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trumpfen

mhd. bis sprichw. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
18 in 12 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
8
Verweise raus
30

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trumpfen

trumpfen

Trumpf m. ‘stechende Farbe oder Karte’ (im Kartenspiel), übertragen ‘entscheidendes, zum Vorteil gereichendes Argument oder Mittel’, volkssprachliche Vereinfachung des 16. Jhs. von Triumph (s. d.) und anfangs gelegentlich auch wie dieses in der Bedeutung ‘Sieg, prunkvoller Einzug’, vorwiegend aber als Ausdruck des Kartenspiels ‘siegende, stechende Farbe’ (belegt seit 1590, älter Triumph, 1541, in dieser Form vereinzelt noch bis ins 18. Jh.) unter Einfluß von gleichbed. mfrz. triumphe, frz. triomphe f. Der Ausdruck gelangt durch Spielkarten, die eine Art Triumphzug darstellen, in die Sprache des Kartenspiels. Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘derbe, schlagende Reden, Schelte’ (so schon 16. Jh.), dann besonders ‘keine Widerrede duldendes, beweiskräftiges letztes Wort, ausschlaggebendes Argument, Mittel, Ereignis’ wird im 18. Jh. geläufig. Trumpf steht vielfach in festen Wendungen des Kartenspiels, vgl. Trumpf sein (18. Jh.), übertragen ‘entscheidend, ausschlaggebend sein’ (19. Jh.); einen Trumpf in Händen halten, übertragen ‘einen Vorteil auf seiner Seite haben’ (19. Jh.); alle Trümpfe in der Hand halten ‘überlegen, unschlagbar sein’ (19. Jh.); einen Trumpf ausspielen ‘etw. Entscheidendes einsetzen’ (um 1800), ‘den Ton angeben’ (19. Jh.). – trumpfen Vb. ‘Karten spielen’ (16. Jh.), ‘die Trumpfkarte ausspielen’ (17. Jh.), ‘Widerpart halten, mit einer Antwort abfertigen’ (18. Jh.). auftrumpfen Vb. ‘jmdm. deutlich die Meinung sagen’ (2. Hälfte 18. Jh.), ‘seine Überlegenheit hervorkehren’ (19. Jh., verbreitet im 20. Jh.). übertrumpfen Vb. ‘ein mit einem Trumpf gestochenes Blatt mit einem höheren Trumpf stechen’ (Ende 18. Jh.), übertragen ‘überbieten, ausstechen’ (19. Jh.).
1696 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trumpfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    trumpfen swv. in vertrumpfen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Trumpfen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    1. Trumpfen , verb. reg. act. verkürzen, abstumpfen, ein nur noch hin und wieder in einigen Fällen übliches Wort. So tru…

  3. modern
    Dialekt
    trumpfen

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    trumpfen Band 4, Spalte 4,715

  4. Sprichwörter
    Trumpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Trumpfen Dä ess tüchtig getrump worden. ( Bedburg. ) Hat eine empfindliche Lection erhalten.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trumpfen

15 Bildungen · 1 Erstglied · 13 Zweitglied · 1 Ableitungen

trumpfen‑ als Erstglied (1 von 1)

Trumpfenbœhn

MeckWB

trumpfen·boehn

Trumpfenbœhn m. über dem Stubenboden befindlicher Bodenraum, in dem Korn aufbewahrt wird Ha Belsch ; zu Trumpf 2 1. — Kü. 3, 460; Me. 5, 169…

trumpfen als Zweitglied (13 von 13)

abe strumpfen

MWB

abe strumpfen swV. ‘wegkürzen’ (wörtl. ‘bis auf einen Stumpf wegschneiden’): daz wir ein groz teil diz buchis hetten abgestrumpet Cranc Vorr…

abtrumpfen

DWB

abtrumpfen , triumphare in ludo chartarum: einen mit dem trumpfe abstechen; einen mit derber gegenrede abtrumpfen; sie haben sie abgetrumpft…

aftrumpfen

MeckWBN

Wossidia aftrumpfen mit Trumpfkarten die Karten des Gegners abziehen Bri. 2, 225.

auftrumpfen

DWB

auf·trumpfen

auftrumpfen , colorem praecipuum chartae lusoriae emittere, trumpf ausspielen: ich hätt dem major besser auftrumpfen sollen. Schiller 181 ; …

übertrumpfen

DWB

ueber·trumpfen

übertrumpfen , v. , untrennb. verbindung, trans., jem. ü., ( im kartenspiel ) das von ihm mit einem trumpfe gestochene blatt mit einem höher…

vertrumpfen

DWB

ver·trumpfen

vertrumpfen , v. 1 1) v. heiszt: die wegen einer hindurchgehenden treppe, eines schornsteins etc. abgeschnittenen balken in ein starkes quer…

Ableitungen von trumpfen (1 von 1)

vertrumpfen

DWB

vertrumpfen , v. 1 1) v. heiszt: die wegen einer hindurchgehenden treppe, eines schornsteins etc. abgeschnittenen balken in ein starkes quer…