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Troddel

nhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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14 in 11 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Troddel

Bd. 4, Sp. 687
Die Troddel, plur. die -n, ein herab hangender Faden oder anderer ähnlicher beweglicher Theil. So werden bey den Webern einiger Gegenden, die Fäden am Weberstuhle von dem am Ende abgeschnittenen Gewirke, woran der Aufzug des künftigen Gewebes geknüpft wird, Troddeln genannt. In den meisten Gegenden heissen sie Trumme, Nieders. Dromt. Die hervor stehenden langen Fäden[] an manchen Arten des Gewirkes, z. B. an Mützen und Strümpfen, heissen gleichfalls Troddeln; die Troddelmütze, Troddelstrümpfe. Noch häufiger sind die Troddeln kleine Quasten von Knötchen, Schmelz, Korallen u. s. f. verschiedene Arten der Kleidungsstüvke damit auszuzieren. Anm. Der Grund der Benennung liegt ohne Zweifel in der Beweglichkeit, so daß man dieses Wort als einen Verwandten von rütteln ansehen kann. Indessen kann auch das in einigen gemeinen Sprecharten übliche ausdrötteln, für ausdrieseln, die Fäden eines Gewirkes ausziehen, mit in Betrachtung kommen. Die Schreibarten Trottel oder Drottel, sind wider die Hochdeutsche Aussprache. Im Nieders. heißt eine Troddel Tost, Engl. Tassel, welches den Begriff der Verbindung, der Masse hat, und zum Franz. Tas, ein Haufe, gehöret. S. auch Trollen.
1177 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Troddel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Troddel , plur. die -n, ein herab hangender Faden oder anderer ähnlicher beweglicher Theil. So werden bey den Webern…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Troddel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Troddel , bei gewirkten Waaren die hervorstehenden Faden od. langen Schleifen; Quaste.

  3. modern
    Dialekt
    Troddel

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Troddel Band 4, Spalte 4,564

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit troddel

58 Bildungen · 43 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

troddel‑ als Erstglied (30 von 43)

troddelbehang

DWB

troddel·behang

troddelbehang , m. : mit schellengeklirr und buntem troddelbehang trabt das maulthiergespann herein F. Poppenberg maskenzüge (1912) 338 . —

Troddelblaum

MeckWB

troddel·blaum

Wossidia Troddelblaum f. das Steinbrechgewächs Deutzia gracilis, ein Gartenzierstrauch Ro.

troddelblume

DWB

troddel·blume

troddelblume , f. , deren blätter gefranst sind: troddelblume soldanella H. Grassmann pflanzennamen (1870) 187 ; Prahn pflanzennamen (1909) …

troddelbüchse

DWB

troddel·buechse

troddelbüchse , f. : zum ausstäuben des schwefels bedient man sich ... der ... troddelbüchse, ein blechernes, mit durchlöchertem deckel vers…

troddelchen

DWB

troddel·chen

troddelchen , n. , kleine troddel: zur kappe baumelten wohl sechs trodelchen vom schnupftuche heraus Chr. Weise drei erznarren 32 ndr.; hütc…

troddeldegen

DWB

troddel·degen

troddeldegen , m. , degen mit troddel am griff: kaum trägt ein junger offizier so stolz den troddeldegen G. K. Pfeffel poetische versuche (1…

troddelgeschirr

DWB

troddel·geschirr

troddelgeschirr , n. : ( der ) korbwagen mit den ... pferdchen und dem zierlichen troddelgeschirr Herm. Schmidt alte u. neue gesch. a. Bayer…

Troddelhandschuh

Campe

troddel·handschuh

Der Troddelhandschuh , — es, Mz. — e , Handschuhe von Wollengarn mit Troddeln inwendig versehen, damit sie besser wärmen.

troddelhut

DWB

troddel·hut

troddelhut m. : die mädchen trugen grüne troddelhüte J. Chr. Heer der könig der Bernina (1901) 59 . —

troddelicht

DWB

troddel·icht

troddelicht , troddelig, adj.: troddelicht fimbriatus, laciniosus, laciniatus Stieler (1691) 330 ; ein schwert, ganz korb- und bügelfrei, hi…

Troddel II

RhWB

Troddel II PfWB -ǫd-, Pl. -ələ, –əln, Demin. -dəlχə(n), –əlšən, –əlkə, –əltjə Allg. aus der Soldatenspr. f.: 1. Quaste am Säbel, am Seiteng…

Troddelines

RhWB

troddeli·nes

Troddelines trdəlīnəs, Pl. -əsə MGladb m.: verächtl. träger Arbeiter.

troddelkappe

DWB

troddel·kappe

troddelkappe , f. , hauskappe: der alte kapitän hatte seinen schlichten dunkelbraunen hausrock an und eine gestickte troddelkappe auf E. Zah…

Troddelkarsbiᵉre

WWB

Troddel-kars-biᵉre f. [ Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm Unn Sos] 1. Johannisbeere (Frbg.) ( Kr. Soest Sos Kr. Soest@Westönnen Wö ). — 2. Jo…

Troddelklott

MeckWB

troddel·klott

Wossidia Troddelklott f. Hausmütze des Landmanns, die oben eine kleine Quaste hatte: in Slaprock ... un Troddelklott Seem. Hä. 150.

Troddelkop

WWB

troddel·kop

Troddel-kop m. willensschwache, gleichgültige Person (Frbg.) ( Kr. Herford Hfd Lz).

troddelmütze

DWB

troddel·muetze

troddelmütze , f. , mütze mit einer meist am zipfel oder in der mitte des mützenkopfes befestigten troddel: ein mensch ... in einem bauernpe…

troddeloªweral

WWB

troddel-oªwer-al Adv. [ die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Isl] drunter und drüber; bunt über- bzw…

troddelperücke

DWB

troddel·peruecke

troddelperücke , f. , perruque à noeuds ou nouée Schaffer dtsch.-frz. 2, 3, 382 : auf dem kopfe trug er einen kurzen stutz, oder wenns galt,…

troddelquaste

DWB

troddel·quaste

troddelquaste , f. : 14 Bororó, einer hinter dem andern, barfusz ... in ... hellen strohhüten ... mit dicken roten troddelquasten K. v. d. S…

troddel als Zweitglied (14 von 14)

Achseltroddel

Campe

achsel·troddel

○ Die Achseltroddel , Mz. die — n, eine Troddel von Zwirn=, Silber= oder Goldfaden die an einem dergleichen Bande auf einer oder beiden Achs…

bettroddel

DWB

bett·roddel

bettroddel , f. bettquast: ein langer mufschweif lag als bettroddel oder bettzopf quer auf ihr. J. Paul.

goldtroddel

DWB

gold·troddel

goldtroddel , f. , aus goldfäden gewirkte troddel: und seine gold- und purpurtroddeln regend, zerstampft ihr zelter unter ihr den grund H. v…

Huttroddel

Campe

hutt·roddel

Die Huttroddel , Mz. die — n , eine Troddel am Hute, besonders die an den Enden der Hutschnur zu beiden Seiten eines dreieckigen Hutes herab…

Pipentroddel

MeckWB

pipen·troddel

Wossidia Pipentroddel f. Troddel am Pfeifenrohr als Schmuck; übertr. dicker, unregelmäßiger Spinnfaden: du spinnst jo luter Pipentroddeln.

purpurtroddel

DWB

purpur·troddel

purpurtroddel , f. : seine gold- und purpurtroddeln regend zerstampft ihr ( der heldin ) zelter unter ihr den grund. H. v. Kleist 1, 102 H.

webetroddel

DWB

webe·troddel

webetroddel , f. ' ein schmaler gewebsstreifen, der in den webstuhl eingeklemmt wird. aus seinem freien ende ragen kurze, aufgedrehte fäden …

Ableitungen von troddel (1 von 1)