünde, die Sünde aber gebieret den Tod.« Jak. 1, 15. Ih lobe deine Treu, die diesen Schmerz gebiert. Schlegel. Ehemahls bedeutete gebären machen, hervorbringen überhaupt; dann auch zeugen, in welcher Bedeutung es noch heißt 1 Chron. 2, 20: »Hur gebar Uri, Uri gebar Bezahleel.« II) rec. Sich gebären. 1) Sich erzeugen, erneuen, erhalten. Nun, nun, das (Kind) muß der Kaiser ernähren, Die Armee sich immer muß neu gebären. Schiller. 2) Entstehen. Wo sich das Licht gebar! Ungen. Das Gebären.
2321 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebærenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    gebæren stn. mit guoteme gebæren gr. Rud. D b , 11. vgl. anm. s. 19.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebären

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Gebären , verb. irreg. act. ich gebäre, du gebierst, oder gebärst, er gebiert, oder gebärt; Imperf. ich gebar; Mittelw. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gebären

    Goethe-Wörterbuch

    gebären häufig -ähr-; PartPrät attr oft synkopiert; auch abgekürzt ‘geb.’; in Punkt 1 d mehrf Zusammenschr ‘neugeboren’ …

  4. modern
    Dialekt
    gebärenPart.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gebären gebären, hervorbringen; nicht volksläufig bis auf das Part. geburen neben buren (2, 147); einmal bezeugt beert: …

  5. Sprichwörter
    Gebären

    Wander (Sprichwörter)

    Gebären 1. Die gebären, sollen nähren. (S. Mutter.) Die Russen sagen: Die Gebärerin ist die beste Nährerin. Die Finnen: …

  6. Spezial
    gebären

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ge|bä|ren (gebiert, gebar, geboren) vb.tr. 1 (zur Welt bringen) partorí (-rësc ), mëte al monn, dé ala löm 2 ‹fig› (ersc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebaeren

5 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gebaeren

ge- + baeren

gebaeren leitet sich vom Lemma baeren ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gebaeren 2 Komponenten

geba+eren

gebaeren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebaeren‑ als Erstglied (1 von 1)

Gebärenstuhlgang

GWB

gebaeren·stuhlgang

* Gebärenstuhlgang in spött Wiedergabe einer Behauptung von Oken 1) Seine Theorie vom Gebären-Stuhlgang paßt auf sie selbst: denn sie ist ei…

gebaeren als Zweitglied (2 von 2)

Mißgebǟren

Adelung

miss·gebaeren

Mißgebǟren , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gebären ,) welches das Hülfswort haben erfordert, zu früh gebären, eine unzeitige Geburt zur We…

nachgebären

DWB

nach·gebaeren

nachgebären , verb. später gebären Stieler 97 ; partic. nachgeboren: nachgeborn kint, postomus ( posthumus ) voc. opt.; unter mehreren nachg…

Ableitungen von gebaeren (2 von 2)

Mißgebǟren

Adelung

Mißgebǟren , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gebären ,) welches das Hülfswort haben erfordert, zu früh gebären, eine unzeitige Geburt zur We…

ungebæren

Lexer

un-gebæren stn. lâ dîn ungebâren ( wehklagen ) sîn Rul. 51,16.