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schuetz

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schütz

Bd. 7, Sp. 1964
Schütz das Wort ist im Westerw, Siegld, Rip, Nfrk verbr., je nach Geb. verschiedenen Geschlechtes: 1.a. šets, –ø- n. Kobl-Bend, Westerw, Rip (MüEif f.); šyt, -ø- n. Berg n. Benr.-L.; šyt n. MülhRuhr; šetsə f. Siegld; -ø- Altk (Sieg); šøt f. Dinsl, Rees, Klev, Mörs-Birten; Pl. bei n. -ər, bei f. -ə(n) Wasserwehr, einfache Schleuse, Absperrvorrichtung im Bachlauf und vor dem Wasserrad am Eishaus und am Schalt; das Sch. besteht aus einem Rahmen, dem Viergespann, dessen Sohlenbalken die Wirm ist; in dem Rahmen stehen die Schützbretter, die durch Schützbaum, –halm oder -stange gehoben und gesenkt werden können; Arten: Flötz-, Flut-, Gewalt-, Radschütz, ferner Abfall, Gewalt, Quall, Schnüssken, Turtel. — Auch zum Absperren schmaler Bewässerungsgräben in der Wiese, am Mühlengraben beim Austritt aus dem Bache u. zum Absperren vor dem Wasserrad, en Müllen-, Wassersch. Allg.; die Schdausch. staut das Wasser im Fluss oder Bach an; die Dichsch. [] oder Elssch. regelt den Zufluss aus dem Fluss oder Bach in den Hāmərgrāwə oder Möhləgrāwə; im Damm dieser Gräben ist noch eine Flōtsch. angebracht, um in Hochwasserzeiten ein Überfluten des Grabens und des von ihm gespeisten Hamərwäjjər oder Möhləwäjjər zu verhüten; die Flōtsch. besteht aus einer Grondsch. und einer darüber angebrachten Öwərfallschötzə; die letztere wird bei Hochwasser hochgezogen und leitet das überströmende Wasser durch den sogen. Flōtgrāwə wieder in den Fluss oder Bach; mnd. schutte, schütte zu spätmhd. nd. schutzen eindämmen, aufstauen, mnl. schutten Siegld; et verloəre Sch. das Wehr, durch das das Wasser beim Stillstand des Mühlrades abgelassen wird Rheinb-GrBüllesh. RA.: Et es mer dur et Sch. gegangen es ist mir verloren gegangen, ich habe es vergessen; doh (mak) dek dur et Sch.! mach, dass du fortkommst; he geiht öwer't (för't) Sch. macht bankerott, stirbt NBerg, Ruhr. — Schötze, –e- f. Eisen, mit dem z. T. dem durch die Eisenrinne fliessenden Abstich aus dem Hochofen eine bestimmte Richtung gegeben wird Altk, Siegld. — b. šot, Pl. -tə f. Schliessvorrichtung gegen Hochwasser Duisb. — c. šøt, Pl. -tər n. Schieber im Ofenrohr, Owesch. Barm, Elbf. — d. šøts, Pl. -tsər n. Kopfbrett am Wagenkasten Sieg-Fussh, Wippf-Frielingsd, Waldbr-Bladersb (abseits Trier-Fell Mehring, Zell-Lötzbeuren); šøt, Pl. -tər n. Erk-NKrüchten, Kemp-SAnton Süchteln Waldniel, Mörs-Ginderich (Karreschütt), Geld-Herong (--) Hinsbeck, Klev-Frasselt, Ess-Heidhsn, Wippf-Stdt; šøts MülhRh-Herrenstrunden, Waldbr-Hespert, Gummb-Bielst (verbr. ist Schützbrett). — e. šøt, Pl. -tər Vorrichtung zum Mehlabfluss in der Wassermühle Mettm; šøt, Pl. -tə f. Dinsl-Hiesf, Rees-Brünen. — f. šøts, Pl. -tsər n. unteres Verschlussbrett am Scheunentor, etwa 80 cm hoch MülhRh-Glöbusch Odenth; šøt, Pl. -tər n. Mörs-Friemersh Neuk. — g. šøts, Pl. -tsə m. dickerer Klicker aus Glas, Ton Geilk u. Erk südl. der Benr.-L.; šøt, Pl. -tə m. MGladb, Kemp-Lobberich Süchteln, Mörs-Essenbg Gerdt Hochemmerich Hombg Schwafh, Ess; -y- Dinsl, MülhRuhr; -ø- Styrum; šøts Klev-Wyler; s. auch bei Schuss II (šȳst); Schött frei! Ruf beim Klickersp., der es dem Rufer gestattet, alle Hindernisse auf der Bahn wegzuräumen Kemp-Lobberich; Schötten schieten (s. d.) Mörs; Schöttekitsch spelen ein Klickersp. Ess-Kappenbg. — h. šyts (nicht šyt), Pl. -tsər Weberschiffchen Gummb-Schwarzenbergisch. — i. šøt, Sg. t. n. Einschlagsfäden durch die Webkette (die Webware besteht aus Kett on Sch.) u. der strammgespannte Teil des fertigen Rahmens zwischen Lade u. Einlegebaum; de Sch. send net drop die Anzahl der Einschlagsfäden stimmt nicht; übertr. he hät de Sch. net drop bei dem stimmt's im Kopfe nicht, er ist nicht recht gescheit; weər send op Sch. sind nach Beendigung aller Vorbereitungen in voller Webarbeit; wenn die Arbeit des Webers gut klappt, es he op Sch.; enen op Sch. helpen ihn unterstützen, dass seine Arbeit [] (z. B. auch sein Klicker) weitergeht MGladb, Kref, Kemp. — k. šøt Sg. t. m. das Schiessen der Schützenbrüder; för'm Sch. weərd e Stickske gebett (gebetet) damit Gott beim Schiessen die Bruderschaft vor Unglück bewahre MGladb-Rheind. — 2. übertr. a. sachl. zu Sch. 1 a scherzh. Klappe der Knabenhose Kemp-Waldniel. — b. šøts, Pl. -tsər grosser Mensch Gummb-Homburgisch; en domm Sch. dummer M. Waldbr-Bladersb; en doll šyt, –ø-, Pl. -tər wildes, ausgelassenes Mädchen, mannstolles Weib, sonderbarer, alberner Mensch Gummb-Schwarzenbergisch, Remschd, Barm, Elbf; šøt, en dof Sch. Schwerhöriger Geilk-Gangelt.
4522 Zeichen · 124 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchützDer

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Der Schütz , s. Campe Schütze .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schütz

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schütz , 1) Heinrich (auch Sagittarius genannt), deutscher Komponist, geb. 8. Okt. 1585 zu Köstritz im Vogtland, gest. 6…

  3. modern
    Dialekt
    Schütz

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schütz [ʿSìts Bitschw. Bf. ; ‘Sets Su. Betschd. Bühl ] m. 1. Schütze Su. 2. Flurschütz Betschd. Bühl . 3. Patron, Meiste…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuetz

284 Bildungen · 166 Erstglied · 109 Zweitglied · 9 Ableitungen

Zerlegung von schuetz 2 Komponenten

schu+etz

schuetz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuetz‑ als Erstglied (30 von 166)

Schützaffe

RhWB

schuetz·affe

Schütz-affe NBerg f.: Lehrjunge im Hammerwerk, der die Wasserzufuhr am Schütz bedient.

Schützbärn

RhWB

Schütz-bärn -bE·ə.r Kemp f.: Bretter zur Erhöhung des Karrenkastens.

schützbar

DWB

schuetz·bar

schützbar , adj. und adv. geschützt werden könnend. Kramer bei Campe.

Schützbaum

RhWB

schuetz·baum

Schütz-baum NBerg m.: Stange, die das Schütz hebt und senkt und damit die Wassermenge, die erforderlich ist, um dem Wasserrad eine schneller…

Schützbrack

RhWB

schuetz·brack

Schütz-brack šøtbrak MGladb-Korschenbr ; šøbrak Rheydt , Grevbr-Schaan m.: -brett (s. d.).

Schützbrett

RhWB

schuetz·brett

Schütz-brett (s. S.) in drei Geb. α. šuts-, –o- Wend-Reichw , Saarbr-Fischb , Saarl-Saarwelling u. Primst, Merz , Wittl-Monzel , Prüm-Mürlen…

Schützchens

PfWB

Schützchens n. : ein Kinderspiel, Schützjes [ Dimel 148].

schützec

Lexer

schuet·zec

schützec adj. BMZ dauerhaft, nachhaltig, schützîgeʒ brôt, das sich lange hält Keisersb. bei Oberl. 1457. vgl. Scrm. Fr. 2,496 ;

schützekraft

DWB

schuetze·kraft

schützekraft , f. : das erste dienet dazu, das ich nicht uberwunden werde, das ander, das ich den feind uberwinde und siege, jenes ist ein s…

schützel

DWB

schu·etzel

schützel , m. n. werkzeug zum schutz in verschiedener bedeutung. 1 1) brustlatz: under den armen in kützel und lasz offen deinen schützel ba…

schützelig

RhWB

schützelig -ets- Bernk-Rhaunen , Goar-NGondershsn Adj.: zu schnell ausgehend, von Speisen; et Brot es sch.

Schützelt

RhWB

schuet·zelt

Schützelt šētsəlt, Pl. -dər WMosfrk in Merz-Losh Riml , Trier-Heidenbg n.: 1. Schützel 1 a. — 2. Schützel 1 d.

schützemeister

Lexer

schuetze·meister

schütze-meister stm. im wâren ouch mit hornbogen tûsent schützemeister ( var. meisterschützen) komen Karl 5677.

schützen

DWB

schu·etzen

schützen , verb. 1 1) tueri, defendere, arcere; intensivbildung zu dem starken verbum schieszen, ahd. nicht bezeugt, im ags. als scyttan, ri…

schützen1

PfWB

schützen 1 schw. : ' Schutz gewähren ', schitze [verbr., Lambert Penns 134]; Syn. s. PfWB haudern 2 1. Die Gluck schitzt die Biebelcher [ PS…

Schützenabzeichen

Meyers

schuetzen·abzeichen

Schützenabzeichen , meist aus Bandborten bestehende Schießauszeichnungen, die auf die Ärmel genäht werden. In der deutschen Armee besteht da…

Schützenbännchen

RhWB

Schützen-bännchen Zell-Trarb n.: Stange mit Strohwisch, der das Betreten von Felstücken verbietet.

schuetz als Zweitglied (30 von 109)

abceschütz

DWB

abc·e·schuetz

abceschütz , m. , althergebrachte benennung des abceknaben, kaum weil man kindern die buchstaben vormahlte und um sie ihnen einzuprägen sie …

Abcschütz

Adelung

abc·schuetz

Der Abcschütz , des -en, plur. die -en, in eben der Bedeutung. Der Grund der Benennung ist unbekannt. Vielleicht hat man sie aus Scherz gema…

Abeceschütz

Campe

abece·schuetz

Х Der Abeceschütz , des — en, Mz. die — en, eben das, was Abeceschüler, s. d.

ABWEHRGESCHÜTZ

DWB2

abwehr·geschuetz

DWB2 ABWEHRGESCHÜTZ n. DWB2 ( vgl. DWB2 1912 luftschiffabwehrgeschütz Alten hdb. heer u. flotte 4,183 a ) 1915 schrapnellkugeln unsrer eigne…

Armbrustschütz

Campe

armbrust·schuetz

Der Armbrustschütz , des — en, d. Mz. die — en, ein mit einer Armbrust Bewaffneter, einer der mit der Armbrust schießt.

Bachschütz

PfWB

bach·schuetz

Bach-schütz m. : 1. 'Bachhüter', Bachschitz [GH-Zeisk Kunnrädel 116]. — 2. = PfWB Libelle , [ KU-Haschb/G ].

bogengeschütz

DWB

bogen·geschuetz

bogengeschütz , n. mit dem bogengeschütz und schedlichen pfeilen seind sie über alle. Frank weltb. 195 a .

Büchsenschütz

Adelung

buechsen·schuetz

* Der Büchsenschütz , des -en, plur. die -en, eine veraltete Benennung derjenigen Soldaten, welche im Kriege mit Feuergewehren schossen, im …

butterschütz

DWB

butter·schuetz

butterschütz , m. papilio, buttervogel: Gargalmelle, die tochter Hupfedopfs, des königs der parpelloner und butterschützen. Garg. 76 a ; den…

deichschütz

DWB

deich·schuetz

deichschütz , m. wie flurschütz, der das unbefugter weise auf den deichen weidende vieh pfändet.

donnergeschütz

DWB

donner·geschuetz

donnergeschütz , n. das laut krachende geschütz. Petrus wuszte von keinem salmoneischen donnergeschütze, weil damals noch kein mönch chymisi…

dorfschütz

DWB2

dorf·schuetz

dorfschütz m. gemeindediener: 1500 in: Bücher berufe ( 1914 ) 40 a . 1853 Auerbach ( 1857 ) 3,113.

eidgenoszschütz

DWB

eidgenosz·schuetz

eidgenoszschütz , m. sagittarius helveticus, noch ein unverkürzt übel klingendes wort: weil daselbs wern losiret ein all eidgnoszschützen, d…

Fêderschütz

Adelung

feder·schuetz

Der Fêderschütz , des -en, plur. die -en. 1) Ein Jäger, welcher vornehmlich mit dem Federwilde und andern kleinen Weidewerke umzugehen weiß.…

Flammenschütz

Adelung

flammen·schuetz

Der Flammenschütz , des -en, plur. die -en, eine poetische Benennung des Cupido, welche schon bey dem Logau vorkommt.

Flintenschütz

Adelung

flinte·n·schuetz

Der Flintenschütz , des -en, plur. die -en, ein noch in einigen Oberdeutschen Gegenden übliches Wort, einen Fuselier zu bezeichnen, S. diese…

Ableitungen von schuetz (9 von 9)

beschützen

DWB

beschützen , tueri, defendere. wir betrachten heute beschütten und beschützen als ganz verschiedne wörter, und doch scheint beschützen, wie …

beschützung

DWB

beschützung , f. tutela, defensio: was etliche gaile stücke betriffet, darf ich alhie für solcher antwortung und beschützung nicht so khün s…

entschützen

DWB

entschützen , verderbt aus entschütten, wie beschützen 1, 1600 aus beschütten: dasz alle Teutschen sich mein annehmen und mich gegen gewalt …

geschütz

DWB

geschütz , n. , mhd. geschutze, geschütze, geschüz, daneben geschutzde Augsb. stadtb. 151, 17 Meyer, md. geschutze, auch nhd. noch bei Stiel…

geschütze

Lexer

ge-schütze , ge-schüz stn. BMZ md. geschutze schiesszeug, schiesswaffen Exod. Er. Parz. Troj. (6277. 23572. 29971) und md. denkm.; vgl. noch…

geschützen

Lexer

ge-schützen swv. BMZ schützen, beschützen Rsp.

schütze

DWB

schütze , schütz , m. jaculator, sagittarius; ableitung von der in schieszen enthaltenen germanischen wurzel skut, ags. scytta ( aus skutja …

verschützen

DWB

verschützen , verb. 1 1) zu schützen, tueri, defendere: wir sollen sie beschirmen und vorschüzzen. thür. rechtsdenkm., hrs. von Michelsen 46…

verschützung

DWB

verschützung , f. , nach verschützen 2, concretisiert: die verschützung des mühlengrabens ist nicht stark genug. in niederd. form: verschutu…