Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
toben
toben
toben Vb. ‘außer sich, nicht bei Verstand sein, rasen, wüten, lärmen, ausgelassen sein’, ahd. tobōn (um 800), tobēn (9. Jh.), irtobēn (8. Jh.), mhd. toben ‘rasen, wüten, wahnwitzig, toll, nicht bei Sinnen sein’, asächs. doƀon, mnd. dōven, aengl. dofian sowie (als Rest eines starken Verbs?) anord. dofinn ‘stumpf, schlaff’ gehören wie taub (s. d.) zu der dort genannten Wurzelerweiterung ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ (auch vom Geist und den Sinnen). – Tobsucht f. ‘unbeherrschte Wut, Raserei’, mhd. tobesuht. tobsüchtig Adj., mhd. tobesühtic.