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schmal

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schmal

Bd. 7, Sp. 1430
schmal das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -āl; Mosfrk in Saarl -ā:-; innerh. Saarl-Fürw Eimersd Fremersd OEsch --; innerh. Saarbg-Eft Hellend OLeuken Kessl Nennig Weis -ūə-; nw. Saarbg-Beuren Kelsen Cahren Manneb --; sonst Merz, Saarbg -a- [Saarbg-Meurich Sinz Kirf Münzing Orscholz Wehing -ø-; Merz-Bergen Menning Saarhölzb, Saarbg-Greimerath Irsch Ockfen Weiten Zerf -ę-, –e-, s. mhd. smelhe]; sonst WMosfrk in Trier, Wittl, Bernk, Bitb, SPrüm -- [Ruwert --]; sonst Mosfrk -ā- [in Neuw auch getrübt --]; Rip usf. -ā- [in Monsch, Schleid, uWupp, Sol, Gummb-Schwarzenbergisch -a-; Eup-Stdt -alə (absol.), flekt. -ālər; in Altk, kurkölnisch Neuw, Sieg -ā-, flekt. auch -a·l.ə], Klev auch -l; Steigerung mit u. ohne Umlaut -ālər, –E- usf.; Aach-Stdt -:- u. [] -ī:- Adj.: 1. klein, winzig, wenig (in ursprüngl. Bed.); en schm. Verdens (Verdienst); schm. Kos (Kost), do es et schm. gibt es wenig zu essen; do geht et schm. af Rip, Allg., schm. on kort (kurz) Elbf, Barm; em geht et schm. langs (öm) de Nas (Backen) er muss hungern Sol, uWupp, Köln; dem geht et schm. dörch de Ribben dass. Gummb, Rip, Nfrk; der wiərd noch schm. scheisse lihre sich einschränken, darben müssen Sieg, Westerw, Kobl; deə könnt noch a schm. Ströngs-cheren (Kot) an et Schisse Aach-Stdt; de mach schm. Drecker Prüm-Burb; da get et ävver schm. Kötteln Malm. Vill Brider (Brüder) (Kanner »Kinder«), schm. Gider (Güter) (Dälen »Teile, Erbteile«) Bitb, Kreuzn, Altk-Wissen. Aj (als du) et bret (breit) förhäbbt, löppt et döck (oft) schm. af (ut) kommt wenig heraus Klevld. Kal (Karl) dritt (scheisst) so schm., dr. so lang unger de Bank! Lennep-Radevormwald. — 2. nicht breit. a. von Sachen; e schm. Brett; e schm.ə Weg (Desch); beim Pflügen schm. anhalen (halten) usf. Rip, Allg. RA.: Schm. langk schm. u. lang; wie sirr ət da us? scherzh. schm. l., decke gesatt Siegld. Schm. un dief (tief) as der Hower (beim Säen) lief Trier-Schleidw. Schm. on houh (hoch geladen) mächt den arme Mann frouh Prüm-Ihren. Ech schlih dech zweschen Mäul on Nös of de sch.ən Driesch (auf der schmalen Wiese, Schnurrbart)! Saarbg-Greimerath. — Bes. von Körperteilen; e schm. Gesich; schm. Backe usf. Rip, Allg. RA.: Grave on hacke mäckt schm.ə Backe SNfrk, Allg. Hot (Holz) haue on Bruət bocke, dät geft schm. Bocke; ävvel got eəten on drenke, dät g. dicke Schenke Heinsb. Sch.ə Seiden kreien hungern Neuw. De met schm. Leppe hüre va witts (weit) kleppe sind überschlau Eup, — hant der Düvel met de Schleppe Aach-Stdt. Schm. geleppt en spetz genäst (mit spitzer Nase) sönd alltitts lus (schlau) gewest Eup. — b. von Menschen, Tieren, nicht breitschulterig, — hüftig, — knochig (ohne dass dabei der Betreffende mager ist, wohl aber mit dem Nebensinn »hager, lang aufgeschossen«) Allg. RA.: Der es su schm. wie en Spier (Halm), en Schmill, en Stang (Gusch), en Bunnestang (-stickel, –gert, –rom), en Latz, en Retz, en fett gemackter Schrübberstill (iron.), en Lanter (Laterne), en Brett (Bord), en Repp, en Röp (Rübe), ene Häring, en Gees (Ziege), en Koh, ene Schnuk (Hecht), en Schmillendritter (s. d. W.). Lang, schm. en gedöldig Emmerich. Kort on deck ös ongescheck, longk on schm. steht net wahl (steiht op et kahl Heinsb-Millen), Meddelmot (-mass), dat kleid (kleidet) de Strot (Strasse) (es Jongferestoot) Nfrk, Rip (mit Var.). Annemarei, dick vom Knei, schm. von Gatt (Gesäss), fij, wat en lelke (hässliche) Marei ös dat! Kemp-SHubert. Spetze Schouhn en schm. va Trett brenge de Elsteroue met Eup, Aach. Wer op et Erve warde well, de kann schm. werde Köln-Stdt. Schm. dra kucken wenig haben Saarbg. — Sech schm. maken sich wegschleichen Sol, uWupp. — Ein schmaler Mensch wird verächtl. genannt: schm.ə Häreng, Heppes, Mettag, Stang, Latz, Gutsch usf. (s. d. W.). []
3806 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmal

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Schmal , schmäler, schmälste, adj. et adv. eine geringe Ausdehnung habend. 1. Im weitesten Verstande, da es ehedem für k…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schmal

    Goethe-Wörterbuch

    schmal etwa 300 exzerpierte Belege; ‘schmaal’ GWB DjG 3 2,46,8 , Zusammenschr ‘schmalergang’ GWB LA II 8B/1,7,50 , unfle…

  3. modern
    Dialekt
    schmal

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB schmal [mâl Geberschw. Co. Str. Betschd. ; môl K. Z. ; Kompar. mêlər] Adj. schmal. Spw. Vili Brüeder…

  4. Sprichwörter
    Schmal

    Wander (Sprichwörter)

    Schmal 1. Heute geht's schmal her, hat der Fuchs g'sagt, er hat nur eine Mücke gefangen. – Birlinger, 156. 2. Es geht sc…

  5. Spezial
    schmal

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schmal adj. (eng) strënt (-nc, -a), angost (-sć, -a).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmal

511 Bildungen · 507 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schmal 2 Komponenten

sch+mal

schmal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schmal‑ als Erstglied (30 von 507)

Schmalbahn

SHW

Schmal-bahn Band 5, Spalte 499-500

Schmalhans

SHW

Schmal-hans Band 5, Spalte 499-500

Schmalhaue

SHW

Schmal-haue Band 5, Spalte 499-500

Schmalreh

SHW

Schmal-reh Band 5, Spalte 499-500

Schmaltier

SHW

Schmal-tier Band 5, Spalte 499-500

Schmalachter

RhWB

schmal·achter

Schmal-achter -axtər  Geld-Aldekerk ; -ęitən Kemp-Süchteln m.: verächtl. einer, der hinten schmal ist, lang aufgeschossener, hagerer Mens…

Schmalänte

Adelung

Die Schmalänte , plur. die -n, eine Art wilder Änten, welche kleiner sind, als die gewöhnlichen, ihnen aber in allen übrigen Stücken gleiche…

schmalätzig

RhWB

sch·malaetzig

schmalätzig (< schmal u. malätzig »malade«) -ālętsiχ  uMos, Kobl-Bend (-El-), May-NMendig , Heinsb-Myhl ; -ęil- Goar-NSpay ; -al- Sol ; -…

Schmalamt

DRW

schmal·amt

Schmalamt, n. in Münster: vom Domprobst verliehenes Amt, das aus Abgaben von Hörigen finanziert wird sequitur smalammet cum suis pertinentii…

Schmalates

RhWB

Schmal-ates -ā:təs  MGladb m.: -achter.

Schmalauf

RhWB

schma·lauf

Schmal-auf -op  u.  MGladb-Giesenk Sg. t. m.: dass.

Schmalaxt

RhWB

schmal·axt

Schmal-axt Daun-Neroth f.: A. mit zwei schmalen Schnittflächen, zum Aushauen der Fugenlöcher in Balken durch den Zimmermann.

schmalbackig

DWB

schmal·backig

schmalbackig , adj. der schmale, eingefallene backen hat, hager, abgezehrt, wie nach einer krankheit Campe. Stalder 2, 334 . bair. und schwä…

schmal als Zweitglied (2 von 2)

unschmal

DWB

unschmal , adj. , gth. v. schmal 2 f: hist. volkslieder 119, 20 L. —

Ableitungen von schmal (2 von 2)

Schmale

ElsWB

PfWB RhWB Schmale , Schmäle n [ʿSmâlə Sing. u. Pl. Fisl. Hi. Weckolsh. ; nur Pl. ʿSmálə Dü. Bf. , ʿSmèl Lauterbg. ] f. 1. Schmielen, lange G…

unschmal

DWB

unschmal , adj. , gth. v. schmal 2 f: hist. volkslieder 119, 20 L. —