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Flamme

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Flamme

Bd. 3, Sp. 738
FlammeVon rund 380 Belegen etwa 3/4 im dichterischen Werk; neben detaillierter Beschreibung der konkr Feuererscheinung (mit lautmalenden Verben wie ‘sprühen, glühen, prasseln, züngeln, lodern’) zT als Spiegelung der von G bes im ersten Weim Jahrzehnt selbst erlebten u bekämpften Brandkatastrophen (vgl 1 a u b) sowie Darstellung u Deutung des Flammenwesens u seiner versch Funktionen im Umkreis der Mythologie, speziell im Elementar-Bereich (vgl 1 c u d) häufig in bild- u gleichnishafter Verwendung zT mit engem Bezug zur konkr Bed den ganzen Vorstellungskreis von Feuer, Glühen u Leuchten evozierend u darin den vielschichtigen u ambivalenten Symbolgehalt der Flamme als wohltätiges (Leben u produktive Kraft spendendes) wie als verzehrend vernichtendes Element aktivierend (vgl 2 a-c)  1 konkr; vielfach (bes im Pl) metonym für offen brennendes Feuer überhaupt   a als Wärme- u/od Lichtspender (mehrf iVbdg mit Licht- u Farbattr wie hell, leuchtend, rot, blau, bunt), sowohl in Beschreibung einer festl bzw unheiml geisterhaften Atmosphäre als auch im Hinblick auf Beleuchtungseffekte uä; im erot Kontext der RömElegien zugl auf die entflammte sinnl Liebesglut anspielend  Herbstlich leuchtet die F. vom ländlich geselligen Herde, | Knistert und glänzet, wie rasch! sausend vom Reisig empor. | Diesen Abend erfreut sie mich mehr; denn eh’ noch zur Kohle | Sich das Bündel verzehrt .. | Kommt mein liebliches Mädchen .. | Morgen frühe geschäftig verläßt sie das Lager der Liebe, | Weckt aus der Asche behend F-n auf’s neue hervor GWB1,244 Vs 179u186 RömEleg IX  [Winter zu Timur:] von Todeskälte | Nicht, o Greis, vertheid’gen soll dich | Breite Kohlengluth vom Herde, | Keine F. des Decembers GWB6,138 Vs 33 Div Timur GWB16,301 Maskenz 1818 Epil 889 GWBFaust II 7025 GWB31,60,17 ItR   b in Verderben bringender, vernichtender Funktion, vor allem in der Schilderung (realer od fiktiver) zerstörerisch wütender Feuersbrünste, zT mit reflektierendem Kommentar üb die dämon Gewalt des Feuers (s dazu 1 d); auch als literar Motiv  Erzählung von dem erlebten Jahrmarkts-Brande .. der Fürst .. alles fürchterlich erleuchtet sah, F. nach F., rechts und links sich überspringend, ihm entgegen züngelte. Die Häuser des Marktes .. drohend sich jeden Augenblick zu entzünden und in F-n aufzuschlagen GWB18,330,28 u 331,1u4 Nov  Nachricht von Feuer in Gros Brembach .. ich war geschwind in den F-n .. Voreilige Flucht ist der gröste Schaden bey diesen Gelegenheiten .. Aber der Mensch ist Mensch und die F. ein Ungeheuer GWBB4,239,10u26 ChStein 26.6.[80] GWBHermDor I 72 GWB412,146,25 SerbLieder GWB22,215,10u15u25 u 216,5u8 Lj V 13   c im Rahmen der Vergegenwärtigung (u vereinzelten Übernahme) versch (oriental, antiker, christl, heidnischer) kultischer u mytholog Inhalte u Motive, in Anknüpfung an die altpers Licht- u Feuerreligion bes die reinigende Funktion der Flamme hervorhebend, vor allem iZshg mit Brandopfer- u Feuerbestattungsriten (mehrf ‘reine, heilige, schöne F.’), auch im Vergl; vereinzelt als Instrument der (Höllen-)Strafe  Ertöne, Drommete, zu heiliger Klage! | O nehmet, ihr Götter! die Zierde der Tage, | O nehmet den Jüngling in F-n zu euch! GWB1,230 Gott u Bajadere 88  [mBez auf heilige Tänze im kultischen Feuerdienst der Parsen] Wo die F. brennt erkennet freudig, | Hell ist Nacht und Glieder sind geschmeidig GWB6,241 Vs 57 DivParse  [Metzler:] Armer Unglücklicher, die F-n des Fegfeuers quälen dich ringsum GWB39,150,2 Götz1 V GWBNatT 1546 GWBB23,191,13 Zelter 3.12.12 GWB39,396,2 Iph1 V 3 GWB26,64,5 DuW 1   d in der Sphäre des mythisch Elementaren (unter Aktivierung des Doppelwesens der Flamme)  α als pluton Elementarkraft vor allem ihre gefahrbringende mag-dämonisch Wirkung entfaltend, bes gehäuft zur Beschwörung der Zauber- u Geistersphäre im ‘Faust’ (Erdgeist- u Teufelsbeschwörung, Weinzauber in Auerbachs Keller, Hexenküchen- u Walpurgisnachtsspuk, Flammengaukelspiel in der Mummenschanz); im Umkreis des Tellurischen mehrf zur (bildhaften) Darstellung der vulkanischen Gebirgsgenese  [Regiebem:] Die Hexe .. schenkt den [Verjüngungs-] Trank in eine Schale; wie sie Faust an den Mund bringt, entsteht eine leichte F. [Meph zu Faust:] Nur frisch hinunter! Immer zu! | .. Bist mit dem Teufel du und du, | Und willst dich vor der F. scheuen? GWBFaust I vor 2583 u Vs 2586  [Meph:] Ich war dabei, als noch da drunten, siedend, | Der Abgrund schwoll und strömend F-n trug; | Als Molochs Hammer, Fels an Felsen schmiedend, | Gebirges-Trümmer in die Ferne schlug GWBFaust II 10108 GWBFaust I Regiebem vor 482 u Vs 1377 GWBFaust II 5939u5984 GWBN9,187,21 Üb:KWNose  β unter Aktivierung der Licht-Symbolik als Manifestation der siderischen Sphäre, in Anspielung auf die Ausgießung des Hl Geistes speziell für die Strahlenkrone als Emanation überird (geistiger) Schöpferkraft (s dazu s v Flämmchen a); im ‘Märchen’ für das emporzüngelnde Flammenwesen der Irrlichter, einmal die Fügung ‘wohl bei F-n’ für deren spezif Vitalität  [Thales zu Homunc:] Nun leuchte frisch, | .. Durch F-n wird er [Proteus] hergelockt. | .. (Proteus erstaunt:) Ein leuchtend Zwerglein! GWBFaust II 8234  [Phorkyas üb Euphorion:] Denn wie leuchtet’s ihm zu Haupten? Was erglänzt ist schwer zu sagen, | Ist es Goldschmuck, ist es F. übermächtiger Geisteskraft GWBFaust II 9624 GWBB43,85,12 Iken 27.9.27 K GWBFaust II 8104u9956 GWB18,229,7 u 266,18 Märchen in der Grablegungsszene von ‘Faust II’ speziell als ‘Liebeselement’ (Vs 11784) einerseits die läuternde u (er-)lösende Wirkung der göttl Liebeskraft aktivierend u zugl im erot Teufels-Szenarium die Vorstellung einer verzehrenden (sinnl) Liebesglut evozierend (vgl 2 b)  [Chor der Engel:] Wendet zur Klarheit | Euch, liebende F-n [Flammende Sterne Var]! | Die sich verdammen | Heile die Wahrheit; | Daß sie vom Bösen | Froh sich erlösen GWBFaust II 11802  [Meph zu den Satanen:] Schon schwebt’s heran mit giftig klaren F-n, | Stemmt euch dagegen, drängt euch fest zusammen! | Die Kraft erlischt, dahin ist aller Muth! | Die Teufel wittern fremde Schmeichelgluth GWBFaust II 11722 GWBFaust II 11727u11815 ebd   e im natwiss Kontext überwiegend als Medium iZshg mit G-s Experimenten zur Farbenlehre; als opt Phänomen für eine farbige Refraktionserscheinung im Wasser; in der Wiedergabe platonischen Gedankenguts für das Wesen der Farbe selbst als eine von den Körpern emanierende feuerartige Leuchtkraft (vgl dazu s v Feuer 1 d); im morph Bereich vereinzelt für eine durch Verdunstung ätherischer Öle hervorgerufene Erscheinung  Man halte die F. [der Kerze] vor einen weißen Grund, und man wird nichts Blaues sehen; welche Farbe hingegen sogleich erscheinen wird, wenn man die F. gegen einen schwarzen Grund hält GWBN1,65,15u17 FlD 159  [betr die beim Versenken eines Steins im Tennstedter Teich beobachtete prismat Erscheinung] Im Wasser F.1) .. Vorgemeldetes Phänomen erkennen wir als wahr an .. und zählen es zu den prismatischen Versuchen GWBN51,351,6 Fl Nachtr  [Referat nach Plutarch] Plato betrachtet die Farbe als eine F. die sich von den Körpern loßreiße und mit der Sehkraft .. übereinstimmende Theile habe GWBN52, 238,3 FlH Plp GWBN51,352,13 Fl Nachtr [für:  φλόξ; flammula] GWBN3,8,7 FlH I Plato [Riemer?] GWBN6,202,13 VerstäubgVerdunstgVertropfg   2 in bild- u gleichnishafter Verwendung   a als Sinnbild der (sich) verzehrenden Kraft, zur Charakterisierung kriegerischer Zerstörungswut sowie heftig ausbrechender Affekte (Haß, Zorn ua), im Hinblick auf die Leuchtkraft vereinzelt für die (erlöschende) Lebensflamme; einmal unter Betonung der Ambivalenz des Flammenelements auf das Gefahr- u Verhängnisvolle, die Gesellschaft latent Bedrohende im Wesen des Schönen deutend; im Gleichnis vom Kohlenmeiler als Erziehungsanstalt auch unter dem Aspekt der Eindämmung (iS einer Selbstbeschränkung)  [Iph:] Der Muthigste .. Der in der Nacht | Allein das Heer des Feindes überschleicht, | Wie unversehen eine F. wüthend | Die Schlafenden, Erwachenden ergreift GWBIph2 1900  [Prinzessin:] Zu fürchten ist das Schöne, das Fürtreffliche, | Wie eine F., die so herrlich nützt, | So lange sie auf deinem Herde brennt, | So lang sie dir von einer Fackel leuchtet, | Wie hold! wer mag, wer kann sie da entbehren? | Und frißt sie ungehütet um sich her, | Wie elend kann sie machen! Tasso 1841 AA140,31 Werth II Ossian ~ AAJW3,63,11 GesängeSelma AA123,3 Werth2 II GWB24,55,2u6 Wj I 4 mehrf das Bild der (angefachten, wütenden, verderblichen) Flamme(n) für ausbrechenden polit, gesellschaftl Aufruhr u Umsturz, einmal in (selbst-)iron, krit Distanz auf das revolutionäre Element in Gehalt u Wirkung der eigenen ‘Prometheus’-Dichtung bezogen  [Regentin:] Sollte ich früher mit dem Sturme des Grimmes diese F-n [des Aufstandes in den niederländ Provinzen] anfachen und umhertreiben? Ich hoffte sie zu umstellen, sie in sich selbst zu verschütten GWB8,184,4 Egm I  das Manuscript [Dramenfragm ‘Prometheus’] .. käme unserer revolutionären Jugend [den liberalen u patriot Ideen anhängenden Studenten] als Evangelium recht willkommen .. Merkwürdig ist es .. daß dieses widerspenstige Feuer schon funfzig Jahre unter poetischer Asche fortglimmt, bis es zuletzt, real entzündliche Materialien ergreifend, in verderbliche F-n auszubrechen droht GWBB33,28,10 Zelter 3./11.5.20 GWB8,226,11 Egm II   b als Sinnbild der entfachten leidenschaftl Liebesglut sowie (in Berührung mit 2 a) der verzehrenden Macht der Liebe, auch als Bezeichnung für die (Heiß-)Geliebte bzw den Liebesgott Eros/Amor selbst; im Kontext der ‘Urworte Orphisch’ den Einbruch des Eros (als kosm Macht) symbolisierend; einmal die Metapher ‘(seines) Mundes F-n’2) für: heiße Küsse  [Stella:] Bis in’s innerste Mark fachte er [Ferdinand] mir die F-n, die ihn durchwühlten GWB11,148,24 Stella2 II  [Tasso üb seine Liebe zur Prinzessin:] Und ließ ich allzu rasch in meinem Busen | Der F. Luft, die mich nun selbst verzehrt, | So kann mich’s nicht gereun, und wäre selbst | Auf ewig das Geschick des Lebens hin Tasso 2221  starck wie der Todt ist die Liebe .. Ihre Glut Feuer Glut, eine fressende F. GWB37,310,8 Hohelied Übs  Schon hat sich still der Jahre Kreis geründet, | Die Lampe harrt der F. die entzündet | .. Die bleibt nicht aus! — Er [Eros] stürzt vom Himmel nieder GWB3,95 Urworte 16 Tasso 2095 GWB1,235 Vs 37 RömEleg II GWB1,329 Vs 422 VenEpigr 95 GWB1,223 Braut vKorinth 122   c als Sinnbild der (spontan) ausbrechenden schöpferischen Kraft (mehrf iVbdg mit dem Bild des (sich ent-)zündenden Funkens sowie in den inchoativen Verbvbdgn ‘(in) F-n (auf-, zusammen-) schlagen’), vor allem in der Beschreibung des eigenen künstlerischen Produktionsprozesses; unter dem Wirkungsaspekt im weiteren Sinn für künstlerische Stimulation, geistige Erleuchtung uä, gelegentl auch als Zeichen einer entfachten (glühenden) Begeisterung  [betr G-s künstlerische Schaffensweise] ich habe immer nur mich aus dem ganzen ins Detail herausarbeiten .. können .. wenn ich recht lang Holz und Stroh zusammengeschleppt habe .. wenn auch schon Kohlen drunter liegen und es überall raucht, so schlägt denn doch endlich die F. in Einem Winde übers ganze zusammen GWBTgb 26.2.80  An Wilhelm [ThS] fahr ich langsam fort und röste das Holz. Endlich soll es hoff ich in F-n schlagen GWBB7,99,14 ChStein 22.9.85  Moritzen hat Herders Gotteslehre [seine Spinoza-Schrift ‘Gott. Einige Gespräche’] sehr wohl gethan .. er hat sein Gemüth dahin geneigt .. er schlug gleich wie wohl getrocknet Holz in lichte F-n GWB32,73,20 ItR GWBB24,390 Meyer [etwa 9.6.14] K GWBB2,122,1 Boie [10./18.11.73] GWB6,40 Div Nachbildung 83) GWBB41,47,14 Zelter 3.6.26 GWB2,190 Mein altes Evangelium 8 GWBBlutflamme GWBBücherflamme GWBFeuerflamme GWBFreundschaftsflamme GWBGeistesflamme GWBGipfelflamme Gold- GWBKaminflamme GWBKerzenflamme GWBLebensflamme GWBLichtflamme GWBLiebesflamme GWBLustflamme GWBNeides- GWBOpfer- GWBSchwefel- GWBSchwester- GWBSternen-Syn GWBFeuer zu 1 a u b GWBLohe 1) zur Deutung dieser natwiss Beobachtung im Kontext von G-s Auseinandersetzung mit der Frz Revolution s JKruse, Flamme im Wasser ..., in: Goethe-Yearbook 4, 1988,209-234 2) Zum Vampir-Bezug dieser Metapher s SVolckmann in ‘Weiblichkeit u Tod in der Lit’, ed RBerger ua, 1987,157-163 3) zur Deutung dieses Verses im Kontext des Gedichts s DivWb s v FlammeDorothea Weiss-Schäfer D. W.-S.
12086 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    flammeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    flamme , F. Vw.: s. vlamme

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Flamme

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Flamme , plur. die -n, Diminut. das Flämmchen, Oberd. das Flämmlein, die entzündete Sammlung von Dämpfen an und über…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Flamme

    Goethe-Wörterbuch

    Flamme Von rund 380 Belegen etwa 3/4 im dichterischen Werk; neben detaillierter Beschreibung der konkr Feuererscheinung …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Flamme

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Flamme , nennt man die besondere Art der Lichterscheinung beim Verbrennen brennbarer Gasarten. Die mit F. brennenden Kör…

  5. modern
    Dialekt
    Flammef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Flamme f. : 1. a. wie schd., Flamm ( flḁm und flam, s. F.) [allg.], Pl. -e ; Dim. Flämmche [WPf NPf nördl. VPf], Flämmel…

  6. Sprichwörter
    Flamme

    Wander (Sprichwörter)

    Flamme 1. Die flamm ist dem rauch am nächsten. – Henisch, 1126. Lat. : Flamma fumo est proxima. 2. Die flamm ist die see…

  7. Spezial
    Flamme

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Flam|me f. (-,-n) 1 flama (-mes) f. 2 füch (füc) m. 3 (Gefühlswallung) flama (-es) f. 4 ‹fig, umor› (Angebetete) flama (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit flamme

188 Bildungen · 182 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

flamme‑ als Erstglied (30 von 182)

flamme · 1+ Belege

KöblerAfries

flamme 1 und häufiger , st. F. (ō) nhd. Flamme ne. flame (N.) Q.: GF I.: Lw. lat. flamma E.: s. lat. flamma, F., Flamme; s. idg. *bʰleg-, V.…

flammegebend

DWB

flammegebend , flammen gebender brennstof

flammenähnlich

GWB

flammen·aehnlich

flammenähnlich ‘etw F-es’ für eine physiolog bedingte, blitzartig phosphoriszierende Farbenerscheinung N1,24,2 FlD 54 Dorothea Weiss-Schäfer…

flammenartig

GWB

flammen·artig

flammenartig a aufleuchtend wie eine Flamme, nur von Farberscheinungen; substantivisch auch als Wesensmerkmal der Farbe N5 1 ,353,10 Fl Nach…

flammenathem

DWB

flammen·athem

flammenathem , m. der nachtwind bespülte mit kühlen wellen ihre feuerwange und Gustavs flammenathem. J. P. uns. loge 1, 146.

flammenathmend

DWB

flammenathmend , begeisterung: flammenathmend erhellst du abgründe vor mir her. Stolberg 1, 82 .

flammenauge

DWB

flammen·auge

flammenauge , n. musz ich hicht aus deinen flammenaugen meiner wollust widerstrahlen saugen? Schiller 8 a : da reisz ich des bettes vorhang …

flammenbach

DWB

flammen·bach

flammenbach , m. der meister kann die form zerbrechen mit weiser hand, zur rechten zeit, doch wehe, wenn in flammenbächen das glühnde erz si…

Flammenbad

GWB

flammen·bad

Flammenbad -baad in vergleichender Anspielung auf die ‘sehend’ machende Wirkung des Feuerbades auf den Prinzen Biribinker in Wielands ‘Don S…

flammenbecher

DWB

flammen·becher

flammenbecher , m. bestand Brydone schönere gefahr, als er, ein gott, am ofnen flammenbecher des Aetna stand und hoher zecher der himmelslüf…

flammenbeschweift

DWB

flammenbeschweift , flammig geschwänzt, flammenbeschweifte nachtphantome. Matthisson 105 .

flammenbildung

DWB

flammen·bildung

flammenbildung , f. soll ich dir, flammenbildung, weichen? ich bins, bin Faust, bin deines gleichen. Göthe 12, 35 .

flammenblick

DWB

flammen·blick

flammenblick , m. ich liebe dich, sprach schnell, mit flammenblick, Teutona. Klopstock; es war schön anzusehn, wie er hoch aus der luft mit …

flammenblitz

DWB

flammen·blitz

flammenblitz , m. erliegst du ( rose ) nicht vor meinem flammenblitze? Rückert 132 . ges. ged. 1, 107.

flammenblume

DWB

flammen·blume

flammenblume , f. phlox, nnl. vlambloem, auch blosz 'die flamme': flamm und mädchen im busch ( nigella damascena ). Klopstock 2, 232 .

Flammenbogen

Meyers

flammen·bogen

Flammenbogen ( Davyscher Lichtbogen ), der Lichtbogen, der sich zwischen den Spitzen zweier Kohlenstäbe bildet, durch die elektrischer Strom…

flammenbote

DWB

flammen·bote

flammenbote , m. du bist es heilger geist, du warst die feurig kol, so des vorsagers lippen durch flammenbotten hand berührt hat. Rompler s.…

Flammenburg

GWB

flammen·burg

* Flammenburg ‘Apollons F.’ für den Wohnsitz des Sonnengottes [ für: δῶμα θερμὸν Ἡλίον] 41 2 ,408 Eurip,PhaetonVersuch Var [Göttling] [ bei …

flammendampf

DWB

flammen·dampf

flammendampf , m. zwischen dem abendroth und dem flammendampf des Vesuves. Stolberg 1, 403 .

flamme als Zweitglied (5 von 5)

Sparflamme

RDWB1

Sparflamme f auf ~ idiom. не спеша, про запас устойч. , на всякий случай идиом. , на всякий пожарный идиом. , разг. , на будущее, чем чёрт н…

feuerflamme

DWB

feuer·flamme

feuerflamme , f. flamma. mhd. fiures flamme ( wb. 3, 336 a ): von himel ein fewerflam. H. Sachs III. 2, 275 b ; ihr dunder, plitz und strahl…

lebensflamme

DWB

lebens·flamme

lebensflamme , f. 1 1) das leben unter dem bilde einer flamme: verschiebs nicht länger, die erliegende natur zu stärken, weil die lebensflam…

liebesflamme

DWB

liebes·flamme

liebesflamme , f. : diese liebesflammen umzingeln dein herz. Göthe briefw. m. e. kinde 3, 3 ; theilt, vermischt, vermehrt das feuer, das der…

vūrflamme

KöblerMnd

vūrflamme , F. Vw.: s. vǖrvlamme

Ableitungen von flamme (1 von 1)

geflamme

BMZ

geflamme swv. alsam ein vrowe geflammet sich, daʒ tuot ir dicke tougen brant Frl. 216,2.

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Cotta, M. (2026). „flamme". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/flamme/gwb?formid=F02164
MLA
Cotta, Marcel. „flamme". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/flamme/gwb?formid=F02164. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „flamme". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/flamme/gwb?formid=F02164.
BibTeX
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