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Absondern

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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14 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Absondern v., trs.

Bd. 1, Sp. 57b
Absondern, v. trs. überhaupt von etwas Anderem sondern, trennen, ohne Bestimmung der Art und Weise. 1) Eigentlich, die Gemeinschaft zwischen mehrern Dingen aufheben. Die räudigen Schafe von der Heerde, die Lämmer von den Schafen absondern. Das Gute vom Schlechten absondern. I den Rechten, besonders in N. D. † ein Kind absondern, es mit Reichung seines Vermögensantheils von allen fernern Ansprüchen auf die Erbschaft ausschließen. Man unterscheidet es von abfinden, ablegen, abtheilen in sofern, daß es theils von den Ältern selbst, theils mit Einwilligung der Kinder geschehe. — So auch sich absondern. Sich von der Gesellschaft absondern. Ein abgesondertes Leben führen. »Die thierischen Körper sind sehr künstliche Getriebe, in welchen aus den Nahrungsmitteln die verschiedenartigsten Säfte abgesondert und abgesetzt werden.« Die Leber sondert aus den Säften die Galle, die Speicheldrüsen den Speichel ab. Durch dies Geschwür haben sich eine Menge scharfer und schlechter Säfte aus dem Körper abgesondert. Bei den Wundärzten, ein Glied absondern, es abnehmen. Widernatürlich verbundene Theile absondern, sie trennen. 2) Uneigentlich, in Gedanken trennen. »Man sondere den Begriff der Tugend von der Freundschaft ab, so verschwindet ihr Werth und ihr heiliger Glanz.« Gellert. Besonders versteht man darunter, die äußern und innern Kennzeichen einer Sache, einen Begriff, von der Sache selbst in Gedanken trennen und allein betrachten (abstrahiren), wofür Andere das nicht verwerfliche Wort abziehen gebrauchen, wovon jenes noch darin unterschieden ist, daß man gewisse Bestimmungen auch in sofern absondern kann, indem man sie nicht mitdenkt, so daß also abgesonderte Begriffe nicht bloß abgezogene allgemeine, sondern auch einzelne sein können. Das Absondern. Die Absonderung. Die Absonderung des Schlechten vom Guten. Die Absonderung der Begriffe.
1855 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Absondern

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Absondern , verb. reg. act. von einem andern Dinge sondern oder trennen, als ein allgemeiner Ausdruck, der die besondere…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    absondern

    Goethe-Wörterbuch

    absondern über 400 Belege: selten subst, etwa ein Siebentel refl, mehr als die Hälfte PartPrät A trennen, entfernen u is…

  3. modern
    Dialekt
    absondernschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ab-sondern schw. : wie schd., absunnere [PfId. 9].

  4. Spezial
    absondern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ab|son|dern I vb.tr. 1 (isolieren) isolé (-lëia) 2 ‹fisiol› (ausscheiden) secerne (-rn, secernü), fá gni fora 3 (trennen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit absondern

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Keine Komposita gefunden — absondern kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.