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Toben

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
22 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Toben v., ntr, intrs

Bd. 4, Sp. 831b
Toben, v. ntr. mit haben, und intrs. 1) Mit großem Ungestüm und lärmendem Geräusch sich bewegen, verfahren; im N. D. daven. »Die Winde toben.« Sir. 39, 34. »Die Tiefen toben.« Ps. 77, 17. Das tobende Meer. Wenn über seinem Haupt der Wellen Donner tobt. Kleist. Lärmen und toben. Gönne dem Knaben zu spielen, in wilder Begierde zu toben, Nur die gesättigte Kraft kehrt zur Anmuth zurück. Schiller. Wenn die tobende Jagd erscholl. Ders. I Leidenschaft toben. Ein Zorniger tobet, wenn er seiner Leidenschaft durch Schreien, Stampfen  auf eine lärmende Art Luft macht. Mag er toben wie er will. Eine tobende Leidenschaft. — und ihr tobte das Herz in Erbitt'rung. Voß. Toben unterscheidet sich von wüten dadurch, daß man auch aus Übermaß der Freude, Fröhlichkeit und Lustigkeit toben, aber nur aus Zorn und ähnlichen Leidenschaften wüten kann, und daß wüten überhaupt nur als Ausbruch starker Leidenschaft, welche bis zur Beraubung des Bewußtseins und des Gebrauchs der Vernunft steiget, gebraucht wird. I weiterer uneigentlicher Bedeutung gebraucht man es auch, einen hohen Grad der Heftigkeit zu bezeichnen. Ein tobender Schmerz. Es tobet mir im Kopfe, ich habe das heftigste Kopfweh. 2) I engerer Bedeutung, ehemahls, unsinnig sein, rasen; auch tauben. D. Toben.
1275 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tobenswv., part. adj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    toben swv. BMZ nicht bei verstand sein, toben, tollen, rasen ( spec. von der rasenden kampflust Gudr. 1494,1 u. Martins …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Toben

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Toben , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1) Einen hohen Grad des ungestümen Lärmens verursachen. Ein Zorniger…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    toben

    Goethe-Wörterbuch

    toben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    toben

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    toben Band 3, Spalte 3,1803

  5. Sprichwörter
    Toben

    Wander (Sprichwörter)

    Toben 1. Lass jn doben, so hast jn geschlagen. – Franck, I, 51 a . 2. Er tobt wie der Schwede. – Tendlau, 432. Erinnert …

  6. Spezial
    toben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    to|ben vb.intr. (lärmen) fá da vera, drumblé (-la), fracassé (-ssëia), fá crabal, fá sciosciüre.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit toben

27 Bildungen · 8 Erstglied · 15 Zweitglied · 4 Ableitungen

toben‑ als Erstglied (8 von 8)

tobend

FWB

1. ›wild, rasend, wütend, entfesselt; von Sinnen‹; auch: ›tosend, wild bewegt (vom Wasser gesagt)‹; 2. ›tollwütig, tobsüchtig (v. a. von Tie…

tobendec

BMZ

tob·endec

tobendec adj. unsinnig, rasend freneticus sumerl. 26,61. alsô tobendic schiet er hin Ulr. 851.

tobendic

Lexer

toben·dic

tobendic adj. BMZ s. v. a. tobic: furibundus, insanus, rabidus Dfg. 253 b . 300 b . 482 a . Ulr. 851. Kirchb. 761,15. tobendiger hunt, canis…

tobendig

DWB

toben·dig

tobendig , adj. , mhd. tobendic, eine weiterbildung des partic. tobend ( wie lebendig von lebend u. s. w. gramm. 2, 304), furibundus, insanu…

toben II

RhWB

toben II das Wort ist Rhfrk u. Mosfrk an der Saar [ et dōwt mer (em Fenger) »es klopft, hämmert im schwärenden Finger« Neuw-Datzeroth ], u. …

tôbenö̂men

MNWB

tobe·noemen

° tôbenö̂men , swv. : zuerkennen, „ unde wat dat gut, dat Hermanne tobenomet is, mer kostet wan tw mark to liende, de kost schal Tileke half…

toben als Zweitglied (15 von 15)

bestoben

KöblerMhd

*bestoben , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „bestoben“ Vw.: s. un- E.: s. bestieben (?) W.: nhd. DW-

abtoben

DWB

abt·oben

abtoben , desaevire, saevire desinere: der sturm hat abgetobt. auch sich abtoben: laszt ihn sich abtoben; wo der jugend ein gewisser zwische…

antoben

DWB

anto·ben

antoben , cum impetu accedere. Stieler 2284 . Voss sagt antobende windsbraut, und: wann gedrängt antobte der sturmwind.

auftoben

DWB

auf·toben

auftoben , anheben zu toben: der sturm tobt auf, tobt von neuem auf.

austoben

DWB

aust·oben

austoben , desaevire: e schaft sich eine mit mutwill krank, umb das si sich etwas gelob und irem fürwitz noch ausztob. Folz bei Haupt 8, 540…

entoben

Lexer

ent·oben

ent-oben swv. refl. sich erheben über Beliand 4175.

ertoben

DWB

ert·oben

ertoben , 1 1) delirare, insanire, ahd. artopên, mhd. ertoben: ich was irtôret und ertobet. Diemer 304, 9 ; diu dës niht tuot diu ertobet. L…

getoben

KöblerMhd

get·oben

getoben , sw. V. nhd. „toben“, großtun mit Q.: HvMelk (1150-1190), Lanc E.: s. ge, toben W.: nhd. DW- L.: Hennig (getoben), LexerN 204 (geto…

irtoben

KöblerMhd

irtoben , sw. V. Vw.: s. ertoben

rintoben

MeckWBN

rint·oben

Wossidia rintoben tobend hereinkommen: mit 'n groten Marach towten se all' in de Stuw rin S. Neum. Märchenfrau 68.

vertoben

DWB

vert·oben

vertoben , verb. , zu toben, mhd. nhd. vertoben mhd. wb. 3, 47 b ; Lexer 3, 270 ; defervere Diefenbach-Wülcker 569 ; Stieler 2283 ; Kramer 2…

übertoben

KöblerMhd

übertoben , sw. V. nhd. übermäßig toben E.: s. über (1), toben W.: nhd. (ält.) übertoben, sw. V., durch stärkeres Toben und Lärmen übertönen…

Ableitungen von toben (4 von 4)

ertoben

DWB

ertoben , 1 1) delirare, insanire, ahd. artopên, mhd. ertoben: ich was irtôret und ertobet. Diemer 304, 9 ; diu dës niht tuot diu ertobet. L…

getoben

KöblerMhd

getoben , sw. V. nhd. „toben“, großtun mit Q.: HvMelk (1150-1190), Lanc E.: s. ge, toben W.: nhd. DW- L.: Hennig (getoben), LexerN 204 (geto…

vertoben

DWB

vertoben , verb. , zu toben, mhd. nhd. vertoben mhd. wb. 3, 47 b ; Lexer 3, 270 ; defervere Diefenbach-Wülcker 569 ; Stieler 2283 ; Kramer 2…

Zertoben

Campe

Х Zertoben , v. rec . s. Zer — zu Ende.