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schere

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schere f.

Bd. 14, Sp. 2566
schere, f. zweiarmiges schneidewerkzeug, forceps, zu scheren gehörig, s. das.; gothisch unbelegt, altn. skǽre, n. pl., vgl. schwed. skära sichel; ags. scéar, f., gewöhnlich im plur. scéara Bosworth-Toller 824b, mittelengl. schere bez. sheres, neuengl. shears, vgl. Skeat 546, altfries. skere, schere Richthofen 1027b, niederl. schaar, vgl. Franck 824, mnd. schere Schiller-Lübben 4, 76b. im ahd. liegen verschiedene bildungen neben einander, ahd. scâr, plur. scâri, scâra und scera, s. Graff 6, 526 f., mhd. schære, schær und (seltenes) schere, scher, s. Lexer handwb. 2, 662 und 707. ersteres ist, wie ahd. scâri, als plural (ursprünglich dual) zu fassen, wie sowol das engl. und altn., als auch auszergermanische bezeichnungen der schere lehren, vgl. franz. ciseaux, ital. cesoje und forbici, sanskr. bhuríjâ (dual), ferner engl. scissors Kluge5 320b, vgl. auch Schm. 2, 446. auf der im mhd. üblichen form schære, oder vielmehr auf der md. schreibung schêre beruht wol unser schere. später geht dieses gelegentlich in die schwache flexion über, so schon mnd.: it (das gras) is beschoren mit ener scheren. Gerh. v. Minden 28, 20 Seelmann; dem ritter schar er auch das haar ab mit einer scheren. Galmy 293; im plur. nhd. vereinzelt noch scher neben scheren: für solche stüekh gab unnser hauptman diesem oberstenn Inndianer hackhenn, messer, patternoster, scher unnd annder riestung mer. Ulr. Schmidel reise 71, 20 Langmantel; daneben: welches wir heimlich .. vonn inen erkaufft habenn umb messer, paternoster, scheren, spiegl. 72, 14. häufig ist bis auf unsre zeit die schreibung scheere, vgl. Weigand 2, 557. neuere mundarten zeigen wenig besonderheiten, bair. schar Schm. 2, 446, sonst oberd. schêr Hunziker 219. Zingerle 49b, schera, scheara ebenda, cimbr. wb. 227b, nd. schere Dähnert 404a, schêr Danneil 274a. Schütze 4, 40, schêr, schær Woeste 227b. aus dem nordischen ist das wort auch ins lappische gedrungen, norw.-lapp. skārrek, schwed.-lapp. skarjak; in neuerer entlehnung norw.-lapp. skierak, skærak, aus dem deutschen stammen dagegen lett. schk'êres, esthn. kǟr, liv. škērd, škēröd, s. Thomson 170. Bedeutung. 11) im eigentlichen sinne, als schneidewerkzeug, vgl. Karmarsch - Heeren3 7, 583 ff., ahd. scâri, scera forcipes, forpex, forfex, tonstrix, tonstrina, novacula Graff a. a. o., vgl. Schm. a. a. o. forceps ... scara, schere, blech-, ysen-schere, -schar, -schAer, eiszenscher, yszne scheer, eyn scheer off tzange dair men yser mede halt off mede snyt. Dief. gloss. 242b; forcia, foscia scâri ebenda; forcicula .. schere ebenda; forfex hd. scare vel scera, scher, schyr, wâtscâri, schere 242c, forpex scâri, schere 244a; novacula .. scars, schaers vel scheers 383b; tonsilla schere hair mit to snijden 587b; tonstrix scera 587c. vgl. nov. gloss. 179a. schAer (die) forfex Maaler 345c, scheer, f. forceps Schottel 1395; schAer, quod etiam scheere scribunt et pronunciant, olim gladium, et cultrum, hodie autem forficem notans. Stieler 2046; scheer forfex, forpex Frisch 2, 167c, scheere Gottsched 138. verschiedene arten werden nach der verwendung unterschieden, vgl. forfex .. wât-, want-, tuch- (duch-, doch-), garn- (gaern-), schrot- (srot-), snider- (schnider-), frawenschere Dief. 242c; forpex fahs-, har-, barbier-, scherer- vel gewant-, pellcz-, twerch-, smetschere 244a; haar scheer forpex, tuch scheer forfex Dasypod.; balbier-, bart-, blech-, licht-, putz-, papier-, schaf-, sack-, schneider-, tuchscheer. Frisch a. a. o.; ferner baum-, draht-, garten-, haar-, hecken-, knipp-, knopf-, nagel-, zaun-, zwickschere u. a. m.; vgl. auch Jacobsson 3, 559 ff. 7, 193. Scheuchenstuel 207: mit schær nie beʒʒerʒ wart gesniten. Parz. 668, 16, âne meʒʒer und âne schær schar er mir vil schône. märe vom feldbauer 342, s. Germ. 1, 350b; do schôp se de hant als ene schere up unde to, oft se screde (als ob sie schnitte). Gerh. v. Minden 28, 56 Seelmann; do stiesz sie die hand über das wasser herusz, und macht mit zweien fingeren ein scher, das die matt noch geschoren wer und nit gemegt. Keisersberg irrig schaf C 1a; dabey sollen seine ein bartt, ein schere und ein besinn, das man mistedige leude damit gestraffen konde. Grimm weisth. 1, 528; ab ein frawe icht tede mit worten ader werken wider freiheit ader des hofes recht, die solle man beschroten mit einer scheren. 3, 487; also treibt auch der glauben .. den schlüssel umb, treibt die scheer, und das sieb umb. Paracelsus opera (Straszb. 1616) 1, 95 C; mein lebenstag, sagt ich, soll mir kein kind mehr ein messer oder eine scheere oder so was spiziges, sagt ich, in die hände kriegen. Schiller räuber 4, 3 schauspiel; den majestätsbrief aber zerschnitt der kaiser selbst mit seiner scheere. Piccolomini 4, 5; besonders als abzeichen des schneiderhandwerks: am dinstag, am dinstag da sitzen wir bei der scheere. Schade handwerkslied. 181 (schneiderwoche); ich war ein schneidergeselle mit nadel und mit scher'. H. Heine werke 1, 24 Elster (traumb. 8); vgl. kein snîder lebt sô rehte stolz, der sîne kunst bewære, gebristet im der schære, dâ mite er schrôte ein edel tuoch. Konr. v. Würzburg troj. krieg 112 Keller; daher bair. einem d' schar aufheben, einem schneider, und weiterhin jedem andern handwerker, die ausübung seines gewerbes untersagen. Schm. 2, 446. auch als abzeichen des tuchhändlers: we to der scheeren steyt, also dat he eyn wantsnider is unde eyne stede heft uppe dem kophus. Göttinger urk. bei Schiller-Lübben 4, 76b. 22, 2@aa) im mythologischen bilde: schere der Parzen, des schicksals u. ähnl., vgl. auch totenschere: Klotho. wiszt! in diesen letzten tagen ward die scheere mir vertraut. Göthe 41, 34 (Faust 2, 1); die ihr den nervenfaden unsers lebens durch weiche finger sorgsam treibt, bis unterm klang der scheere sich vergebens die zarte spinnewebe sträubt. Schiller 1, 234 ('an die Parzen'); laszt, o Parzen, laszt die scheere tönen. Hölderlin 1, 168 Köstlin. 2@bb) sprichwörtliche redensarten: schweiz. einen under d' schër në, einen durchhecheln Hunziker 219; etwas unter die schere nehmen, um es zu bessern Wander 4, 147, 13; schmeichler .. tragen wasser auf beiden achseln und schleiffen schern. Pauli schimpf und ernst 13a; scheren schleifen für 'schwatzen': dann eh sie (die weiber) ein halb stund gelachten, und scheren schliffen eine stund, da jn nit gstehet hand noch mund. Fischart dicht. 2, 396 Kurz (flöhh.1 333); dessen handels muesten hernach die Deutschen entgelten, sonderlich dieser Christof vom Stain. der fiel im zum ersten, wie man sprücht, in die scheeren und must die suppen uszfressen. Zimm. chr.2 3, 165, 39 Barack. nd. he hett de grôte schêre ûthangen. Frommann 5, 429, 520; mit de knappe scheer tosnieden, genau zu werke gehen Schütze 2, 295. 33) übertragen auf ähnliche gegenstände; so auf die bekannten zweigespaltenen greifwerkzeuge der krebse, hummer, skorpione u. a.: schere (eines krebses), chele Steinbach 2, 493; der krebʒ hât aht füeʒ und arm und hât schær an der hende stat. Megenberg 248, 22; sus zeuhet er (der krebs) mit den scheren sin auz den schalen die kunterlin. renner 19977; von tzobl ein krebz durch wirde stewer pegriffen het daz chobertewer (die helmdecke) mit den vodern schern tzwein. Suchenwirt 14, 341. vom sternbilde des krebses und scorpions: dan die son bringt (im juni) den krebs mit seinen groszen Thonawischen scheren, welchen die bauren zuo Liegfeld für ein schneider ansahen. Fischart groszm. 19 neudruck; der schwartze scorpion steckt schon die scheren aus. A. Gryphius 1, 56. in folgenden stellen ist wol ein gabelförmiger ast gemeint: 1 marckbuesz Wagen Hartmans Hen son mit namen Veitz .. hat ein grosz schern oder ast von eim eichenbaum gehawen. marckbuechlein zue Rodenbach (in der Wetterau) beim jahr 1565; ein grün schern oder ast von einem eichbaum. beim jahr 1571. 44) so als bezeichnung mannigfacher gerättheile, namentlich in handwerksausdrücken. 4@aa) die deichsel eines einspännigen wagens mit zwei armen, wofür auch scherdeichsel und gabel, gabeldeichsel, vgl. theil 4, 1, sp. 1120 (3, b). 1121. 4@bb) am hintern gestell eines leiterwagens die beiden arme, die in der hinteraxe endigen, nd. spreit, spriet. Jacobsson 3, 559b 4@cc) eiserne beschläge an den sperrleisten in der landwirtschaft, ebenda. 4@dd) an einer wage das zweischenklige eisen, worin der wagebalken hängt und zwischen dessen armen die zunge der wage sich bewegt. Jacobsson 3, 560a. Adelung. ten Doornkaat Koolman 3, 114a. 4@ee) ein zweiarmiges holz an wiegen und kinderbetten, um das herausfallen der kinder zu verhüten Adelung, vgl.bettscheer, retinaculum lecti puerorum ne quid excidat Frisch 2, 167c, und theil 1, sp. 1738. 4@ff) im bergbau das elfte unterstück eines bergbohrers, womit man das gestänge des bergbohrers aus dem bohrloche herauszieht, bestehend aus einem eisernen griffe und zwei armen mit geringem abstande, s. Jacobsson 3, 559a. 4@gg) fortsetzung eines schraubstocks, womit derselbe auf der oberfläche der bank angeschraubt wird. Karmarsch-Heeren3 7, 583. 4@hh) bei den bäckern die breite kerbe in der breche, zwischen der die stange zum brechen des teiges mit einem bolzen beweglich befestigt ist. Jacobsson 3, 559a. 4@ii) bei den maurern zwei über das kreuz gebundene bretter, womit die rüstbäume eines baugerüsts senkrecht in die höhe gerichtet werden. Jacobsson 3, 559b. 4@kk) bei den töpfern ein gespaltnes holz, über dem sich die scheibe dreht, damit sie wagerecht bleibe. ebenda. 4@ll) an einer ölmühle das stück an der schlegelwelle dem schlegelarm gegenüber, das mittelst eines eisernen bolzens die dazwischen gesteckte stange hält und den druck des preszkeils befördert. ebenda. 4@mm) an einer ramme die vier stützen, die den mäkler halten. Jacobsson 7, 193. 4@nn) bei den glockengieszern zwei oder drei eiserne arme, welche das formbrett der glocke halten. Campe. 4@oo) im schiffsbau scheren eines bockes, die obersten enden der spieren eines bocks, die die gestalt einer offnen schere darstellen. Bobrik 584b. 4@pp) ebenda schere eines flügels (einer kleinen windfahne von flaggentuch), der hölzerne rahmen eines aufrecht stehenden flügels, bestehend aus einer senkrechten stange mit zwei wagerechten armen, auch scherholz, flügelschere, flügelheck. Bobrik 297a. 4@qq) ebenda scheren des ruders, starke eiserne, an den seiten des hinterstevens befestigte ringe, an denen das ruder mittelst der ruderhaken hängt, auch fingerlinge. Bobrik 286b. 55) schere von andern schneidewerkzeugen, so schwert, s. Lexer handwb. 2, 663, sichel, vgl. schwed. skära sichel: diser hof hat auch das recht, das ein jeder soll ein tag thun, der ackermann mit seinem pflug, der medter mit seiner segen (sense), der schnider (schnitter) mit seiner scheere. weisth. 1, 688; ist so auch die unter 1 angeführte stelle aus Gerhard v. Minden zu verstehen? 66) schere das scheren, wofür gewöhnlich schur. Steinbach 2, 493 gibt an scheer (der) tonsura. von der tonsur der geistlichen: also ist iʒ her kuomen daʒ sich phaffen und muoniche und alle die zu gotis dineste getermenet (bestimmt) sint mit der schere zeichen muoʒen von den leien. Leyser deutsche pred. 86, 3; alle münche sein beschoren ganz glat, doch han sie solcher tollen scher in der welt weder nutz noch ehr. B. Waldis d. päbstl. reich 2, 12; mnd. schere heiszt auch 'schur-, mähland' Schiller - Lübben 4, 76b. 77) schere in naturwissenschaftlichen bezeichnungen: 7@aa) bei pferden, die von den obersten theilen der untern kinnlade gebildete höhlung. Nemnich. 7@bb) der wilde kälberkropf, eine wiesenpflanze, chaerophyllum sylvestre, auch kälberschere Nemnich, anthriscus silvestris Pritzel-Jessen. 88) mundartliches und besonderheiten: 8@aa) das scharreisen bei bäckern. Tobler 385b. 8@bb) ein kleines brötchen von aus der mulde geschabtem teige. ebenda. 8@cc) das letzte einer sache, z. b. das letzte kind einer familie. ebenda. 8@dd) kette, um den schlitten beim fahren über das eis zu hemmen. Schöpf 602. 8@ee) schêren, plur., auch scherren, schurren, scharren, die in der pfanne angebrannten theile von brei, mus u. ähnl. ebenda (wol zu scherren, scharren). 8@ff) ein kinderspiel. Zingerle 49b. 8@gg) ditm. scheer holden, die öffentlichen weiden besichtigen, ob kein fremdes vieh aufgetrieben ist. brem. wb. 6, 277.
12327 Zeichen · 276 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schërestf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    schëre stf. BMZ felszacke, klippe, schere Frisch 2,168 c . vgl. zuo der Schere ( städtchen Scheer im Saulgau ) Urb. 282.…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schereF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    schere , F. Vw.: s. schēre (4)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schêre

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schêre , plur. die -n, Diminut. das Scherchen, Oberd. Scherlein, ein Wort, welches nach Maßgebung des Zeitwortes sch…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schere

    Goethe-Wörterbuch

    Schere häufig ‘Scheere’ 1) 1 Gerät mit zwei gegeneinander beweglichen Schneiden zum spanlosen Einschneiden u Zertrennen …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schere

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schere , Schneidwerkzeug, s. Scheren . Beim Feldbrückenbau gebrauchtes Gestell aus 2 Stangen, die nahe den obern Enden z…

  6. modern
    Dialekt
    Scherem.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schere m. a. Spr. Scherer, vgl. ahd. scëro: 'Sceere bodam suam pro II mr a .' (Wi 1326) UB. 7, 356. Zs. Feldscher .

  7. Sprichwörter
    Schere

    Wander (Sprichwörter)

    Schere 1. Die Schere ist kein Spielzeug für Kinder. Dän. : Sax giør barnet blindt og kniv een-øyet. ( Prov. dan., 492. )…

  8. Spezial
    Schere

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sche|re f. (-,-n) 1 (Schneidwerkzeug) forfesc f. 2 ‹zool› (Greifwerkzeug bestimmter Krebse und Spinnentiere) forfesc f. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schere

226 Bildungen · 160 Erstglied · 65 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schere

sch + -er + -e

schere leitet sich vom Lemma sch ab mit Suffixen -er und -e.

Zerlegung von schere 2 Komponenten

sch+ere

schere setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schere‑ als Erstglied (30 von 160)

schere (2

KöblerMnd

schere (2 , F., M.) Vw.: s. scherne (1)

Schere(n)begg

Idiotikon

Schere(n)begg Band 4, Spalte 1074 Schere(n)begg 4,1074

Schereiche

RhWB

scher·eiche

Scher-eiche (s. S.) May-Mertloch f.: E., von der die Äste alle paar Jahre abgehauen werden, um Anzündholz zu gewinnen.

Schere II

RhWB

Schere II šE:r Sg. t. f.: 1. Anhaftendes. a. Kruste von Bratkartoffeln oder gebackenen Eiern in der Pfanne, vom Kochen am Innern der Töpfe h…

schereisen

DWB

scher·eisen

schereisen , n. 1 1) hufeisen aus zwei beweglichen theilen, sodasz es mittelst einer schraube an grosze und kleine hufe gelegt werden kann. …

schërelen

ElsWB

scher·elen

schërele n [árələ Gebw. ; árlə Illk. ] mit der Bügelschere kräuseln. Die Umhäng sin d g e schër e lt Gebw. E g e schërleti Kappe Weiberkap…

Scherelplatz

RhWB

Scherel-platz Schleid-Dreiborn Schöneseifen (-əlts-) m.: kleines Brot aus den Teigresten.

scherement

DWB

schere·ment

scherement , n. süsze, leckere speise, besonders von obst; modisches küchenwort des 18. jahrh., wol an das französische fem. chère, mahlzeit…

schēremesses

MNWB

schēremesses , -messet , -mes(t) , schermes(t) , -mester , n. , Schermesser, Rasiermesser .

Scheremetjew

Meyers

Scheremetjew , alte, mit den Romanows (s. d.) verwandte russische Familie. Iwan Wasiljewitsch S., Bojar, zeichnete sich unter der Regierung …

Scherenarm

SHW

Scheren-arm Band 5, Spalte 257-258

scheren1

PfWB

scheren 1 st., schw. : 1. a. '(die Haare, die Wolle u. ä.) mit der Schere abschneiden, durch Schneiden kürzen; (jemanden, etwas) von den Haa…

scheren2

MeckWBN

Wossidia MeckWB scheren 2 seem. ein Tau durch einen Block ziehen; auch stark flektiert: 'n Tau ward twischen twee Blöck schoren Ro Rostock@N…

scheren3

PfWB

scheren 3 schw. : sich sch. 'sich schleunigst entfernen', meist im Imp.: Scheʳ dich! [ WD-Marth IB-Erfw/Ehling HB-Einöd ZW-Mittb FR-A'lein B…

scherenassel

DWB

schere·nassel

scherenassel , f. scolopendra forficata. Nemnich, eine art asseln mit scheren an den füszen. Adelung.

Scherenauge

Wander

scheren·auge

Scherenauge He hett et ock dör et Schêrenaug loten (lassen, fallen). ( Meurs. ) – Firmenich, I, 401, 97.

schere als Zweitglied (30 von 65)

anschere

DWB

anschere , f. actus attondendi, bei webern und wollescherern, besser anschur. vgl. anschirren.

bilderschere

DWB

bilder·schere

bilderschere , f. forficula, ausschneideschere, die einen wafneten geschärfte bilderscheren, die andern wollten sich mit groszen nadeln wehr…

blechschere

DWB

blech·schere

blechschere , f. zum schneiden des blechs. auge, dessen winkel eine ofne blechschere oder aufgestellte falle scheinen. J. Paul Tit. 2, 32 .

drahtschere

DWB

draht·schere

drahtschere , f. zum zerschneiden des metalldrahts, franz. cisailles Beil 150 .

gartenschere

DWB

garten·schere

gartenschere , f. grosze schere zum beschneiden der hecken, heckenschere Adelung, gartenschär, stutzschär M. Kramer 1719 ; ein buch war für …

haarschere

DWB

haar·schere

haarschere , f. ( mhd. hârschære Ben. 2, 2, 158 ), forpex voc. inc. theut. i 2. Frisch 1, 388 ; forpex ein haarschär Dasypod. ; schneider- u…

hausschere

DWB

haus·schere

hausschere , f. kleine schere wie sie in der haushaltung gebraucht wird: man muosz etwa fünf gerad lassen sein, nit alle ding berafflen ( be…

heckenschere

DWB

hecken·schere

heckenschere , f. eine grosze und mit langen griffen versehene schere, mit der der gärtner die hecken verschneidet. Jacobsson 2, 243 a .

holscher(e)

MNWB

hol·schere

holscher(e) , hölscher(e) , m. , ° holtscher (Holmberg Handwerkerbez. 59) Holzschuhmacher , vgl. holtschômāker.

Holzschere

Wander

holz·schere

Holzschere Etwas mit der Holzscher beschneiden. – Fischer, Psalter, 87 a .

hölschere

KöblerMnd

hölschere , M. Vw.: s. holtschōære*

hārschere

KöblerMhd

hār·schere

hārschere , st. F. nhd. Haarschere ÜG.: lat. (forpex) Gl Hw.: vgl. mnd. hārschēre Q.: Gl (12. Jh.), Voc E.: s. hār (1), schere (1) W.: nhd. …

Knappschere

Wander

knapp·schere

Knappschere Mit de Knappschêre tosnîden. – Richey, 128. Sehr genau und kärglich zu Werke gehen.

knippschere

DWB

knipp·schere

knippschere , f. kleine schere, z. b. zum bilderausschneiden. Adelung, knippschär, dim. knippschärlein M. Kramer (1719) , schon im Leipz. vo…

Ableitungen von schere (1 von 1)