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fechten

mnd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

fechten

Bd. 3, Sp. 1387
fechten , pugnare, ahd. fëhtan faht fuhtun, mhd. vëhten vaht vâhten und vuhten, ags. feohtan feaht fuhton, engl. fight, fries. fiuchta, nnl. vechten vocht vochten, wie auch nhd. fehlerhaft fechten focht fochten. im 15 jh. noch richtig facht für focht, z. b. fastn. 549, 10. weder gothisch noch nordisch, denn das schw. fäkta fäktade, n. fegte sind, gleich dem böhm. fechtovać, unserm fechten nachgebildet, ein von Stalder 1, 360 herangezognes altn. fika, n. fige festinare und das engl. fidge scheinen unverwandt. der goth. und nord. abgang des wortes trift mit dem von faust in denselben sprachen zusammen. unverkennbar fallen pugnare und pugnus, πυκτεύειν, πυγμή und πύξ, darum auch fëhtan und faust zu einander; dem vermutheten goth. fauhstus könnte ein faihtan faht fauhtun zur seite gestanden haben, das st in fauhstus, faust gliche dem ks in πύξ. für kämpfen sagten aber die Gothen veihan, ahd. wîgan, altn. vëga (statt vîga) und es ist schwer die unterschiede zwischen weigand, held, kämpfer, fechter anzugeben. man hat jedoch gar nicht nöthig pugnare und fechten streng auf kriegerischen kampf zu beziehen, wie pugnare eniti, laborare ausdrückt, non pugnare non laborare, gleichsam die fäuste oder hände ruhen lassen, liegt auch in fechten die bedeutung von sich abmühen, eifrig streben, die hände anstrengen, fusten, fausten, fäusteln und fechten ist etwas in die faust nehmen, angreifen, vor allem die waffe zum kampf, vgl. knuffen, n. knubbe, mit der faust stoszen. wir geben nhd. der III sg. ficht für fichtet, analog dem flicht, tritt, gilt, schilt, hält, beut für flichtet, trittet, giltet, schiltet, hältet, bietet; schwache verba vertragen diese kürzung nicht, von falten, spalten, gestalten, melden, bilden musz es heute heiszen faltet, spaltet, gestaltet, meldet, bildet, obschon auch die starken meiden, scheiden, reiten, schreiten, spreiten, streiten nicht kürzen, so passend es wäre (vgl. mhd. gît, lît, gât, stât). auf der andern seite schreiben im 16 jh. manche fichtet, trittet und selbst Gotthelf hat flichtet, giltet unverkürzt. dem imp. gebührt ficht. die bedeutungen sind meistens intransitiv, selten transitiv. 11) eigentliches fechten, kämpfen, streiten, pugnare, certare, dimicare. ahd. zi uns rihtër horn heiles, nales fëhtannes. O. I. 10, 5; hier habest du wîg, hier solt du fëhten, doret solt du rawen. N. ps. 84, 9; taʒ ër imo ondi mit Otachere ze vëhtenne. Boeth. 3; mhd. dâ vihtet einer inne, der heiʒet Volkêr, alsam ein ëber wilde, unde ist ein spilman. Nib. 1938, 2; dô vaht alsam ër wuote dër alte Hildebrant. 2219, 1; si vâhten alsô grimme, daʒ manʒ nimmer mêr getuot. 2149, 4; heten si dô gevohten ze rosse mit den swërten, dës si niene gërten, daʒ wære dër armen rosse tôt. Iw. 7116; swër gërne ie über houbet vaht, dër mohte dëste wirs gesigen. Winsbeke 33, 2; hât dër winter kurzen tac, sô hât er die langen naht, daʒ sich liep bî liebe mac wol erholn, daʒ ê dâ vaht. Walth. 118, 8; ichn vihte niht, ich bin ein wîp. Iw. 5649. nhd. ich ficht, das der wint davon wet. fastn. 252, 21; wil er dann fechten, so well wir streiten. 298, 10; wil es der kunig, niemant ficht do dan ich. 549, 25; erst so hebt sich ein fechten von den andern dorfknechten. 589, 20; die vechten als die eberswein. 589, 23; ir vechten ist gen uns als ain wint. 589, 29; er leuft mit dem kopf an in und ficht halsstarriglich wider in. Hiob 15, 26; ich fechte also, nicht als der in die luft streichet (goth. sva jiuka ni svê luftu bliggvands). 1 Cor. 9, 26; hab ich mit den wilden thieren gefochten? (du diuzam vaih?) 15, 32; es ist guot mit im im langen spiesz fechten, er sihet nit so fern (ist kurzsichtig). kl. weise reden 99a (106a); und fachte mit im so stark und ritterlich, dasz der könig sich im gefangen gab. buch d. l. 269, 1; denn das ist der krieg in diesem geistlichen reich, das man fichtet und kempfet, wie man gerecht werde. Luther 6, 129b; ja wer auch nur an dem siege zweifelte, der füchte nicht, sondern versetzte nur die feindlichen streiche ohne einigen beherzten angrif. Lohenstein Arm. 1, 35; Marcus Coriolanus fechtet (für ficht). Winkelmann 2, 453; er ficht vortreflich; er ficht zu fusz wie zu pferde; er ficht noch mit dem ersten schwert (ist noch roh und ungeübt); sie fochten wie die löwen; alle krieger haben tapfer gefochten; die aufgeworfnen schanzen wurden fechtender hand eingenommen. 22) die vorstellung der faust oder hand liegt dem worte so eingeprägt, dasz es uns noch heute eine heftige bewegung der arme und hände ausdrückt, wo von einem feinde, den man bestreitet, gar nicht die rede ist: dër tobende in daʒ münster vaht. Servat. 3090, sich mit arm und faust eindrängte; er ficht mit den händen, vagiert in der luft, thut streiche in die luft; was fichtest du so mit den armen?; was ficht (müht sich) doch Götz? es sei im haus oder heraus geschehen, ist doch nicht daran gelegen. zeugenaussage bei Zöpfl Götz von Berlichingen hauptmannschaft s. 49; wir prüefen auch das an den perchknappen, die in die gruob varnt, die werdent etswie vil wirbig in irm haupt, also daʒ sie gern vehtent sam die trunken leut. Megenberg 109, 8; so sollen seine geberd sein züchtig, nit fechten mit den armen, nit die finger uszstrecken. Keisersberg narrensch. 56a; fraw, wie thun ir, was traumet euch, das ir also fechten? sch. und ernst 1546 cap. 55; was has im herzen du für pein, dasz du also fichst mit den händn? Ayrer 42b; hat einer vielleicht einen streit und wäre gern des handels queit, der trink ein rausch und greif zum degen. ein rausch aus allen wehren ficht, ein rausch fragt nichts nach streich und schlägen, ein rausch förcht sich vorm teufel nicht. Philander 2, 219, der rausch, der berauschte wehrt sich auf alle weise, die trunknen fechten gern, nach Megenbergs stelle; frauen fechten, spielen mit dem fächer, schlagen ihn auf und nieder: die am arme seichter thoren blähend mit dem fächer ficht. Schiller 9b. 33) dies bewegen galt auch vom schlag des herzens, des bluts: grîf her, dâ mîn hërze lît, wie ëʒ vihtet unde vert. Blicker 283, wie es heftig schlägt, kämpft, tobt; so ofts in schäden wütet und ficht (oben sp. 377); mein herz und gemüt mir darob ficht, wann ich gedenke an die gschicht. Uhland 943; ja von der sanften bewegung und dem flusz des über ein tuch gegossenen öles: alsô daʒ si (diu sêle) ein fürwërtgân hât in der blôʒen gotheit, als daʒ oleum ûf dem tuoche, daʒ vihtet alleʒ für baʒ: alsus vihtet diu sêle für baʒ unde fliuʒet immer für unde für. br. Eckhart 470, 2. 3. eine schöne, wol noch öfter vorkommende wortbedeutung, zu der sich auch andere redensarten nehmen lieszen. Henisch 1028, 12 hat fechten, eniti, zablen (zappeln), ohne beispiele, ganz das lat. pugnare. 44) fechten, ostiatim victum quaerere, stipem mendicando colligere, ut vagabundi solent. Stieler 453, was sonst 'garten' heiszt, scheint sich aus den fechtschulen (s. dieses wort) der handwerker und aus dem umstreifen bewafneter, vom heer verabschiedeter landsknechte zu erklären. auch spielleute und schwerttänzer, vagierende schüler und handwerksgesellen zogen im land umher, 'giengen fechten', giengen betteln, drohten den leuten mit dem schwert, da wo ihnen brot und kleine gabe geweigert wurde. später, im 18. 19 jh. blieb dies fechten eingeschränkt auf aus dem krieg entlassene, heimziehende soldaten und auf arme, reisende handwerker. doch erwäge man den schon älteren, hernach unter 5a belegten ausdruck, das 'vëhten umbe spîse' von der ameise, verglichen mit dem fechten des flohs bei Boner 48, 12, was zur zweiten bedeutung des bemühens und abarbeitens stimmt, ohne dasz schwert oder degen im spiel sind. würde für betteln das wort 'garren' (l. garten), fechten, umb reuterzehrung ansprechen nicht aufgebracht sein, es würden so viel liederliche gesellen, als sonderlich lose handwerksbursche nicht faulenzen oder ostiatim gehen. Praetorius mägdetröster s. 99; muth hin, muth her! dem hunger fällt das fechten vor thüren leicht, im felde schwer. Günther 342; das wenige zehrgeld wurde täglich kleiner und zuletzt gar alle, deswegen sie (zwei aus dem venetianischen krieg in ihr deutsches vaterland heimkehrende kameraden) in tausend sorgen geriethen und nicht wusten, was weiter anzufangen sei. da nun kein ander refugium vorhanden, als zum fechten zu schreiten, wie schwer es sie auch ankommen wolte, verabredeten sie sich bei erreichung eines dorfes, dasz der eine von oben und der andere von unten anfangen solte, vor der bauren häuser umb ein stück brot anzuhalten. nord. Robinson 1, 53. 54; (ein aus Friedrich des gr. heer entronnener Schweizer erzählt:) mein ducaten reisegeld war schon dünn wie ein laub worden, sonst hatt ich keinen heller in der ficke und ward also genöthigt auf den dörfern zu fechten. da bekam ich oft beide taschen voll brot, aber nie einen heller baar. der a. m. im Tockenb. 156; der Franke 'ficht', der emigrierte 'geht fechten'. Lichtenberg 2, 111. aus G. Ungt (d. i. ungenannt) twee geschichten. Münster 1861 s. 24—40 sieht man, wie das fechten wandernder handwerksburschen fast bis auf unsere zeit fortbestand. dem der sich weigerte ihnen zu spendieren fluchten und drohten sie mit faustschlag in den nacken oder mit feueranlegen. auch in der studentensprache sind fechten und pumpen (am brunnen wasser ziehen) gleichbedeutend, ihre ausdrücke mögen mit den der alten fahrenden schüler mehrfach zusammenhängen. es gibt ein buch von Ambrosius Pape bettel und garteteufel. Magdeburg 1586. 8. 55) zu fechten (wie zu streiten, ringen) fügen sich praepositionen, 5@aa) um: um leib und leben, um geld und gut fechten; swâ zwêne vëhtent umbe den lîp. Iw. 1956; dô si sêr umb ir spîse vacht. Boner 42, 46; ich nim dein gelt und anders nicht und schaf sünst wol was mir gebricht, ficht mancher ümb ein ackerpferd, dein hab ist sölcher ärbet werd. Schwarzenberg 132, 1; keim herren dient ich nie so weh, dem ich in strafung überseh, noch fast ümb seinen schaden fecht, ich bin ein guoter armer knecht. 138, 1; den allen umb den namen Christi zu fechten, leben und sterben gleich galt. Frank weltb. 209a; es musz darum gefochten sein. Simpl. Courage cap. 7. 5@bb) nach: ê dan ie Rôme kam an die maht nâch dër si vaht tac unde naht. Renn. 22761; alle menschen seind schuldig zu fechten nach tugenden. Keisersb. has im pf. Aa 5b; es geht hier nicht, wie Christus spricht, wer sich erhöhet, der wird nicht dasselb finden, darnach er ficht. Alberus Es. 151b; nach groszem reichtumb ich nit ficht. H. Sachs I, 338d. 5@cc) zu: ein mensch sol da zu fechten, das er seinen mund zu behalt, und im selbs gewalt an thun. Keisersberg selenparad. 25a. 5@dd) auf: wil ër mîn urliuge tragen, ûf mîne vînde vëhten. warnung 2763; ob icht von rëchte wil ie man ûf en vëchte. gr. Rud. 18, 23. 5@ee) an: diu kint, an diu si vâhten. Mar. 219; an die irrære ër vaht. Servat. 667; dër lîp wil gërne vëhten an die heiden. MS. 1, 93b; den urteil ich mit rechten rechten, das er sol dreiszig jar an die heiden vechten. fastn. 707, 14. 5@ff) gegen: vihtet gein dem winde. Geo. 3451; er hat immer gegen die Franzosen gefochten, mlat. pugnavit contra Gallos. 5@gg) wider: daʒ ër eine væhte wider drî. Iw. 4108; do bewâgen si sich schiere sine væhten niemer wider in, ërn tæte sînen lewen in. 6711; so sind sie geleich den jungen hönlein, die von der alten hennen fleiszigklich erzogen werden und so sie grosz werden und erstarken, fechten sie wider ir muter umb ein gersten körnlein. Keisersb. sch. der pen. 101b; also das wir beide wider unser natur und starke gewonheit zu fechten haben. Luther 6, 42b; dawider fichtet der ander haufe, so die gerechtigkeit auf unser thun und verdienst setzen. 6, 129b; was ist dann, das man wider den strom fechten wil. br. 2, 674; und so die natur fichtet wider die krankheit. Cyrillus bl. 28. 5@hh) mit: fone diu ne sol danne wîsemo man daʒ nieht wëgen, so wenne ër fëhten sol mit tëro wîlsâldo, ita vir sapiens moleste ferre non debet, quoties in fortunae certamen adducitur. N. Bth. 224; a Stiphalo (Stymphalo) flumine, pî demo Hercules mit in (Stymphalidibus) faht. 226; hien vihtet niemen mit iu zwein. Iw. 5291; nu vëht ab ir niwan mit zwein. Parz. 707, 24; mit unruowe si sêre vaht. Boner 48, 66; mit einem schatten fechten, ohne ursache streiten. 5@ii) für: für das vaterland, für den glauben fechten: daʒ ër für mich vëhte. Parz. 701, 25; o edler fürst, ich pit euch ser, fecht hie fur mich durch gotes er. fastn. 548, 27; ihr freunde höret mich, ich (Gottsched) bin des eifers satt, der für Germanien bisher gefochten hat. der undank ist zu grosz. Rost das vorspiel 75; ist es nicht sonderbar, dasz die menschen so gern für die religion fechten und so ungern nach ihren vorschriften leben? Lichtenberg 1, 182. 66) transitiv, den kampf fechten, ausfechten; dô si hie bî Etzel vâhten manegen wîc. Nib. 1735, 2; ër vihtet in allenthalben sige. Alex. 2286; den sieg fechten, erfechten; mit ruhm focht ich hier seine ungerechten kriege. Klinger 4, 23; aber wir fechten ihre schlachten. Schiller 491a; 'ëʒ vëhten' von gerichtlichem zweikampf bei Schott land und stadtrechte 3, 108. 109. 111. 122; Luther sagt es fechten, anfechten, bestreiten: ich fechte jetzt nicht, ob sie (die deutungen) alle falsch sind oder nicht, das fechte ich, das Carlstad solchs alles one allen grund der schrift an diesem ort setzt. 3, 76b; aber ob ichs wol nicht fechte, ein scheib und plick sei an einem ort reicher denn am andern. Mathesius 155b; viel erdulden, nichts nicht fechten, schaden leiden, doch nicht rechten. Logau 1, 65, 61. wenn nichts hier einen acc. ausdrückt. bei Ramler und Lessing nichts verfechten. 77) reflexiv: wenn sich der strom nach unsrer bude drängt, bei hellem tage, schon vor vieren mit stöszen sich bis an die kasse ficht und, wie in hungersnoth um brot an beckerthüren um ein billet sich fast die hälse bricht. Göthe 12, 10, wo 'sich mit stöszen fechten' ganz eigentlich an die faust gemahnt, doch auch als ein vorwärts rücken (nach 3) und freilich als ein durchfechten gedeutet werden mag. s. abfechten, anfechten, ausfechten, befechten, durchfechten, erfechten, nachfechten, spiegelfechten, verfechten, vorfechten. die partikel hebt, wie sonst, den transitiven sinn.
14225 Zeichen · 238 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fechtenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    fechten , st. V. Vw.: s. vechten (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêchten

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Fêchten , verb. irreg. neutr. mit dem Hülfsworte haben; ich fechte, du fichst, er ficht; Imperf. ich focht, Conj. föchte…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    fechten

    Goethe-Wörterbuch

    fechten 1 (für, gegen etw oder jdn) kämpfen, streiten a mit Hieb- od Stichwaffen einen Zweikampf bestreiten; auch (PartP…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fechten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Fechten s. Bettelwesen , S. 775.

  5. modern
    Dialekt
    fëchten

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    fëchte n [fatə Heidw. Banzenh. Ensish. Gebw. Su. Dü. ; fáχtə Feller. Ingersh. Bebelnh. NHof . K. Z. U.; fǽχtə Str. W. ]…

  6. Sprichwörter
    Fechten

    Wander (Sprichwörter)

    Fechten 1. Besser gar nicht gefochten, als erstochen. – Gruter, III, 10. 2. Da ist gut fechten, wo kein Feind ist. Holl.…

  7. Spezial
    fechten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    fech|ten (ficht, focht, gefochten) vb.intr. sabelné (-nëia), combate cun la sabla .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fechten

18 Bildungen · 1 Erstglied · 13 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von fechten 2 Komponenten

fech+ten

fechten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

fechten‑ als Erstglied (1 von 1)

fechten II

RhWBN

fechten II -E- schw.: 1. schnell Atem holen Wittg. — 2. wiehern Prüm-Steffeln .

fechten als Zweitglied (13 von 13)

abfechten

DWB

abfechten , pugnando obtinere, fechtend abgewinnen: nachdem wir dieses Böhmen den Sachsen abgefochten. Schiller 332 .

anfechten

DWB

anfechten , impugnare, aggredi, tentare, nnl. aanvechten, praet. focht an, doch könnte, gleich andern, in der unter anfachen beigebrachten s…

ausfechten

DWB

aus·fechten

ausfechten , armis verbisve disceptare, nnl. uitvechten: es vor gericht ausfechten; sie mögen es mit einander ausfechten; ausfechten, warumb…

befechten

DWB

befechten , impugnare, devincere: herr, wer den teufel sol befechten, der musz sein gar bei guten mechten. Haupt 8, 534 ; dem Samson fürgebi…

durchfechten

DWB

durch·fechten

durchfechten , mit den waffen die reihen der feinde durchbrechen. er ( Dieterich ) brach Ermrîches maht, daz her er alles durchvaht Dieteric…

erfechten

DWB

erf·echten

erfechten , armis obtinere, ahd. irfëhtan, mhd. ervëhten. 1 1) capere, expugnare, erobern: ahd. irfuhten Trojam; nu müeʒe in ( eis ) als Wël…

rümteutfechten

MeckWBN

ruemte·utfechten

Wossidia rümteutfechten herumtoben: dor wütericht un tautfecht't man rüm Seem. Hä. 182. Statt rümteutfägen.

spiegelfechten

DWB

spiegel·fechten

spiegelfechten , verb. , eine in dem zugrundeliegenden begriff dunkle composition; ursprünglich wol ein ausdruck der fechtschulen zur bezeic…

verfechten

DWB

ver·fechten

verfechten , verb. fechtend vertheidigen, mhd. mnd. vorvëhten, vervëhten, altnd. ( fränk. ) farfehtan ( s. u. ). starkes zeitwort, dessen pr…

vorfechten

DWB

vor·fechten

vorfechten , verb. , mhd. vorfehten mhd. wb. 3, 311 a ; Lexer 3, 484 . propugnare vorfechten, -föchten Diefenbach gl. 466 b ; vorfächten, ei…

widerfechten

DWB

wider·fechten

widerfechten , vb. , gegen jem. kämpfen; widerstreben, widersprechen, bestreiten; ahd. widarfehtan; mhd. widerfechten; mnd. weddervechten; m…

ōverfechten

KöblerMnd

ōverfechten , st. V. Vw.: s. ȫvervechten

Ableitungen von fechten (4 von 4)

befechten

DWB

befechten , impugnare, devincere: herr, wer den teufel sol befechten, der musz sein gar bei guten mechten. Haupt 8, 534 ; dem Samson fürgebi…

erfechten

DWB

erfechten , armis obtinere, ahd. irfëhtan, mhd. ervëhten. 1 1) capere, expugnare, erobern: ahd. irfuhten Trojam; nu müeʒe in ( eis ) als Wël…

verfechten

DWB

verfechten , verb. fechtend vertheidigen, mhd. mnd. vorvëhten, vervëhten, altnd. ( fränk. ) farfehtan ( s. u. ). starkes zeitwort, dessen pr…

zerfechten

RhWB

zer-fechten: sich z., sich streiten, explizieren Verbr. (ausschliessl. Rhfrk).