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Eck

mhd. bis Dial. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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15 in 14 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Eck

Bd. 5, Sp. 353
Eck, 1) Leonhard von, bayr. Kanzler, geb. um 1475 in Kelheim, gest. 17. März 1550, studierte in Ingolstadt und Siena die Rechte, ward erst Lehrer, 1519 Kanzler des Herzogs Wilhem IV. von Bayern und beherrschte 30 Jahre lang die bayrische Politik. Klug, gewandt und unterrichtet, aber ränkevoll und bestechlich, arbeitete er unablässig für Stärkung der landesherrlichen Gewalt und die äußere Machtstellung des bayrischen Hauses im Reich, im Innern alle protestantischen Regungen unterdrückend. Namentlich betrieb er, obwohl ohne Erfolg, den Plan, seinem Herzog die römische Königswürde zu verschaffen. E. hinterließ ein großes Vermögen. Vgl. W. Vogt, Die bayrische Politik im Bauernkrieg und der Kanzler Dr. L. v. E. (Nördling. 1883). 2) Johann Mayr von, einer der heftigsten Gegner der Reformation, geb. 13. Nov. 1486 zu Eck in Schwaben, gest. 10. Febr. 1543 in Ingolstadt, studierte seit seinem zwölften Jahr in Heidelberg Philosophie und die alten Sprachen, in Tübingen Theologie und Philosophie, zu Freiburg i. Br. Rechte und Mathematik. 1510 Professor der Theologie in Ingolstadt, erwarb sich E. durch seine scholastische Gelehrsamkeit, hauptsächlich aber durch seine Disputierfertigkeit, einen ausgebreiteten Ruf. Durch seine gegen Luthers Thesen gerichteten »Obelisci« in einen Streit mit Karlstadt, dann auch mit Luther verwickelt, verteidigte er auf der Disputation zu Leipzig vom 27. Juni bis 16. Juli 1519 seine Sätze und veranlaßte später die Bannbulle gegen Luther. 1520 erschien sein Hauptwerk: »De primatu Petri«. Sein ganzes Leben blieb von nun an der Bekämpfung der Reformation gewidmet. Er reiste in diesem Interesse 1521 und 1523 nach Rom, nahm 1524 an dem Konvent zu Regensburg teil, begab sich 1525 nach Holland und England und suchte 1526 in der Schweiz durch das Religionsgespräch zu Baden als Gegner des Ökolampadius die Reformation zu hindern. Auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 half er zur Widerlegung der Augsburger Konfession die Konfutation abfassen und wohnte 1540 und 1541 dem zu Worms angefangenen und zu Regensburg fortgesetzten Religionsgespräch bei. Eine Sammlung seiner theologischen Streitschriften hat er selbst veranstaltet unter dem Titel: »Operum Jo. Eckii contra Lutherum tom. I-IV« (Augsb. 1530–35); kosmographische und geographische Arbeiten ruhen in der Universitätsbibliothek zu München. Vgl. Wiedemann, Dr. Johann E. (Regensb. 1865); Albert in der »Zeitschrift für historische Theologie« (Gotha 1873); Günther, Eck als Geograph (1894). 3) Heinrich, Geolog und Paläontolog, geb. 13. Jan. 1837 auf Gleiwitzer Hütte in Oberschlesien, widmete sich 1855 dem Bergfach, studierte seit 1858 in Breslau, wurde 1862 bei der preußischen geologischen Landesaufnahme in Thüringen und Schlesien beschäftigt, habilitierte sich 1866 als Dozent an der Berliner Bergakademie und wurde 1871 Professor der Mineralogie und Geologie an der Technischen Hochschule in Stuttgart. Er schrieb: »Über die Formationen des Bunten Sandsteins und Muschelkalks in Oberschlesien und ihre Versteinerungen« (Berl. 1865); »Rüdersdorf und Umgebung« (das. 1872); »Das Erdbeben in der Gegend zwischen Straßburg, Forbach etc. am 11. Juni 1887« (Stuttg. 1892); »Verzeichnis der mineralogischen, geognostischen, vorgeschichtlichen und balneographischen Literatur von Baden, Württemberg, Hohenzollern etc.« (Heidelb. 1890 mit drei Fortsetzungen bis 1901); »Geognostische Beschreibung der Gegend von Baden-Baden, Rotenfels, Gernsbach und Herrenalb« (Berl. 1892). Auch lieferte er mehrere geognostische Karten, besonders eine des Schwarzwaldes in 2 Blättern (Lahr 1886 und 1887). 4) Ernst Wilhelm Eberhard, Jurist, geb. 21. Aug. 1838 in Berlin, gest. das. 6. Jan. 1901, habilitierte sich 1866 in Berlin für römisches Recht, wurde 1871 außerordentlicher Professor, 1872 ordentlicher Professor in Gießen, 1873 in Halle, 1877 in Breslau und 1881 in Berlin. 1888–92 war er Schriftführer des deutschen Juristentags. Seine wichtigsten Schriften sind: »Die sogenannten doppelseitigen Klagen des römischen u. gemeinen deutschen Rechts« (Berl. 1870); »Die Verpflichtung des Verkäufers zur Gewährung des Eigentums nach römischem und gemeinem deutschen Recht« (Halle 1874); »Beitrag zur Lehre von den ädilicischen Klagen« (in den »Juristischen Abhandlungen für Beseler«, Leipz. 1885); »Das gesetzliche Pfand- und Vorzugsrecht des Vermieters in seiner Anwendung auf die unpfändbaren Sachen« (in der Festgabe für Gneist, Berl. 1888); »Die Stellung des Erben, dessen Rechte und Verpflichtungen in dem Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich« (das. 1890, in Bekker und Fischers »Beiträgen zur Beurteilung des Entwurfs etc.«); »Vorträge über das Recht des bürgerlichen Gesetzbuches« (Berl. 1898 ff., fortgeführt von Leonhard).
4747 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    eckstN.

    Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

    eck stN. (stM. WeistÖ s.u. 2.1) Aufgrund der Vieldeutigkeit des Wortes bleibt die Zuordnung und Deutung zahlreicher Bele…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    eckSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    eck , Sb. Vw.: s. ēk (1) L.: Lü 91b (eck)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    eckn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    eck , n. , statt des gewöhnlichen weiblichen ecke, die einsilbige neutralform mit dem gen. eckes begehrt ein ahd. ekki, …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eck

    Goethe-Wörterbuch

    Eck 1 Innenwinkel; als abseits befindliche Stelle u einmal als architekton Element Auf dem Kirchhofe sind zwey Lindenbäu…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eck

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Eck , Dr. Joh. von, eigentlich Joh. Mayer, geb. 1486 zu E. im Algau in Schwaben, studierte seit 1498 in Heidelberg, Tübi…

  6. modern
    Dialekt
    Eck

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Eck [Èk allg. Èkə Ruf. ; Pl. ebenso und –ə] n. ( m. Su. Ruf. Wh. ) Ecke. Ër leit imen (in einem) Eck un d schloft Dü. Së…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eck

969 Bildungen · 429 Erstglied · 535 Zweitglied · 5 Ableitungen

eck‑ als Erstglied (30 von 429)

Eck(e)

SHW

Eck(e) Band 2, Spalte 5-6

Eckball

SHW

Eck-ball Band 2, Spalte 7-8

Eckband

SHW

Eck-band Band 2, Spalte 7-8

Eckbank

SHW

Eck-bank Band 2, Spalte 7-8

Eckbauer

SHW

Eck-bauer Band 2, Spalte 7-8

Eckbrett

SHW

Eck-brett Band 2, Spalte 7-8

Eckert

SHW

Eck-ert Band 2, Spalte 9-10

Eckhaus

SHW

Eck-haus Band 2, Spalte 9-10

eckicht

SHW

eck-icht Band 2, Spalte 9-10

Eckkegel

SHW

Eck-kegel Band 2, Spalte 11-12

Ecklupper

SHW

Eck-lupper Band 2, Spalte 11-12

Eckmuster

SHW

Eck-muster Band 2, Spalte 11-12

Eckpülv

SHW

Eck-pülv Band 2, Spalte 11-12

Eckschank

SHW

Eck-schank Band 2, Spalte 11-12

Eckschulz

SHW

Eck-schulz Band 2, Spalte 11-12

Eckstein

SHW

Eck-stein Band 2, Spalte 11-12

Eckstück

SHW

Eck-stück Band 2, Spalte 11-12

Eckweg

SHW

Eck-weg Band 2, Spalte 11-12

Eckzahn

SHW

Eck-zahn Band 2, Spalte 11-12

eck als Zweitglied (30 von 535)

beck

BWB

-beck Band 2, Spalte 2,27f.

deck

BWB

-deck Band 3, Spalte 3,1417

peck

BWB

-peck Band 2, Spalte 2,28

stück

RDWB1

-stück Kleidungsstück n - предмет одежды Ein-Euro-Stück - монета в один евро Erbstück n - наследство, наследуемый предмет Möbelstück n - пре…

Dreck

RDWB1

Dreck m j-n durch den ~ ziehen idiom. порочить чьё-л. доброе имя идиом. , книж. ; пятнать чьё-л. доброе имя идиом. , книж. ; портить кому-л.…

Fleck

RDWB1

Fleck m пятно blauer ~ - синяк пятно перен. blinder ~ idiom. - белое пятно (напр., на карте) идиом. место sich nicht vom Fleck rühren / komm…

Gepäck

RDWB1

Gepäck n ohne (viel) Gepäck (Lakune im Deutschen) - налегке

Glück

RDWB1

Glück n счастье; фортуна устар. или книж. sie weiß noch nichts von ihrem ~ scherzh. - она ещё не знает, что её ожидает; она ещё не знает, ка…

Herzstück

RDWB1

Herzstück n (kein Bezug zu "сердце") главная составляющая, основа, ядро, суть das ~ der Politik des neuen Präsidenten - главная составляющая…

Kunststück

RDWB1

Kunststück n фокус, трюк, кунштюк устар. Das Ergebnis ist in einem Test mit 5000 Teilnehmern kein Kunststück. - Этот результат теста с участ…

Miststück

RDWB1

Miststück n grob подонок, гад, гадёныш, подлец, мазурик, шаромыжник, мерзавец, негодяй, сволочь груб. , поганец, паскудник, паскуда груб. , …

Mordsschreck

RDWB1

Mordsschreck m ужас, дикий ужас, леденящий душу ужас

Schriftstück

RDWB1

Schriftstück n (Lakune) официальный документ

Schulterstück

RDWB1

Schulter·stueck

Schulterstück n (kein Bezug zu "плечо" oder "кусок") auch Büste погрудный портрет

Stück

RDWB1

Stück n кусочек, кусок, долька (напр., апельсина, мандарина) ein ~ Brot - кусок хлеба, краюшка хлеба разг. , устар. ein ~ Land - клочок земл…

Zweck

RDWB1

Zweck m цель (только разумная, чаще всего положительная) Was ist der ~ seines Besuches? - В чём цель его посещения?; Зачем он приехал, пришё…

Abschreck

Idiotikon

Abschreck Band 9, Spalte 1603 Abschreck 9,1603

achselfleck

DWB

achsel·fleck

achselfleck , m. , ein schmaler hemdstreife, vom halsbunde bis zum anfang des ermels gehend.

afterstück

DWB

after·stueck

afterstück , n. die rücklehne des sattels, aftersil, was auch blosz after heiszt.

ambleck

KöblerMnd

ambleck , N. Vw.: s. aneblik*

Ansteck

DRW

anst·eck

Ansteck das khein bürger ... bei vermeidung seines halß den zehent khawf noch an steck loß, wenn es vor allter nit her khomen ist 1446 MHung…

Antreck

DRW

ant·reck

Antreck nl. Besitzergreifung Stallaert I 35 Faksimile

Anweck

DRW

Anweck wie Anwette (II) wa ieman dem andere sin tohter ... gelobt ze der e, und ouch er si gelobt ze memmend [!] und sie dar uf beide site s…

Apfeldreck

Wander

apfel·dreck

Apfeldreck Den schull man mit Appeldreck besmiten, un schicken em den Döwel to Niejahr.

Arschleck

Wander

arsch·leck

Arschleck Er denkt, Arschleck ist sein Vetter. ( Schles. ) Die Franzosen sagen von einem an Verstand sehr schwachen aber ebenso sehr für sic…

Ableitungen von eck (5 von 5)

Beeck

Meyers

Beeck , 1) Dorf im preuß. Regbez. Aachen, Kreis Erkelenz, hat 2 kath. Kirchen, Fabrikation von landwirtschaftlichen Maschinen, ein Dampfsäge…

beecken

DWB

beecken , in der wapenkunst, mit ecken versehen, ein beecktes kreuz, aus dessen ecken längliche figuren ragen.

ecke

DWB

ecke , f. ahd. ekka, ags. ecg, engl. edge, altn. egg, woraus ein goth. agja folgt ( wie ahd. lekkan, ags. lecgan, goth. lagjan). dies wort m…

entecken

DWB

entecken , angulos secare. ein polyeder entecken heiszt in der mathematik durch ebenen einige oder sämtliche ecken desselben abschneiden, so…

verecken

DWB

verecken , verb. 1 1) intransitiv, ecken erlangen, jagdausdruck, 'verecken oder verenken bedeutet, wenn der hirsch, nachdem er abgeworfen, s…