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Tǖg

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Tǖg n.

Bd. 5, Sp. 1005
Tǖg n. [allg.] 1.1. Arbeitsgerät, Werkzeug; Webgeschirr (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo). — Ra.: Hä hïet dat Tǖch derto Begabung (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat Meken hedde ’r wal dat Tuig teo, dat et dügend wat lehren könne (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 1.2. Geschirr von Zugtieren. — Ra.: …wat dat Tüg hauln kann mit aller Kraft, aus Leibeskräften (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || (ähnl.) mehrf.): Ik saup, wat ’at Tǖg hollen konn soff „nach Herzenslust“ (Kr. MünsterMün Kr. Münster@TelgteTe). Sik in’t Tǖch leggen sich kräftig einsetzen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.1. Tuch, Stoff, Gewebe. Drücktet (bedrucktes) Tuich (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Dat Tuüg krimpet (schrumpft) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Da Tǖch springet in (schrumpft) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Datt Teoch iß reïwe (leicht zerreißbar) (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@Tietelsen u. RotheTi). Out dat wüllene Töüg mäiken de Sneïders Büxen un Röcke fäo de Jungens, un dat Töüg was so stark, dat se jaohrelank nix Nigges brouken (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@LangenbergLb). — Ra.: He häf kin Stück Tüg mä ann’n Liewe ist sehr arm (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 2.2. jmds. Kleidung, Wäsche. Schwatt Tüüg Trauerkleidung (WmWb). Dat Tuig henget in’n Schappe (Schrank) (Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@MarksbergMa). Dat Tuüg es gans bestuäb’m (staubig) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Hä hïet sin bestet Tǖch ān (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Et häff nie Tüg füör den äölsten Jungen gïewen, un de Snider häff ’t söwens in’t Hus bracht (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). Tüg fringen (wringen) (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@HarpenHp). Tüch striäkeln (bügeln) (Kr. SteinfurtStf Oc). Et Tǖch ophangen zum Trocknen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hew ek wat am Tǖge? bin ich beschmutzt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Büessl (bürste) di mol diän Stuow vam Töüge! (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Dei hett läge Knippe (Falten) in’n Tuie (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@DahlDa). Guet imm’e Tuige suien gut angezogen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa); fein in’t Tüg sauber gekleidet (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Hä es slecht im Tǖge schlecht (armselig) angezogen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl); bedriwet inn’n Tuie (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb); wat slörig in’t Tüg (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). He was wull spāsam in’t Tǖch, owwer dobii auk prick (adrett) (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Nij in Tüüg setten fein herausputzen (WmWb). Up sien Tüg iß he ganz äfflick hält viel auf seine Kleidung (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HeidenHd). Hä es ūt’m Tǖge wassen ist für seine Kleidung zu groß geworden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: Hä hïet ’t am Tǖge ist wohlhabend (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dai hiät ’t van Daage am Töüge wenn jmd. ausgelassen ist (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Dai Stickhaußen dǟ diäm Kinne wuät am Tuüge der Keuchhusten quälte das Kind sehr (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Wat an’t Tüg flicken Schlechtes nachsagen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Hej is bi’n Tüge stauhn bliewen ist ein Langschläfer (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb); medd’en Tuüge ston bluiben am Sonntag, Feiertag in der Alltagskleidung bleiben (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Dat gäid äinem nit in’t Tuich sitt’n davon kann man sich nicht so schnell erholen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HemerHe || (ähnl.) mehrf.); datt bliff nich in’t Tüüg hangen äß Riängen; de geiht männ bäß upp’t Fell (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Dä hänget wān im Tǖge ist sehr mager geworden (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef). He häf sik in’t Tüg schmiett’n hat sich gut gekleidet (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Iut’me Tuige fallen mager werden, stark abnehmen (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || mehrf.). Hoei es düht iut’n Tuüge gohn ist mager geworden, hat tüchtig abgenommen (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo || mehrf.). — Sprichw.: Wer dat Tuig up den Lüiwe flicket, naijjet dat Glücke mie an (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — Sagw.: Bat kann dat Tüeg doch diän Menschen stolz maken, saggte de Buer, doa soag hei sinen Noaber met nem niggen bloaen Kïel rümme loupen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — 3.1. etwas, dem kein besonderer Wert beigemessen wird, was für mehr oder weniger unbrauchbar gehalten und deshalb nicht mit seiner eigentlichen Bezeichnung benannt wird. Wat es dat föä Tǖch? (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Ik häwwe noog vön dat Tüg von der Sorte (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Dat Tüg dat köppt dieser Wein macht leicht betrunken (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf). — Sprichw.: Geärfet Tüch dat hält nich lange (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). — 3.2. Kornabfall (Frbg.) (Kr. BürenBür Kr. Büren@SiddinghausenSi); Last beim Dreschen (Ähren o.Ä.) (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@KellinghausenKh); Kurzstroh aus der Maschine (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@RüthenRü). — 3.3. Nachgeburt [Kr. HerfordHfd Hal]. Medd’en Tuüge ston bluiben (von einer Kuh) mit der Nachgeburt stehen bleiben (muss später vom Tierarzt entfernt werden) (vgl. Bed. ‘Kleidung’) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 3.4. als minderwertig angesehene, wenig geschätzte Personengruppe. Dat langhöerige Tuig Frauen (scherzh.) (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). — Sagw.: Et is mi säo’n Tuigesken (es ist nur Kleinkram), sagte de Duiwel, dō dräif ’e ’n Tropp Frauluie vüär sïek hiär (Kr. ArnsbergArn En|| mehrf. Kr. IserlohnIsl KSauerl). — 3.5. Phras.Vbdg.: Greun Tüch unreifes Obst, unreife Beerenfrüchte; junge Leute (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@ObermarsbergOm || mehrf.): De Blāgen sallt dat graine Tuig nit friäten (KkWb); iuse Junge es nich geot teu Gange, heu hät wal teovell van den greunen Tuige getten (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 4. Unsinn, Quatsch in Worten, Gesten, Taten. Ah wat, dumm Tüg! (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). He heff nix in’t Hööft as dumm Tüch (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@OchtrupOc). Dat is wilt Tüüg die Sache (z.B. die Erzählung) stimmt nicht (Kr. BeckumBek En). Hai kuiere rāin Tuich sprach ohne Umschweife (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). Ek häbbe oll dat Tuig nich infaten (begreifen) konnt, dat deu frömde Riedner doher küre (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — 5. IdW.: In Tuüg gon toben, schelten, lärmen, poltern (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Se woll d’rmet in’t Töüch gōn wollte ihn zur Rede stellen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Al). ⟨Vokalismus: o (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@EpeEp),  (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@AlstätteAl), sonst ›ǖ‹. — g-Schwund in flektierten Formen [Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Alt]⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,758: Zeug; HnVwb 4,802: Zeug, Zeugs. Zus.:→ Akker~, Al-dāges~, Āpen~, Apotēker~, Arbēdes~, Ārder~, Arne~, As~, Awend-mal~, Beªdel~, Bedde~, Bedde-boªwen~, Blāgen~, Brāmen~, Breªke~, Būren~, Damel~, Dengel~, Druk~, Dǖwels~, Fē~, Fīf-hiᵉwel~, Flē¹gen~, Fludder~, Frūen-lǖde~, Fǖr~, Gest-hālens~, Grīne~, Gro¹n~, Grut~, Hǟkel~, Hålde~, Hals~, Halsket~, Hand-weªrkes~, Hār~, Hōrn~, Jungen~, Kǟr~, Katten~, Kinder~, Kisten~, Klein~, Kloppe~, Knütte~, Koffi~, Kop~, Kötten~, Krop~, Krotten~, Kwiᵉken~, Leªder~, Lichte~, Linnen~, Lodder~, Lǖde~, Lūse~, Mans~, Mans-lǖde~, Mangen~, Mikke~, Mül~, Näie~, Ossen~, Pokken~, Prǖne~, Rakker~, Ranken~, Rīde~, Rolle~, Rū~, Rūpen~, Sādel~, Schiᵉte~, Schīten~, Schō¹~, Schō²n~, Schrīf~, Schrūf~, Schund~, Seißen-kloppe~, Siᵉdel~, Siᵉlen~, Silwer~, Sla~, Stübbe~, Sundag-man-dāges~, Tin~, Tonten~, Tünten~, Weªrkel-dāges~, Wiᵉden~, Wīwes-lǖde~, Wippe~.
5929 Zeichen · 120 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TügDas

    Campe (1807–1813)

    † Das Tüg , — es, Mz. — e , im N. D. Zeug.

  2. modern
    Dialekt
    Tüg'

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Tüg' ( tǖ·j, Jac. 1, 120 tǖχ ), Pl. Tügen, vereinzelt Tügens m. Zeuge: 'dhe tůch' (1296) UB. 3, 625; testis 'ein Tge' C…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tueg

102 Bildungen · 79 Erstglied · 12 Zweitglied · 11 Ableitungen

tueg‑ als Erstglied (30 von 79)

tǖgbr

WWB

tueg·bar

tǖgbar Adj. fähig bzw. alt genug, ein Zeugnis abzulegen ( Alt Al).

Tüg'bauk

MeckWB

tueg·bauk

Tüg'bauk nur a. Spr. Tügebok n. Stadtbuch mit Protokollen über gerichtlich abgelegte Zeugnisse, Rekognitionsbuch: (der Bürgermeister hat jem…

Tügblaum

MeckWB

tueg·blaum

Tügblaum f. aus Stoff geformte künstliche Blume als Kleider- oder Hutschmuck Ro Ribn ; auf ein Stück Stoff gestickte Blume Klock.

Tügblaumenslarpen

MeckWB

Tügblaumenslarpen m. Holzpantoffel mit einem blumenbestickten Blatt aus Stoff Ro Klock .

Tüg'breif

MeckWB

tueg·breif

Tüg'breif nur a. Spr. Tügebreef m. schriftliches Zeugnis: 'welk knecht sin eghene ampt wil øven, de ... scal ... tughebreve bringen van deme…

Tügbüdel

MeckWB

tueg·buedel

Tügbüdel m. Beutel, Bündel, das die Habseligkeiten, bes. die Wäsche, der Knechte und Mägde enthielt, wenn sie die Stelle wechselten Gü Lenz …

Tǖgbüᵉgel

WWB

Tǖg-büᵉgel m. [verstr.] Kleiderhaken (Frbg.).

Tügde

RhWB

Tügde ndl. deugd, u. zwar Klevld dχt; SNfrk dχ(t), –ø-; –ȳə- Heinsb , WErk ; døχtə Aach-Stdt ; døχt Eup ; Pl. selten -də f.: 1. Tugend, ar…

Tügdräger

MeckWB

Tügdräger m. Bezeichnung für den Knotenstock, er wurde geschultert und der Tügbüdel an ihm aufgehängt Wa.

tügelich

Lexer

tuege·lich

tüge-lich adj. BMZ tauglich, brauchbar, idoneus Dfg. 284 b . Chr. 1. 457,14; 2. 249, 12. 16; 3. 358,23. 410,10 ;

Tügel, Ludw

DWBQVZ

--- sankt Blehk oder die große veränderung. München 1934 . ---

Tǖgfuᵉsele

WWB

Tǖg-fuᵉsele m. Fluse (auf dem Stoff) ( WmWb ).

tüggeln

RhWB

tüggeln -øg- Emmerich schw.: zögern. S. truggeln.

Tǖghūs

WWB

tueg·hus

Tǖg-hūs n. [verstr.] Gebäude zum Aufbewahren von Waffen und Vorräten.

Tüginge

MeckWB

tueg·inge

Tüginge f. a. Spr. Bezeugung: 'de er inghezele hebbet henghet ... to thuginghe vor dessen breef' (1345) UB. 9, 675; 'in deme breve ..., dar …

tueg als Zweitglied (12 von 12)

Backeltüg

MeckWBN

backel·tueg

Wossidia Backeltüg n. a. Spr. Backgerät: 'backelzeug' (1576) C. Cordsh. Neust. 283.

Bummeltüg

MeckWBN

bummel·tueg

Wossidia Bummeltüg n. Zeugbündel: dunn kümmt sin Deener an mit 'n Bummeltüg unner 'n Arm S. Neum. Volksm. 282.

Dischtüg

MeckWBN

disch·tueg

Wossidia Dischtüg n. Tischwäsche: Dischtüg ut ganz fein flässen Linnen S. Neum. Volksm. 212.

Fauttüg

MeckWBN

faut·tueg

Wossidia Fauttüg n. Schuhwerk: väl Fauttüg verslöpen Wo. Sa.

Mannstüg

MeckWBN

manns·tueg

Wossidia Mannstüg n. Männerzeug, -kleidung Wa; Ro @ Ribn.

Molkentüg

MeckWBN

molken·tueg

Wossidia Molkentüg n. a. Spr. Gerät, das in der Milchwirtschaft Verwendung findet: 'molckenzeug' (1576) C. Cordsh. Neust. 281.

Putztüg

MeckWBN

putz·tueg

Wossidia Putztüg n. schustersprl. wie Putzholt, -knüppel Wo. Sa.

Sadeltüg

MeckWBN

sadel·tueg

Wossidia Sadeltüg n. Sattelzeug Müll. Reut. 110 b ; halbhd.: dat schwere Satteltüg S. Neum. Volksm. 291.

Scheittüg

MeckWBN

scheit·tueg

Wossidia Scheittüg n. Gewehr: sinen Hund un sin Scheittüg S. Neum. Volksm. 92.

Schriwtüg

MeckWBN

Wossidia Schriwtüg n. Schreibzeug Müll. Reut. 116 a .

Ableitungen von tueg (11 von 11)

betü̑ge

MNWB

betü̑ge , f. , s. betü̑ginge.

betü̑gen

MNWB

betü̑gen , swv. , intr. u. trans. , bezeugen, dartun, ausweisen, zeugen; durch Zeugen, Zeugnis beweisen; anklagen, „accusare”; sik jēgen gōd…

Betügung

MeckWB

Betügung f. Bezeugung, Zeugnis; oft in der Rechtsspr.: 'thu ener merer bethughinge' (Ro 1372) UB. 18, 160; 'to merer betuginghe' (Ma 1374) 4…

²ertügen

MNWB

2 ertügen , swv. , erzeugen, anschaffen, kaufen.

Getǖg

WWB

Ge-tǖg n. Werkzeug, Gerät ( Lst Ge).

getü̑ge

MNWB

getü̑ge , tü̑ge , m. , Zeuge, s. 2 getü̑ch, m.

getügen

DWB

getügen , siehe getigen unter gediegen th. 4, 1, sp. 2023; getügen, solidus Kirsch corn. 2, 150 a .

Tüge

Campe

† Der Tüge , — n, Mz. — n , im N. D. der Zeuge.

Untǖg

WWB

Un-tǖg n. Pl. [verstr.] 1. etwas Widriges, Schädliches, Wertloses. — Sprichw.: Untuig vergoeiht nit ( Lst Dr || mehrf.). Ne grooten Gaorden,…

untüglich

DWB

untüglich , s. untauglich, untugenlich. —

vertügen

MeckWB

vertügen a. Spr. durch Zeugen überführen: 'efft ... he des dede und van twen brodern vortuget worde' (1307, Abschr. 16. Jh.) UB. 5, 336.

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APA
Cotta, M. (2026). „tueg". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tueg/wwb
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Cotta, Marcel. „tueg". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tueg/wwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tueg". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tueg/wwb.
BibTeX
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