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deutsche

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

deutsche

Bd. 2, Sp. 1048
deutsche, der deutsche, die deutsche, ein deutscher, eine deutsche, das adj. als substantivum gebraucht, Germanus. im ahd. gilt das adj. diutisk noch nicht als name des volks, aber im altnord. kommt þydskr Deutscher vor. im ags. bedeutet þeodisc gens, populus, im engl. Dutch einen Holländer. im mhd. ist der Diutsche, Tiusche, die Diutschen selten. Benecke hat (1, 326b) nur drei stellen, eine aus der Kaiserchronik gehört ins 12te jh. es kommt darin noch eine andere vor, die Diutisken ne wolden niht in daz gedrenge 103b pfälz. hs. zu der zweiten von Walther gehört noch eine von Freidank, zAkers ist mir wol erkant spîse luft liute unt lant: diu sint den Tiuschen dâ gehaz 156, 18. in der zweiten fortsetzung der Kaiserchronik die bis zum jahr 1274 geht, die Tiutschen heten doch den muot 18156. dô die Tiutschen des verdrôz 18182. hernach ist es häufiger. Dutscher Alamanus, Germanus Voc. incip. teut. d 3. Germanus ein Teutscher Dasyp. 86a. Teutschen Alemanni, Germani 440b. der (könig Ludwig von Ungarn) gevelt mir wol in sein tagen, die weil er hat die Deutschen wert Suchenwirt 29, 245. die werden Deutschen alle 36, 48. den Teutschen musz man diesen rauch von d'augen blasen, der sie blindt. Ulrich v. Hutten Klagred A iij. hört zuo, ir Teutschen, was ich sag D ij. ach gott in deinem himelreich, wie bin ich gar keim Teutschen gleich. Gengenbach 320, 362. Teutscher Teutonicus Maaler 400b. Deutscher, Deutschen pl. Henisch 684. eine Teutsche theotiscae originis mulier Stieler 2278. er ist ein ehrlicher Teutscher pectus fidelissimum ders. ein alter Deutscher vir antiqua virtute et fide ders. der Tütschen lob was hochgeert und hat erworben durch solch ruom das man in gab das keiserthuom, aber die Tütschen flissen sich wie sie vernichten selbst ir rich. damit die studt (stuterei) zerstörung hab, bissen die pferd ir schwänz selbst ab arbeiteten selbst an ihrer vernichtung Brant Narrensch. 99, 140. ob wir etwas mochten raten zu disen klegelichen daten das nit wir Tütschen also machten bluot vergieszen, fintlich schlachten, und selbs einander wölln bringen. Murner Luther. narr 3602. gemeinlich ist der Walchen sag, als ich gehört hab manchen tag, der Tütsch kein acht des endts nit hab, bisz das geschehen ist der schad, dann wil er erst gon lang zuo rot (rat), so ist es im worden zuo spot (spat) Gengenbach 1, 10. kein Welscher ist den Teutschen hold 21, 334. denn man die Walhen gemeinlich find das sie alsam so gesinnt, der edlen Teutschen mannlich that belachen und irn guten rat Waldis Esopus 229a. ein schlosz baut keiser Trajan auf das fürthin sein wurd gedacht, wie er den Deutschen hett mit macht daselbst gewunnen an die schlacht und unter sich die Deutschen bracht Alberus 123. der Deutsch aber läszt vor allen was frembd ist sich besser gefallen: lernt frembde sprachen reden, schreiben; sein muttersprach musz veracht bleiben. Rollenhagen Froschm. A v. dapfere meine Teutschen, adelich von gemuot und geblüte. Fischart Garg. 39a. wiewol dItaliener sagen dasz die Teutschen ir hirn tragen auf den fingern, ihr witz, verstand allein erweisen in der hand: seien unglert und unerfahren; da sie aber die warheit sparen. komm, welsch cumpan, sieh dich hie umb, der Teutsch vor dir wirdt haben ruhmb. Fischart bei Weller 71. in wahrheit zu bekennen, so deucht mich dasz es nun so toll in Teutschland zugeht, als wenn die Teutschen keine Teutschen mehr wären Elisab. v. Orleans 81. warumb schreibt euch das Wilhelml französisch, ihr seid doch beide Teutsche 82. er war einer Deutschen nur vermählt Lessing. der Deutsche der hierbei nichts fühlt, mag meinenthalben gar so sehr verfeinert sein, dasz er überhaupt klein vom vaterland denkt Wieland 12, 143. der Deutsche kennt den Deutschen bald, am offenen gesicht, am auge das in liebe wallt, am ton in dem er spricht J. M. Miller 41. ob sich gleich auf deutsch nichts reimet, reimt der Deutsche dennoch fort Göthe 1, 163 hier stand unser tisch, den Deutsche vertraulich umgaben. 1, 281. Deutsche selber führ ich euch zu in die stillere wohnung, wo sich, nah der natur, menschlich der mensch noch erzieht 1, 331. klein ist unter den fürsten Germaniens freilich der meine, kurz und schmal ist sein land, mäszig nur was er vermag: aber so wende nach innen, so wende nach auszen die kräfte jeder, da wärs ein fest Deutscher mit Deutschen zu sein. 1, 357. freunde, treibet nur alles mit ernst und liebe, die beiden stehen dem Deutschen so schön, den ach! so vieles entstellt 1, 399. was auch der pfaffe sinnt und schleicht, der prediger steht zur wache, und dasz der erbfeind nichts erreicht, ist aller Deutschen sache 3, 146. um einem Deutschen zu gefallen, spricht eine houri in knittelreimen 5, 263. es vergieng kein tag dasz Ihr dem mädchen nicht etwas schenktet, und wenn der Deutsche schenkt, liebt er gewis 20, 225. doch können wir, als echte Deutsche, uns doch nicht losmachen von vorsätzen und aussicht auf arbeit 27, 284. wie sehr ich als ein starrer Deutscher von der spanischen anmuth entfernt bin, fühl ich diesmal Briefe an frau v. Stein 3, 351. seht so schützt die natur, so schützen die wackeren Deutschen, und so schützt uns der herr: wer wollte thöricht verzagen? 40, 243. aber ach! wie nah ist der feind! die fluten des Rheines schützen uns zwar; doch ach! was sind nun fluten und berge jenem schrecklichen volke, das wie ein gewitter daherzieht! denn sie rufen zusammen aus allen enden die jugend wie das alter, und dringen gewaltig vor, und die menge scheut den tod nicht; es dringt gleich nach der menge die menge. ach, und ein Deutscher wagt in seinem hause zu bleiben? hofft vielleicht zu entgehen dem alles bedrohenden unfall? 40, 268. nicht dem Deutschen geziemt es, die fürchterliche bewegung fortzuleiten und auch zu wanken hierhin und dorthin. 'diesz ist unser!' so lasz uns sagen und so es behaupten. 40, 337. nein, ein Deutscher soll nicht lügen 57, 234. rühmend darfs der Deutsche sagen, höher darf das herz ihm schlagen, selbst erschuf er sich den werth Schiller 82b. ringe, Deutscher, nach römischer kraft, nach griechischer schönheit! beides gelang dir: doch nie glückte der gallische sprung. 94a. bären, die Deutschen! pflanzten sich vor den alten wie felsen 175a. diese Deutsche (Lenette) war wie der Deutsche, der hinter jeder rakete und pulverschlange der laune einen besonderen satirischen kernschusz sucht J. Paul Siebenkäs 4, 92. wenn so der sprache mehrung, verbesserung und klärung bei dir von statten geht, so wird man sagen müssen dasz wo sich Deutsche grüszen der athem gottes weht Uhland Ged. 102. bis einer dem die zeit zu lang, auf ihn den krummen säbel schwang, da wallt dem Deutschen auch sein blut 383. Sprichwörter. bei Henisch 684, Deutsche haben gemeineklich lange silben und kurze worte. gerecht und freundlich, redlich, fromm, da herz und mund übereinkommt, die Deutschen weiland sind gewesen, jetzt kann für falschen niemand genesen. bei Simrock, gott läszt keinen Deutschen verderben 1546. gott verläszt keinen Deutschen, hungert ihn nicht, so dürstet ihn doch 1547. wer im krieg will unglück han, fang es mit den Deutschen an 1548. die Deutschen kriegen mit eisen, nicht mit gold 1549. was macht der Deutsche nicht für geld? 1555.
7222 Zeichen · 103 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Deutsche

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Deutsche , des -n, plur. die -n, Fämin. die Deutsche, der -n, plur. die -n, der, oder die aus Deutschland gebürtig i…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Deutsche

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Deutsche im Süddt übl Drehtanz für Paare, eine Vorform des Walzers [ Lotte: ] Es ist .. Mode .. daß jedes paar .. beym…

  3. modern
    Dialekt
    Deutschem., f.

    Pfälzisches Wb.

    Deutsche m., f. : ' Angehöriger des deutschen Volkes '. Er isch'n Deitscheʳ , sie isch'n Deitschi [Neustdt, allg.]; der …

  4. Spezial
    Deutsche2

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Deut|sche 2 n. (-n) (Sprache) todësch m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit deutsche

109 Bildungen · 108 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von deutsche 2 Komponenten

deut+sche

deutsche setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

deutsche‑ als Erstglied (30 von 108)

Deutsche Alterthümer

Herder

Deutsche Alterthümer . Die Kunde derselben umfaßt Alles, was man von den Sitten, Staatseinrichtungen, der Religion, dem Kriegswesen, dem Ack…

Deutsche (der)

Wander

deutsch·eder

Deutsche (der) 1. Auch vom Deutschen kann der Russe lernen. ( Russ. ) Sehr charakteristisch für die russische Bescheidenheit und Selbstkennt…

Deutsche Farben

Meyers

deutsche·farben

Deutsche Farben . Die alte deutsche Reichssturmfahne bestand aus einem goldenen Banner mit einem schwarzen Adler im Felde, der des Kaisers H…

Deutsche freisinnige Partei

Meyers

Deutsche freisinnige Partei , die am 5. März 1884 durch die Verschmelzung (Fusion) der deutschen Fortschrittspartei (s. d.) und der Liberale…

Deutsche Gesellschaften

Meyers

Deutsche Gesellschaften , patriotische Vereine im Rheinland, die sich 1814 auf Anregung E. M. Arndts bildeten, aber durch die Demagogenverfo…

Deutsche Kaiser

Meyers

deutsche·kaiser

Ferdinand (span. Fernando, Hernando , althochd. Herinand , der »Heerkühne«), Name zahlreicher Fürsten und fürstlicher Personen. Übersicht na…

Deutsche Kaiser und Könige

Meyers

Heinrich (altd. Haganrih , »Fürst des umhegten Ortes«; lat. Heinricus oder Henricus , franz. Henri , engl. Henry oder Harry , ital. Enrico )…

Deutsche Könige

Meyers

Albrecht (soviel wie Adalbert oder Albert, »der an Geschlecht Glänzende«), Name zahlreicher deutscher Fürsten und fürstlicher Personen. 350@…

Deutsche Literatur und Wissenschaft

Herder

Deutsche Literatur und Wissenschaft . Die verschiedenen Perioden derselben werden wie bei allen andern Völkern durch die Schicksale der Nati…

Ableitungen von deutsche (1 von 1)

Undeutsche

GWB

Undeutsche [bisher nicht publizierter Wortartikel]