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traege

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
17 in 12 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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29
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18

Eintrag · Campe (1807–1813)

Träge adj, adv

Bd. 4, Sp. 855b
Träge, — r, — ste, adj. u. adv. abgeneigt den Zustand der Ruhe zu verlassen, besonders sofern körperliche Masse und Schwere der Grund davon ist, und in weiterer Bedeutung, abgeneigt seine Kräfte zu etwas anzuwenden, und, in dieser Abneigung gegründet; in Gegensatz von rasch. Es bezeichnet einen geringern Grad der Unthätigkeit als faul. S. d. und auch Lässig. Träge sein. Ein träger Mensch. Ein träger Arbeiter. Was schlummerst du? Die träge Rast Schickt sich für Helden nicht. Gleim. Besonders wird träge gebraucht von der Bewegung, langsam, schleppend in seiner Bewegung. Die träge Schnecke. Uneigentlich auch von der Zeit, langsam verstreichend, wenn man mit Ungeduld etwas erwartet  Im darf die träge Zeit mit mitleidvollen Schwingen Nicht ihren späten Trost, nicht ihre Lindrung bringen. Uz. I weiterer Bedeutung gebraucht man es im N. D. auch für ermattet, entkräftet. I engerer Bedeutung heißt in der Naturlehre jeder leblose Körper träge, sofern er unvermögend ist sich zur Bewegung oder Ruhe, als Veränderung seines Zustandes zu bestimmen.
1057 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TRÆGEadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    TRÆGE adj. träge, langsam, verdrossen. ahd. trâgi Graff 5,502. nebenform trâc (: wâc) Ath. B, 134 und anm. livl. chron. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Träge

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Träge , -r, -ste, adj. et adv. Abneigung von der Bewegung habend, besonders, so fern diese Abneigung in der Empfindung k…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    träge

    Goethe-Wörterbuch

    träge [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    trägeAdj.

    Pfälzisches Wb.

    träge Adj. : ' faul, bequem ', umgspr. Er is trääsch [ LU-Friesh ]; e trägeʳ Kerl [ GH-Westh ]; e trägeʳ Hund, von einem…

  5. Sprichwörter
    Träge

    Wander (Sprichwörter)

    Träge 1. Is de êne trâg (träge, langsam), is de anner grâg (schnell). – Kern, 1649; Hauskalender, I. 2. Hi as so trâi üü…

  6. Spezial
    träge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    trä|ge adj. 1 (langsam) pëigher (-gri, -gra) 2 (faul) frat (frac, frada) 3 (schwerfällig) pesoch (-oc, -ocia), podor (-s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traege

64 Bildungen · 52 Erstglied · 11 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von traege 2 Komponenten

tra+ege

traege setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traege‑ als Erstglied (30 von 52)

trægecheit

Lexer

trægec-heit stf. drâge-, drêgekeit: pigritia, segnities Dfg. 434 b . 524 c .

Träge (der)

Wander

trag·eder

Träge (der) 1. Dem Trägen ist schlecht was zu übergeben. Bei Tunnicius: Den tragen is quât to bevoelen. (Ipse tuos noli pigro committere num…

trägel,

FWB

1. ›Träger von Lasten, die von einer oder wenigen Personen bewältigbar sind‹; 2. ›Esel‹.

trägerabstand

DWB

traeger·abstand

trägerabstand : eine decke ... erhält I-träger, normalprofil 14 bei 1 m trägerabstand Schönermark-Stüber hochbaulex. 341 ;

trägeramt

DWB

traeger·amt

-amt : ( ca. 1394) so soll an dem heiligen feiertage kein treger noch bierspunder tragen oder laden noch anderley arbeit thun, die da angeho…

trägerart

DWB

traeger·art

-art : je nach der anzahl und anordnung der auflager und scheiben unterscheidet man verschiedene trägerarten ( wie balken, bogen, ketten, ge…

trägerbelastung

DWB

traeger·belastung

-belastung : dieses gitterwerk ( einer brücke ) wird bei totaler trägerbelastung gar nicht beansprucht Karmarsch-Heeren 2, 90 ;

trägercolonne

DWB

traeger·colonne

-colonne : da die landesproducte aus norden und süden ... durch lange trägercolonnen nach D. gebracht werden Soyaux aus Westafrika 2, 17 ; d…

trägerebene

DWB

traeger·ebene

-ebene : diese trägerebene ..., welche bei berücksichtigung des eigengewichts nur eine vertikalebene sein kann Lueger 7, 694 ;

trägerei

DWB

traege·rei

trägerei , f. , das tragen: gleiche männer-tragerey ( auf die Weinsberger geschichte bezogen ) kann man in alten historien finden Abele v. L…

trägerfläche

DWB

traeger·flaeche

-fläche : indem ( in den trägern für die decke aus cementbeton mit eisenstabeinlagen ) die eisenstäbe auf halber trägerlänge ziemlich nahe d…

trägerform

DWB

traeger·form

-form : der verlauf der begrenzung oder axe gibt veranlassung zur unterscheidung verschiedener trägerformen ( als parallelträger, dreiecks-,…

trägerheer

DWB

traeger·heer

-heer : indem erschien in langen reihn ein trägerheer. man trug herein viel kistchen, kästchen, schächtelchen Zachariä hinterlass. schr. 64 …

Trägerhemd

PfWB

traeger·hemd

Träger-hemd n. : 'Frauenhemd mit Tragbändern über die Schulter', Trääeʳhemd [ RO-Dielkch ], -himd [ KU-Bedb ], -hemb [ KB-Kriegsf ], Trääche…

trägerin

DWB

trag·erin

trägerin , f. , seit dem ahd. in dem compos. chinttragerinne s. u. bezeugt; im wesentlichen in denselben bedeutungen wie träger verwandt, nu…

trägerkarn

DWB

traeger·karn

-karn : sarracum ein wagen zu bawhöltzern, ein trägerkarn nomenclator lat.-germ. (1634) 371;

trägerkleid

DWB

traeger·kleid

-kleid : eine grosze verrheterey zu Dantzig ... hatten auch allbereit nicht wenig knechte des ordens bey sich in der stad heimlich, die sie …

trägerknecht

DWB

traeger·knecht

-knecht : ( ordnung der salzmesser 1445) dat geyne dragerknechte eynche secke mit saltz achter sich neymen verfassung u. verwaltung der stad…

trägerlast

DWB

traeger·last

-last : eines tages war jemand ( von den negern ) in sein ( des weiszen ) lager eingebrochen und hatte mindestens eine trägerlast waren gest…

traege als Zweitglied (11 von 11)

denkträge

DWB2

denk·traege

denkträge adj. : 1860 Scherr größenwahn ( 1876 ) 142. 1927 Haushofer grenzen 37.

Êrbausträge

Adelung

erb·austraege

Die Êrbausträge , singul. inus. in dem Deutschen Staatsrechte, erbliche Austräge, d. i. befreyete willkührliche Gerichte gewisset Reichsstän…

Langsamträge

Campe

langsam·traege

○ Langsamträge , adj . u. adv . langsam und träge zugleich. Ein langsamträges Leben, das langsam und in Trägheit verfließt. — — — liegt anf …

schreibeträge

DWB

schreibe·traege

schreibeträge , adj. : der liebe allerkostbarster beweis, den ich aus schreibeträgem herzen kaum mir abzuquäl- und tragen noch vermag. Chami…

Schreibträge

Campe

schreib·traege

○ Schreibträge , — r, — trägste , adj . u. adv . zu schreiben träge. »Dein schreibträger Freund.« Ungen. Auf dieselbe Art kann man auch schr…

Stammausträge

Adelung

stamm·austraege

Die Stammausträge , sing. inusit. Austräge, d. i. selbst erwählte zur Pflegung der Güte bestimmte Gerichte, so fern sie bey einem Stamme ode…

stinkträge

DWB

stink·traege

stinkträge , adj. , soviel wie stinkfaul: und wenn sie sich einmal heranschleichen sollte, die stinkträge, blutsaugende bestie ( blasierthei…

überträge

DWB

ueber·traege

überträge , adj. 1) steigernd zu träge: er hett ain überträge zungen, lingua tardus Steinhöwel Äsop 38 Öst.; Toobo war träge, überträge W. v…

unträge

DWB

unt·raege

unträge , adj. adv. , gth. zu träge. mhd. untræge, -trâge; impiger, hurtig, musterig, wacker, behend, nuofer, redlich, unverdrossen, fleyszi…

willensträg(e)

DWB

willens·traege

willensträg(e) , adj. : weder willensträge noch entschlüssig, ... sasz ich da und überlegte lange Hoffmann von Fallersleben schriften 6, 104…

Ableitungen von traege (1 von 1)

unträge

DWB

unträge , adj. adv. , gth. zu träge. mhd. untræge, -trâge; impiger, hurtig, musterig, wacker, behend, nuofer, redlich, unverdrossen, fleyszi…