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Baum

nhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Baum

Bd. 1, Sp. 549
Baum Rhfrk uNahe innerh Kreuzn-OStreit Burg Sponh Braunw Walhsn Windesh Waldhilbersh (ausschl.) Kreuzn --; innerh. Kreuzn-Monzing Langenth Auen Bockenau Mandel Gutenbg Niffelsh Traisen -E-; sonst Rhfrk -ā- zwischen Bernk u. Zell die Mos überschreitend u. das Mayf s. May umfassend; -ā- auch im W. die Saar entlang, Trier umfassend, in Bitb in einem schmalen Streifen die Sauer entlang; von Bernk bis ö. Trier s. der Mos am Rande des Hoch- u. Idarwaldes entlang; Pl. -E-, im mosfrk. Teile -E:- bis n. Mos. [uMos -ā:-, dasselbe auch in WBitb an der Sauer entlang]; n. des ā-Geb. in der WEif -ō-, Pl. -ē:-; OMosfrk n. May --, Pl. -:-; uAhr, Westerw zwischen Linz, Unkel über Altk -ou-, auch Köln, Pl. -ø·y.-; Rip -ō-, Pl. -:-; NBerg innerh. der Benr- u. Ürd-L. im S. u. N. (hier darüber etwas hinausreichend nach MülhRuhr, Werden) ö. bis einschl. Dilld Rottbg Richr Neviges Narresbeck Sonnborn [ausschl. Lennep-Ronsd, Mettm-Remschd Cronenbg -ūə-, Pl. -ȳ·ə.-, Wermelsk -ū-, Pl. -ȳ:-], im W. bis w. Düss-Gerresh Rating Angermund -ou-, Pl. -ø·y.-; SNfrk -ō-, Pl. -:-; doch im Selfk w. Heinsb-NBusch Stahe Kreuzr Harzelt Braunsr Haas Driesch allmählich > -ou-, Pl. -ø·y.- übergehend. [Der Pl. innerh. Kemp-Hagen Hülsd, MGladb-Ummer Helenabrunn Hausen, Kemp-Mackenst Loosen -:-; DülkenStdt -·y.-, ausserdem innerh. Kemp-Schmalbr Mülhsn Ödt Hagen bis ausschl. Kref-Traar Verbg Kref Fischeln Willich Neersen, ö. davon -ø·y.-]; innerh. ausschl. Geld-NDorf Herong Wankum Wachtendonk Gelinter Schmalbr Broich SHubert Orbr Hüls Niep Vluyn Neuk :- (auch Nom. Sg.); in der Grafschaft Mörs bis n. einschl. Binsh Vierbaum Rheinkamp Niephauserf -ou-, Pl. -o·y.-; Klevld -ō-, Pl. -- m.: 1. der Wald- (Nutz-) u. Obstbaum, u. zwar ist bes. in Vergleichen u. allg. RA. meist der Waldbaum gemeint. Die Obstbäume werden bestimmt als Appel-, birre-, Noss-, Quetsche-, Belse-, Prummebom bezeichnet. Besondere Bäume: De kruse B. ein weithin sichtbarer, im Felde alleinstehender B., nach dem man sich richtet Kref-Anr, Geld-Kevelaer. Allg. Nfrk: He es noch lang nit an't kruse Bömken noch lange nicht über alle Schwierigkeiten hinweg. De schwatte B. wo es geistert MGladb-Neuwerk. — Teile des B. Die MA. unterscheidet den zur Aufzucht bestimmten jungen Waldbaum Stahlen, Killen vom ausgewachsenen B.; ein verwachsener, knorriger B. ist en Knorren, Knarren, Quarren, Knorrech, Zwadder, Zwudder; er ist verkröpelt, verquaddert usf.; Rinde Rend, Bast, Büng (s. Beune), Schörz, Scheəl; Splint Splent, Spent; Jahresringe Raderschal; Äste, Zweige Ast, Tack, Schlöt (Schlot), Schwechelche, Schwelek, Schössling, Telege, Lodde, Gamme, Zwacke; Astgabelung Furk, Grai, Gradel, Zwach; Baumgipfel Geppel, Gipp, Topp, Dollen, Dol, Kitz, Schneip, Titsch; Aststumpf Stuppen, Sturen, Stutzen, Storzen, Schumpen, Trunken; dürre, ausgehöhlte Stümpfe Mucken; dürre Äste Runnen; krebsartige Auswüchse Schanker, Mauch (s. d. W.). — De B. drif, schleht us, drif Knoppe, es ant utlope, wiərd grön, es raderschälig die Jahresringe sind auseinandergezerrt, hät Wenterbäsch (-bärst) (s. d. W.). De B. ärbet sagt man, wenn ein B. beim Fällen schnell bis auf die Erde schlägt Rheinb-Wald. De B. es düərn, ful, holl. Kinder kommen aus einem hohlen B. Ess. — RA. α. den B. allg. betreffend: Et es esu kalt, dat de Böm krache (baschte, krake) Allg. Der B. das Bild der Stärke, der Schlankheit. Ene Kerl wie ne B. Allg., mit der scherzh. Forts. on en B. wie en Wolberestruck (Waldbeerenstrauch) Duisb. De steht wie B. Siegld. So stif wie en B. Mörs-Vluynbusch. De es su stark, ke könnt Böm us der Erd risse, Böm usrodde Rip, — Bäm aus der Wurzel reisse Eif. De kann isch doch ene Buhei doher mache, de deht grad, als hätt e Böm geröft Eif. Dat es en Botterramm, do kannste Böm met us der Erd risse! Rip. He sall ouk keim Böüm utriten der wird es auch nicht besser machen MülhRuhr. Der Ungestüme nemmt Böm on Pöss met Dinsl-Hiesf. — Dat (Leid, Arbeit, Kummer, ungesunde Lebensweise) schleht net en holl Böm ist nicht ohne Nachwirkung Bergh, Köln, Aach, Jül. En Gesicht wie en Ape op em hoalen B. Elbf. E singt, äs wenn et aus em hohle B. käm Daun-Tettschd. Wo de B. wiss (wächst) us der Kern, do es e all si Levve gern Köln. Me soll kene ale B. en en neue Boddem setze alte Leute dürfen nicht in neue Verhältnisse (Wohnort) verpflanzt werden Rip. Enen alden B. kann (soll) mer nit verplanten, verpott men nit mehr gern Nfrk. Ne ale B. kreiste net geboge an einem alten Manne kannst du nichts mehr ändern Schleid-Dollend. Dem B. mott me böge (beie, böcke), so lang as he noch klein (jungk) ös Nfrk, Allg. Henger nen aue B. es got schulle (schure) eine junge Frau hat es gut bei einem alten Manne Aach, Rip, Nfrk. Ene alde B. mott folle, ene jonge konn f. alte Leute müssen sterben Kemp-SPeter. Me dorf enen B. wäll böge, äwel net breke demütige den Gegner, aber schmettere ihn nicht ganz zu Boden Geld. Grosse Bäum gevve mih Schatten als Froch Köln. Osen Herregott sorg defüər, dat de Böm net en der Hemmel wasse Rip. Gott stüərt de B., dat .. Dür-Gürzenich, — stüwt alle Böme, dat se nich büs innen H. wasset Ess. Me moss net mache, dat de Böm en de H. wasse dass die Kinder nicht einem über den Kopf wachsen Rip. Me muss de Bäum ziggig schnigge, dat se nit en de H. wasse Köln. De sieht va luter Böm de Bösch net Rip, Allg. Em B. fällt nie op eine Schlag Ruhr, Allg. Je hühter de B., je schwerer der Fall Köln. Dat es en schlechten B., de op de ersten Strik fällt Ess. Wie (Wo) der B. fällt, bleibt er leie Ottw-Wemmetsw, Verbr. Et sen olt zu vill Sping (Spähne) van dem B. gehauen der Mensch hat schon zu viel durchgemacht Prüm-Ihren. Mer schödde et Geld net vam B.! Rip. Wie der Wengk geht, rusche de Böm Jül-Linnich. O, jo, sät B. es geht nicht so Mörs. Du kris en Wuərsch, womet du sebbemol öm de B. kanns gohn Dür-Merzenich. Wenn de B. es grot, es de Planter (Poter) dot Mörs-Xanten, Elten. Bömke gruət, Herrəke duət Eup. Beter den Tacken äs dem B. MülhRuhr. — Mit Präp. Dat es für op den B. ze klömme (te klattere Mörs-Orsoy) zum rasend werden Rip. De es rasch (flöck) om B. schnell erregt, zornig Rip. He es gau en de Böm dass. MGladb-Rheydt. Hen as gäng (licht) op dem Bömchen Prüm. Den hät net weit bes op dat Bämche Prüm-Burb. Enen op de B. jogen in Wallung bringen WEif. Eich klemme der gleich of et Beimche! weise dich zurecht Zell-Enkirch. Du brauchs net of de B. ze wirfe Anspielungen zu machen May-Trimbs. Enen Sten an (in) de B. werfe dass. Wittl. Dat es op de B. geworfe ich verstehe deine Anspielung Siebengeb. Wammer jet op de B. geworfe krig, fengk mer an ze prakesiere wenn ein anderer durch Handlungen seine Feindschaft zeigt, fängt man an nachzudenken Sieg-Ägid. He hat de Klöppel om B. ist aus allen Schwierigkeiten heraus Waldbr-Dattenf. Enem op de B. däuen zum sprechen veranlassen Gummb-Kotthsn. Do han ech es op den B. gedaut auf den Busch geklopft Gummb-Drabenderh. Hej süht de Katt üt den B. er verfolgt sein Ziel, bis er es erreicht hat Klev. Hej kann de K. üt den B. siehn er kann die Entwicklung der Dinge abwarten Emmerich. Ek sall öhm den Vogel op den B. wisen! die Wahrheit sagen Mörs-Neuk. He lött seck de Mössen (Müschen) op de Böm wisen lässt sich Bekanntes erklären Rees-Ringenbg. En settende Kräih op den b. krigt neks Klev. Se es mek te kroump, seit de Voss, do sot de Katte met ner Wuarscht op ein B. Elbf. E mach en paar Oge wie en verliebte Koh, dię ene B eropklemme welt Dür-Birkesd. Wann de dech op de B. stellst, dohn ech et net! Prüm-Burb. De schängt ut huhen Bäumen schimpft ganz gewaltig Sol-Merschd. En schelt em us van der huege B. eraf Eup-Raeren. Do steht e för'm B. er weiss nicht ein noch aus Mettm. Et es jet füər de Böm es ist etwas im Anzuge Dür-Froitzh. — In mehr übertr. Bed. De B. stohn α. auf dem Kopfe stehn, die Füsse in die Höhe gestreckt; β. starr sein, dass ein Zusammenfallen unmöglich ist z. B. eingefrorenes Wäschestück, ein vor Schmutz starrendes Kleidungsstück, eine steife Flüssigkeit, ein Starkbetrunkener, ein hochaufgewachsener, aber unbeholfener oder gleichgiltiger Mensch. Dat Doch steht (oder stellt) de B. ist steif gebügelt. En as su voll gefress, dat en de B. st. En as su dreckeg, dat en de B. st. Ech hauen der en, dat de de B. stehs! WEif. — Der B. (Bömke) poate (pflanzen) sich auf dem Kopfe stellen (Kinderbelustigung), Purzelbaum schlagen SNfrk. B. schlage Purzelbaum schl. Aach-Stolbg, Grevbr-Wanlo, Bitb-Cruchten Herforst, Trier-Ittel. B. stellen dass. Sieg-Leuschd. B. sterze dass. Monsch-Rohren. Der B. lüəte (lüften) Kopfstand machen Eup-Raeren. Der B. setze dass. Aach-Merkst, Eup. Bömke nömen Purzelb. schl. Mörs-Hülsdunk. Bämche machen ein Kind greift man an beiden Füssen, hebt es in die Höhe und sagt Bämchen!, worauf es sich ganz gerade hält Birkf-Bundenb. — Im Kindersp. Allene Bömche (lenenlenen B.; lele Bömche) gohn die ersten Gehversuche der Kinder Allg. Komm allene Bömche! Et soll an Bämche mache Saarbg-Beurig. — Baumwechseln: Bömche (-ke) wessele (verwechseln) Verbr.; Bömkes lopen Elbf; Bömche lofe Eusk-Bessenich; Bömken öm Mörs-Neuk; Bömken loup öm Mettm; Bömke wit lope o. O.; Bömke, Bömke vanen af (Anschlag minne Bom) Kemp-Süchteln, Kref-Anr; Bömke büte Kemp-Lobberich; Böumke bütt Sol-Höhschd. De Weiter spiəlen Bömke blüht Kemp-SPeter, Beimches Koch-Bremm. Rufe beim Spiel: Bämche, B., wechsel dich! Hunsr, Verbr.; tusch, t. Bömschen! Wippf; Rumpeltebom, be ke B. het, es drom! Koch-Driesch; isere Kelke, kupere Kelke, jedder von sinne B. af! Erk-NCrüchten. — Kette Parum-Baum Barlaufsp Köln. Bömke telle einer stellt sich an einen B. und zählt bis 20 oder 30, während dessen verstecken sich die andern MGladb-Giesenk. Beim Baumklettern rufen die Kinder: Rickes de bickes de B. erof; wannste fälls, ech rafen dech net of! Koch-Leienk. — In Wetterregeln. Wann lang der B. de Blädder hält, dann git et vill un grosse Kält Köln, Verbr. Om Januar vill Ren, winig Schni, deht Bergen, Dählern on Beimen wih Koch-Laub. Wenn et dunnert en en düre B., so get et weder Botter noch Ram May-MüMayf. Wenn et blitzt iwer de kahle B., get et weder Schmand noch Ram Boppard. Donnert et över der dörre B., da schneət et över de gröne B. Aach-Walh. — Rätsel. Op göntsit de Rhin, do staht enen B., do soten sovöll Vögel op as Dröpp en de Rhin sind, wat ös dat? Mörs-Schwafh. Ene hohe B. in Weste hät 12 Täck on 52 Nester, on jedes Nest hät 7 Jonge, on jede Jonge hat ene besondere Name, on wej et rojt, es et angenahm Jahr = 12 Mon., 57 Wochen, 7 Tage Mörs-Xanten. Tössen hier en Rom ston söwe hoge Bom; et sin gen Ipe en gen Esse (Äschen), ge söllt et nit roje en sitt ge ok met owe Sesse grosser Himmelswagen Geld-Weeze. — Volksgl. Wenn ein B. dürr wird, stirbt ein alter Mensch Ottw-Wiebelsk. Der B., an dem sich einer erhängte, wird dürr Berg. Krankheiten können auf B. übertragen werden. Üblich war das Pflanzen eines Lebensbaumes bei der Geburt eines Kindes Ess. — β. RA., den Obstbaum betreffend. De B. es en de Blot Rip. De B. hängt so voll wie Gras MGladb, — Stepp (Staub) Mosfrk, — Kaf Rip, — gehagelt Geilk-Kreuzr. De B. hängt geschorre voll Birkf-Idar. De B. hät gut gepackt Kref-Hüls. De B. ös esu voll, dat e voll ös Rip. De B. sitt so vull Appeln, äs wenn se derup gereijt sin Rees-Haldern. De Böm rammele bei den Stürmen der Adventszeit; bei der Bestäubung im Frühjahr Rip. — Me kann net Äppel on Birre van enem B. schödde Sieg-Eitorf. De meint uck, he kös de Appele allein van de Bäum schöddele Duisb. Met ow Bött (Knoche) sehmitt (werfen) eck de Pere (Ness) van de Böm! Nfrk, Allg. De Birre sin noch nit rif, sät de Fuss, do schott he der B. met singem Sterz Köln. De Appel fällt net weck (weit) vam B., oder he moss om Berg stohn (uder he muss op ene Berg falle) Rip, Allg. Wenn dat et lest Mädchen wör on on (in) nen B. heng, da geng ich net et herafholen, för et ze kregen Malm-Weywertz. — Im Volksglauben. Fabian und Sebastian bringen die Säck die Bäum hinan Dinsl. An F. on S. soll de Saf en de B. gahn Rheinb, Verbr. S. gift dem Bom den erschden Trohn Saarbr-Kölln. Wenn de B. bleuht buten de Tit, dann gef et en Hochtit (en Brut) of en Lik Meiderich, Nfrk allg. Blöhne de Böm tweimol, dann wörd et bös Mai Wengter em Joəhr MGladb. — Wenn der Mond in die Blüte scheint, gibt es kein Obst Zell-Trarb; auch Pfropfreiser soll man kurz vor Neumond pfropfen u. junge Bäumchen ebendann pflanzen Heinsb-Lümb. Wenn de Bom em alde Lech noch bleh, da geret vel Obst Siegld-Weidenau. Blühen sie bei zwei Monden, sind viele Raupen zu erwarten Mörs-Neuk. Wenn ein B. in einem Jahr zweimal blüht, gibt es im nächsten Jahre viel Obst Dür-Kreuzau. Wenn all die Bäm blihen un all die Streicher rauchen, brauch mer sich uf wenig zu freuen Wend-OWeidenb. Blätter vor der Blüte gibt kein Obst Kreuzn-Strombg. Blehn de Bem be en Rus, schitt mer de Äppel en de Schuss (Schoss); blehn se em Laf, schitt mer of en Haf May-Trimbs. Suviel Trepsen un (an) Borbelendag un de Bemen, su viel Äbbel am Herst Trier-Fasterau. Tropfen die B. zu Weihnachten u. Neujahr, ist ein gutes Obstjahr zu erwarten Waldbr-Heischd. Geht de Loft of hellegen Ovend, get et viel Obst Trier-Waldrach. Baumkerne, Christnacht in die Erde gelegt, ergeben Schösslinge, die keiner Veredelung bedürfen Erk. Bei der Ernte lässt man einige Früchte hängen: De Art mot op dem B. bliwen Berg. Vor 50 Jahren wurden in Dinsl-Spellen um Lichtmess die B. mit einem Palmzweig geschmückt. Am Martinstage wurde mit brennenden Fackeln de B. gelüət (beleuchtet) (noch 1900) Eup-Raeren. S. auch unter Apfelbaum. — 2. Ehrenbaum, Maien. De Jongen han den Mädchen en B. gesatz. S. auch Kirmes-, Mai-, Pfingstbaum. — Der auf dem Dachstuhl des Neubaus aufgesetzte B. De B. setze (opsette), versaufe Richtfest halten. — 3. übertr. a. Teile von Geräten. Holzteil der Sense; der Deichselbaum; die beiden Stangen zum Anfassen an der Schippkarre. RA.: Einem op den B. spannen einem vorspannen, d. h. ein Pferd vor das Karrenpferd an die Karrenbäume spannen; einem helfen NBerg. Seitenstange von Leitern; der Viehkrippe, in die die Sprossen gefügt sind; Längsteil der Egge, der Walze; Hebel am alten Kelter. De Kett allen deht et net, der B. och net, äver beds duren Erk. Der Webebaum (Brust-, Oproll-, Kett-, Längsel-, Weveb. Berg). Dem B. blöht, wenn der Kettenb. dünner wird u. streifenweise durch die Seide hindurchschimmert Kref. — S. auch Garn-, Grindel-, Gestell-, Hand-, Hebe-, Heu-, Karren-, Kelter-, Ketten-, Latier-, Leiter-, Lenk-, Maschinen-, Porz-, Pütz-, Sägen-, Sensen-, Scheren-, Schlag-, Schlitten-, Schor-, Sperr-, Stangen-, Steiger-, Tuch-, Wagen-, Wehr-, Well-, Wein-, Wiesb. — Drückstange der Schiffer mit gabelförmigen Zinken, um den Nachen weiterzudrücken (Fahr-, Schorbaum). Der B. des Karussels; vor der Kirmes fragt man scherzh.: Wie wit send se? Antw.: De B. steht all Erk. Die Durchgänge in der Weide konnten durch Büəm verschlossen werden, benannt nach dem Besitzer, etwa Roskes-, Schicksb. Kref. — b. Felsen im Kohlenbergwerk, der sich fest anklopft, aber den Bergmann unverhofft niederschlägt Saar. — c. iseren B. Pferdefuss Mörs-Neuk. — d. Bömche Auswurf sputum Kobl, Elbf. — e. Beimche poa nemoralis Hunsr. — f. en B. of em Kopp han üppiger Federhut Saarl. — Auf Grund der Schärfung kann die Vokalqualität wechseln, so in Bitb bōm, Dat. b:m, Pl. bE:m; Rittersd hat bōm, Dat. bǫ·m., Pl. bę·m.; Mettend bōm, Dat. bā:m; Zell boŭm, Pl. bā:m; Neuss-Dormag, Kemp-Dülken bōm, Dat. bǫ·u.m, Pl. b·y.m. Der Pl. zeigt im LRip neben der Schärfung oft nicht den Umlaut bōm, Pl. bō:m Grevbr-Wickrathbg, Bergh-Glessen.
15600 Zeichen · 431 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Baum

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Baum , des -es, plur. die Bäume, Diminutivum Bäumchen, Oberdeutsch Bäumlein. 1. Eigentlich, die größte Art des Pflan…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    baum

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    baum subst onomatopoet für den tiefen Ton einer Glocke [ Meph: ] Und das verfluchte Bim-Baum-Bimmel, | .. Mischt sich in…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Baum

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Baum , ein holziges Gewächs mit nur einem einzigen Stamme aus der Wurzel, der an seinem oberen Ende die Krone, d.h. eine…

  4. modern
    Dialekt
    Baum

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Baum Band 1, Spalte 1,1422–1425

  5. Sprichwörter
    Baum

    Wander (Sprichwörter)

    Baum 1. Alte Bäum' lassen sich nicht (oder: eher brechen als) biegen. – Lehmann, 8, 27. 2. Alte Bäum' leiden's nicht, da…

  6. Spezial
    Baumn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Baum , n дерево , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit baum

1.855 Bildungen · 830 Erstglied · 1.021 Zweitglied · 4 Ableitungen

baum‑ als Erstglied (30 von 830)

Baumacker

SHW

Baum-acker Band 1, Spalte 629-630

Baumarsch

SHW

Baum-arsch Band 1, Spalte 631-632

Baumaxt

SHW

Baum-axt Band 1, Spalte 631-632

Baumblut

SHW

Baum-blut Band 1, Spalte 631-632

Baumbock

SHW

Baum-bock Band 1, Spalte 631-632

Baumdälle

SHW

Baum-dälle Band 1, Spalte 631-632

baumeln

SHW

baum-eln Band 1, Spalte 631-632

Baumerde

SHW

Baum-erde Band 1, Spalte 631-632

baumern

SHW

baum-ern Band 1, Spalte 631-632

Baumfeld

SHW

Baum-feld Band 1, Spalte 631-632

Baumgabel

SHW

Baum-gabel Band 1, Spalte 631-632

Baumgarten

SHW

Baum-garten Band 1, Spalte 631-632

Baumgipfel

SHW

Baum-gipfel Band 1, Spalte 631-632

Baumgrund

SHW

Baum-grund Band 1, Spalte 631-632

Baumhacker

SHW

Baum-hacker Band 1, Spalte 631-632

Baumkasten

SHW

Baum-kasten Band 1, Spalte 631-632

Baumkelter

SHW

Baum-kelter Band 1, Spalte 631-632

Baumkerl

SHW

Baum-kerl Band 1, Spalte 631-632

Baumkipper

SHW

Baum-kipper Band 1, Spalte 631-632

Baumkleber

SHW

Baum-kleber Band 1, Spalte 631-632

Baumklotz

SHW

Baum-klotz Band 1, Spalte 631-632

Baumknorz

SHW

Baum-knorz Band 1, Spalte 631-632

Baumkratze

SHW

Baum-kratze Band 1, Spalte 631-632

Baumkrebs

SHW

Baum-krebs Band 1, Spalte 631-632

baumlang

SHW

baum-lang Band 1, Spalte 631-632

Baumlaufer

SHW

Baum-laufer Band 1, Spalte 631-632

baum als Zweitglied (30 von 1.021)

Purzelbaum

RDWB1

Purzelbaum m Purzelbäume schlagen - кувыркаться

Weihnachtsbaum

RDWB1

Weihnachtsbaum m ёлка (рождественская, новогодняя) (не имеет отношения к слову "дерево")

Abrahams-Baum

Adelung

abraham·s·baum

Der Abrahams-Baum , des -es, plur. die -Bäume, ein Nahme des Keuschbaumes, der in Italien und Frankreich wild, in Deutschland aber in den Gä…

Abstōssbaum

Idiotikon

Abstōssbaum Band 4, Spalte 1247 Abstōssbaum 4,1247

Achanbaum

BWB

Achanbaum Band 1, Spalte 1,1426

Ahlbaum

Adelung

Der Ahlbaum , des -es, plur. die -bäume, in einigen Gegenden, ein Nahme des Zaun- oder Heckenkirschbaumes, Lonicera Xylosteum, L. dessen Fru…

Allmendbaum

DRW

Allmendbaum Baum auf Gemeindegrund 1415 BernGS. 1615 SchwäbWB. VI Nachtr. 1505 Faksimile

Allēbaum

Idiotikon

Allēbaum Band 4, Spalte 1234 Allēbaum 4,1234

Amarêllen-Baum

Adelung

amarellen·baum

Der Amarêllen-Baum , des -es, plur. die -bäume, ein Baum, der Amarellen trägt, es mögen nun Kirschen oder Aprikosen seyn.

Ambra-Baum

Adelung

ambra·baum

Der Ambra-Baum , des -es, plur. die -Bäume. 1) Der eben genannte Amerikanische Baum, der den flüssigen Ambra gibt, und auch wohl Storax-Baum…

Amelberbaum

Idiotikon

Amelberbaum Band 4, Spalte 1243 Amelberbaum 4,1243

Angēliken-Baum

Adelung

angeliken·baum

Der Angēliken-Baum , des -es, plur. die -Bäume, ein Baum, welcher in Asien und Amerika einheimisch ist, und dessen Wurzel einen balsamischen…

Anießbaum

Adelung

Der Anießbaum , S. Sassafras-Baum.

ansbaum

DWB

ans·baum

ansbaum , m. asser jugalis, bair. ensbaum. Schmeller 1, 84 ; gemarkt ensbaum. weisth. 3, 739.

Ableitungen von baum (4 von 4)

Baumé

Meyers

Baumé (spr. bo-), Antoine , Pharmazeut, geb. 26. Febr. 1728 in Senlis, gest. 15. Okt. 1804 in Paris, wurde 1752 Professor an der pharmazeuti…

erbaumen

DWB

erbaumen , arboribus privare? und wer eine hube erbaumt, der sal dem herrn zwifaltige zins geben. weisth. 1, 466. Schmeller 1, 175 verzeichn…

urbaum

DWB

urbaum , m. (ur- C 4): der erste, reinste, kräftigste unter allen bäumen, der u., in welchem der lebenssaft voll unsterblichkeit quillt Hege…

verbaumen

BWB

verbaumen Band 1, Spalte 1,1510