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un

as. bis Dial. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
68 in 20 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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10.842
Verweise raus
241

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

un Konjunktion

Bd. 7, Sp. 434
Wossidia un und Mi 96b; allgem.; koordinierende Konjunktion: 'sulver unde golt' Red. Ost. 72; 'ys he ... kranck geworden unde gestorven' Gry. Wed. C 4a; 'bruen unne bakken' (1678) Kohf. Hg. 3, 2; hei kem rin un sett'te sick dal RoRostock@RibnitzRibn; 'Hertich Ulrick ... heft nagelaten eynen sone ghenomet hertich Hinrick, unde desse hertich Hinrick heft na syck gelaten hertich Ulrick' Slagg. 102; dei Tit güng' hen, un hei täuwte noch ümmer RoRostock@RibnitzRibn; verbindet un zwei Synonyme, so verstärkt es den doppelt aufgeführten Begriff: 'ock hebbe se en ... gelestert unde gesmehet' Gry. Wed. C 3b; schimpen un schandieren Wo. Sa.; dies gilt inbes., wenn un die beiden gleichen Wörter einer Doppelsetzung verbindet: he kem un kem nich Lehm. Ith. 1; dodenstill is 't üm un dümm Camm. Tid. 22, vgl. üm I 1 a; up un dup s. up I 1 b und Kü. 3, 519 f.; steigernde Bedeutung liegt auch vor, wenn un den Positiv und den Komparativ des gleichen Adj. verknüpft: hei kladdert hoch un höger Ro; un statt noch, oder in verneinender Doppelformel: As wenn nich drög' un natt du kregst Bri. 1, 108, vgl. drög' 2 a; sei ... säden nich Swart un Witt (gar nichts) Reut. 6, 182. Im Mnd. steht un(de) öfter im Gegensatz zum späteren Gebrauch; es fügt dem voraufgehenden Wort ein zweites zur Verdeutlichung hinzu, beide sind Bezeichnungen für die gleiche Person bzw. Sache: 'myt syner sůster unde myt myneme wyve' (1384) UB. 20, 245; 'dit vorebenomede sulver unde medegave' (1356) 14, 24; es erscheint überflüssig: 'wy ... hebben vorkoft ... dat hogeste richte ... und mit aller bede' (1376) 19, 16. Die Mundart liebt wie alle gesprochene Sprache un als weiterführende Konjunktion: dor wir 'n Mann, un dei hadd' twei Sœhns Luk. 15, 11; dei (Zauberkundiger) schickt luter ... Ierdgeister, un dei rod'ten den Wald ... ut S. Neum. Volksm. 207; bei Aufzählungen mit denn verstärkt: hei wull dorför 'n Daler hebben un denn 'n nigen Kittel un denn Swiensbraden RoRostock@RibnitzRibn; un wenn als Einleitung von Konzessivsätzen, die als Bekräftigungsformeln gebraucht werden, entspricht dem Hd.: dee geiht nah de Brut, un wenn 't Brettnagel rägent Sta Stargard@BabkeBabke; vgl. kippern; im Volksreim: Un wenn de ganze Snei verbrennt, De Asch, dee blifft uns doch LuLudwigslust@GrabowGrab. Bes.: vier un vier (jeweils vier Einwohner) müßten 'n Ganten (Gänserich zur Zucht) hollen StaStargard@Alt KäbelichAKäb.
2300 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    unPräf.

    Köbler As. Wörterbuch

    un , Präf. nhd. un... ne. un... (Präf.) Vw.: s. -āwāniandelīk*, -bardaht*, -bardoht*, -bilithunga*, -bitharvi*, -biwandl…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    unst. F. (jō)

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    un , st. F. (jō) Vw.: s. unéaþnėss

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    un

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    irhalbûnlîchênAWB adv., Gl. 1,527,21 (12. Jh., bair.): ‚von der Seite her, auf der Seite; ex latere‘. Die Endung des Adv…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    UNuntrennbare partikel.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    UN untrennbare partikel. , die sich auch goth. ahd. as. ags. findet, altn. ô . sie hat häufig nicht den hauptton, nament…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unPräp.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +44 Parallelbelege

    un , Präp. Vw.: s. in (2)

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Un

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Un , eine Partikel, welche in dieser Gestalt nur allein noch in der Zusammensetzung üblich ist. Sie ist aus ohne entstan…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    un

    Goethe-Wörterbuch

    un [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  8. modern
    Dialekt
    un

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    un- [ùn; vor Kehllauten ù, vor Lippenlauten ùm Hf. ] Vorsilbe der Negation; vor Participien: ungësse n , ungetrunke n ,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit un

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Keine Komposita gefunden — un kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.