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Trumpf

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
17 in 13 Wb.
Sprachstufen
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18
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Trumpf m.

Trumpf m.

Trumpf m. ‘stechende Farbe oder Karte’ (im Kartenspiel), übertragen ‘entscheidendes, zum Vorteil gereichendes Argument oder Mittel’, volkssprachliche Vereinfachung des 16. Jhs. von Triumph (s. d.) und anfangs gelegentlich auch wie dieses in der Bedeutung ‘Sieg, prunkvoller Einzug’, vorwiegend aber als Ausdruck des Kartenspiels ‘siegende, stechende Farbe’ (belegt seit 1590, älter Triumph, 1541, in dieser Form vereinzelt noch bis ins 18. Jh.) unter Einfluß von gleichbed. mfrz. triumphe, frz. triomphe f. Der Ausdruck gelangt durch Spielkarten, die eine Art Triumphzug darstellen, in die Sprache des Kartenspiels. Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘derbe, schlagende Reden, Schelte’ (so schon 16. Jh.), dann besonders ‘keine Widerrede duldendes, beweiskräftiges letztes Wort, ausschlaggebendes Argument, Mittel, Ereignis’ wird im 18. Jh. geläufig. Trumpf steht vielfach in festen Wendungen des Kartenspiels, vgl. Trumpf sein (18. Jh.), übertragen ‘entscheidend, ausschlaggebend sein’ (19. Jh.); einen Trumpf in Händen halten, übertragen ‘einen Vorteil auf seiner Seite haben’ (19. Jh.); alle Trümpfe in der Hand halten ‘überlegen, unschlagbar sein’ (19. Jh.); einen Trumpf ausspielen ‘etw. Entscheidendes einsetzen’ (um 1800), ‘den Ton angeben’ (19. Jh.). – trumpfen Vb. ‘Karten spielen’ (16. Jh.), ‘die Trumpfkarte ausspielen’ (17. Jh.), ‘Widerpart halten, mit einer Antwort abfertigen’ (18. Jh.). auftrumpfen Vb. ‘jmdm. deutlich die Meinung sagen’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘seine Überlegenheit hervorkehren’ (19. Jh., verbreitet im 20. Jh.). übertrumpfen Vb. ‘ein mit einem Trumpf gestochenes Blatt mit einem höheren Trumpf stechen’ (Ende 18. Jh.), übertragen ‘überbieten, ausstechen’ (19. Jh.).
1696 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trumpf

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Trumpf , des -es, plur. die Trümpfe, Diminut. das Trümpfchen, Oberd. Trümpflein, in den Kartenspielen, diejenige Far…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trumpf

    Goethe-Wörterbuch

    Trumpf [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Trumpf

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Trumpf Band 4, Spalte 4,713

  4. Sprichwörter
    Trumpf

    Wander (Sprichwörter)

    Trumpf 1. Man spielt jetzo Trumpf, die Geringsten stechen die Höhern. – Eiselein, 605. 2. Trumpf aus, sprechen die Weltk…

  5. Spezial
    Trumpf

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trumpf m. (-[e]s, Trümpfe) (beim Kartenspiel) triunf (-s) m. ▬ Herz ist Trumpf cöce é triunf ; Trumpf sein ester triunf.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trumpf

101 Bildungen · 39 Erstglied · 58 Zweitglied · 4 Ableitungen

trumpf‑ als Erstglied (30 von 39)

Trumpfaß

SHW

Trumpf-aß Band 1, Spalte 1787-1788

Trumpfacht

Campe

trump·facht

Die Trumpfacht , das Trumpfblatt, der Trumpfbube, die Trumpfdame, das Trumpfdaus, die Trumpfdrei, s. Trumpf .

trumpfasz

DWB

trumpfasz , n. , die höchste karte im kartenspiel: wenn ich mit gehobenem arm, das trumpfasz in der hand, umhergehen müszte Rosegger schr. (…

trumpfaus

DWB

trumpf·aus

trumpfaus , m. , der letzte, abschlieszende stich im kartenspiel; im bilde: der kaiser hat befohlen euch ( den ratgeber ) nacher hof zu hole…

Trumpfaß

BWB

Trumpfaß Band 1, Spalte 1,637

trumpfbalken

DWB

trumpf·balken

trumpfbalken , m. , zu 2 trumpf: 'trumpfbalken ... soviel wie ausgewechselter balken ' Mothes ill. baulex. (1882) 4, 377 .

trumpfblättlein

DWB

trumpf·blaettlein

trumpfblättlein , n. , deminutivum des vorigen: dieses tugentliche triumpffspiel, als in welchem das geringste trumpfblättlein alle säu, kön…

trumpfblatt

DWB

trumpf·blatt

trumpfblatt , n. , im kartenspiel: das gewehlte trumpffblat nimmt derjenige, so karte gegeben hat, gegen wegwerffung eines andern ein Amaran…

Trumpfdaus

MeckWB

trumpf·daus

Trumpfdaus m., n. Trumpfas: Trumpfdaus ... let sick in sonne Partie ... nich stäken Bri. 6, 89.

Trumpfdrǖ

Idiotikon

Trumpfdrǖ Band 14, Spalte 33 Trumpfdrǖ 14,33

trumpfen

DWB

trumpfen , vb. , ableitung von 1 trumpf, wie das ( in der bedeutung 1) sinngleiche triumphen ( im kartenspiel ) von triumph, s. sp. 706; für…

trumpfen1

MeckWB

trumpfen 1 in den Zss. af-, uptrumpfen .

trumpfen2

MeckWB

trumpfen 2 Häcksel schneiden: hei is bi 't Trumpfen Ha Red ; Ro Kühl .

Trumpfenbœhn

MeckWB

trumpfen·boehn

Trumpfenbœhn m. über dem Stubenboden befindlicher Bodenraum, in dem Korn aufbewahrt wird Ha Belsch ; zu Trumpf 2 1. — Kü. 3, 460; Me. 5, 169…

trumpfeⁿ

Idiotikon

trumpfeⁿ Band 14, Spalte 1064 trumpfeⁿ 14,1064

trumpffarbe

DWB

trumpf·farbe

trumpffarbe , f. , als trumpf geltende farbe oder auszeichnung im kartenspiel, zu 1 trumpf 2 a: könig und ober einerley farbe heiszt eine ma…

Trumpffrage

Campe

trumpf·frage

Die Trumpffrage , Mz. — n , im Kartenspiele, eine Frage, welche in Trumpf oder Trumpffarbe gethan, gespielet wird. S. Frage .

Trumpffünf

Campe

trumpf·fuenf

Die Trumpffünf , der Trumpfkönig, die Trumpfköniginn, die Trumpfneun, der Trumpfober  s. Trumpf .

trumpfieren

DWB

trumpf·ieren

trumpfieren , vb. , umbildung von triumphieren, zur entstehung s. 1 trumpf, vgl. auch 1 trumpfen 4; wie triumphieren 4 ' siegen, erfolg habe…

trumpfkarte

DWB

trumpf·karte

trumpfkarte , f. , karte der als trumpf geltenden farbe im kartenspiel, s. 1 trumpf 2: ( lehren, ) dasz eine jede schlimme und die geringste…

trumpfkönig

DWB

trumpf·koenig

trumpfkönig , m. , könig der trumpffarbe im kartenspiel: die spielerin ( hatte ) aber den treffhauptmann und den trumpfkönig zum hinterhalte…

Trumpfnull

MeckWB

trumpf·null

Trumpfnull f. erdachte wertlose Spielkarte: ein Mädchen ward hollen as Trumpfnull hat kein Ansehen Wa Jab .

trumpf als Zweitglied (30 von 58)

blaustrumpf

DWB

blau·strumpf

blaustrumpf , m. diabolus, der unvermerkt den schwarzen bocksfusz sehn läszt und überall sonst der schwarze heiszt, dann aber häufig ein ver…

Būre(n)strumpf

Idiotikon

Būre(n)strumpf Band 11, Spalte 2280 Būre(n)strumpf 11,2280

Chind(s)strumpf

Idiotikon

Chind(s)strumpf Band 11, Spalte 2280 Chind(s)strumpf 11,2280

Chinde(n)strumpf

Idiotikon

Chinde(n)strumpf Band 11, Spalte 2280 Chinde(n)strumpf 11,2280

Chnǖ(w)strumpf

Idiotikon

Chnǖ(w)strumpf Band 11, Spalte 2280 Chnǖ(w)strumpf 11,2280

Chrǟmerstrumpf

Idiotikon

Chrǟmerstrumpf Band 11, Spalte 2280 Chrǟmerstrumpf 11,2280

Chūderstrumpf

Idiotikon

Chūderstrumpf Band 11, Spalte 2279 Chūderstrumpf 11,2279

Grōsstrumpf

Idiotikon

Grōsstrumpf Band 14, Spalte 1064 Grōsstrumpf 14,1064

Guldi(n)strumpf

Idiotikon

Guldi(n)strumpf Band 11, Spalte 2279 Guldi(n)strumpf 11,2279

Gëltstrumpf

Idiotikon

Gëltstrumpf Band 11, Spalte 2279 Gëltstrumpf 11,2279

Hamme(n)strumpf

Idiotikon

Hamme(n)strumpf Band 11, Spalte 2279 Hamme(n)strumpf 11,2279

Henne(n)strumpf

Idiotikon

Henne(n)strumpf Band 11, Spalte 2279 Henne(n)strumpf 11,2279

Hose(n)strumpf

Idiotikon

Hose(n)strumpf Band 11, Spalte 2279 Hose(n)strumpf 11,2279

Hōchzītstrumpf

Idiotikon

Hōchzītstrumpf Band 11, Spalte 2282 Hōchzītstrumpf 11,2282

Kanōnstrumpf

Idiotikon

Kanōnstrumpf Band 11, Spalte 2280 Kanōnstrumpf 11,2280

Lëderstrumpf

Idiotikon

Lëderstrumpf Band 11, Spalte 2280 Lëderstrumpf 11,2280

Ableitungen von trumpf (4 von 4)

trumpfe

Lexer

trumpfe swm. BMZ ] s. trupfe stf.

vertrumpfe

BMZ

vertrumpfe swv. daʒ er seiner sachen nicht vertrumpft werde nicht verlustig werde Gr. w. 2,569.

vertrumpfen

DWB

vertrumpfen , v. 1 1) v. heiszt: die wegen einer hindurchgehenden treppe, eines schornsteins etc. abgeschnittenen balken in ein starkes quer…