Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ecker f.
Ecker f.
Ecker f. Name der Buchenfrucht, früher auch der Eichenfrucht (s. Eichel); als Simplex kaum noch gebräuchlich, dafür meist Buchecker f. (Zusammensetzung seit dem 15. Jh.). Ahd. ekarn, mhd. ackeran, ecker(n) m. und n. ‘Frucht der Eiche und Buche’, mnd. ākeren, ackeren, ēkeren, eckeren n. ‘Eichel, Eichelmast’, mnl. nl. aker m. ‘Eichel’, aengl. æcern n. ‘Nuß, Eichel’, engl. acorn ‘Eichel, Ecker’, anord. akarn n. ‘Frucht wildwachsender Bäume’ (germ. *akrana-) stellen sich mit der Ausgangsbedeutung ‘Wildfrucht’ (vgl. got. akran n. ‘Frucht, Ertrag’) wohl wie air. āirne ‘Schlehe’, lit. úoga ‘Beere, Kirsche’, aslaw. agoda, russ. jágoda (ягода) ‘Beere’ zur Wurzel ie. *ōg-, *əg- ‘wachsen; Frucht, Beere’. Daneben wird auch erwogen, in der Bezeichnung eine Bildung zu dem unter Acker (s. d.) behandelten Substantiv zu sehen. Mhd. ecker entsteht durch Wegfall der fälschlich als Pluralzeichen aufgefaßten Endung -n. Bereits im Frühnhd. findet sich feminines Genus.