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ausbrechen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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14 in 13 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ausbrechen

ausbrechen

brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen Brache, 1Bruch m. und Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. – Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m., mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb., ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m., mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).
2011 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausbrêchen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Ausbrêchen , verb. irreg. ( S. Adelung Brechen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1. Durch …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ausbrechen

    Goethe-Wörterbuch

    ausbrechen 1 plötzl, gewaltsam hervorbrechen; einsetzen, beginnen a von Naturerscheinungen, Krankheiten, Epidemien, Bran…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ausbrechen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ausbrechen , in der Turfsprache das Verlassen der vorgeschriebenen Bahn durch das Pferd gegen den Willen seines Reiters.

  4. modern
    Dialekt
    ausbrechen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    ausbrechen Band 3, Spalte 3,175–177

  5. Spezial
    ausbrechen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    aus|bre|chen vb.tr. 1 (herausbrechen) sbroché fora, spaché fora 2 (fliehen, entweichen) sciampé (-pa), rumpí fora 3 (plö…

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