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Base

mhd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
33 in 24 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Base f.

Bd. 1, Sp. 588
Base f.: 1. weibliche Seitenverwandte; seit etwa 1920 stark schwindend, 1965 nur noch bei Alten zu hören. a. 'Tante'; Bas [verbr.]; heute dafür fast allg. Dande. VR.: Gumorje, Bas un Vetter! Machen eier Better! Unne Stroh un owwe Stroh un in de Mitte grad so [verbr. Gal]. — b. 'Großtante' [1930: KU-Hundh HB-Kirrbg ZW-L'wied KB-Kriegsf Bubh LA-Gommh BZ-Stein GH-Berg]. — c. 'jede entferntere Verwandte', gew. mit Nennung des Vornamens, Lissibas, Bas Marlen, Annebäs'che usw. [verbr.]. — d. 'Kusine' in jüngerer Zeit, oft im Dim., s. F., Bäs'che [verbr.]. — e. 'Geschwisterenkelin', Bäsche [KB-Eisbg]. — 2. 'Großmutter', Bas [KL-Erlb]. — 3. 'Patin' [KU-Reiffb ZW-Knopp PS-Schopp KB-Gauh Mörsf FR-Mörsch LU-Iggh NW-Dürkh verbr. Don Gal Rußl-N'baden]; dafür fast allg. Got. Vgl. DWA IV Karte »Patin«. Spiel aus früherer Zeit: Zwei größere Kinder setzen ein kleineres auf ihre verschlungenen Hände, schwingen es hin und her und singen dabei: Schwinge, schwinge, Häsel, morje kummt dei Bäsel, bringt 'm Kind e Weckel un e zuckrich Häsel [NW-Weish/S]. — 4. 'Hebamme', Bas, Bäsl [Umg. Hombg KL-Landstl Umg. FR-Grünstdt], vgl. K. 12 bei Amme, dort auch Syn.; auch in den Zs. Basamme u. Ammenbase; vgl. auch Kindchenbase. — 5. 'bekannte ältere Frau', bes. als ehrende Anrede (in Verb. mit dem Namen), Lissibas, Majerschbas, auch Schulbas 'Lehrersfrau', oft im Dim. [WPf nördl. VPf], Bas Amrie [südl. WPf u. VPf]. Kosewort und gut gemeintes Drohwort für kleines Mädchen, bes. im Dim. [NW-Forst GH-Hayna]; gieks mer die Bas, ein Spiel mit kleinen Mädchen, bei dem man ihnen mit dem Finger auf die Brust tippt [FR-Hettldh Höning]. — 6. 'Hausherrin', in der Anrede des Gesindes, fast nur in bäuerlichen Betrieben, Bas Bäs'che, Bäsel. Zur Verbr. für 1935 s. K. 24; 1960 ist das Wort in den Bedeutungen 5 u. 6 fast vollständig durch Frau abgelöst. — 7. 'Fürsprecherin', in der RA.: Der hot iwwerall e Vetterche un Bäs'che [RO-Schweisw, verbr.]. — 8. 'Geldverleiherin' in der RA.: Geh zu de Bas Lehne (Lene), zu einem, der Geld leihen (entlehnen) will [Hebel 29]. — 9. 'Klatschbase, Plaudertasche'. Du bischt e rechdi B. [verbr.]; vgl. basen. Zs.: Frau-, Gerust-, Kaffee-, Klatsch-, Maien-, Quatsch-, Ratsch-, Rätsch-, Schlabber-, Schwaddel-, Stadt-, Wasch-, Wäschbase. Zu Bed. 1, 2, 5, 6 u. 7 vgl. auch Vetter. — F.: bās [vorherrschend], bs [KU-Kaulb u. Umg. östl. NPf verbr. VPf (Bertram 16)]. Dim. bEsχə [mittl. WPf], bEsjə [verbr. westl. WPf], bēsi [NWPf], bāsi [RO-Rehborn], bEsl [mittl. u. südl. VPf]. — Rhein. I 488/89; Saarbr. 18; Lothr. 26; Els. II 95; Bad. I 122.
2594 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    BASEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    BASE ( nd. wase Herb. 2568 ) swf. meines vaters schwester ist meine base; meiner mutter schwester meine muome. ( Gr. 1,6…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    base

    Mittelniederdeutsches Wb.

    base , base- s. auch basse, basse-.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Base

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. Die Base , plur. die -n, der Grund, worauf etwas ruhet, die Unterlage, Grundlage; ohne Noth aus dem Latein. Basis.

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Base

    Goethe-Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    2 Base s Basis Gertrude Harlass G. Ha.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Base

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Base , s. Basis .

  6. modern
    Dialekt
    Base

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Base Band 1, Spalte 1,1242–1244

  7. Sprichwörter
    Base

    Wander (Sprichwörter)

    Base 1. Eine Base ist gut – am Ende der Landzunge. ( Finn. ) 2. Wer gegen seine Base blöde ist, bekommt keinen Knaben vo…

  8. Spezial
    base

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +3 Parallelbelege

    bas-e [bas-ę̄] m. ‹mus› E-Bass m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit base

142 Bildungen · 120 Erstglied · 21 Zweitglied · 1 Ableitungen

base‑ als Erstglied (30 von 120)

Baseball

Pfeifer_etym

base·ball

Baseball m. ‘Schlagball(spiel)’. Das Spiel wird, aus England stammend, 1796 erstmals in Deutschland erwähnt. Seine heutige Form erhält es im…

basebotter

KöblerMnd

base·botter

basebotter , F. nhd. frische Butter? E.: Herkunft ungeklärt L.: Lü 27b (basebotter)

Basedow

Meyers

base·dow

Basedow , Johann Bernhard (eigentlich Joh. Berend Bassedau ), philanthropischer Reformator des Erziehungs- und Unterrichtswesens, geb. 11. S…

Basedowisch

GWB

basedow·isch

Basedowisch mBez auf den Pädagogen JBBasedow wiederholen sie [ Newtons Schüler ] ihr ewiges ergo bibamus, das eben so lächerlich und noch vi…

Basedowsche Krankheit

Meyers

Basedowsche Krankheit ( Glotzaugenkrankheit , nach einem Merseburger Arzt, der sie 1810 beschrieb), charakterisiert durch Pulsbeschleunigung…

basedīsleⁿ

Idiotikon

basedīsleⁿ Band 4, Spalte 1661 basedīsleⁿ 4,1661

Bsehucht

WWB

base·hucht

Base-hucht. Basenhucht Antwort auf die Frage „ein in sumpfigem Gelände stehendes Büschel Gras oder Binsen“ ( Bür Ei).

Baseilhac

Meyers

Baseilhac (spr. basäjáck), Jean , Wundarzt, geb. 1703 in Pouyastruc bei Tarbes, gest. 1781, war Leibchirurg des Erzbischofs von Bayeux, trat…

Baseität

Herder

Baseität , das Vorhandensein einer chem. Basis.

Basel N

Idiotikon

Basel N. Band 4, Spalte 1662 Basel N. 4,1662

Basel(i)tang

Idiotikon

Basel(i)tang Band 4, Spalte 1663 Basel(i)tang 4,1663

Baselak

RhWB

base·lak

Baselak  Sieg-Fussh m.: Wanze, Stechmücke.

baselaken

RhWBN

basel·aken

baselaken  Gummb-Homburgisch schw.: übermässig, lange arbeiten.

Baselarsch

RhWB

basel·arsch

Basel-arsch Simm-Laub m.: aufgeregter Mensch, durch einen andern veranlasst, der seine Ruhe u. Besonnenheit verliert u. in seiner aufgeregte…

Baseldeutsch

FiloSlov

basel·deutsch

Baseldeutsch , n диалект , м , базельский → FiloSlov Baseldütsch, n → FiloSlov Baseldytsch, n → FiloSlov Baaseldytsch, n

Baseldütsch

FiloSlov

basel·duetsch

Baseldütsch , n диалект , м , базельский → FiloSlov Baseldeutsch, n → FiloSlov Baseldytsch, n → FiloSlov Baaseldytsch, n

Baseldytsch

FiloSlov

Baseldytsch , n диалект , м , базельский → FiloSlov Baaseldytsch, n → FiloSlov Baseldütsch, n → FiloSlov Baseldeutsch, n

baseleca

MLW

baseleca sim. v. 1. basilica . Baader

base als Zweitglied (21 von 21)

Klatschbase

RDWB1

Klatschbase f auch Klatschtante сплетница; кумушка; сорока перен. ; балаболка разг. ; трепло сниж-.разг.; у кого-л. язык как помело идиом. ,…

fraubase

DWB

frau·base

fraubase , f. plauderhafte verwandte, die freien zutritt hat, neuigkeiten bringt und besprechen hilft. eigentlich der titel frau base. schwe…

Großbase

Adelung

gross·base

Die Großbase , plur. die -n, die Schwester des Großvaters oder der Großmutter.

oberbase

DWB

ober·base

oberbase , f. die groszbase ( vgl. obermuhme ) Amaranthes frauenzimmerlex. 1347 .

Schnupfbase

Wander

schnupf·base

Schnupfbase Schnupfbasen sind langsam. – Schweiz, I, 192, 100; Sutermeister, 140.

stadtbase

DWB

stadt·base

stadtbase , f. in Basel bezeichnung einer klatschsüchtigen person, die alle neuigkeiten der stadt sogleich weisz. stadtbäsi, schweizerisches…

Ableitungen von base (1 von 1)

Gebase

PfWB

Ge-base n. : ' törichtes Geplauder, Geschwätz 1 a ', Gebas (gəbās) [ KU-Schmittw/O Kaulb Kreimb RO-Dielkch KL-Reuschb KB-Kriegsf LU-Opp ]; v…