deutsch auch Großschr, Zusammenschr ‘deutschgeschrieben’ GWBB1,23,5
mehrf ‘das D-e’; t- gelegentl bis zur ital Reise, danach (außer in Gespr u Zitaten) nur noch mit polem Absicht [] (vgl bes B 2 b sowie deutschen, Deutschland, Deutschtümlichkeit). — Der geogr-territoriale Geltungsbereich des mit ‘deutsch’ Bezeichneten wird nicht reflektiert, eine Epochengrenze vereinzelt mit der Christianisierung angedeutet ( GWBB19,443,25),
im Wortgebrauch aber nicht berücksichtigt (s A 4). — Da die Tendenz von programmat od wertenden Äußerungen bedingt ist durch die zeitgenössischen Umwälzungen im Denken u polit Geschehen, auch wo G seine eigene Position bezieht, ist hier das Datum der Belege bes zu beachten, ebenso die Brechung durch Figurenperspektive, Retrospektive (bes in DuW) od auch den Briefadressaten. — Der Wortgebrauch zeigt G-s Bemühen um ein nationales Bewußtsein fast ausschließl im sprachl-kulturellen Bereich, aufgrund der hist Gegebenheiten häufig in Auseinandersetzung mit dem Französischen. Erste pointierte Verwendung in den Korrekturen am Briefstil der Schwester (A 2 a), dann in den frühen 70er Jahren (s bes B 2) in Ironisierung der Bardendichtung, der G seinen ‘Götz’ als eigentl nationalen Stoff entgegensetzt (sa Deutschheit), u unter dem Einfluß von Herder in programmat Zuspitzung in ‘Von dtBaukunst’. Später aus klassizist Sicht mehrf negative Bewertungen im Vergleich mit der romanisch-mediterranen Kultur. IZshg der Revolutions- u Freiheitskriege finden sich gelegentl verhalten patriot Äußerungen (s bes 3 b), doch überwiegt die Skepsis gegenüber dem nationalstaatl Engagement der Romantik u die Abneigung gegen die deutschtümelnden Tendenzen (B 2), bei gleichzeitigem Interesse für die hist Bemühungen um die Zeugnisse des dt MA. In Belegen der 20er Jahre erscheint die Idee einer im humanen Weltbürgertum u in der ‘Weltliteratur’ aufgehobenen nationalen Identität (A 2 b u 3 a). A
identifizierend 1
zur Bezeichnung von Lage, Herkunft a
auf dt Gebiet gelegen, befindlich, einmal ‘das D-e’ für dt Gebiet [
Caltanisetta] Übrigens hat die Gegend viel Ähnliches mit d-en hügeligen und fruchtbaren Gegenden GWB31,175,23 ItR [
Lpz] Hier, wo sich früh, vor mancher d-en Stadt, | Geist und Geschmack entfaltete GWB13
1,170 ProlLpz 1807 Vs 30 [
für: tedescho] GWB43,296,2 Cell II 9 GWBB13,58,3 WHumboldt [7.2.98] K
uö b
von Personen: in Deutschland lebend, aus Deutschland kommend, auch: deutscher Abstammung, Nationalität Bei den Zusammenkünften d-er Naturforscher zu München und Berlin GWBN7,342 SpiralTend Die d-en Bäckerknechte zeichnen sich in Rom gar oft betrunken aus GWB32,239,14 ItR Obgleich von d-en Eltern bin ich in Holland geboren GWB24,154,2 Wj I 9 Unterhaltungen d-er Ausgewanderter GWB18,93 Titel
uö c
in Deutschland hergestellt, üblich, gebräuchlich, meist in namenhaften Vbdgn Welche Art Dachung vorzuziehen? .. Die d-e? .. Sogenannte italienische? A(Diezmann 80) Aktenniederschr 25.3.89 ein Paar Pistolen und eine Jagdflinte .. wie ein d-es Schloß aufzuziehen sei GWB22,351,27 Lj VI 1 d-e Meile GWBN12,212 Met Plp GWB33,47,15 Camp GWBT1,209,2 v 17.9.86
uö ‘d-er Druck, d-e Lettern, d-e Schrift’ uä für die Frakturschrift Zur zweyten Ausgabe [
von HermDor] würde ich die lateinische Schrift wählen, da sie heiterer aussieht, und auch wir nun schon einen d-en Druck haben GWBB12,122,5 WHumboldt 15.5.97 K GWBB39,136,8 Göttling 12.3.25 GWBB41,242,18 Frommann 29.11.26 K
uö ‘d-er Tanz, d. tanzen, das D-e’ für das Tanzen eines im Süddt übl Drehtanzes für Paare, einer Vorform des Walzers (sa 2Deutsche) Und wenn ich sie denn fassen darf | Im luft’gen d-en [teutschen
Var] Tanz GWB1,18 Christel 18 AA24,28u34 Werth I
uö idVbdgn ‘d. kostümiert, sich d. tragen’ iSv in Volkstracht [
betr Transparente zu ‘HSachsens poet Sendg’] Dieses Bild wünscht ich umgezeichnet, so daß ein recht derbes aber höchst liebliches deutsches und
d. costumirtes Mädchen im Vordergrund säße GWBB26,414 Gutachten 26.2.16 [
Sesenheim] Beide Töchter trugen sich noch
d. .. diese fast verdrängte Nationaltracht GWB27,351,19 DuW 10 GWB28,38,2 DuW 11 2
zur Bezeichnung der Sprache, auch ‘das D-e’ a
auf deutsch, in dt Sprache (geschrieben, gesprochen), häufig adv, seltener attr, einmal präd, auch idVbdgn ‘zu, auf d.’, gelegentl mit der Konnotation des Direkten, Unverblümten, einmal ‘auf gut d.’ zugl metaphor für das Betragen Critick über deinen Brief .. subsistiren ist nicht
d. .. Exequien deutschgeschrieben!
1) GWBB1,23,4f Cornelia [6./7.12.65] [
Jena] Forderung der Studenten vom Professor, daß er die wissenschaftliche Terminologie
d. geben soll. Seltsamer Einfluß dieser Grille auf Wissenschaft und Praxis GWBTgb 27.5.16 [
Rückzug aus Frankr, 1792] wurde ich mit der großen Emigranten Masse .. dergestalt ungeschickt in das Herz von Deutschland getrieben, daß ich, in Cassel, des Nachts im Wirthshaus anfahrend,
d. reden mußte, um vom Kellner aufgenommen zu werden GWBB23,153,10 Reinhard 14.11.12 Die Franzosen verstehn uns nicht; | Drum sagt man ihnen
d. in’s Gesicht | Was ihnen wär’ verdrießlich gewesen, | Wenn sie es hätten französisch gelesen
2) GWB5
1,146 ZXenNachl IX 867 in Straßburg .. An unserm Tische ward gleichfalls nichts wie D. gesprochen .. Meyer von Lindau schlenderte lieber auf gut D., als daß er sich auf gut Französisch hätte zusammennehmen sollen GWB28,55,18u23 DuW 11 GWBB42,102,9 Zelter 23./29.3.27 GWBB6,175,20 ChStein 24.6.83
uö als Spiegelung des Nationalcharakters, auch im Vergl mit den Eigenheiten anderer Spr, insbes der französischen [
Meph:] Du weißt wohl nicht, mein Freund, wie grob du bist? | [
Bakkalaureus:] Im D-en lügt man, wenn man höflich ist GWBFaust II 6771 [
Aurelie üb die frz Spr:] Zu Reservationen, Halbheiten und Lügen ist es eine treffliche Sprache; sie ist eine perfide Sprache! ich finde .. kein d-es Wort, um perfid in seinem ganzen Umfange auszudrücken. Unser armseliges treulos ist ein unschuldiges Kind dagegen GWB22,234,11 Lj V 16 Brief .. übersetzt .. er will mir aber in dieser Gestalt nicht gefallen, denn die d-en treuen und gründlichen Äußerungen nehmen sich im Französischen einmal allzu naiv und dann wieder amphigurisch aus GWBB42,21,1 Boisserée 19.1.27 [
HermDor in lat Übs] mein Sinnen und Dichten, in einer viel gebildeteren Sprache, identisch und verändert, wobei mir vorzüglich auffiel, daß die römische nach dem Begriff strebt und, was oft im D-en sich unschuldig verschleyert, zu einer Art von Sentenz wird GWBB37,123,12 Schultz 8.7.23
uö ‘das D-e’: der dt Text, die dt Fassung einer Schrift GWBB47,191,11 Soret 25.8.30
uö iVbdg mit Namen zur Bezeichnung der dt Version od Bearbeitung eines Werkes [
Bearbeitung der ‘Andria’ des Terenz durch Niemeyer] Zu der Teutschen Andria lege ich das erste Buch meines Cellini GWBB16,118,24 Schiller 15.9.02 GWB42
1,88,18 Einl:DtGilBlas
uö b
idVbdg ‘d-e Sprache’ u ‘das D-e’, mehrf mBez auf die Sprache als Individualität mit best Leistungs- u Entwicklungsmöglichkeiten Hätt ich die Italiänische Sprache in meiner Gewalt wie die unglückliche Teutsche, ich lüde Sie gleich zu einer Reise ienseits der Alpen ein GWBB7,217,9 Kayser 5.5.86 [
Blockade von Mainz] daß die Sprache der Batterien noch einsilbiger ist als die d-e Sprache GWBB10,82,19
[] AnnaAm 22.6.93 Joachim Jungius, geboren zu Lübeck 1587 .. im Studium der alten Sprachen sowie der kräftigen d-en aufgewachsen GWBN7,106,8 Jungius Die d-e Sprache ist auf einen so hohen Grad der Ausbildung gelangt, daß einem jeden in die Hand gegeben ist, sowohl in Prosa als in Rhythmen und Reimen sich .. glücklich auszudrücken GWB41
2,375,14 WohlgemeinteErwiderg Und so möcht’ ich alle Freunde, | Jung und alt, in Eins versammeln, | Gar zu gern in d-er Sprache | Paradieses-Worte stammeln GWB6,265 Vs 19 DivParadies GWB53,12 Vs 73 VenEpigrNachtr 17 GWBB20,227,21 Cotta [2.12.08] K GWB4,244 Die deutsche Sprache wird nun rein 1
uö als Übersetzungssprache mit hervorragender Rolle im Rahmen des ‘Weltliteratur’-Programms [
betr Gries’ Ariost-Übs] Höchst vergnügsam ist es zu schauen, wie sich jene buntbewimpelte südliche Lustjacht so heiter und freundlich auf dem Elemente unsrer d-en [> ernsten GWBB42,202,21 R] Sprache bewegt GWBB42,368 Gries 2.6.27 K Wer die d-e Sprache versteht und studirt befindet sich auf dem Markte wo alle Nationen ihre Waren anbieten, er spielt den Dolmetscher indem er sich selbst bereichert GWBB42,270,13 Carlyle 20.7.27 Anlockung für Fremde, Deutsch zu lernen .. daß die D-e Sprache immermehr Vermittlerin werden wird, daß alle Literaturen sich vereinigen .. .. in dem oben angedeuteten Sinne muß die d-e sich nach und nach zur Weltsprache erheben GWB42
1,253,30 u 254,12 Volkslieder dSerben Gespr(He3
2,73) Fst Pückler 15.9.26
uö 3
zur Bezeichnung best geschichtl bedingter Phänomene: Deutsches verkörpernd, repräsentierend, ausmachend a
von geistig-kulturellen Erscheinungen, häufig ‘d-e Literatur, Bühne’, ‘d-es Theater’, auch ‘d-e Bildung, Kultur’ uä, einmal ‘d-e literarische Revolution’ für den Sturm u Drang [
zu Wachlers ‘Dt Literaturgeschichte’] Die wilde Unterbrechung der d-en Bildung, besonders vom Anfang des 17. Jahrhunderts bis in’s 18. hinein, wird Sie betrüben. Wie sich ein Volk nach und nach wieder hilft ist aber desto merkwürdiger GWBB47,278,3 Carlyle 5.10.30 [
Eröffnung des Lpz Theaters 1768] Man wollte ein d-es Theater auch mit einem patriotischen Stück anfangen und wählte .. hiezu den Hermann von Schlegel GWB36,226,12 BiogrEinzh Zu einer Zeit, wo das d-e Theater als eine der schönsten Nationalthätigkeiten aus trauriger Beschränkung und Verkümmerung wieder zu Freiheit und Leben hervorwächs’t GWB40,86,2 Üb dtTheater [1815] Herder .. hatte den Vorhang zerrissen, der mir die Armuth der d-en Literatur bedeckte .. an dem vaterländischen Himmel blieben nur wenig bedeutende Sterne GWB28,8,4 DuW 11 [
Straßb Jahre, Auseinandersetzung mit der frz Literatur] so ward von vielen Seiten auch jene d-e literarische Revolution vorbereitet, wozu wir .. mitwirkten GWB28,68,2 DuW 11 GWB27,104,13 DuW 7 GWB2,23 DtParnaß Titel
uö in Aussagen üb Rolle u Funktion der dt Literatur im Rahmen der ‘Weltliteratur’ Bey der jetzigen Lage der Literatur überhaupt, besonders der in alles ein- und übergreifenden d-en GWBB35,284,19 Zelter 13.3.22 [
Briefw G/Schiller] so werden diese Papiere von großem Werthe sein .. wenn man bedenkt, daß die d-e Literatur sich bis dahin noch viel weiter über den Erdboden ausbreiten wird GWB53,337,14 Testam 22.1.31 D-e literarische Verdienste. Fremden Nationen immer mehr bekannt. Von ihnen anerkannt GWB42
2,497,2 Stud zWeltlit
uö von mittelalterl Sprach- u Kunstdenkmälern, meist iVbdg mit ‘alt’, ‘Altertümer’ An der Entdeckung guter brauchbarer Stoffe in den ältern d-en Gedichten zweifle ich keineswegs und hoffe künftig auf deren Mittheilung GWBB13,344,2 AWSchlegel 15.12.98 Gespräch über die d-en Sprachalterthümer des Ulfilas und Otfried Tgb 14.4.09 Die Nibelungen .. daß die Fabel .. ganz nordisch und völlig heidnisch, die Behandlung aber
d. sey, wie denn auch das Costum schon christlich ist GWBB19,443,25 Eichstädt 31.10.07 Bey der gegenwärtigen Liebe und Leidenschaft zu den Resten der alten d-en Kunst GWBB26,162,4 Voigt 27.11.15 GWBB10,327,7 Meyer 16.11.95 Tgb 23.9.19
uö b
von gesellschaftl, polit, staatl Gruppen u Gebilden, idVbdgn ‘d-e Nation’, ‘d-es Volk’ uä, meist ausgehend von dem Gedanken der kulturellen Integration der d-en Nation darf es nicht zum Vorwurfe gereichen, daß ihre geographische Lage sie eng zusammenhält, indem ihre politische sie zerstückelt .. Nirgends in Deutschland ist ein Mittelpunct gesellschaftlicher Lebensbildung GWB40,199,12 LiterarSansculottism [1795] [
Herm zur Mutter üb die Franzosen:] sie rufen zusammen aus allen Enden die Jugend, | .. Ach! und ein Deutscher wagt in seinem Hause zu bleiben? | .. Wahrlich, wäre die Kraft der d-en Jugend beisammen, | An der Gränze, verbündet, nicht nachzugeben den Fremden, | O, sie sollten uns nicht den herrlichen Boden betreten GWBHermDor IV 98 daß die d-e Welt, mit vielen, guten, trefflichen Geistern geschmückt, immer uneiniger, unzusammenhängender in Kunst und Wissenschaft, sich auf historischem, theoretischem und praktischem Wege immer mehr verirrt und verwirrt GWB42
2,243,19 MuR(1013) Kann die gegenwärtige große Epoche die d-en Geister zu wechselseitiger Anerkennung stimmen so bedarf die Nation kaum etwas weiter um sowohl sich aus der Gegenwart heraus zu reißen als der Zukunft getrost entgegen zu gehen GWBB24,53,27 An? [Ende Nov? 13] K Bey Wiederherstellung der allgemeinen d-en Nationalität kann nichts erfreulicher seyn, als zu sehen, wie, in der traurigen Zwischenzeit, einzelne vermögende Fürsten und wohldenkende Männer das Vortreffliche in allen Fächern der Künste und Wissenschaften zu erhalten und zu vermehren gesucht GWBB24,232,21 Langer 28.4.14 K Gespr(He2,866) Luden 13.12.13 GWBB26,318,16 FriedrLudw vMecklenb 28.3.16 K
uö in (namenhaften) Vbdgn wie ‘d-es Reich’, ‘(liebes) d-es Vaterland’, ‘d-er Bund’ (s Bund) [
Krönung Josephs II 1764] weil .. solche symbolische Ceremonien das durch so viele Pergamente, Papiere und Bücher beinah verschüttete D-e Reich wieder für einen Augenblick lebendig darstellten GWB26,290,21 DuW 5 [
Blockade von Mainz] daß man die leidigen Franzen .. wills Gott bald aus dem lieben D-en Vaterlande gänzlich ausschließt, wo sie doch ein vor alle mal nichts taugen GWBB10,82,24 AnnaAm 22.6.93 muß ich Sie .. bedauern, daß Sie .. Rom, dieses wahre Element des Künstlers verlassen und sich in das liebe kunstlose d-e Vaterland zurück ziehen mußten GWBB14,134,9 Bury [21.7.99] K Die Vereinigung und Beruhigung des d-en Reiches im politischen Sinne überlassen wir Privatleute, wie billig, den Großen, Mächtigen und Staatsweisen GWBB24,151,4 Buchholtz 14.2.14 daß ich gegenwärtig keine andere Zufriedenheit kenne, als auf dem befreyten d-en Boden, in gereinigter Luft, frühere schöne Verhältnisse wieder anzuknüpfen und für Kunst und Wissenschaft nach Kräften mitzuwirken GWBB26,144,12 Schadow 12.11.15
uö für die deutschsprachige Schweiz idVbdg ‘d-er Grund und Boden’ u scherzh ‘Heilige Schweiz [] d-er Nation’ GWBB12,186,7 Meyer 7.7.97 GWBB2,272,12 Knebel 1.8.75
uö c
zur Bezeichnung des dt Ordens u seiner Häuser, insbes ‘d-es Haus’ für das Deutschordenshaus in Wetzlar, den Wohnsitz der Familie Buff So last des Reichs und Cristen feind | Und Russ und Preuss und Belial | Sich teilen in den Erdenball | Und nur das liebe teusche [
sic] Haus | Nehmt von der grosen Teilung aus GWBB2,55,21 Kestner [Jan 73] GWBB2,54,25 Kestner [Jan 73]
uö 4
zur Bezeichnung der vorchristl Zeit u ihrer Erscheinungen, iSv germanisch uralter Gebrauch, der sich aus den frühesten d-en Zeiten herschreibt, die Johannisfeuer .. erhält sich noch auf den Bergen um Jena GWB42
2,458,27 ÜbVolks- uKinderlieder die d-en HeydenPriester und Altväter, nachdem man sie aus ihren heiligen Hainen vertrieben und das Christenthum dem Volke aufgedrungen GWBB23,191,7 Zelter 3.12.12 GWB28,115,15 DuW 12 Zwei d-e Alterthümer GWB48,151,1 Titel
uö nur in diesem Zshg scherzh ‘d-e Mannen’ für die Germanen Den d-en Mannen gereicht’s zum Ruhm, | Daß sie gehaßt das Christenthum GWB5
1,135 ZXenNachl IX 720 B
charakterisierend, wertend: typisch, wahrhaft deutsch, auch iVbdg mit ‘echt, wahrhaft, gut’ (bes in 2), mehrf (iron) distanzierend 1
von Wesensart, konstanten Verhaltensweisen a
dem dt Nationalcharakter eigentümlich, ihn widerspiegelnd, mit Merkmalen wie treu, redlich, ernst, fleißig, gründlich bzw schwerfällig, einfältig, grob uä [
Winckelm in Rom] ihm war es auch so
d. Ernst um das Gründliche und Sichere der Alterthümer und der Kunst GWB30,234,23 ItR [
der Knecht mischt Wasser unter den Wein] Wir fragten, mit wahrhaft d-em Erstaunen, was er da vorhabe GWB31,149,2 ItR D-e Redlichkeit suchst du in allen Winkeln vergebens; | Leben und Weben ist hier, aber nicht Ordnung und Zucht GWB1,308 Vs 37 VenEpigr 4 so wie das Werk [
‘Luise’ von Voß] jetzt zusammen steht, ist es eben so national als eigen reizend. Das d-e Wesen nimmt sich darin zu seinem größten Vortheil aus GWBB10,274,5 Voß [1.7.95] Die Einleitung [
der ‘Propyläen’] .. scheint mir ein klein wenig zu feyerlich, doch ist es ja wie Freund Humboldt sagt der d-e Charakter GWBB13,233,8 Schiller 28.7.98 [
beim Landschaftsmalen] Es kostet mich Aufpaßens biß ich meine kleinliche d-e Art abschaffe GWBB8,180,18 ChStein [7./10.]2.87 GWB30,240,19 ItR GWBB19,147,11 Zelter 26.6.06
uö idWdgn ‘nach d-er Weise, Sitte’, ‘auf d-e Art’ uä Mit dreckigen Händen und Honigschnitten | Mit Löcher im Kopf, nach d-en Sitten | Die Buben jauchzen GWBB2,55,10 Kestner [Jan 73] Verziehen sei es mir, daß ich nach d-er und nordischer Weise etwas aushole GWB41
2,70,8 Üb: SpanRomanzen GWB27,106,14 DuW 7 GWB33,201,27 Camp
uö b
in festen Vbdgn wie ‘d-er Hausvater’, ‘d-er Michel’, ‘d-er Bär’ zur Bezeichnung best Rollen u Typen [
nach Augusts Tod] Meine, mir vom wunderlichen Geschick abermals zugemuthete Rolle eines d-en Hausvaters GWBB48,137,10 Willemer uFr 2.3.31 Die Epitheten. D-e Bären nannte man sonst die deutschen Baronen; | Sag’, wie nennen sie denn, d-ester Michel, dich dort?
3) GWB5
1,298 XenNachl 201(694) GWB28,193,11 DuW 13 GWB16,51 NeuestePlund 184
uö 2
in zeitgeschichtl u ideolog motivierten Verwendungen, meist emphatisch a
von Objekten nationaler Identifikation u ihrer literar Behandlung [
Therese zu Wilh, unter einer Eiche:] Unter diesem d-en Baume will ich Ihnen die Geschichte eines deutschen Mädchens erzählen GWB23,45,23 Lj VII 6 die angenehme Aussicht .. auf Ihre .. Gesundheit einen vaterländischen Becher leeren zu können .. wie gut mir in der freyen Rhein- und Maynluft der echte d-e Wein geschmeckt GWBB25,121,2 ABrentano 28.12.14 [
aus Wiesbaden zum 50jährigen Dienstjubiläum von Kirms u Schardt] Dieses späte Lied .. | Das vom alten d-en Rheine | Eurem schönen Tage huldigt GWB5
2,364 Frage nicht 27 Der Rhein, ein Eichenwald, Hertha und Gefolge, dazu der Name Wonnebald charakterisiren es zum deutschen Gedicht GWB37,216,4 FGA Jägerin [
mBez auf den ‘Götz’] Wenn ich ie wieder ein
d. Drama mache, daran ich sehr zweifle, mögen alsdenn wahre Seelen fühlen, inwiefern ich zugenommen habe GWBB2,157,17 Langer [6.3.74? Korr DjG6,338] GWB5
1,275 XenNachl 79(125)
uö vereinzelt als mehr stilist Charakterisierung idVbdg ‘d. romantisch’ Liebesdienst .. D. romantisch, frommsinnig und gefällig GWB40,341,20 Üb:Wunderhorn GWB40,342,22 ebd
programmat iZshg mit G-s Bewertung des Straßb Münsters, überhaupt der Gotik als ‘d-e Baukunst’4) Und nun soll ich nicht ergrimmen, heiliger Erwin, wenn der deutsche Kunstgelehrte .. dein Werk mit dem unverstandenen Worte gothisch verkleinert, da er Gott danken sollte, laut verkündigen zu können, das ist d-e Baukunst, unsere Baukunst .. .. wirkend aus starker, rauher, d-er Seele GWB37,147,15 u 150,3 Von dtBaukunst 1773 Da ich nun an alter d-er Stätte dieses Gebäude gegründet und in echter d-er Zeit so weit gediehen fand, auch der Name des Meisters .. vaterländischen Klanges und Ursprungs war, so wagte ich, die bisher verrufene Benennung gothische Bauart .. abzuändern und sie als d-e Baukunst unserer Nation zu vindiciren .. meine patriotischen Gesinnungen an den Tag zu legen GWB27,275,18 DuW 9 die Bauart .. welche die Italiäner und Spanier schon von alten Zeiten her, wir aber erst in der neuesten, die d-e (tedesca, germanica) genannt haben GWB49
2,159,4 Von dtBaukunst 1823 GWBB35,253,16 Büsching 31.1.22 GWB49
2,272,10 ÜbArchitektur Schema
uö b
von geistigem Habitus, Gesinnungen; einmal präd [
Brander:] Man kann nicht stets das Fremde meiden | .. Ein echter d-er Mann mag keinen Franzen leiden, | Doch ihre Weine trinkt er gern GWBFaust I 2272 = Fragm 751 [
Otto:] Ersparet Blut mein Deutschland zu erhalten, | Da, wohl vergossen, schützt es Volk und Thron. [
Guido:] Ein wahrhaft d-es [
Kotzebue: fürstlich] Wort GWB13
2,77 Kotzebue,Schutzgeist 1601 Balde’s Gedichte .. Von reichem Zeitgehalt, mit d-en Gesinnungen ausgesprochen GWB35,56,13 TuJ [
Dank für des Prinzen ‘Reime an Bürger’] daß Sie den deutschen Musen manchmal auch noch ein Ohr gönnen, hat mich als einen, der nichts anders als
d. seyn kann, herzlich gefreut GWBB18,73,19 Prz August [Sommer 96] K [
mBez auf das Röm Haus im Weim Park] Römisch mag man’s immer nennen; | Doch wir den Bewohner kennen, | Dem der echte d-e Sinn, | Ja der Weltsinn ist Gewinn GWB4,143 Römisch mag man’s 3 [1828] GWB3,117 Antike 6
uö vereinzelt mit dem Nebensinn vaterländisch, patriotisch [
Dank für Gedenkfest zu G-s Geburtstag] den
d. gesinnten Maynzern .. das .. aufheiternde Licht .. welches durch ihr Fest in patriotischen Gemüthern sich aufthat .. Man erfreuete sich des Zeugnisses einer im Stillen bestehenden Einheit d-en Denkens und Empfindens GWBB32,63,5u15 Leseges Mainz 10.10.19 [
Wartburgfest] das aufgeregte Gemüth d-er Jünglinge und Männer, vertrauend auf vaterländische Gesinnungen und gelungene That, schien das Neubefestigte abermals zu bedrohen GWBB40,231,3 CWFritsch 7.1.26 GWBB24,132,16
[] Rehfues [7.2.14] K
uö apologet für der frz Parteinahme verdächtige Personen [
das Ehepaar von Reinhard] Beide Gatten, wahrhaft aufrichtig und
d. gesinnt GWB36,14,15 TuJ [
betr Medaille für CvDalberg] das zu veranstaltende Werk zu Ehren eines fürtrefflichen d-en Mannes GWBB17,104,22 Langer 24.3.04
in polem Wendung gegen die deutschtümelnden Tendenzen insbesondere der ‘Sprachreiniger’ (auch mit iron Verwendung der Schreibung mit anlautendem T)5) so werden nächstens hier die teutschen Turnübungen losgehen und das Gespräch fängt schon an ein Pfänderspiel zu werden, wo man dem Redenden aufpaßt ob er ein Colonialwort vorbringt GWBB27,21,28 Riemer 25.5.16 An die T .. und D .. (Den 3. Februar 1814.) Verfluchtes Volk! kaum bist du frei, | So brichst du dich in dir selbst entzwei. | War nicht der Noth, des Glücks genug? | D. oder Teutsch, du wirst nicht klug GWB5
1,144 ZXenNachl IX 841 beygehende Broschüre .. Eine solche provisorisch zersplitternde Wiedergeburt des D-en oder Teutschen Vaterlands scheint mir das schrecklichste was sich ereignen [
bricht ab] GWBB30,200,9 Voigt [Mitte Jan 14? Korr SchrGG56,77] der reine, freie Ausdruck Ihres Briefes .. und zu welchen ekelhaften befremdeten Narrheiten wollen uns die d-en Männer zwingen! GWBB28,110,14 Rochlitz 1.6.17 GWB6,103 Div Als wenn das 26
uö Caroline Vollmann C. V.